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Trust me

von Molly17
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Rose Weasley Scorpius Malfoy
07.02.2021
27.02.2021
12
15.304
2
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23.02.2021 1.157
 
11.
Sie gingen zusammen in die Küche und setzten sich an den Tresen.
Harry fragte sie, wie es ihr in ihrer Ausbildung gefiel und wie es lief. Er hatte sie immer überreden wollen, eine Ausbildung als Aurorin zu beginnen, aber Rose wollte eine klare und geregelte Arbeit haben. Keine bei der sie immer bereit sein musste oder oft ein großes Risiko eingehen musste. Nachdem sie über das übliche geredet hatten, fasste sich Rose ein Herz und fragte ihren Patenonkel: „Du Harry, denkst du Scorpius und ich gehören zusammen, denkst du wir können für immer zusammen bleiben?“
Harry war sehr erstaunt und überlegte einen Moment, dann sagte er: „Also ich denke schon, natürlich kann ich nicht in eure Köpfe reinschauen, aber so wie ich euch immer erlebt habe denke ich schon, dass ihr zusammen bleibt. Ihr führt doch eine respektvolle und liebevolle Beziehung oder?“
„Ja schon, aber es ist anders als früher, ich weiß nicht, ob ich ihn noch liebe und er mich.“, sagte Rose traurig.
Weißt du, dass wichtigste war mir in unserer Beziehung immer, dass ich wusste, dass Ginny immer hinter mir steht und und immer für mich da ist, egal in welcher Situation. Mir ist es auch sehr wichtig, dass Ginny weiß, dass ich auch immer für sie da bin. Und ich denke, wenn ich dieses Gefühl nicht mehr gehabt hätte, wäre mir klar gewesen, dass es aus ist.
Natürlich hat sich auch unsere Beziehung im Laufe der Zeit verändert. Man ist einfach nicht mehr so verliebt wie früher, aber dafür wächst man immer mehr zusammen. Wir wurden eher zu Partnern. Vor allem nachdem unsere Kinder geboren wurden hat sich viel verändert. Wir waren dann hauptsächlich Eltern. So weit ist es bei euch ja noch nicht oder?“, Rose schüttelte energisch den Kopf.

Also fuhr Harry fort: „Nach dem Krieg viel es mir auch schwer, zu akzeptieren, dass die Verliebtheit und die Spannung weg war und nun der Alltag einsetzt. Natürlich war unsere Situation etwas anders, als jetzt bei euch.
Ich kann aus heutiger Sicht aber sagen, dass es mir viel wichtiger ist, dass ich weiß, dass es jemanden gibt der immer an meiner Seite ist, als jemanden zu haben, der einem jeden Tag vergöttert und in einen vernarrt ist. Aber was ist denn der Anlass für deine Frage?“
Rose überlegte einen Moment, wie sie am besten Ausdrücken könnte, was ihr Problem war.
„Es läuft nicht so gut zwischen uns. Er arbeitet viel mehr und länger als ich und wir haben eigentlich nur noch am Wochenende Zeit für uns. Und dann ist da noch das Problem mit der Eifersucht. Er hat eine recht junge und hübsche Ausbilderin und ich bilde mir immer ein er hätte etwas mit ihr am Laufen. Eigentlich weiß ich, dass es quatsch ist, aber trotzdem belastet es mich. Es stört mich sehr, wenn ich nicht weiß, was er den Tag über so gemacht hat und ich habe das Gefühl, seit Hogwarts hat sich unsere Beziehung komplett verändert. Und ich kann ihm nicht wirklich vertrauen. Das bedeutet doch eigentlich, dass ich ihn nicht mehr liebe oder?“

Eigentlich wollte sie das alles überhaupt nicht erzählen, aber jetzt wo sie es getan hatte fühlte sie sich befreit. Sie hoffte, Harry könnte sie zum Mindest ein bisschen verstehen.
Er sah sie sanft an und sagte: „Es ist okay Rose. Bei uns allen hat sich das Leben nach Hogwarts total verändert. Die `richtige´ Welt ist anders als der Mikrokosmos der Schule. Aber jetzt fängt euer Leben doch erst richtig an. Klar am Anfang ist es komisch, aber ihr gewöhnt euch daran. Außerdem habt ihr viel mehr Möglichkeiten als in Hogwarts, ihr seid frei und könnt machen was ihr wollt.
Glaub mir, er würde dich nicht betrügen und vor allem nicht mit irgendeiner dahergelaufenen Arbeitskollegin. Die Malfoys sind zu den Leuten die sie mögen absolut loyal und würden alles für sie tun. Außerdem glaube ich auch nicht, dass Scorpius irgendeinen Grund dazu hätte. Er hat mit dir doch den Jackpot erwischt und dass du nicht alles über seinen Alltag weißt, ist vielleicht auch ganz gut so. Ginny und ich haben uns am Anfang immer alles erzählt, aber irgendwann war es einfach zu viel und es hat uns auch nicht mehr interessiert. Wir haben dann lieber unsere Zeit genutzt um etwas zusammen zu unternehmen.“

In diesem Moment ging die Tür auf und Ginny rief fröhlich „Hallo, bin wieder zurück.“ in den Raum.
In diesem Moment erblickte sie Rose und sagte überrascht: „Hey Rose, mit dir hatte ich ja gar nicht gerechnet. Ist etwas passiert?“
„Nein, es ist alles gut. Also zu Mindest körperlich.“
Ginny schaute skeptisch und sagte dann: „Egal was es ist, meistens hilft es darüber zu reden.“
„Ja ich weiß.“, antwortete sie geschlagen.
Ginny sah sie auffordernd an und Rose sagte: „Ein Frage, Ginny. Hat es dir nie etwas ausgemacht, dass Harry so beliebt war, vor allem auch bei Frauen?“
Harry schaute Rose etwas entsetzt an und Ginny grinste leicht.
Sie antwortete: „Naja weißt du, anfangs schon ja. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass Harry das niemals machen würde, weil er ohne mich total verloren wäre.“, dabei lachte sie lauthals. Dann fuhr sie fort: „Nein, jetzt mal ohne Spaß. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis es mir nichts mehr ausgemacht hat. In der Zeit hatte ich oft Zweifel und habe mich gefragt, was er so hinter meinem Rücken treibt. Irgendwann habe ich aber gemerkt, wie dies mich und unsere Beziehung kaputt gemacht hat. Ich habe mit Harry offen darüber gesprochen und nachdem ich wusste, wie sehr er selbst auch von dem Rummel um seine Person genervt war, konnte ich ihm eher vertrauen. Außerdem habe ich dann begonnen mehr darauf zu achten, was dafür spricht, dass Harry mich liebt und ich habe bemerkt, dass es viel mehr ist.“
Harry und Ginny schauten sich liebevoll an und Harry gab seiner Frau einen Kuss auf die Wange.

Rose kam ins grübeln. Natürlich gab es auch einige Dinge die dafür sprachen, dass Scorpius nur sie liebte. Auch dachte sie über das Gesagte von Harry nach.
Ja, sie wusste, dass Scorpius hinter ihr stand und immer für sie da wäre. Und ja, vielleicht wäre es auch langweilig jeden Tag einen Bericht von seinem Arbeitsplatz zu hören. Welchem dämlichen Zauberer er schon wieder hatte helfen müssen.
Ja, eigentlich hatte es auch nie einen anderen Mann für sie gegeben. Sie hatte sich immer vorgestellt, dass er der Mann wäre mit dem sie Alt werden würde.
Vielleicht sollte sie ihn wirklich einfach mal grade heraus sagen, was sie fühlte und was ihr zu schaffen machte. Sie wollte ihm eigentlich nie die ganze Schuld an der Situation geben.

Sie kam wieder in die Realität zurück und verkündete: „Ich denke, ich sollte mit ihm sprechen. Wie  du schon sagtest Ginny, manchmal hilft es wahrscheinlich am besten man redet einfach darüber. Danke für eure Hilfe.“
„Kein Problem, dafür sind wir da.“, sagte Harry freundlich und klopfte ihr auf die Schulter.
„Viel Erfolg!“, wünschte Ginny strahlend.
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