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Die sieben Schwestern

GeschichteThriller, Horror / P16 / Gen
Glenda Perkins John Sinclair Shao Sir James Powell Suko
06.02.2021
06.02.2021
4
13.415
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06.02.2021 337
 

Vorbemerkung:

Der Shortstory-Dreiteiler Die sieben Schwestern stellt, wie jeder, der den Film kennt, spätestens nach Mord Nummer zwei unschwer erkennen dürfte, eine Hommage dar an David Finchers "Serienkiller-Großtat" (O-Ton Cinema) Se7en (dt. Sieben) aus der Feder von Drehbuchautor Andrew Kevin Walker. (Zumindest bis zum Showdown, bei dem es dann wieder in altbekannter Geisterjäger John Sinclair-Manier zur Sache geht, inklusive höllischer dea ex machina.)
Walkers und Finchers Film feierte vergangenes Jahr sein 25jähriges Leinwandjubiläum, gilt mittlerweile als Klassiker des Genres und lief seither gefühlte drei Dutzendmal im deutschen Free-TV. Wer ihn halbwegs auf dem Schirm hat, wird im Text vom Setting über die Personenkonstellation bis zu wörtlichen Zitaten allerlei Anleihen finden. (Ich war selbst bislang zu faul, im Einzelnen nachzuzählen, wie häufig ich mich direkt oder indirekt beim großen Vorbild bedient habe, aber unterm Strich dürfte es auch hier in die Dutzende gehen.)
Von den seinerzeit am Film Beteiligten hat der Regisseur noch den einen oder anderen annehmbaren Film gedreht, die vier Schauspieler in den Hauptrollen, also gewissermaßen die role models für John Sinclair, Suko, Shao und Damian, gewannen später alle mit Rollen in anderen Filmen einen Oscar. (Der Bösewicht sogar zwei.)
Autor Andrew Kevin Walker schrieb im Anschluss noch das ziemlich lahme Script zu 8mm von Joel Schumacher und verlegte sich ansonsten aufs Veredeln fremder Stoffe, wobei er unter anderem aus einer Adaption von Washington Irvings ziemlich hanebüchener Gruselanekdote The Legend of Sleepy Hollow einen recht pfiffigen Gespenster-Krimi bastelte, den Tim Burton äußerst stimmungsvoll verfilmte.
Ansonsten tingelt Walker seit Se7en - zurzeit allerdings wohl eher weniger - munter von Convention zu Convention, um mit Hardcore-Fans seines Kultfilms über die vermeintliche Biographie seines Killers zu spekulieren und sich aus offensichtlichen Drehbuchfehlern rauszureden. Wen so was interessiert, der wird bei youtube.com fündig.
Immerhin konnte Walker für sein Script Anfang der 1990er Jahre eine glatte Viertelmillion Dollar einstreichen. - Eine Summe, von der Geisterjäger John Sinclair-Autoren auch heute noch, knapp 48 Jahre nach der Nacht des Hexers, nur träumen können.
 
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