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Virus

von Satan666
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Megumi Fushiguro Ryomen Sukuna
06.02.2021
06.02.2021
1
822
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06.02.2021 822
 


Virus






Es schmerzte. Der tägliche Kampf, der ständige Wahnsinn… So langsam ging mir die Kraft aus, auch wenn ich mich dagegen wehrte.

Sukuna und auch Megumi, sie raubten mir die Luft zum atmen. Ich mochte die beiden, keineswegs, aber wenn der eine sich nicht gerade meinen Körper schnappte um mit meinem Freund zu schlafen, schaffte es der andere mich immer wieder in die Leere zu stürzen.
Es war nicht nur Liebe, die ich spürte. Ich würde alles für ihn geben, nur damit er mir einmal Beachtung schenken würde. Doch alles was es brachte, waren nur bemitleidenswerte Blicke der anderen.

Manchmal wünschte ich mir, ich hätte diesen Finger nie entwendet und gegessen, dann hätte ich mit Sicherheit nicht solche Schmerzen in der Brust,die mich innerlich zerrissen. Ich würde weiterhin mein normales Leben führen und keine Flüche jagen.


Ich wünschte…

              Ich wünschte…

                              Ich wünschte….



Tränen rannen mein Gesicht hinab, die ich mir mürrisch wegwischte. Hätte mir jemand gesagt, wie es ist Liebe zu empfinden, dann hätte ich alles getan, damit ich diesen Virus nicht in meinem Herzen trug.
Und das an Valentinstag.
Ich schlug mit meiner Faust auf meine Bettdecke, ehe ich mein Gesicht darin vergrub.
Selbst wenn wir zum Schluss Sukuna töten würden, könnte ich mich nicht einmal freuen, weil ich dann selbst starb.
Wer würde sich auch daran stören, wenn man mich mitsamt Sukuna umbrachte?
Megumi sicher nicht.
Er würde höchstens diesen Teufel, … diesen Fluch vermissen und sich jeden Tag nur seinetwegen in den Schlaf weinen.

Selbstverständlich gehörte es nicht zu einer seiner eigentlichen Persönlichkeiten, aber ich war doch nicht besser! Erst wenn du jemanden kennengelernt hast, den du magst, wirst du wissen, wie du wirklich tickst. Ich hätte auch nie im Traum daran gedacht wegen jemanden, (insbesondere einem Mann), Tränen zu vergießen.

„Yuji!“, ich erschrak, als ich die Stimme von Megumi vernahm. Schnell wischte ich mir ein allerletztes Mal über meine Augen und bat ihn dann in mein Zimmer herein.
Ich blickte in seine grünen Augen, in der ich mich nur allzu gerne verlieren möchte und rutschte etwas nach hinten, damit auch er Platz nehmen konnte. Zum Glück waren meine Jalousinen zur Hälfte heruntergelassen, somit war mein Zimmer recht dunkel und er konnte so nicht wirklich erkennen, das ich geweint hatte. Er sollte mich nun auch wirklich nicht so schwach sehen. Vor allem ging ihm das nichts an, wie ich mich fühlte.

Megumi setzte sich auch, genau gegenüber von mir und streckte seine Hand aus. Ohne mein zu tun, klopfte mein Herz schneller, als es sollte. Ich schluckte und wich nach hinten aus, während ich ihn nicht aus den Augen ließ. Ich wusste sein tun nicht zu deuten und ich wollte nicht noch einmal verletzt werden. Vielleicht wollte er auch zu…

„Soll ich ihn herauslassen?“, fragte ich mit einem leichten zittern in der Stimme. Da war sie wieder, die Messerspitze in meiner Brust. Es drehte sich und ließ mein Herz bluten.

„Ich...“, Megumi biss sich auf seine Unterlippe.

Vielleicht hätte es mir früher auffallen sollen. Vielleicht hätte aber auch jemand sein Maul aufmachen müssen, aber während ich ihn so betrachtete, fielen mir seltsame Merkmale auf, die mich stutzig machten.

Ich beugte mich zu meinem Fenster und zog die Jalousinen nach oben. Dank dem neugewonnen Licht sah ich sie, die zahlreichen Blessuren auf seinem Nacken und seiner Schulter, weil sein Shirt etwas verrutscht war. Und wenn ich…

„Zieh dich aus.“, sprach ich leise, während er mich nur anblickte. Ohne eine kleine Regung in seinem Gesicht. Ich wusste nicht, wie es ihm geht oder ob er überhaupt noch fühlte. Allem anschein wohl nicht.

Ich seufzte, als ich enschloss lang genug gewartet zu haben und ergriff die Initiative. Ich berührte den Saum seines schwarzen Pullovers und zog es vorsichtig nach oben. Mir stockte der Atem.
W-wieso?

„Nicht.“, sprach er leicht gereizt und schlug meine Hände von sich.

Verletzt blickte ich neben mich. „Tut mir leid.“, murmelte ich und biss auf meine Unterlippe. Ich bin wohl zu weit gegangen und habe die Zeichen womöglich falsch gedeutet. Wahrscheinlich gefiel es ihm so dominiert zu werden und da lag das Problem. Ich war nicht wie Sukuna. Wir teilten zwar einen Körper, aber nicht den Verstand. Vielleicht ist es dieses herrische, was ihn so in Wallungen brachte. Vielleicht konnte er mich deshalb nicht Lieben. Ich wusste es nicht.

„Bitte geh.“, flüsterte ich den Tränen nahe.

„Yu-“

„Hau ab!“, die Tränen rannen nur so über meine Wangen. Ich konnte und wollte seine Anwesenheit nicht mehr ertragen.

„Ich...“, er wollte etwas sagen, aber schloss doch letztendlich seinen Mund und verließ, wie ich wollte den Raum.


Von nun an kämpfte ich gegen ihn an. Er würde meinen Körper nicht mehr so ohne weiteres von mir erhalten. Ich wollte denselben Schmerz Megumi zufügen, wie er es bei mir tat.
Auch wenn das nicht mehr ich bin.
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