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Against all odds

von sjoe
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Erotik / P18 / Het
05.02.2021
22.07.2022
35
88.887
11
Alle Kapitel
46 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
05.02.2021 2.384
 
herzlich Willkommen bei 'Against all odds', Fredriks Story.

Sie gehört lose zusammen mit "About last time',  der Story von Fredriks älterem Bruder Leif und 'Adverse Conditions', der Story von Fredriks  älterer Schwester Jasmin.

Es ist nicht zwingend erforderlich, die beiden anderen Stories zu lesen, um diese zu verstehen.

viel Spaß!

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Fredrik zog sein Smartphone aus der rückwärtigen Hosentasche und wählte die Nummer seiner Freundin.

Sie meldete sich ziemlich schnell, klang dabei aber etwas atemlos.

„Oh, hey! Bei was habe ich dich denn jetzt gestört?“, wollte er halb entschuldigend, halb amüsiert von ihr wissen.

„Ich habe gerade mit Ach und Krach meinen Bus erwischt, nachdem ich einen ordentlichen Sprint hingelegt habe.“

„Ah, okay. Gut, dass das geklappt hat!“

„Ja, finde ich auch. Und was machst du so?“

„Bin gerade von der Uni nach Hause gekommen. Auf meinem Bett lag ein Brief mit einer Einladung. Meine Tante wird 60 und feiert.“

„Ui, nett!“

„Ja. Willst du mitkommen? Du wärst auf jeden Fall auch eingeladen.“

„Wirklich?“ Sie klang überrascht.

„Ja. Meine Begleitung und ich sind eingeladen. Also, wenn du Lust auf ein Wochenende mit meiner relativ großen Chaosfamilie mütterlicherseits hast…“

„Ich habe vor allem Lust auf ein Wochenende mit dir!“

„Da ich vorhabe, hinzufahren…“, grinste er.

„Wann ist das denn genau?“

„Am 22. Mai, also in… anderthalb Monaten?“

„Mh, zumindest klingelt bei mir nichts bei dem Datum und eigentlich stand die nächsten Wochenenden auch nicht größer etwas an, soweit ich das im Kopf habe. Ich gucke zu Hause mal in meinen Kalender und sage dir dann endgültig Bescheid, ja?“

„Klar.“

„Wo findet die Feier denn statt?“

„Bei Lüneburg, in einem Landhotel, meine Tante hat schon mal Zimmer vorreserviert und meine Eltern fahren bestimmt hin, sonst kann ich auch bei meinen Geschwistern fragen, ob die noch Platz im Auto haben. Das läuft.“

„Naja, bis auf die Kosten!“

„Die ich übernehme? Ist ja schließlich meine Tante!“, sah er da überhaupt kein Problem darin.

Schließlich hatte er als Werkstudent bei einem renommierten Architekturbüro ein regelmäßiges Einkommen, eines das vor allem das Erzieherinnen-Ausbildungsgehalt von seiner Freundin deutlich überstieg.

„Darüber reden wir dann noch. – Machst du heute noch was?“

„Ich gehe auf jeden Fall noch eine Runde aufs Rad, aber nur ein paar Kilometer schrubben, auf die Bahn habe ich heute keine Lust mehr. Soll ich dann bei dir vorbeikommen?“

„Wenn du magst, gern. Ich muss mir allerdings noch etwas für ein neues Projekt in der Kita überlegen, der Plan war, dass ich dafür ein wenig online recherchiere und mir Gedanken mache. Aber selbst, wenn ich noch nicht fertig sein sollte, würde ich direkt eine Pause für dich einlegen!“

„Davon bin ich ausgegangen!“, grinste er.

„Ich freue mich!“

„Ich mich auch. Soll ich dir noch mal eine Nachricht schicken, wenn ich absehen kann, wann ich bei dir aufschlage?“

„Ach was, brauchst du nicht. Komm einfach, ich bin ja sowieso zu Hause.“

„Okay! Dann bis später!“

Sie legten auf und Fredrik ließ sich auf sein Bett zurücksinken.

Mittwochs war sein langer Uni-Tag mit intensiven Seminaren und er fühlte sich gerade ziemlich müde.

Unten fiel die Haustür ins Schloss und wenig später hörte er seine Mutter nach ihm rufen.

Mit einem leisen Seufzer erhob er sich und ging nach unten.

„Hallo Fredrik!“, lächelte sie ihm entgegen, als er die Küche betrat. „Ich hoffe, du hast Hunger! Dein Vater ist heute Abend bei einem Geschäftsessen und ich hatte Lust auf Indisch!“

„Aber immer!“, freute er sich. „Soll ich den Tisch decken?“

„Ja, bitte!“

Als sie dann wenig später am Esstisch saßen und es sich schmecken ließen, fragte seine Mutter irgendwann, ob er den Brief von seiner Tante gefunden habe.

„Ja. Ihr habt auch einen bekommen, nehme ich an?“

„Sicher. Genau wie deine Geschwister auch, von Leif weiß ich es, weil Marie mir geschrieben hat, von Jasmin nehme ich es aber auch mal stark an.“

Er nickte.

„Weißt du schon, ob du mitkommst? Und Anna vielleicht auch?“

„Ich habe sie gefragt und wenn sie nicht schon eine andere Verpflichtung hat, wovon sie eher nicht ausgeht, ist sie dabei.“

„Ach, wie schön!“

Er wusste, dass seine Mutter seine Freundin sehr schätzte, aber ihre Freude darüber, dass sie mitkommen wollte, brachte ihn zum Lächeln.

„Ja, finde ich auch. Meinst du, wir können bei euch mitfahren?“

„Klar, warum nicht? Ich schätze, wir machen als Familie mit Anhang zwei Autos voll, in welcher Konstellation auch immer. Das können wir immer noch ausbaldowern, sobald der Termin näher kommt.“

„Oder aber Marie schlägt vor, dass wir alle zusammen mit der Bahn fahren!“, mutmaßte Fredrik grinsend.

Die Freundin seines großen Bruders war als Geschäftsführerin einer Ökohof-Kommune sehr naturverbunden und versuchte, so nachhaltig wie möglich zu leben.

„Hätte ich auch kein Problem mit, wenn sie eine vernünftige Verbindung zu einem angemessenen Preis findet!“, entgegnete seine Mutter sofort. „Vorteil wäre, dass man nicht im Stau steht!“

„Ja, das stimmt. Aber bestimmt muss man mindestens einmal umsteigen, um nach Lüneburg zu kommen. Und falls dann irgendwas schief läuft, verpasst man garantiert seinen Anschlusszug.“

„Das ist der Nachteil, ja. Aber das diskutieren wir dann, wenn es soweit ist! – Gehst du heute noch mal weg?“

„Ich wollte Radfahren und anschließend bei Anna vorbeischauen.“

„Auf der Dirtbike-Bahn?“

Er wusste, dass seine Mutter sein Hobby nicht mochte, besonders nicht, seitdem er vor zweieinhalb Jahren mal heftig gestürzt war und sich dabei ein paar Schrauben im linken Unterarm eingehandelt hatte.

„Nein, einfach nur fahren. Ich glaube, für alles andere reicht meine Konzentration nicht mehr, außerdem habe ich heute nicht so Lust darauf.“
Sie lächelte erleichtert.  



Anderthalb Stunden später schloss er das Rad an den Fahrradständer vor dem Mehrfamilienhaus, in dem Anna mit ihrer Mutter wohnte.

Dann drückte er auf den Klingelknopf und keine 20 Sekunden später erklang der Summer.

Seine Freundin erwartete ihn lächelnd in der offenen Tür und er beugte sich herunter, um sie zu küssen.

Sie trat ein paar Schritte nach hinten, so dass er in den Flur gehen und die Wohnungstür hinter sich schließen konnte.

Dann schlang er die Arme um sie und zog sie an sich.

„Na du!“, stupste er dann ihre Nase mit seiner an, ehe er ihre Grübchen, die immer dann in ihren Wangen auftauchten, wenn sie lächelte oder lachte und denen er schon beim ersten Anblick total verfallen war, küsste.

„Selber na du! Fahrrad noch heil?“

„Da ich überwiegend Radwege genommen habe, ja. Allerdings hat mir auf dem Weg dahin mal wieder nicht nur ein Autofahrer die Vorfahrt genommen!“ Er verdrehte die Augen.

„Also alles wie immer!“, seufzte Anna und schob ihre Brille auf dem Nasenrücken zurecht.

„Jep. Und bei dir? Projekt geplant?“

„Jaaa!“, freute sie sich. „Ich habe da bei Pinterest etwas gefunden, das perfekt zu meinem Thema passt und anschließend sind die Ideen nur so gesprudelt!“

„Cool!“ Fredrik strich ihr sanft über die Wange und legte seine Lippen dann erneut auf ihre.

„Deine Mutter auch da?“, wollte er dann wissen.

„Klingt das jetzt irgendwie anzüglich, Herr Lauridsen?“, grinste sie daraufhin.

„Nein!!!“, wies er das entschieden von sich. „Einfach nur informationshalber!“

„Ist sie nicht, sie hat Spätdienst!“ Charlotte Prester arbeitete als Intensivschwester in der lokalen Klinik und hatte entweder Früh-, Spät- oder Nachtdienst.  

Anna griff nach seiner Hand und zog ihn hinter sich her in ihr Zimmer, hielt dann aber kurz vor der Tür inne und fragte: „Willst du vielleicht etwas trinken?“

„Da sage ich nicht nein. Hatte zwar etwas dabei, aber das ist inzwischen leer.“

Gemeinsam betraten sie die kleine, aber gemütliche Küche und Anna nahm ein Glas aus dem Schrank, füllte es mit Leitungswasser und reichte es ihm dann.

„Danke!“

Er leerte es mit einem Zug und füllte es dann noch einmal auf, um es mit in ihr Zimmer zu nehmen.

Annas Zimmer war ein wenig kleiner als sein Schlafzimmer und dementsprechend voll, da sie ja nicht nur Bett und Kleiderschrank, sondern auch einen Schreibtisch und ein Bücherregal unterbringen musste.

Aber er mochte den kleinen Raum mit den weißen Möbeln, dem flauschigen weißen Teppich auf dem Laminat mit Holzmaserung und den vielen Fotos und Zeichnungen, die die Wand über dem Bett und die große Lochwand über dem Schreibtisch zierten.

Auf dem Schreibtisch hatte sie vor dem Laptop diverse beschriftete Blätter, den Aquarellkasten samt Wasserglas und einen Buntstiftkasten ausgebreitet.

Interessiert ließ er den Blick darüber schweifen, konnte aber keine ihrer, seiner Meinung nach immer ausdrucksstarken Zeichnungen oder Bilder entdecken.

„Nichts gemalt?“

„Nein, noch nicht. Wieso?“

„Weil ich deine Bilder mag, das weißt du doch!“

„Mhm!“ Sie nickte und ließ sich dann auf ihrem Bett nieder.

Fredrik stellte das Glas mit Wasser auf ihrem Nachttisch ab, tat es ihr gleich und legte dann den Arm um sie.

Sie lehnte den Kopf an seine Schulter, sah zu ihm auf und fragte lächelnd: „Und jetzt?“

„Ich weiß nicht?“, entgegnete er ebenfalls lächelnd.

Anna nahm die Brille ab und legte sie neben das Glas.

Dann erhob sie sich und setzte sich rittlings auf seinen Schoß, schlang die Arme um seinen Hals und verwickelte ihn in einen innigen Kuss.

„Ach so!“, grinste er daraufhin und danach sagte eine ganze Weile niemand mehr etwas.


„Hast du eigentlich in deinen Terminkalender geschaut?“, wollte er sich unter der Bettdecke an ihren Rücken schmiegend wissen.

Sie verflocht die Finger ihrer linken Hand mit seiner und nickte: „Meine Mutter hat da Nachtdienst, aber das ist auch alles, was bei mir drinsteht.“

„Ah. Das heißt also, du kommst mit?“

„Wenn du mich immer noch mitnehmen willst? Ja.“

„Meine Mutter würde mich köpfen, wenn ich dich plötzlich wieder ausladen würde! Abgesehen davon wüsste ich nicht, warum ich das tun sollte! Ich würde mich freuen, wenn du mitkämst!“

„Deine Mutter ist süß!“

„Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mindestens genauso sehr auf dich steht, wie ich!“, gluckste er.

„Wah!“, Anna quietschte auf. „Echt jetzt?“

„Nein, Quatsch. Ich glaube, sie ist durch und durch hetero. Aber sie mag dich schon sehr.“

„Aber sie mag auch Marie und Paul, oder?“

„Oh ja. Das liegt allerdings, genau wie bei dir auch, weniger per se daran, dass sie die Anhänge von meinen Geschwistern sind, sondern an der Person. Leifs vorherige Freundin, Valerie, gehörte eher nicht so zu ihren Favoriten und die war durchaus heiß!“

„Ach?“

„Ja. Mein achtzehnjähriges Ich hatte den einen oder anderen feuchten Traum von ihr, was allerdings auch der Tatsache geschuldet war, dass Leif und sie es quasi wie die Karnickel trieben und sie nicht gerade zur leisen Fraktion gehörte.“

„Oh.“

„Ja. Und dann lieg mal im Bett und versuche, nicht spitz zu werden, wenn du das Bett quietschen und eine heiße Tussi stöhnen hörst!“

Anna hob eine Schulter: „Da kann ich nicht mitreden!“

Ihre Mutter sagte, sie habe weder Zeit noch Nerven für irgendwelche Männer, dementsprechend kam so etwas bei ihr nicht vor.

„Musst du doch auch gar nicht! Irgendwann hat sich ohnehin herausgestellt, dass sie ein Aas war! Hat meinen Bruder mitten in seiner Gesellenprüfung betrogen.“

„Wie gemein!“

„Allerdings! Vor allem auch noch mit einem ehemaligen Kumpel von ihm, mit dem er aber eher beef hatte, nachdem der das gleiche mit Jasmin abgezogen hatte. Nicht während einer Prüfungsphase, sondern so. Hatte wohl über mehrere Monate nebenher was laufen, obwohl er mit meiner Schwester zusammen war und ihr gegenüber vorgegeben hat, alles sei bestens.“

„Uh!“ Sie rümpfte die Nase. „Was für ein Arsch! Und natürlich doppelt mies für Leif!“

„Ja, das kannst du laut sagen. Hat ihn ziemlich gebeutelt damals.“

„Kein Wunder!“

„Jep. Aber jetzt lass uns von was Erfreulicherem reden!“ Er schnubbelte an ihrem Nacken herum und sie schnurrte. „Gehst du am Samstagabend mit mir auf die FH-Party?“

„Klar, warum nicht? FH-Partys sind bei mir irgendwie positiv besetzt!“

„Ach, bei dir auch? Na sowas!“ Er entzog ihr seine Finger und begann, sanft über ihre Seiten zu streicheln.

Da Annas Freundinnen Sina und Maike ebenfalls dort studierten, ging sie öfter mit diesen auf FH-Partys und hatte Fredrik auf einer ebensolchen getroffen.

Sie hatten sich gut unterhalten, ein wenig miteinander geflirtet und gegen Ende des Abends Nummern ausgetauscht, um dann die halbe Nacht per Messenger miteinander zu chatten.

Am späten Nachmittag des nächsten Tages hatten sie sich wiedergesehen, bis spät in die Nacht geredet, er hatte sie anschließend nach Hause begleitet und ihr vor der Tür einen harmlosen Gute Nacht-Kuss auf die Wange gehaucht.

Dem waren über den Tag verteilt dann wieder unzählige Nachrichten gefolgt und als sie sich dann trafen, war es nicht bei harmlosen Wangenküsschen geblieben.

„So lange du da nicht irgendwen kennenlernst…“, neckte sie ihn.

„Warum sollte ich?“ Er umfing ihre linke Brust mit der Hand, umkringelte die Brustwarze mit dem Zeigefinger und sie seufzte auf.

„Ich weiß ja nicht…“

„Fishing for compliments?“, grinste er. „Ich bin eigentlich ziemlich verknallt in meine hübsche, sexy Freundin, mit der ich gerade im Bett liege und hoffentlich gleich noch Runde zwei einläute?“

„Aber immer!“ Sie rieb ihren Hintern an seiner wachsenden Härte und er knurrte angetan.

Wenig später drehte sie sich auf den Rücken, so dass sie ihn küssen und ihre Hände auf Wanderschaft schicken konnte.

„Man könnte meinen, wir wären seit Wochen abstinent gewesen, so scharf, wie ich auf dich bin!“, stieß er irgendwann hervor und kramte in ihrer Nachttischschublade, die noch vom ersten Mal offen stand, nach einen weiteren Kondom.

„Trifft sich gut, dass es mir genauso geht! Komm schon, ich will dich in mir spüren!“, entgegnete sie ungeduldig, während er noch das Gummi überstreifte und streckte ihm dabei ihren wohlgeformten Hintern entgegen.

„Von hinten?“, fragte er ungläubig und mit in den Keller rutschender Stimme.

„Wieso nicht?“

„Weil ich da nicht lange durchhalte, wie du sehr wohl weißt?“, gab er zurück, positionierte sich allerdings, da sie nichts an ihrer Haltung änderte, hinter ihr.

„Mach einfach!“

Das brauchte sie ihm nicht zweimal sagen und er stöhnte rau auf, als er in ihre, in dieser Stellung besonders enge Spalte glitt.

Dann griff er mit beiden Händen an ihre Hüften und begann, sich in ihr zu bewegen.

„Oh shit, Anna, ist das geil!“, stieß er wenig später hervor und verschärfte das Tempo.

Als er sich dann nach vorne beugte, um wenigstens etwas bei ihr mit dem Finger nachzuhelfen, fand er ihre Perle bereits besetzt vor, was ihn zusätzlich anmachte.

Er legte seine Hand über ihre und passte sich ihrem Tempo an.

Wenig später stöhnten sie unisono auf und er griff wieder nach ihrer Hüfte, um noch ein paar Mal tief in sie zu stoßen, während er kam.
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