Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wenn das Leben andere Pläne hat

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
05.02.2021
07.03.2021
9
20.484
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
23.02.2021 2.905
 
Maron hatte gerade ihre Schultasche aus der Klasse geholt und verschwand schnellen Schrittes am Gang als Chiaki sie plötzlich in eine Ecke zog.
„Wo willst du hin?“
„Weg. Noch drei Stunden neben Miyako halte ich nicht aus. Ich habe der Lehrerin einen Zettel hingelegt.“
„Gib mir zwei Minuten und ich komme mit.“
„Nein Chiaki. Das wäre auffällig. Außerdem … muss ich alleine sein und nachdenken.“
Sie sah sich kurz um als sie ihrer großen Liebe einen sanften Kuss gab ehe sie schnellen Schrittes die Schule verließ. Chiaki sah ihr noch kurz nach als schon Yamato aus der Herrentoilette kam und mit Chiaki wieder in die Klasse ging. Gerade als die Schulglocke ertönte, kam auch Miyako zurück und war verwundert, dass Maron’s Platz leer war. War sie vielleicht nur auf der Toilette? Doch als die Klassenlehrerin kam, las sie nur kurz einen Zettel und trug etwas in ihr Klassenbuch ein als sie anschließend mit dem Unterricht begann. Miyako schrieb kurz einen Zettel und schoss ihn zu Chiaki. Dieser las ‚Wo ist Maron?‘ und als er zu Miyako sah zuckte er nur kurz mit den Schulter, zerknüllte den Zettel und hörte der Lehrerin zu. Er hatte keine Lust sich mit seiner Verlobten in spe zu unterhalten. Schon gar nicht, wenn sie ab dem Wochenende eine Beziehung mit ihm wollte. Musste Maron deshalb nachdenken? Oder würde sie mit ihm Schluss machen?
Maron kam zu Hause rein als sie die Stimme ihrer Mutter aus dem Wohnzimmer wahrnahm: „Takumi? Schon zu Hause?“
„Nein Mama. Ich bin’s.“
Da kam Koron schon zu ihrer Tochter in den Vorraum und fragte besorgt: „Ist alles in Ordnung? Bist du krank?“
„Nein. Aber mir wurde alles andere zu viel.“
Die junge Schülerin seufzte laut und ging in die Küche als sie sich dort einen Kaffee aus der Vollautomatenmaschine drückte und erneute seufzte. Ihre Mutter setzte sich bereits an den Tisch und fragte besorgt: „Was ist los Maron?“
Die Brünette nahm ihre Kaffeetasse, schüttete noch etwas Milch zum Kaffee und setzte sich neben ihre Mutter. Sie atmete tief durch und begann endlich zu sprechen: „Miyako und Chiaki werden im August heiraten. Sie sind allerdings kein Paar und die Liebe beruht. Nur auf Einseitigkeit, aber ihre Väter haben sich vor 18 Jahren etwas versprochen und heuer soll es eingelöst werden.“
„Wie bitte, was? Nur weil die Väter sich ein Versprechen gegeben haben sollen die Kinder heiraten? Miyako ist doch erst 17. Was sagt sie denn dazu?“
„Sie ist begeistert und heute Abend gibt es im Haus von Chiaki’s Vater nochmal ein Gespräch mit allen da sie die Beziehung jetzt schon öffentlich machen will. Immerhin wäre es sonst zu auffällig, wenn beide nichts miteinander zu tun haben und dann plötzlich heiraten.“
„Und dieser Chiaki? Was sagt der dazu?“
„Er ist sauer. Und zwar so richtig. Er liebt Miyako nicht und will mit ihr auch keine Beziehung führen aber sein Vater besteht darauf.“, gab Maron genervt zurück und trank einen Schluck Kaffee.
„Hast du denn guten Kontakt mit Chiaki? Er ist doch der neue Mitschüler, oder?“
„Ja genau. Wir haben uns in den Ferien schon kurz kennengelernt und jetzt ist er schon ein Teil unserer Clique. Wenn ich gewusst hätte, dass er mal Miyako versprochen ist, hätte ich nie …“, die junge Brünette brach ihren Satz selbst ab und trank wieder einen Schluck Kaffee.
Koron bekam kurz ein sanftes Lächeln und fragte: „Nie in ihn verliebt?“
„Woher … weißt du das?“
„Maron, auch wenn ich leider viel zu viel arbeite, erkenne ich doch, wenn bei meiner Tochter etwas nicht stimmt. Außerdem warst du in letzter Zeit nicht so oft bei Miyako wie sonst und seit dieser Chiaki da ist, bist du auch uns gegenüber viel ruhiger und verständnisvoller geworden.“
„Aber Mama … was sollen wir denn tun?“
„Redet mit Chiaki’s Vater in Ruhe noch einmal. Immerhin muss er es doch verstehen, wenn sein Sohn in ein anderes Mädchen verliebt ist, dass dieses Versprechen keine Gültigkeit hat. Und das Sakura da einfach so zustimmt?“
„Ich denke sie hat zugestimmt, weil Miyako es unbedingt will. Sie redet von nichts anderes mehr, weswegen ich heute auch früher von der Schule verschwunden bin. Kannst du mich vielleicht für die restliche Woche auch entschuldigen? Ich möchte einfach alleine sein und nachdenken.“
Maron trank ihren Kaffee weiter und ihre Mutter nickte verständnisvoll. Anschließend sagte sie ihr noch, dass sie jederzeit mit ihr reden könne und auch Chiaki sich gerne an sie wenden solle, wenn er Hilfe bei seinem Vater bräuchte. Die Brünette umarmte ihre Mutter dankend und verschwand anschließend mit ihrem restlichen Kaffee in ihr Zimmer. Koron setzte sich wieder ins Wohnzimmer und sah fern.

Es war Abend als Chiaki gerade sein frisches Hemd überzog und es an seiner Zimmertüre klopfte.
„Ja bitte?“
„Mister Nagoya? Die Gäste sind eingetroffen und Ihr Vater bat mich Sie zu holen.“
„Danke Kagura. Sagen Sie unten bitte Bescheid, dass ich gleich da bin.“
„Sehr wohl.“, antwortete der Sekretär seines Vaters und schloss wieder die Tür.
Chiaki fuhr sich noch einmal durchs Haar als er sein Handy aus der Hosentasche nahm und seiner Freundin eine Nachricht schrieb: >>Jetzt geht’s los. Falls mir alles zu viel wird, kann ich bei dir vorbeikommen?<<
Er atmete tief durch und hoffte Maron würde schnell antworten und nicht bereits eine Entscheidung getroffen haben, solange er noch nichts mit seinem Vater klären konnte. Nur kurze Zeit später kam wirklich eine Antwort: >>Sag mir Bescheid was rausgekommen ist. Auch wenn es anstrengend sein wird, aber wenn du einfach abhaust, dann wird es auffällig und Miyako wird dir folgen.<<
>>Du hast recht. Wie immer. Ist denn zwischen uns noch alles okay?<<
>>Ja. Aber der heutige Abend wird einfach alles entscheiden.<<
>>Ich liebe dich.<<, schrieb der junge Schüler noch, doch diesmal kam keine Antwort mehr.
Maron versuchte wohl bereits Abstand zu gewinnen da sie wohl wusste, dass eine Hochzeit unausweichlich sein wird? Aber wie kann Chiaki mit gerade mal 18 Jahren ans heiraten denken? Und vor allem eine Fremde. Miyako war zwar eine Freundin aber nicht mehr und er kannte auch noch nichts über sie. Irgendwie muss es doch zu verhindern sein.
Schließlich kam Chiaki endlich in den großen Speisesaal wo Miyako ihn bereits in die Arme lief und ein Küsschen auf seine Wange drückte.
„Hallo. Ich hab‘ dich vermisst.“
„Miyako … wir haben uns vor drei Stunden noch in der Schule gesehen.“
„Trotzdem. Wenn wir erstmal zusammen sind, kann ich öfter zu dir kommen und wir können …“, da unterbrach Chiaki sie schon als er sich von ihr löste und ihre Eltern begrüßte.
Himuro war sehr höflich und reichte dem jungen Schüler die Hand. Sakura umarmte ihn freundlich und hatte dennoch einen etwas traurigen Gesichtsausdruck. Sie wusste, dass Chiaki ihre Tochter nicht liebte und dass diese sich etwas erzwingen wollte. Als sich alle begrüßt hatten, setzten sie sich an den großen Tisch. Miyako setzte sich natürlich sofort neben Chiaki und rückte auch näher als er leise flüsterte: „Kannst du mir nicht etwas Platz zum atmen lassen?“
„Tut … tut mir leid.“, kam es verwundert aus ihr und sie rückte wieder ein Stück weg.
Ihr Blick musterte ihren Verlobten in spe genau, denn sie wusste er war wütend. Aber warum? Gestern Abend bei ihr zu Hause war ihm das nicht unangenehm und er sagte auch nichts. Lag es nur daran, dass er jetzt in seinem zu Hause war? Die junge Dunkelhaarige wurde aus ihren Gedanken gerissen als das Dienstmädchen eine Miso-Suppe als Vorspeise servierte. Als Getränk gab es Aloe Vera Saft, stilles Mineralwasser oder Lycheesaft. Kaiki bedanke sich bei seinen Gästen und wünschte einen schönen Abend als alle zu Essen begannen. Chiaki musste die ganze Zeit über an Maron denken und wie sehr er sie neben sich sitzen hätte und mit ihren Eltern den Abend verbringen würde. Warum musste sein Vater vor 18 Jahren auch nur so ein dummes Versprechen abgeben?

Die Stunden vergingen und die Unterhaltung zwischen den Erwachsenen und Miyako war sehr entspannt und locker. Die Hauptspeise, ein Gyudon – Donburi mit Rindfleisch schmeckte ebenso allen hervorragend. Während des Essens unterhielten sich die Väter viel über ihre gemeinsame Studienzeit und wie sie damals Sakura kennenlernten. Chiaki warf nur ab und an eine Antwort ein, wenn er etwas bestimmtes gefragt wurde und Miyako war begeistert von den Geschichten. Sakura beobachtete Chiaki natürlich den ganzen Abend und hatte für sich bereits eine Entscheidung getroffen und wusste, sie müsse das mit den Männern in Ruhe klären. Schade, dass Chiaki’s Mutter nicht mehr dabei sein konnte, denn diese wäre bestimmt auch Sakura’s Meinung.
Zur Nachspeise gab es Erdbeermochis. Für die Erwachsenen gab es einen leckeren Pflaumenwein dazu, während Miyako und Chiaki einen alkoholfreien bekamen.
„Dann auf unser zwei Kinder, welche schon bald für immer miteinander verbunden sein werden.“, sagte nun Himuro und hob das Glas.
Sakura machte nur zaghaft mit, ebenso Chiaki, während Kaiki und Miyako Zuspruch gaben. Als alle ausgetrunken hatten stand Chiaki schließlich auf und sagte: „Bitte entschuldigt mich kurz.“
Miyako wollte ihm schon folgen als jedoch ihre Mutter bereits aufgestanden war, zu ihrer Tochter kam und leise sagte: „Lass mich mal mit meinem zukünftigen Schwiegersohn sprechen.“
„Okay.“, gab sie leise zurück und setzte sich wieder.
Sakura ging nun Chiaki nach, welcher ins Wohnzimmer gegangen war und gerade auf sein Handy starrte und eine Nachricht schrieb. Sie sah sich noch etwas in dem großen, luxuriösen Wohnzimmer um als sie schließlich sagte: „Miyako wollte schon immer wie eine Prinzessin leben.“
Chiaki hatte eben auf senden gedrückt als er sofort hoch sah und seine Schwiegermutter in spe erblickte. Diese hatte die Arme vor der Brust leicht verschränkt und sah sich das große Gemälde von Chiaki’s Mutter an.
„Wenn sie wie eine Prinzessin leben wollte, müsste sie einen Prinzen heiraten.“, antwortete Chiaki kühl.
„Naja, euer Haus hat doch einen fast königlichen Stil.“
„Meine Mutter wollte es damals so. Sie hatte entfernte adelige Verwandte und reich geerbt. Das mein Vater nicht alles für seine Liebhaberinnen ausgeben konnte hat sie dieses Haus umgebaut, eingerichtet und den Rest auf ein Sparkonto gelegt, dass für meine Zukunft und Ausbildung gesorgt sei. Natürlich kommt mein Vater da nicht ran. Allerdings sind wir nach Tokio weggezogen als ich knapp zwei Jahre alt war und das Haus blieb so. Sie wusste wohl, dass wir eines Tages hierher zurückkehren würden.“
„Schade, dass sie es nicht erlebt hatte. Aber … wie viele Liebhaberinnen hatte dein Vater?“
„Vor drei Jahren waren es etwa vier. Keine Ahnung wie viele es heute sind. Meine Mutter bat mich, bevor sie starb, dass ich ihm nicht böse sein solle denn immerhin hätte sie ihn verlassen können. Aber sie blieb bei ihm, aus Liebe.“, gab Chiaki mit trauriger Stimme zurück und sah auf das Gemälde seiner Mutter.
„Sie war wunderschön. Du hast ihre Augen.“, antwortete Sakura und lächelte den jungen Schüler freundlich an.
„Ich wünschte sie wäre hier. Dann würde sie meinen Vater davon abbringen.“
„Von der Hochzeit?“
Chiaki erschrak etwas. Natürlich wollte er das nicht so offensichtlich sagen und schon gar nicht vor Miyako’s Mutter. Sein Blick wanderte sofort zu ihr und er versuchte Worte zu finden, um sich zu erklären, doch da sprach Sakura schon: „Ich wünschte auch sie wäre hier, denn dann könnte ich gemeinsam mit ihr mit den Männern reden.“
„Sie … Sie wollen die Hochzeit auch nicht?“
„Versteh‘ mich nicht falsch Chiaki. Du bist ein sehr cleverer, hübscher und charmanter junger Mann. Sozusagen der perfekte Ehemann für meine Tochter und ich sehe, dass sie in dich verliebt ist. Allerdings wünscht sich eine Mutter auch, dass ihre Tochter geliebt wird. Und das ist hier, in eurer Situation, nicht der Fall.“
Chiaki nickte zaghaft und seufzte kurz. Sakura hatte ihn also schon durchschaut. Aber war sie die einzige oder waren die Väter auch schon so weit und wollten die Hochzeit dennoch?
„Einfach zu schweigen und so zu tun als wäre für dich auch okay, um keinen Streit zu riskieren bedeutet nicht, dass du kein guter Sohn bist Chiaki. Deine Mutter ist bestimmt sehr stolz auf dich, egal wie du dich entscheidest und welchen Schritt du wagst. Und wenn dein einziger Ausweg sein sollte, meine Tochter vor dem Altar stehen zu lassen, dann sei versichert, dass weder deine Mutter noch ich dir böse sein werden.“, antwortete Sakura und legte sachte eine Hand auf seine Schulter.
„Danke.“, kam es leise und mit traurigem Unterton aus ihm als er sie kurz umarmte.

Beide kamen wieder in den Speisesaal zurück und gerade als Chiaki etwas sagen wollte, kam schon Miyako zu ihm, nahm seine Hand und schmiegte sich an ihn. Da kam auch Kaiki zu ihm und sagte: „Wir haben uns eben unterhalten und sind ebenso der Meinung, dass es besser wäre, wenn ihr beide ab sofort offiziell ein Paar seid. Dann habt ihr auch genug Zeit euch anzunähern und für die Hochzeit kennenzulernen.“
„Ähm … Vater kann ich kurz mit dir sprechen?“, kam es ernst aus Chiaki während er seine Hand aus Miyako’s löste.
„Chiaki! Wir haben Gäste.“
„Schon okay. Wir sollten nach Hause, es ist schon spät und morgen ist wieder Schule für die beiden.“, antwortete Sakura gleich und zog Miyako leicht mit sich. Diese ließ Chiaki los, verabschiedete sich und ging mit ihren Eltern. Die Haushälterin begann schon alles abzuräumen als Kagura eben ins Speisezimmer kam und seinen Chef etwas fragen wollte. Doch dieser war bereits sehr aufgebracht und sagte laut zu Chiaki: „Musst du mich so blamieren?“
„Womit habe ich dich blamiert?“
„Vielleicht wollten sie noch bleiben und nur weil du plötzlich so wütend aus dem Wohnzimmer kommst sind sie gegangen. Das sind immerhin deine zukünftigen Schwiegereltern und deine Verlobte, Chiaki.“
„Nicht wenn es nach mir ginge. Aber hast du mich je gefragt? Nein. Du hast vor 18 Jahren ein Versprechen abgegeben, ohne an mich zu denken was ich einmal will. Du entscheidest selbst jetzt noch obwohl ich selbst bereits schon 18 bin. Was hielt Mama damals eigentlich davon?“
„Sie … sie wusste es nicht.“
„Bitte was?“, entfuhr es wütend aus Chiaki.
Kaiki räusperte sich kurz und ging ins Wohnzimmer, um sich ein Glas Cognac zu holen. Sein Sohn kam ihm allerdings noch wütender hinterher und schrie schon fast: „Du hast das alles hinter ihrem Rücken ausgemacht?“
„Ich habe es zu deinem Schutz gemacht. Immerhin bin ich dein Vater.“
„Und? Sie war meine Mutter und hatte genauso Mitspracherecht bei meiner Zukunft.“
„Versteh doch Chiaki. Deine Mutter wusste wie ich war als sie mich kennenlernte und wie viele Frauen ich vor ihr hatte. Da wollte ich einfach ein Versprechen ablegen, dass du schnell heiratest und nicht so wirst wie ich. Du solltest gleich einen festen Platz haben. Eine Ehefrau die dich liebt und …“
Chiaki fiel seinem Vater wütend ins Wort: „Aber ich liebe sie nicht. Kapierst du überhaupt was du da angerichtet hast? Was soll das für eine Ehe sein, wenn ich meine Ehefrau nicht liebe? Glaubst du etwa, so wirst du jemals Enkelkinder bekommen?“
„Chiaki versteh doch, dass ich dich nur beschützen möchte.“, antwortete Kaiki wütend.
„Vor was? Davor, dass ich nicht so werde wie du? Glaubst du etwa Mama wusste nichts von deinen Frauen während der Ehe? Glaubst du ich habe es nicht gewusst? Wenn ich wirklich nicht so werden sollte wie du, dann darfst du mich auch nicht zwingen zu heiraten denn dich hat das auch nicht abgehalten.“
Plötzlich gab es einen Knall. Kagura und das Dienstmädchen Kia kamen sofort ins Wohnzimmer gerannt. Chiaki saß am Boden, hinter ihm der umgeworfene Getränkewagen und die Gläser sowie Flaschen darauf lagen um Chiaki in Scherben verstreut. Kagura sah seinen Chef entsetzt an als dieser noch seine rechte Hand kurz schüttelte. Chiaki strich sich das Blut, welches aus seiner Nase kam weg und spürte noch wie auch welches von seiner Augenbraue herunterrann. Das Dienstmädchen kniete sich sofort zu dem jungen Schüler und strich mit ihrer Schürze das Blut weg und fragte besorgt: „Soll ich etwas Eis holen Mister Nagoya?“
„Nein danke Kia. Es geht schon.“
Langsam stand er auf und strich sich die Scherben von den Handflächen als er anschließend wieder zu seinem Vater sah.
„Geht’s dir jetzt besser?“, fragte der Blauhaarige wütend.
Kaiki doch schüttelte entsetzt den Kopf und antwortete: „Es tut mir leid. Du glaubst vielleicht ich habe deine Mutter nicht geliebt, aber das habe ich. Vom ganzen Herzen. Wenn du einmal so empfindest …“
„Das tue ich bereits.“, fiel ihm Chiaki erneut ins Wort. „Ich liebe eine junge Frau, welche ich kurz nach unserer Ankunft hier kennengelernt habe.“
„Du hast mir nichts davon erzählt.“
„Hättest du mir denn zugehört?“
Kaiki senkte den Blick als Chiaki ihm den Rücken zuwandte und noch sagte: „Noch etwas, falls es dich interessiert. Sie ist meine erste. Ich bin also nicht wie du, denn immerhin habe ich auch einiges von meiner Mutter.“
Kaiki stellte sein Glas ab und seufzte kurz als er das Wohnzimmer verließ und sah wie sein Sohn gerade über die Treppen nach oben ging. Als sich der Arzt wieder umdrehte, sah er wie Kia schon anfing die Scherben aufzukehren. Sofort kam er zu ihr und sagte: „Nicht. Immerhin war es mein Fehler, also mache ich das auch sauber. Sie können nach Hause gehen Kia.“
„Danke Sir. Gute Nacht.“
„Gute Nacht.“
Kagura kam jetzt wieder zu seinem Chef und sagte leise: „Ich wollte Sie nur an die Konferenz morgen früh um 07:00 Uhr im Krankenhaus erinnern.“
„Danke Kagura. Wir fahren hier um 06:00 Uhr weg.“
„Jawohl Sir. Gute Nacht.“
„Gute Nacht.“
Kagura verließ nun ebenso das Wohnzimmer und Kaiki begann seinen Scherbenhaufen aufzuräumen.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast