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Wenn das Leben andere Pläne hat

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
05.02.2021
17.05.2021
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05.02.2021 1.280
 
Die Sonne schien nach vier Tagen endlich wieder in Momokuri und somit konnte man auch endlich den Frühling willkommen heißen. Die Semesterferien hatten begonnen und somit war auch allen Jugendlichen in der Stadt klar, dass es nur noch knapp 5 ½ Monate dauerte bis sie ihren Abschluss machten. Für viele war das ein Grund zur Freude, für einige eine Zeit mit gemischten Gefühlen und für andere eine Zeit der Traurigkeit, da sie wussten, dass es danach nur schwieriger werden konnte. Maron Kusakabe blickte der Zeit mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits war sie froh endlich ihren Abschluss machen zu können und dadurch auch bald ihre Bewerbungen für eine Ausbildung im Krankenhaus zur Verwaltungsassistentin schreiben zu können. Doch die lustige Zeit, welche sie vor allem mit ihren beiden besten Freunden Miyako Toudaiji und Yamato Minazuki. Erstere wohnte sogar im selben Wohnhaus und nur gegenüber. Die beiden Mädchen kannten sich bereits seit sie zusammen in den Kindergarten gingen und ihre Mütter waren ebenso beste Freundinnen seit Kindertagen. Yamato lernten die beiden Mädchen erst in der Grundschule kennen, doch auch sie wurden schnell Freunde und waren somit immer zu dritt unterwegs.

Es war noch ein kalter Februar und dennoch wärmte die Sonne Maron’s Zimmer etwas auf während sie sich gerade anzog. Ihre Eltern hörte sie bereits im Wohnzimmer miteinander reden wer von den beiden heute wieder Überstunden machen müsste. Als Maron ihr Zimmer verließ und sich zu ihren Eltern an den Tisch setzte seufzte sie kurz und fragte: „Und? Wie lange seid ihr heute in der Firma?“
„Spät. Leider. Aber ab Donnerstag haben wir frei und dann fahren wir in die Therme wie versprochen.“, antwortete ihre Mutter Koron.
Die 17-jährige Schülerin nickte kurz und wollte keine unnötige Diskussion mit ihrer Mutter beginnen. Sie wusste, sie würde nicht gewinnen und dann wäre das Thermenwochenende komplett gestrichen. Die kleine Chance, dass das Wochenende wirklich stattfinden würde, wollte sie nicht gleich am ersten Ferientag zunichte machen. Takumi nahm noch einen letzten Schluck seines Kaffees als er sich von seiner Tochter verabschiedete und in den Vorraum verschwand. Koron umarmte ihre Tochter kurz als sie sich ebenso verabschiedete und ging. Maron seufzte erneut kurz als sie schließlich ihr Handy von ihrem Schreibtisch holte und Miyako eine Nachricht schrieb ob sie nicht zusammen frühstücken gehen würden.

Eine halbe Stunde später saßen Miyako und Maron in ihren Lieblingscafé am Hauptplatz und tranken einen Kaffee während sie dazu Brötchen aßen.
„Hast du Yamato auch gefragt ob er kommt?“, fragte die Dunkelhaarige schließlich.
„Nein. Er hat mir gestern schon gesagt, dass er heute mit seinen Eltern sehr früh nach Tokio fährt.“, gab Maron zurück und seufzte anschließend.
Miyako sah sofort, dass ihre beste Freundin bedrückt war und sagte schließlich: „Hey, sollten deine Eltern doch keine Zeit haben mit dir in die Therme zu fahren, dann fahren wir zwei eben. Immerhin haben sie schon alles gebucht und bezahlt.“
„Das klingt nach einer sehr guten Idee. Vielleicht möchte Yamato auch mit? Immerhin haben meine Eltern eine kleine Suite gebucht und da hätten wir zwei Schlafzimmer.“
Die Dunkelhaarige nickte fröhlich und erhoffte sich nun irgendwie, dass Maron’s Eltern absagen würden. Immerhin wollte sie selbst schon einmal Urlaub mit ihren Freunden machen und vielleicht war es die Gelegenheit, dass Maron und Yamato zusammenkommen würden, denn Miyako hatte bereits eine Ahnung, dass die beiden was für einander mehr empfanden als nur Freundschaft. Maron sah ihre beste Freundin etwas verwundert an und fragte: „Warum grinst du denn so?“
„Ach, mir ist nur eingefallen, dass unser letzter gemeinsamer Urlaub bereits zwei Jahre her ist. Und damals hatten wir viel Spaß. Auch wenn du diesmal wirklich mit deinen Eltern fahren kannst, sollten wir zumindest im Sommer einen Kurzurlaub planen bevor das richtige Erwachsenenleben beginnt.“
„Ja du hast Recht. Das wäre eine tolle Idee.“
Schon war Maron’s Laune wieder gehoben und die beiden Freundinnen begannen schon einen Urlaub zu planen sobald sie ihren Abschluss geschafft hätten.
Nachdem die beiden jungen Frauen ihr Frühstück fertig hatten, wollten sie noch ein wenig über den Hauptplatz schlendern und eventuell ein bisschen shoppen gehen. Während die beiden vertieft in ihr Gespräch aus dem Café kamen, stieß Miyako kurz mit jemanden zusammen.
„Oh, tut mir leid. Hab ich dir wehgetan?“, fragte der junge Mann und hatte seine Hände an Miyako’s Schultern gelegt, dass sie nicht versehentlich umfiel.
Miyako sah in die Augen des jungen Mannes und bekam sofort ein Lächeln auf die Lippen und schüttelte sachte den Kopf. Maron stand bereits ein paar Schritte weiter vorne und sah nur den Rücken des jungen Mannes und sah fragend zu ihrer besten Freundin als sie fragte: „Alles in Ordnung Miyako?“
Doch diese hatte den Blick noch immer in den Augen ihres Gegenüber und konnte nicht aufhören zu lächeln. Sachte ließ der junge Mann sie los und sagte charmant: „Nicht nur ein schöne junge Frau, sondern auch ein schöner Name. Vielleicht sieht man sich mal wieder, Miyako.“
„Ja.“, hauchte sie leicht und schon ging der junge Mann ins Café.
Schließlich kam eine leicht verträumte Miyako zu ihrer besten Freundin und sagte mit verträumten Blick: „Maron … glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?“
„Ähm … keine Ahnung.“
„Ach … doch es gibt sie. Und ich habe sie eben erlebt.“
„Du meinst den jungen Mann, der eben rein ist?“
„Ja. Wir sind zusammengestoßen und er hat mich gleich festgehalten, dass ich nicht umfalle. Und sein Blick, seine Stimme … oh mann ich bin verliebt.“
Maron musste kurz lachen als sie einen Arm um ihre beste Freundin legte und sagte: „Komm mit. Gehen wir shoppen, dass du bald wieder klar denken kannst.“
„Ich hoffe ich sehe ihn bald wieder und dass er keine Freundin hat.“, antwortete die verträumte Dunkelhaarige und Maron konnte mit dem kichern nicht mehr aufhören.

Nach einem erfolgreichen shoppen und die Arbeit Miyako wieder zurück in die Realität zu holen, kamen beide am Abend wieder in ihrem Wohnhaus an. Die Dunkelhaarige bedankte sich bei ihrer besten Freundin und verschwand in die Wohnung als auch Maron zu Hause ankam. Schon als sie die Wohnungstüre aufschloss, bemerkte sie, dass ihre Eltern noch nicht zu Hause waren. Es würde heute also wirklich wieder spät werden. Mit einem seufzen hing die Brünette ihre Jacke auf, zog die Stiefel aus und ging mit ihren Einkaufstüten in ihr Zimmer, um die Etiketten an ihren neuen Klamotten rauszuschneiden, um sie waschen zu können. Anschließend legte sie sich auf ihr Bett und surfte auf ihrem Handy noch ein wenig im Internet, ehe sie sich eine Stunde später fürs Bett fertig machte. Vor Mitternacht würden ihre Eltern wohl nicht mehr nach Hause kommen. Aber wenn es dazu beitragen würde, dass sie zusammen ab Donnerstag in die Therme fahren könnten, würde sie es hinnehmen.
Maron schlief bereits tief und fest als ihre Eltern kurz in ihre Zimmer sahen. Es war 00:30 Uhr und ein leichter Seufzer kam aus Koron als sie leise flüsterte: „Wie sollen wir es ihr nur sagen?“
„Ich weiß es nicht. Aber wir müssen, denn sonst müssen wir umziehen und das wäre noch viel schlimmer als ein abgesagtes Wochenende.“
Koron nickte kurz und drehte sich mit einem traurigen Blick um als Takumi Maron’s Zimmertüre schloss und eine Hand sachte auf Koron’s Schulter legte und sagte: „Sie ist ein starkes, großes Mädchen und sie wird bestimmt sauer sein. Aber sobald sie ihren Abschluss gemacht hat, machen wir einen Urlaub zusammen mit den Toudaiji’s. Ich denke, das ist dann eine gute Wiedergutmachung. Vor allem wenn sie ihr Abschlussgeschenk bekommt.“
„Ich hoffe es. Aber Geschenke ersetzen nicht die Zeit, die wir mit ihr gemeinsam verbringen sollten.“
„Nein. Aber es ist ein kurzer Trost bis wir es wieder können.“
Koron nickte als ihr Mann sie sachte küsste und beide in ihr Schlafzimmer gingen.
 
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