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Gefangen....Im Labyrinth

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Minho Newt OC (Own Character)
04.02.2021
26.03.2021
5
6.261
1
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
04.02.2021 930
 
Hey...

Wenn du hier bist, dann erstmal danke, dass du meine Geschichte liest:)
Das ist meine erste FanFiktion und ich habe um ehrlich zu sein, keine Ahnung, wie ich anfangen soll. Aber das ist erstmal nebensächlich, ich wünsche viel Spaß beim ersten Kapitel…

Amyliechen:)


Das Erste, das ich wahrnehme, ist Stille. Eine unmenschliche Stille. Sie klingt in meinen Ohren so unbekannt, dass ich Angst bekomme. Und diese Kälte. Eine Eiseskälte umgibt meinen Körper. Keuchend fahre ich auf die Füße hoch. Meine Augen schlagen auf und ich starre in endlose Dunkelheit.

Panisch taste ich um mich. Kaltes Metallgitter unter meinen Fingern, eine raue Holzkiste neben mir. Eine plötzliche Anfahrbewegung bringt den Boden unter mir zum Schwanken. Ich verliere das Gleichgewicht und falle, doch ich schlage nicht, wie erwartet, auf dem harten Boden dieses absonderlichen Ortes auf, sondern lande auf etwas Weichem, Unförmigem. Erschrocken schreie ich auf und krabbele so schnell es geht von dem Ding weg, bis ich mit dem Rücken gegen eine weitere Wand stoße. Aus der Dunkelheit in der seltsamen Metallbox, die immer noch aufwärts fährt, erklingt ein schmerzvolles Stöhnen. Vor Angst schwitzend presse ich mich an das kalte Gitter und warte ab, bis ein Geräusch wie von einem sich aufrichtenden Wesen durch die Luft hallt. Mein Herz klopft wie verrückt und am liebsten würde ich mich unter einer warmen Decke verkriechen, um mich vor dem Ding neben mir zu verstecken. Trotz meiner Angst rufe ich leise: „Ähh…hallo? Wer bist du?“

Meine Stimme klingt rau und kratzig, als hätte ich sie lange nicht mehr benutzt. Keine Antwort. Ich stiere weiter nach vorne, ohne etwas zu sehen. Schritte erklingen. Zitternd rutsche ich lautlos an der Wand entlang, bis ich in einer Ecke stehe. Vor Angst wie gelähmt halte ich den Atem an. Vorsichtig strecke ich meine Arme in beide Richtungen aus, um mich vor möglichen Gefahren zu schützen. Plötzlich prallt etwas…oder jemand…gegen meine ausgestreckte Handfläche. Ein Ruck geht durch meinen Arm.

"Au!", fluche ich leise, die Person vor mir ebenfalls. Sofort halte ich wieder inne. Es war eine Jungenstimme. Ganz, ganz vorsichtig bewege ich meine Hand wieder nach vorne. Gleichzeitig spüre ich seine warme, weiche Hand an meinem Arm. Eine leichte Gänsehaut läuft über meinen Rücken.

"Wer bist du?", wiederhole ich langsam und immer auf der Hut. Der Junge seufzt.

"Ich weiß es nicht. Und wie heißt du?" Seine Stimme klingt nett und vertrauensvoll. "Ich-", antworte ich, stocke dann aber. "Keine Ahnung!", stelle ich fassungslos fest. Es stimmt. Ich kann mich nicht daran erinnern, wie ich heiße. Mir wird leicht schwindelig und ich erschrecke fürchterlich.

Wie zum Teufel heiße ich? Wie alt bin ich? Wo komme ich her? Wo bin ich? Was ist mein Nachname? Wie heißen meine Eltern? Eine Flut von Gedanken strömt durch mein Gehirn. Wie kann das sein? Ängstlich und erschöpft sinke ich auf den Boden. Die Hand meines Gegenüber legt sich auf meine Schulter.

"Hey. Was ist los?", ertönt seine Stimme aus dem Stockdunkel. "Wie ist das möglich?", flüstere ich entsetzt, "Kannst du dich auch an nichts mehr erinnern?" Er brummt zustimmend. "Ich weiß nichts mehr über mich...", erwidert er. Ich vergrabe den Kopf in den Händen. Das kann doch nicht sein!

Wo sind wir? Dieser seltsame Aufzug, in dem wir uns befinden, erzeugt ein schabendes Geräusch an den Wänden, als er stetig nach oben fährt. "Was meinst du, wie lange fahren wir schon in diesem Mistding?", fragt der Junge. Ich überlege kurz. "Vielleicht eine halbe Stunde?", meine Stimme klingt eher fragend, aber er scheint mir zuzustimmen.

Es ist mir langsam etwas peinlich, dass ich auf ihn draufgefallen bin und frage ich vorsichtig: "Habe ich dir vorhin wegetan?" "Was?", macht er, "Achso. Nein, nein. Alles gut." Etwas erleichtert stehe ich auf. Er nimmt die Hand wieder von meiner Schulter und ich höre, wie er sich ein wenig entfernt.

Mit einem gewaltigen Ruck knallt die Box gegen die Decke und bleibt endgültig stehen. Erschrocken kralle ich meine Finger in das Gitter hinter mir. Eine Minute vergeht, zwei Minuten. "Und was soll das jetzt?", frage ich verwirrt. Bevor er antworten kann, geht ein Spalt über unseren Köpfen auf und ein wenig Licht strömt herein. Kurz darauf werden beide Türen komplett aufgezogen. Grelles Sonnenlicht fällt auf uns herab. Von dem Rand des leuchtenden Vierecks ertönt Gemurmel.

Zuerst erkenne ich nichts. Dann gewöhnen sich meine Augen langsam an die Helligkeit. Über dem Loch in der Decke ragen Gestalten auf uns hinab. Um die fünf Jungs starren in die Box hinein. Verwirrt drehe ich mich zu dem Jungen neben mir um. Doch bevor ich den Mund öffnen kann, weiten sich meine Augen verblüfft.

Mein Mitgefangener starrt mich an. Er ist groß, hat strubbelige blonde Haare und warme, schokoladenbraune Augen. Kurz verzieht er den Mund zu einem schiefen Lächeln, das an ihm unglaublich süß aussieht. Generell sieht er ziemlich gut- Halt, was denke ich denn da?! Zuerst muss ich doch mal herausfinden, wo ich bin!

Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie ein großer, braunhaariger Junge zu uns hinab springt. Ich zucke zusammen, als er mit einem Knall neben mir landet. „Hey. Ich bin George und hier sowas wie der Anführer. Willkommen auf der Lichtung. Kommt hoch und ich zeig euch alles.“

Zögernd blicke ich ihn an. „Na, komm schon!“, schallt es von oben herab. Ein dunkelhäutiger Junge, vielleicht fünfzehn Jahre alt, reicht mir die Hand und zieht mich nach oben. Überrascht drehe ich mich einmal um mich selbst.
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