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About Magic

GeschichteDrama, Familie / P18 / Het
Filius Flitwick Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley Rose Weasley Severus Snape
03.02.2021
19.09.2021
67
343.314
71
Alle Kapitel
458 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
15.09.2021 5.252
 
Die letzten zehn Kapitel sind angebrochen... Schon ein merkwürdiges Gefühl, dass diese Geschichte so bald ein Ende haben wird...
Wie dem auch sei: Vielen Dank für die tollen Kommentare und die neuen Empfehlungen zum letzten Kapitel! Ich freu mich, dass so viele immer noch dabei sind. :)

Kapitel 66 – Zugeständnisse

Came to you with a broken faith,
gave me more than a hand to hold.
Caught before I hit the ground,
tell me I'm safe, you've got me now.

(Jess Glynne – Take me Home)

 Es war eine halbe Ewigkeit her, seitdem er das letzte Mal zu ihr gekommen war. So lange, sie hatte beinahe aufgehört zu existieren. Aber nur beinahe. Letztendlich stand es nicht zur Debatte. Sie war die Hüterin der Erinnerungen, er brauchte sie. Auch wenn er nur selten zu ihr kam.

 „Sev“, sagte sie mit ihrer glockenhellen Stimme und ging lächelnd zu ihm.

 Er musterte sie mit gerunzelter Stirn, so wie er es beinahe immer tat, wenn er herkam. Sie wusste, dass er seine Emotionen zu verbergen versuchte, aber sie konnte ihn immer lesen. Was nicht zuletzt daran lag, dass sie ein Teil von ihm war und er sie erschaffen hatte. Sie existierte nur in seinem Kopf, aber sie wusste, manchmal war sie realer für ihn als alles andere. Es hatte Zeiten gegeben, in denen er Stunden, wenn nicht sogar Tage bei ihr verbracht hatte, weil es hier besser war als dort und weil sie ihm etwas geben konnte, dass er woanders nirgendwo mehr finden konnte.

 „Lily“, sagte er dunkel und um seine Augen zuckte es, bevor er den Blick abwandte.

 „Es ist lange her“, stellte sie fest.

 „Ist es.“

 „Ich bin froh, dass du hier bist.“

 „Ach ja?“

 Sie nickte. „Das bedeutet, du hältst dein Versprechen. Wirklich.“

 Er schnaubte und fuhr sich durch die Haare. Sie wusste, dass das früher etwas gewesen war, was er nur Lily – der echten – gegenüber getan hatte. Es war ein Zeichen von Überforderung, das er sonst niemanden hatte sehen lassen. Aber inzwischen … „Ich hätte mir denken können, dass du es weißt“, sagte er düster.

 „Natürlich weiß ich es. Ich existiere zwar in einem sehr abgelegenen Teil deines Geistes, aber ich bin nicht abgeschnitten von dem, was passiert. Was du erlebst, was du fühlst, es findet seinen Weg zu mir. Immer.“

 Er verschränkte die Arme vor der Brust.

 Sie senkte den Blick. „Ich habe auch die Jahre auf der anderen Seite mit dir erlebt, Severus. Ich weiß, dass du nicht zugeben willst, dass es dieses Empfinden in dir gibt, aber ich bin der Teil von dir, der dankbar dafür ist, dass das vorbei ist.“ Sie streckte die Hand aus und musste sich trotzdem noch auf die Zehenspitzen stemmen, um sein Gesicht berühren zu können. Im Gegensatz zu ihm war sie nicht gealtert, seitdem er sie erschaffen hatte. Während er gewachsen war, war sie ein Kind geblieben. Sie war auch der Teil von ihm, der sich bis heute wünschte, sie hätten für immer auf diesem Spielplatz in der Nähe von Spinner's End existieren können. Es hatte seine Gründe, dass sie diese Emotionen von ihm hielt. Er verbarg mehr als Erinnerungen an diesem Ort, den sie bewachte. „Sie hat recht, Sev. Es ist genug.“

 Er verzog gequält das Gesicht, schmiegte sich aber in ihre Berührung. „Wir werden sehen“, murmelte er ausweichend.

 „Davon bin ich überzeugt.“ Sie lächelte. „Also, sind es die Erinnerungen an den Traum?“

 Er nickte langsam und blinzelte, bevor er eine Flasche aus seinem Umhang zog. Es war natürlich keine echte Flasche; die echte Flasche mit den Erinnerungen, die er aus seinem Geist gezogen hatte, würde er woanders verstauen. Diese hier war nur eine Visualisierung der restlichen Erinnerungen. Man konnte sie physisch nicht komplett entfernen, ein Abdruck blieb immer zurück und den überreichte er ihr jetzt. „Ich habe sie bereits magisch entfernt, aber …“

 „Ich weiß“, entgegnete sie. Er brauchte ihre Hilfe für den Rest. Und dass er hier war und ihr diese Erinnerungen überreichte, bedeutete, dass er wirklich versuchte, sein Versprechen zu halten. Die Erinnerungen nur physisch aus seinem Geist zu entfernen, hätte nicht gereicht, um den Traum zu stoppen; aber es hätte gereicht, um Hermine ehrlich sagen zu können, dass er es versucht hatte. Offensichtlich ging das, was er für sie empfand, über Slytherin-Ehrlichkeit hinaus.

 Sie nahm ihm die Flasche ab und ging damit zu einem der großen Regale, die die Wände dieses Ortes säumten. Sie waren nicht komplett gefüllt, aber es gab bereits viele Flaschen hier. Viele Abdrücke von entfernten Erinnerungen, die Severus ihr anvertraut hatte, damit sie sie vor seinem bewussten Erleben verbarg und sogar vor seinem Unterbewusstsein. Erinnerungen, die durch nichts, was der Dunkle Lord in seinem Geist anstellte, hatten getriggert werden dürfen. Um das hier zu finden, hätte der Dunkle Lord so brutal sein müssen, dass er ihn vorher umgebracht hätte. Sie hatte darauf geachtet, die ganze Zeit über. Was hier in diesen Regalen landete, existierte in Severus' Geist praktisch nicht mehr.

 Nachdem sie einen Platz für die neuste Flasche gefunden hatte, wandte sie sich zu ihm um und legte den Kopf schief. „Wirst du ihr irgendwann von diesem Ort erzählen?“

 „Warum sollte ich?“

 Sie zuckte mit den Schultern. „Es könnte sie interessieren.“

 „Sie weiß, dass man Erinnerungen in einem Geist verbergen kann“, sagte er, ohne sie anzusehen.

 „Sie weiß, dass man das im Geist eines anderen tun kann. Aber im eigenen? Sie wäre absolut fasziniert davon.“

 Er rümpfte die Nase. „Das bedeutet nicht, dass es sie etwas angeht.“

 „Du hast bloß Angst, dass sie fragen könnte, was für Erinnerungen du hier aufbewahrst.“

 „Natürlich hab ich das!“, sagte er scharf und sah sie aufgebracht an. „Es hat seinen Grund, warum diese Erinnerungen hier sind!“

 „Hat es“, gab sie zu. „Aber hat es auch noch einen Grund, warum diese Erinnerungen hier bleiben müssen?“

 „Ich muss gehen“, murmelte er, ohne sie anzusehen.

 Sie lächelte. „Tu das, Sev. Ich passe auf.“

 „Ja …“, grollte er, dann war er verschwunden.

 Lily kicherte leise. Sie war ein Teil von ihm. Was auch immer sie empfand, es würde einen Einfluss auf ihn haben – egal wie tief in seinem Geist er sie zu verstecken versuchte.

- - -

 Es schien zu funktionieren. Hermines Vorgehen mit seinem Traum. Inzwischen war es fünf Tage her, dass er seine Erinnerungen daran beseitigt hatte, und bisher hatte er ihn nicht wieder heimgesucht. Severus hatte zwar nur noch eine vage Erinnerung an das, was in diesem Traum passierte, aber er vertraute darauf, dass er es spüren würde, wenn er wiederkäme.

 Natürlich war es auch früher schon vorgekommen, dass er diesen Traum eine Weile lang nicht mehr geträumt hatte. Manchmal sogar wochenlang. Aber die Phasen, in denen er davon verschont geblieben war, waren für gewöhnlich jene Phasen gewesen, in denen er im Wachzustand hinreichend gelitten hatte, um sein Gewissen zu beruhigen.

 Gerade litt er allerdings nicht nennenswert.

 Auch wenn er das Hermine gegenüber gern so darstellte, wenn sie ihn abends anrief, um ihm von ihrem Tag zu erzählen. Sie waren seit ihrer Scheidung nicht mehr dazu gekommen, sich zu sehen. Rose war am Wochenende bei ihr gewesen und Severus hatte gerade wenig Freizeit. Das St.-Mungos und die Apotheke hatten angefangen, ihm Aufträge zu schicken, die er neben seiner Arbeit in der Bibliothek zubereiten musste. Außerdem versuchte er das Gift zu modifizieren, was er sich weigerte, länger als nötig aufzuschieben – und definitiv nicht für ein bisschen gestohlene Zeit mit Hermine.

 Dafür schaltete er das Handy auf Lautsprecher und hörte Hermine zu, während er sich mit den Aufträgen beschäftigte. Keiner davon beanspruchte ihn mental genug, um nicht nebenbei mit ihr reden zu können. Zumal er ohnehin selten mehr zu ihren Gesprächen beitragen musste als ein paar unartikulierte Laute. Sie fragte ihn zwar regelmäßig, ob er ihr überhaupt zuhörte, aber bisher hatte er ihr jedes Mal eine vollständige Zusammenfassung dessen geben können, was sie ihm erzählt hatte, und ihr so den Wind aus den Segeln genommen. Sie würde sich daran gewöhnen müssen, dass er nicht sonderlich gesprächig war. Es wunderte ihn ohnehin, dass sie das zu überraschen schien. Er hatte definitiv zu viel geredet in den letzten Monaten.

 Nach ihrem Gespräch über Lily hatte sie zum Glück nicht mehr versucht, ihm Details aus seiner Vergangenheit aus der Nase zu ziehen. Aber er wusste, dass er ihr noch ein paar Antworten versprochen hatte für den Moment, in dem er ihr endlich zeigte, wo er wohnte – weswegen er versuchte, das Ganze hinauszuzögern. Normalerweise hätte es ihn nicht gestört, sie nach Spinner's End zu bringen. Das Haus war zwar ein Drecksloch, aber sie würde vermutlich auch keinen Palast erwarten. Wären da nicht diese Antworten, die er ihr so leichtfertig versprochen hatte … Er war noch nicht bereit, ihr davon zu erzählen. Und sie akzeptierte es anscheinend.

 Dafür hatte er ihr von Harold erzählt – und es schnell bereut, weil sie angefangen hatte zu lachen, als er sich über dessen Impertinenz aufgeregt hatte (Harold hatte sich natürlich nicht an Severus' Anweisungen gehalten und nur zwei Tropfen des Tonikums pro Tag genommen; als Severus ihm neulich die Einkäufe vorbeigebracht hatte, hatte er ihm die leere Flasche gegeben und um Nachschub gebeten). Severus hatte das Telefon finster angesehen und sie gefragt, was genau daran so lustig war. „Er ist wie du, Severus! Du begegnest dir gerade selbst und ich finde das herrlich!“ Woraufhin er das Telefon noch finsterer angesehen und es zum ersten Mal bereut hatte, dass sie ihm nicht gegenüberstand.

 Aber je länger er darüber nachdachte, desto mehr musste er einsehen, dass sie möglicherweise recht hatte. Severus hatte versucht, sich an früher zu erinnern und was er über Harold wusste, aber da war nichts. Er hatte sich nie um den Nachbarn von gegenüber gekümmert, weder als Kind noch später. Er hatte ja nicht mal seinen Namen gekannt, bis er letztes Jahr wieder in sein Elternhaus zurückgekehrt war und Nachforschungen angestellt hatte. Wenn seine Eltern ihm eines beigebracht hatten, dann dass er den Kontakt zu den Muggel-Nachbarn vermeiden sollte.

 Als er ihm dann eine neue Flasche des Tonikums vorbeigebracht hatte, hatte Severus sich die Bilder in Harolds Haus genauer angesehen. Offensichtlich hatte er eine Frau und eine Tochter gehabt. Severus hatte sich vorgenommen, bei Gelegenheit auch mal über die beiden einige Nachforschungen zu betreiben, aber bisher war er nicht dazu gekommen. Bis er mehr wusste, hatte er beschlossen, den alten Mann so zu behandeln, wie er selbst behandelt werden wollte und hasste es, dass das zu funktionieren schien. Anscheinend hatte Hermine wirklich recht. Er musste aufpassen, dass sie das nicht herausfand.

 An diesem Punkt seiner Gedanken wurde Severus sich der Stille bewusst. Er blinzelte und sah zu dem Pflegebett hinüber, in dem Birdy lag und ihn still beobachtete. Es war das erste Mal, dass er ihren Mund im geschlossenen Zustand sah. Sie schien auf etwas zu warten und er rief sich ihre letzten Worte in Erinnerung. „Gehen?“, fragte er dann irritiert.

 Sie nickte. „Ja. Sie können gehen. Ich habe alles erzählt, was ich erzählen wollte. Jetzt kann ich sterben.“ Sie faltete die Hände auf ihrem Bauch und drehte den Kopf zum Fenster, als würde sie jetzt darauf warten, dass der Tod sie abholen kam.

 „Sie sehen noch sehr munter aus“, wandte Severus ein und zog seine Augenbraue hoch.

 Aber sie schwieg. Genauso hartnäckig wie sie in den letzten zweieinhalb Wochen erzählt hatte. Sie sah ihn nicht mal mehr an.

 Er schnaubte leise. „Kann ich noch etwas für Sie tun, bevor ich gehe? Möchten Sie einen Tee? Eine Decke?“ Einen Strick, damit es schneller geht?, fügte er still hinzu.

 „Nein“, sagte sie nur.

 Er nickte knapp, die Lippen aufeinander gepresst. „Also gut.“ Er stand auf und stellte seinen Stuhl zurück an den Tisch. An der Tür blieb er nochmal stehen, sah sich zu ihr um und sagte: „Danke, dass Sie … mir Ihr Vertrauen geschenkt haben.“ Nicht, weil er es wirklich so empfand, sondern weil Hermine neulich das Gleiche zu ihm gesagt hatte und es die Bloßstellung des vorangegangenen Gespräches irgendwie gelindert hatte.

 Nun sah Birdy ihn doch an und ein kleines Lächeln zupfte an ihren Mundwinkeln, bevor sie kurz die Augen schloss.

 Auf dem Flur blieb er stehen und schüttelte den Kopf. Was für ein sonderbarer Mensch. Und trotzdem bedauerte er es, dass auch ihr Stein vermutlich bald unter dem Baum im Garten des Hospiz liegen würde.

 Severus schluckte. Er war noch nicht einmal dort gewesen. Weder nach Ediths Tod, noch nach Alfreds. Er streckte den Rücken durch und verließ das Hospiz. Allerdings ging er dieses Mal nicht geradewegs die Straße hinab zu der kleinen Seitengasse, die er zum Apparieren nutzte, sondern bog nach links ab und näherte sich dem kleinen Baum langsam. Es war ein heißer Tag, der Garten schmorte in der Nachmittagssonne und kein Blatt regte sich an den Bäumen, die den Garten zur Straße hin abschirmten. Severus' Herz begann schneller zu schlagen, sowohl wegen der Hitze als auch wegen seines Ziels. Es gab eine Bank neben dem Baum, die gerade im Schatten lag, und er setzte sich darauf und beobachtete eine Weile lang die wenigen Gäste, die es trotz der Hitze nach draußen getrieben hatte. Manche waren in Begleitung von Personal oder Angehörigen hier, manche allein. Aber keiner von ihnen hielt sich in der Nähe des Baumes auf. Sie alle wussten, dass sie noch früh genug hier landen würden.

 Nach ein paar Minuten zwang Severus sich, den Blick auf die Steine zu richten, die darunter arrangiert waren. Bei manchen waren die Namen kaum noch lesbar, weil Wind und Wetter die Schrift hatten verblassen lassen. Andere waren deutlich zu entziffern. Er suchte die handgeschriebenen Buchstaben ab und je länger er keinen der beiden Namen fand, desto mehr ballte sich etwas in ihm zusammen, das ihm den Atem raubte.

 Schließlich fand er Alfreds Stein zuerst. Er lag ein bisschen rechts von Severus, halb im Schatten, halb in der Sonne. Er war etwas größer als ein Hühnerei, nur flacher. Hellgrau und glatt. Severus hatte den Stein oft in Alfreds Zimmer liegen sehen. Seine Frau hatte ihn für ihn beschriftet. Severus fuhr sich mit der Hand über den Mund, während er ihn ansah.

 Dann riss er seinen Blick davon los und hielt Ausschau nach Ediths Stein. Schließlich stand er auf, um auch die Steine auf der anderen Seite des Stammes absuchen zu können. Trotzdem brauchte er lange, bis er fündig wurde. Ihr Stein war einer jener bereits etwas verblassten. Ihr Tod war inzwischen vier Monate her und das englische Wetter tat den Schriften nicht gut. Severus ging in die Hocke und seufzte leise. „Das hast du ja schön eingefädelt, Edith“, grollte er leise. Er konnte sie lachen zu hören. Sie hätte sich diebisch gefreut, wenn sie gewusst hätte, wohin sein Versprechen ihn geführt hatte.

 Severus verdrehte die Augen, bevor er sich verstohlen umsah. Nein, es war niemand in der Nähe. Er griff in die Innentasche seiner dünnen Jacke, die er allein aus dem Grund trug, weil sein jetziger Zauberstab zu lang für seinen Hemdsärmel war, und deutete durch den Stoff auf Ediths Stein. „Impervius!“, murmelte er kaum hörbar und feixte zufrieden. Der Zauber würde nicht für immer halten, aber er würde ihren Namen ein bisschen länger festhalten, als es sonst der Fall wäre. „Danke“, sagte er dann leise, aufrichtig, stand auf und verließ das Hospizgelände, ohne noch einmal zurückzuschauen.

- - -

 Er konnte das unterdrückte Lächeln auf Hermines Gesicht schon sehen, als sie noch gut einhundert Meter weit weg war. Im Gegensatz zu ihr hatte er keine Schwierigkeiten, seinen Gesichtsausdruck unter Kontrolle zu behalten.

 „Ich dachte schon, ich sehe dich nie wieder“, sagte sie ohne eine Begrüßung, ehe sie sich neben ihn auf die Bank setzte, ihre Umhängetasche auf den Schoß zog und die Beine von sich streckte.

 „Wie kamst du darauf?“, fragte er mit dunkler Stimme (so dunkel Jacob eben konnte).

 Sie wandte ihm den Blick zu und kniff die Augen gegen die Sonne zusammen. „Es ist zwölf Tage her, dass du das letzte Mal hier warst. Zwölf Tage! Und das nachdem du behauptet hattest, du würdest nicht gehen wollen! Da kommt ein Mädchen schon auf Ideen …“

 „Mädchen?“, fragte er und zog eine Augenbraue hoch.

 Sie lächelte nur und biss sich auf die Unterlippe. „Es ist schön, dass du da bist.“

 Severus erlaubte sich auch ein kleines Lächeln. „Es war mir vorher nicht möglich. Ich hab die Bestellungen kaum abzuarbeiten geschafft neben der Bibliothek.“ Davon abgesehen hatte er die Mutter-Tochter-Zeit an den Wochenenden weder stören noch ihr beiwohnen wollen.

 „Dachte ich mir. Ich hab dich trotzdem vermisst.“

 „Obwohl wir jeden Abend mindestens eine Stunde lang telefoniert haben?“

 „Wir?“, fragte sie dieses Mal. „Ich habe jeden Abend mindestens eine Stunde lang geredet, während du nur gegrunzt oder geschnaubt hast!“

 „Ich bin kein sonderlich verbaler Typ“, entgegnete er lakonisch.

 „Doch, bist du schon. Aber nur, wenn es darum geht, Dampf abzulassen.“ Sie grinste und lehnte sich ein bisschen gegen ihn. „Ich erinnere mich an sehr blumige Beleidigungen, wenn es Harrys Fehltritte betraf.“

 „Nun, er hatte jede davon verdient.“

 „Zweifellos …“ Sie gähnte und schlug sich eine Hand vor den Mund.

 „Langer Tag?“, fragte Severus und wagte es, nach ihrer anderen Hand zu greifen, die auf ihrer Umhängetasche lag.

 „Nicht länger als sonst“, murmelte sie etwas verzögert, den Blick auf seine Hand gerichtet. „Nur … sehr viel katalogisieren.“

 „Ich hätte gewettet, dass du darauf stehst.“

 Sie biss sich wieder auf die Unterlippe und drehte ihre Hand vorsichtig so, dass sie ihre Finger mit seinen verschränken konnte, während ihr das Blut ins Gesicht stieg. „Manchmal …“, gab sie abwesend zu.

 Severus riss den Blick von ihrem Gesicht los und sah auch hinab auf ihre Hände. Obwohl er den Ring trug, waren seine Finger immer noch deutlich länger, schmaler und blasser als ihre. Sie hielt seine Hand fest, als wüsste sie ganz genau, wie groß sein Drang war, sie wieder loszulassen (was sie sicherlich auch tat). Nach ein paar Sekunden jedoch erwiderte er ihren Griff, wenn auch zurückhaltender. Es war ihm nicht einmal in den Sinn gekommen, nicht wieder herzukommen und er wollte, dass sie das wusste.

 „In Hogwarts müsstest du vermutlich nichts katalogisieren“, sagte er, als die Stille sich zwischen ihnen auszudehnen begann und er es nicht länger ertragen konnte, sich nur auf ihre Hände zu konzentrieren.

 Hermine stöhnte leise und sah ihn mit schmalen Augen an. Sie schürzte die Lippen und er rechnete fest damit, dass sie mit ihm schimpfen würde, weil er das Thema schon wieder ansprach. Aber zu seiner Überraschung sagte sie: „Also gut. Frag Filius, ob es einen Job für mich in Hogwarts gibt.“

 Er zog seine Augenbrauen hoch und feixte. „Wie viel katalogisieren hast du schon hinter dir?“

 „Viel!“, sagte sie verzweifelt, „Sehr viel! Der Enkel meines Chefs hat beschlossen, dass das Antiquariat eine Online-Präsenz braucht und dass wir auch gleich die Möglichkeit, online zu bestellen, mit einbauen sollten. Ich bin seit zwei Wochen fast nur noch damit beschäftigt, unseren Bestand zu fotografieren und online zu erfassen, zu beschreiben und zu bewerten.“ Sie seufzte schwer. „Ich liebe es, Dinge zu katalogisieren, aber das …“ Sie sah ihn verschlagen an. „Wenn das nicht bald vorbei ist, brenn ich das ganze Ding nieder!“

 Severus lachte dunkel. „Bis Anfang September wirst du auf jeden Fall noch durchhalten müssen, fürchte ich …“

 „Ich weiß. Aber dann wäre immerhin ein Ende in Sicht.“

 Er rieb mit dem Daumen über ihren Handrücken, woraufhin sie erst scharf die Luft einsog, und dann schwer schluckte. „Ich werd mit Filius reden“, versprach er.

 „Danke.“ Ihre Wangen leuchteten so rot, dass er sie beinahe pulsieren sehen konnte. „Bist du … eigentlich einfach nur so hier?“

 „Nein.“ Er löste seine Hand von ihrer und griff nach seiner eigenen Tasche, die er neben sich auf den Boden gestellt hatte. Er nahm eine Phiole heraus und hielt sie ihr hin. „Die retardierte Version des Gifts“, erklärte er. „Konstante Wirkung über etwa zwölf Stunden hinweg.“

 Sie riss die Augen auf. „Im Ernst?“, fragte sie, strich mit den Fingern über die bauchige Glasflasche.

 „Im Ernst“, wiederholte Severus, auch wenn es ihn verlockte, sarkastisch zu sein.

 „Das ist großartig! Danke!“ Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn auf die Wange, ehe er wusste, wie ihm geschah – und ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen auch ehe sie wusste, wie ihr geschah.

 Er wandte den Blick ab und zog eine zweite Phiole aus der Tasche. „Und ein neuer Versuch zum Erschaffen einer Verbindung“, murmelte er, während er das Kribbeln auf seiner Wange zu ignorieren versuchte.

 Dieses Mal lächelte Hermine nur. „Ich bin gespannt darauf, es zu testen.“ Sie sah hinab auf die kleine Flasche. „Sollen wir reingehen?“

 „Das wäre wohl empfehlenswert …“

- - -

 Während Severus seine Zähne so fest aufeinanderbiss, dass es knirschte, und darauf wartete, dass der Schmerz genug abebbte, dass er aufstehen und durch das Zimmer laufen konnte, presste Hermine sich stöhnend die Handballen gegen die Stirn.

 „Die letzte Version war besser“, informierte sie ihn ein paar Sekunden später, bevor er aufsprang und mit geballten Fäusten zu den Fenstern und wieder zurück marschierte, weil er Schmerz schon immer besser hatte aushalten können, wenn er sich bewegte.

 „Dachte ich mir“, murmelte er und schüttelte seine Arme aus.

 „Du hast viel von meiner Magie erwischt dieses Mal, oder?“

 Er nickte still, stützte sich auf die Lehne eines Stuhls am Esstisch und senkte den Kopf tief zwischen seine Arme. Hermines Magie hatte ihn quasi angesprungen. Er hatte dieses Mal viel mehr davon erwischt als sonst. Sie feuerte durch sein Nervensystem wie ein brennender Pingpongball; auch wenn seine Nerven sonst nicht mehr viel hergaben, aber auf Schmerzen reagierten sie wie ein Niffler auf Gold. Er stöhnte guttural, als es endlich nachließ. Und erschrak unmerklich, als Hermine auf einmal neben ihm stand. „Es geht mir gut“, sagte er dumpf.

 „Glaub ich dir nicht“, entgegnete sie leise und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

 Er konnte es nicht verhindern, dass er zusammenzuckte.

 Sie zog ihre Hand sofort zurück. „Setz dich, Severus. Ich hab noch einen Schmerztrank unten.“

 „Spar dir die Mühe.“ Er richtete sich langsam auf und ging zur Couch zurück, ließ sich vorsichtig in die Kissen sinken. „Er wirkt sowieso nicht.“ Er brauchte einen speziellen Trank, um seine Nervenschmerzen abzuschalten. Er war teuer fertig zu kaufen und schwer selbst herzustellen, es gab keine Chance, dass sie ihn da hatte.

 Sie presste die Lippen aufeinander. „Liegt es an den Cruciatus-Schäden?“

 „Ja.“ Er schnaubte freudlos. „Es lässt bald nach. Setz dich!“ Er nickte zum freien Platz neben sich.

 Ein paar Sekunden lang stand Hermine noch unentschlossen vor ihm, dann gab sie nach und tat, was er gesagt hatte. Im Gegensatz zu eben vor der Tür hielt sie dieses Mal jedoch ein bisschen Abstand zu ihm. Stattdessen bedrängte sie ihn mit ihren besorgten Blicken. „Was war dieses Mal anders an dem Trank?“, fragte sie.

 Er schnalzte leise mit der Zunge. „Ich hab eine andere schmerzstillende Komponente ausprobiert. Offensichtlich erfolglos …“ Er streckte seine Finger aus, bevor er die Hände zu Fäusten ballte. Schmerz zuckte bis in seinen Unterarm.

 „Warum eine andere Komponente? Die Letzte hat doch funktioniert.“

 „Ich konnte sie nicht höher dosieren, ohne die Trankwirkung zu behindern.“ Er ließ den Kopf kreisen. „Es war immer noch indiskutabel für Kinder.“

 Sie gab ein unzufriedenes „Hm“ von sich und als er sie ansah, malträtierte sie mal wieder ihre Unterlippe. „Muss die schmerzstillende Komponente denn Teil des Trankes sein?“, fragte sie mit gerunzelter Stirn, bevor er sie darauf ansprechen konnte.

 „Was meinst du?“

 Sie neigte den Kopf zur Seite. „Wäre es nicht auch möglich, erst den Trank zum Herstellen einer Verbindung zu nehmen und – wenn die besteht – einen separaten schmerzstillenden Trank zu geben? Oder umgekehrt …“

 Severus rieb sich über das Gesicht. „Nein, das geht nicht. Es würde in allen Varianten negativ miteinander reagieren. Beide Wirkungen müssen parallel aufgebaut werden, um sich nicht gegenseitig aufzuheben.“

 „Ja, das wäre wohl zu einfach gewesen …“

 „In der Tat …“

 Sie fing seinen Blick ein. „Warum hast du dieses Mal so viel von meiner Magie erwischt?“

 Er lächelte freudlos. „Es gibt anscheinend eine gewisse Affinität …“

 Hermine verzog das Gesicht. „Aber die gab es doch letztes Mal auch schon“, wandte sie zaghaft ein.

 „Nicht so offen.“

 „Touché“, murmelte sie. „Vielleicht solltest du dir dann für das nächste Mal lieber jemand anderen suchen, um das zu testen.“

 Er rümpfte die Nase. „Mir gehen die Testpersonen aus. Filius weigert sich …“

 „Vielleicht ändert er seine Meinung, wenn er erfährt, dass wir … uns näherkommen.“

 Severus grunzte unzufrieden.

 „Du hast ihm noch nichts erzählt, oder?“

 „Nein“, sagte er, als wäre das offensichtlich und verschränkte die Arme vor der Brust. „Er ist genauso unerträglich selbstzufrieden wie Minerva, ich gedenke das zu vermeiden, solange ich kann.“

 Sie lachte und stützte ihren linken Arm auf die Rückenlehne, den Kopf in die Hand. „Aber … wir werden es schon irgendwann zugeben, oder?“, fragte sie dann wieder ernst. „Ich meine … das soll nicht für immer eine geheime Beziehung bleiben?“

 Er sah sie aus schmalen Augen an. Natürlich, sie wollte eine richtige Beziehung mit ihm. Eine, in der sie ihn als ihren Partner vorstellen und sich mit ihm zeigen konnte. Warum sollte sie auch nicht? Sie war eine junge Frau, die soziale Kontakte hatte, mochte und brauchte. „Es ist ein Risiko“, sagte er vorsichtig. „Jemand könnte mich erkennen.“

 Sie kräuselte die Nase. „Ich weiß. Vor allem, weil Harry glaube ich mehr begriffen hat, als er zugeben will.“

 Ein kleiner Adrenalinstoß durchfuhr ihn. „Potter weiß es?“, fragte er hohl.

 „Nicht alles, denke ich. Aber ich glaube, er hat begriffen, dass ich Maleficium gekauft und Ron obliviiert habe.“

 Severus atmete langgezogen aus. „Hattest du geplant, mir irgendwann davon zu erzählen?“, fragte er gepresst.

 „Ich hielt es nicht für wichtig. Er hat keinen von uns jemals offen darauf angesprochen. Es ist … eher die Art, wie er mich angesehen hat, direkt nachdem …“ Sie biss sich auf die Unterlippe. „Ich denke, er hat beschlossen, nicht weiter nachzubohren.“

 „Du hättest es mir trotzdem sagen müssen“, entgegnete Severus und lehnte sich nach vorn, stützte die Ellbogen auf die Knie. „Wenn ich ihm irgendwann mal gegenüberstehen sollte, wird er sich nicht so schnell ablenken lassen. Ich muss das wissen, Hermine!“

 „Jetzt weißt du es ja“, sagte sie ungeduldig. „Und wenn wir schon dabei sind: Die Weasleys denken, ich hätte Ron mit dir betrogen.“

 Er riss den Kopf herum und sah sie mit großen Augen an.

 Ein Lächeln zupfte an ihren Mundwinkeln. „Wir mussten uns irgendwas einfallen lassen, warum wir uns getrennt haben. Also hat Ron seiner Familie erzählt, dass ein … befreundeter Tränkemeister mir bei der Rekonstruktion deines Trankes geholfen hat und ich dann … mit ihm geschlafen hab. Ginny hat vor einer Weile kombiniert, dass ich immer noch Kontakt zu dir habe.“ Hermine senkte den Blick. „Sie war nicht glücklich …“

 „Und das wundert dich?“, fragte er und zog eine Augenbraue hoch.

 „Nein. Vielleicht hätte ich sagen sollen, dass du jemand anderes bist, aber wie viele Tränkemeister kann jemand wie ich schon glaubhaft kennenlernen?“ Sie verdrehte die Augen.

 Er fuhr sich mit der flachen Hand über das Gesicht. „Ich denke nicht, dass sie mich jemals kennenlernen sollten, Hermine.“

 Sie seufzte. „Ich weiß, dass das ein Risiko ist, Severus! Aber … ist es ein so großes Risiko, dass …“ Sie brach ab und sah ihn unglücklich an.

 Severus rieb sich die Stirn, hinter der es immer noch pochte. Er hatte Minerva davon überzeugen können, dass er nicht Severus Snape war. Zugegeben, Filius hatte seinen Teil dazu beigetragen, aber das würde Hermine auch tun können. Potter würde zweifellos das größte Risiko darstellen. Wenn er wirklich wusste, dass Hermine Maleficium gekauft und benutzt hatte, würde er sich nicht so leicht täuschen lassen. Aber er hatte sich offensichtlich schon mal dagegen entschieden, seine Freunde ans Messer zu liefern. Vielleicht würde er das auch weiterhin tun. Und wenn nicht … Nun, er hätte zumindest mal Schwierigkeiten zu erklären, warum er so lange geschwiegen hatte. Er hatte mehr zu verlieren als seine Freunde, wenn er jetzt noch seine Meinung änderte.

 Aber selbst wenn dieses Risiko überschaubar schien … Severus hasste den Gedanken, sich mehr als nötig mit den Weasleys auseinandersetzen zu müssen. Und das würde er, wenn Hermine ihn offiziell vorstellte. Die Weasleys würden immer zu ihr gehören und sie würde nicht für immer allein bei den zahlreichen Feierlichkeiten auftauchen wollen. Er wusste wirklich nicht, wie er damit umgehen sollte. Nur dass er es irgendwie musste, wenn er mit ihr zusammen sein wollte.

 „Severus?“

 Mit einem kleinen Seufzen sah er zu ihr auf. „Nein, das soll nicht für immer ein Geheimnis bleiben“, sagte er wie gegen besseres Wissen. „Gib mir … nur etwas Zeit.“

 Sie nickte erleichtert. „So viel du brauchst.“ Dann biss sie sich wieder auf die Lippe und lächelte vergnügt. „Das heißt dann wohl, dass ich am Samstag allein zu Harrys Geburtstag gehen muss …“

 „Definitiv!“ Potter mochte sich zwar dafür entschieden haben, den Mund zu halten, aber sie mussten es ihm ja nicht gerade an seinem Geburtstag unter die Nase reiben.

 „Ja, dachte ich mir … Aber besteht möglicherweise die Chance, dass du hinterher hier auf mich wartest?“

 „Ich soll die halbe Nacht vor deinem Haus sitzen, damit du dich bei mir über die Liebe und Begeisterung deiner Familie beklagen kannst?“, fragte er zynisch.

 „Nicht vor dem Haus! Und nicht die halbe Nacht. Ich nehme Rose mit nach der Feier, später als zehn wird es also definitiv nicht.“

 „Oh, das macht es natürlich besser …“

 Sie verdrehte die Augen. „Du kannst hier im Wohnzimmer bleiben und ich bring sie ins Bett, ohne dass sie dich sieht. Vermutlich wird sie eh schon vorher auf meinem Schoß einschlafen.“

 Er sah sie unzufrieden an.

 Hermine sackte ein bisschen in sich zusammen. „Wirst du … nie da sein, wenn Rose hier ist?“, fragte sie kläglich.

 Severus schloss die Augen. Eigentlich war es genau das, was er wollte. Absolut keinen Kontakt zu Rose Weasley. Er hasste Kinder und er wollte nicht dazu gezwungen sein, so zu tun, als wäre es anders. Aber vermutlich war auch das ein Zugeständnis, das er machen musste, wenn er mit Hermine zusammen sein wollte. Wenigstens gelegentlich. „Ich werde hier sein“, sagte er mit dunkler Stimme.

 „Okay“, hauchte sie und lächelte wacklig.

 Er griff nach ihrer freien Hand und drückte sie kurz. „Ich muss jetzt gehen“, sagte er dann und stand auf. Er brauchte dringend seinen Schmerztrank, bevor er noch mehr Zugeständnisse machte, die er später möglicherweise bereuen würde.

 „Oh, okay“, sagte sie wieder und stand ebenfalls auf und dann verunsichert vor ihm. „Darf ich … dich umarmen?“

 Er zögerte kurz, aber schließlich nickte er.

 Sie legte die Arme um seinen Hals und schmiegte sich an ihn, ihr Atem strich über seinen Hals und ihre Haare kitzelten seine Nase und für einen kleinen Moment wurden sogar seine Muskeln ein bisschen weicher, aber dann zog sie sich zurück. „Bis bald“, sagte sie und steckte die Hände in die hinteren Taschen ihrer Jeans.

 Er wandte den Blick ab. „Bis bald“, sagte er und ging, ein bisschen widerwillig. Vielleicht sollte er mal eine Phiole seines Schmerztranks mit herbringen …
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