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When I see you again

GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Gen
James "Krone" Potter Lily Potter OC (Own Character) Remus "Moony" Lupin Sirius "Tatze" Black
03.02.2021
03.03.2021
8
15.190
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23.02.2021 2.272
 
Den Mittwoch nach unserem Hogsmeade Ausflug war Vollmond und ich schlug mich, wie immer, mit Remus Launen rum. Seine Erkältung war zwar wieder besser, aber trotzdem war er mies drauf und half James auch nicht bei der Planung für Sirius 17. Geburtstag. Peter war da leider nie eine große Hilfe, da er ziemlich unkreativ war. Dafür kümmerte er sich wohl um die Getränke und Snacks, was schon eine Entlastung für alle anderen war. Ich war noch nie auf einem Rumtreiber Geburtstag gewesen, nur auf manche ihrer Partys im Gemeinschaftsraum, wie zum Beispiel nach dem Quidditch Spiel.

Mittwoch Nachmittag saß ich mit Remus im Gemeinschaftsraum und machte Hause. Das hört sich erstmal relativ unproblematisch an, aber selbst das vermieste Remus mir. Er schaffte es doch tatsächlich, dass ich mich dumm fühlte. Immer, wenn ich was fragte oder wissen wollte, sagte er: "Hast du letzte Stunde nicht aufgepasst? Das kenne ich aber besser von dir." Oder: "Ich bitte dich Serena. Das solltest du seit zwei Jahren wissen. Du lässt wirklich nach und das kannst du dir nicht leisten."

Ich wusste, dass das nicht "mein Remus" war und dass er das alles nicht so meinte, und trotzdem traf mich jedes Wort. Es war, wie als ob er mit einem scharfen Messer immer wieder in meinen Bauch stich. Aber wenn ich mich dagegen wehrte, würden wir uns nur unnötig streiten und das wollte ich auf alle Fälle vermeiden. Im Endeffekt gab ich Remus damkt eine scharfe Waffe mit unendlich vielen Schüssen in die Hand und spielte freiwillig die Zielscheibe.

Ich war gerade mit dem Aufsatz für Professor Slughorn fertig, als ich Schritte hinter mir hörte. Es waren James, Sirius und Peter. "Hey, wie läuft es bei euch?" Remus hielt es nicht für nötig zu antworten, weil es ihm bei unseren unzähligen Büchern und unbeschrieben Pergamentrollen wohl zu offensichtlich war. Also übernahm ich das Antworten. "Es geht. Wir kommen nur langsam gegen den Berg an." "Naja, also ich finde, ihr sehr ganz tapfer aus. Ich drücke mich schon seit zwei Tagen vor Zaubertränke. Und- " "Was Jamie eigentlich fragen wollte, habt ihr Hunger? Pete und ich verhungern quasi und würden jetzt gerne zum Abendessen gehen.", fiel Sirius James ins Wort. Ich musste lachen, bei James' beleidigtem Gesichtsausdruck, aber nickte dabei. "Ja, ich hab auch Hunger. Komm Remus, lass uns für heute aufhören und in den nächsten Tagen weitermachen." Remus sah nicht wirklich begeistert aus. "Muss das sein?", maulte er. "Nein, nein. Wir können auch noch warten.", beeilte Sirius sich zu sagen, aber Remus packte seine Feder schon weg. Dann gingen wir fünf zusammen in die Große Halle, wo ich mich zu Lily, Jemma und Ruby setzte.

Diese Nacht konnte ich wieder nicht schlafen. Natürlich hatte Remus mir genervt versprochen, dass er auf sich aufpassen würde, aber trotzdem hatte ich ein schlechtes Gefühl. Es war wie jeden Vollmond. Ich machte mir Sorgen und Remus war mit den Jungs da draußen. Manchmal überlegte ich sogar, auch ein Animagus zu werden, um ihm genauso helfen zu können. Aber wer weiß, ob Remus damit einverstanden wäre? Oder die restlichen Rumtreiber? Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich eine ganze Zeit wach in meinem Bett lag und gegen die Decke starrte. Doch gegen zwei Uhr morgen fiel ich in einen unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen wachte ich schweiß gebadet nach einem schrecklichen Albtraum auf. Ich hatte davon geträumt, dass ein verhüllter Todesser mich angriff und all meine Mühen, mich zu verteidigen, wären umsonst. Ich musste mich ziemlich viel bewegt haben, da mein Laken total verwüstet war. Als ich mich fertig machte, fielen mir meine Augenringe auf, aber es war mir egal. Ich beeilte mich auch überhaupt nicht, da ich dazu viel zu müde war. Also schleifte Jemma mich den gesamten Morgen hinter sich her. Egal ob zum Frühstück oder zur nächsten Stunde. In Verwandlung sah ich die Jungs, die genauso erschöpft aussahen wie ich. Das fiel sogar Lily auf, die in diesem Fach neben mir saß. "Sag mal, was ist das mit dir und den Rumtreibern? Ihr seht heute alle gleich scheiße aus. Nichts für Ungut Serena." "Haha, vielen Dank Lils. Ich hab keine Ahnung, was mit den Jungs ist. Vielleicht waren sie ja gestern einfach zu spät im Bett."

Meine beste Freundin anzulügen gefiel mir überhaupt nicht, aber ich musste ehrlicherweise zugeben, dass ich in den letzten Jahren wirklich gut darin geworden bin. Meine Ausreden wurden immer besser und ich brachte sie immer glaubwürdiger rüber. Trotzdem waren jedes Mal diese elendigen Gewissensbisse da, wenn ich meine Freundinnen anlog. Ich hatte zwar einen triftigen Grund dazu, aber ich fühlte mich danach einfach mies. Trotz allem würde ich niemals Remus' Vertrauen missbrauchen und sein Geheimnis irgendwem erzählen.

Beim Mittagessen war ich einigermaßen wach und wollte die Jungs nach Remus fragen, aber sie kamen nicht zu unserem Tisch. Nachmittags hatte ich Muggelkunde und die anderen Pflege magischer Geschöpfe, also konnte ich sie erst danach sehen. Aber auch nach dem Unterricht fand ich die Rumtreiber nirgendwo. Sie waren nicht im Gemeinschaftsraum oder in ihrem Schlafsaal. Sie waren auch nicht in die Eulerei oder in die Küche gegangen oder auf einem Flur irgendwo im Schloss. Selbst im Innenhof und auf dem Quidditchfeld schaute ich nach, aber nirgends konnte ich James, Sirius oder Peter ausfindig machen. Es wollte sie auch niemand gesehen haben.

Mich machte es ganz kirre, dass ich merkwürdigerweise keinen von ihnen fand. Jemma machte es ganz verrückt, dass ich meine Sucherei nicht aufgeben wollte. Sie verstand nicht, warum es so wichtig war, die Jungs zu finden. Aber wie sollte sie auch, wenn sie keine Ahnung hatte, was gestern Nacht war? Jedenfalls überedete sie mich beim Essen, den Abend ganz entspannt mit ihr, Ruby und Lily zu verbringen. Und tatsächlich lenkten die drei mich sehr gut ab, mit ihren neusten Geschichten aus dem Tagespropheten oder Gerüchten über Sirius und seine neuste Angebetete. Wenn man das bei ihm so nennen konnte, immerhin traf Paddy sich immer nur sehr kurz mit einem Mädchen, und dann auch nur zum Knutschen. Ich hieß das zwar nicht gut, aber das war seine Sache, in die ich mich nicht einmischen würde.

Auch am nächsten Tag erwischte ich die Jungs den ganzen Morgen nicht, bis zum Mittagessen. Als es dann endlich soweit war, kremplete ich mir die Ärmel hoch und schritt entschlossen auf sie zu. "Wo beim Barte des Merlin wart ihr solange? Glaubt ihr nicht, dass ich mir Sorgen machen würde? Denn das habe ich verdammt nochmal!", wetterte ich los. Dabei war ich nicht gerade leise, was Peter ein wenig zurückschrecken ließ. James hoch beschwichtigend seine Hände. "Es tut uns leid. Aber Moony geht es nicht so gut und wir waren die ganze Zeit bei ihm." "Er wollte eigentlich gar nicht, dass dass dir davon erzählen Teddy." "Ist er im Krankenflügel?" "Ja, Madam Pomfrey will ihn noch bis morgen bei sich behalten." "Gut, dann gehe ich jetzt zu ihm." "Warte, nein Teddy. Er will das nicht. Und du weißt, wie er gerade drauf ist." "Ja, das weiß ich. Aber ich wäre eine schlechte beste Freundin, wenn ich darauf hören würde." James und Sirius sahen sich unsicher an, während Peter betreten auf seine Schuhe guckte. "Okay, aber dann kommen wir mit."

Ein paar Minuten später riss ich die Tür zum Krankenflügel auf. Ich konnte Remus sofort sehen. Er lag am Ende des Raumes und die Schiebewände neben seinem Bett waren offen. Madam Pomfrey begrüßte uns vier mit einem Nicken und ließ uns passieren. Als ich aif meinen besten Freund zuging sah ich seine blasse Haut und seine tiefen Augenringe. Er wirkte kränklich und schien generell um Jahre gealtert zu sein. Bevor ich bei seinem Bett angekommen war, beendete Remus die angenehme Stille. "Was macht sie hier?" "Serena wollte nur mal nach dir sehen.", antwortete James. "Ihr wisst aber, dass ich das nicht will." "Sie ist doch deine beste Freundin. Lass sie doch kurz zu dir." "Ich habe es doch schon gesagt, ich will sie hier nicht. Warum habt ihr sie dann überhaupt hergelassen?" Ich sah, dass Sirius neben mir zu einer Gegenaussage ansetzen, aber ich war schneller. "Sie steht immer noch hier Remus. Du kannst direkt mit mir reden." "Gut, dann geh." "Nein, ich bin deine beste Freundin und möchte wissen, ob du okay bist." "Das spielt keine Rolle." "Für mich schon, weil du mir wichtig bist, verdammt wichtig sogar." "Das ist mir egal."

Remus Stimme war kalt wie Eis und Schnitt sich mit jedem Wort tiefer in meine Haut. Aber ich zwang mich, einfach weiter zu reden und mich nicht von ihm beirren zu lassen. "Remus, wieso darf ich denn nicht hier sein? Deine Freunde dürfen es doch auch." Daraufhin sagte er gar nichts. Ich wartete eine ganze Weile, ob er mir doch noch eine Antwort geben würde, aber Remus bleib stumm. "Okay, dann gehe ich halt, wenn du das unbedingt möchtest, aber sag mir erst, ob es dir gut geht." "Ich werde dir überhaupt nichts sagen. Ich brauche dein beschissenes Mitleid nicht. Such dir jemand anderen, den du bemuttern kannst." Das tat weh. Er traf mich an einem sehr wunden Punkt und in meinem Hals bildete sich ein dicker Kloß, aber ich wollte einfach nicht nachgeben.

"Es ist kein Mitleid Remus. Es ist Sorge, die ich um dich habe, weil du mein bester Freund bist seit wir fünf Jahre alt sind." "Nein, das bin ich nicht. Ich bin nur der Kerl, der dumm genug war, sich die ganze Zeit mit dir abzugeben. Aber ich bin ein Monster, was soll ich schon besseres kriegen?" Klatsch. Seine Worte hallten in meinem Kopf wieder und wieder. Es fühlte sich an, wie ein schlimmer Albtraum, aus dem ich nicht aufwachen konnte. Wie zehn saftige Ohrfeigen direkt auf mein Herz. "Remus, bitte.", flehte ich. Meine Stimme klang zerbrechlich und leise. "Sag sowas nicht." Ich ballte meine Hände zu Fäusten, sodass sich meine Fingernägel in meine Handfläche drückten und versuchte mich so davon abzuhalten auf der Stelle zu weinen. Aber diese Genugtuung wollte ich Remus nicht geben.

"Weißt du was, eigentlich stellt sich doch die Frage, wer von uns beiden das eigentliche Monster ist."

Das war zu viel. Ohne ein weiteres Wort oder den drei Jungs hinter mir Beachtung zu schenken, stürmte ich aus dem Krankenflügel. Sobald ich auf dem Flur war, strömten die Tränen unaufhaltsam über meine Wangen. Ich schmeckte das Salz auf meinen Lippen, aber ich wischte es nicht weg. Ich rannte so schnell ich konnte in den Gryffindorturm und bemerkte gar nicht, dass James, Sirius und Peter direkt hinter mir waren. Erst, als ich im glücklicherweise leeren Gemeinschaftsraum zusammenbrach, sah ich die drei vor mir. James und Sirius hatten sich rechts und links neben mich auf das Sofa fallen lassen und ließen mich einfach weinen, während Peter mir gegenüber auf dem Kaminsims Platz nahm.

"Es tut mir sehr leid, was da gerade passiert ist.", flüsterte Sirius. Ich wollte ihm danken, aber mehr als ein Schniefen brachte ich nicht zustande. "Ihr beide renkt das schon wieder ein.", meinte auch Jamie. "Nachdem das mit Schniefelus in der 4. passiert ist, war Moony auch stinksauer auf Padfoot. Aber nach ein paar Wochen und einer Menge Entschuldigungen von Paddy hat er sich wieder eingekriegt. Und jetzt ist Moony selbst im Unrecht. Da wird er schon noch drauf kommen." Ich nickte, aber hörte nicht auf zu weinen.

Das tat ich den ganzen Tag nicht. Um meinen Freundinnen nicht erklären zu müssen, was passiert war, verbrachte ich den restlichen Tag im Schlafsaal der Rumtreiber. Allerdings lag ich in Sirius' Bett, da ich es nicht über mich brachte, in Remus' Bett zu steigen. Paddy rutschte bis an den Rand, damit ich mich nicht so beengt fühlte. Aber eigentlich fand ich es ganz angenehm, ihn gerade in meiner Nähe zu haben. Ich hätte mich auch neben James gelegt, aber das wollte ich Lily nicht antun.

Zum Abendessen ging ich nicht, da ich keinen Appetit hatte und mir im Laufe des Abends durch das ganze Weinen schlecht geworden war. Die Jungs gingen nacheinander essen, damit ich nicht alleine war und brachten mir Donuts mit, falls ich doch noch Hunger bekommen sollte. Als ich dann abends in meinen Schlafsaal zum Schlafen musste, bot Paddy mir noch an, einfach bei ihnen zu bleiben. Aber dann würden Lily, Jemma und Ruby sofort Verdacht schöpfen oder sich Sorgen um mich machen oder beides.

Also ging ich wohl oder übel zu meinen Freundinnen. Sie überfielen mich sofort mit Fragen, wo ich denn den ganzen Nachmittag gewesen wäre, und warum ich denn so schrecklich aussehen würde. Ich antwortete ihnen nur knapp, dass ich mich mit Remus gestritten habe und dann bei den Jungs gewesen wäre. Natürlich reichte das keiner der dreien, aber das war mir herzlich egal in dem Moment. Ich wollte einfach nur schlafen.

Hey Leute! Ich hoffe, ihr könnt mir die lange Pause verzeihen. Aber mit all dem Homeschooling und meiner anderen Geschichte hatte ich letzte Woche allerhand zu tun. Hoffentlich hat euch das Kapitel gefallen. Ich hab mir sehr viel Mühe mit einer realitischen Darstellung von Serenas Gefühlen gegeben. Ich freue mich wie immer über jede Art von Kritik und über viele neue und alle alten Leser und Leserinnen!
Liebe Grüße, eure padfoot004
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