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Schneesturm

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
OC (Own Character)
02.02.2021
04.03.2021
12
12.782
4
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Dieses Kapitel
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23.02.2021 1.043
 
Zustimmend nickte der erfahrene Anführer, "Ja, da könntest du schon Recht haben, sie kam mir immer etwas zwielichtig vor."  Erschrocken ging die junge Schülerin ein paar Schritte zurück. Wie konnten diese Kater nur glauben, dass sie ihre eigene Mutter umgebracht hatte?! Es war zum verrückt werden! Sie drehte sich enttäuscht um und wollte durch den weichen Schnee davon stürmen. Doch ein heftiger Ruck an ihrem dünnen Schweif hielt sie zurück. Fauchend und mit gesträubtem Nackenfell drehte sie sich zu ihrem Angreifer um, der sie immer noch fest hielt. Ihr Nackenfell legte sich wieder, als sie ihn erkannte. Es war Eispfote, oder wie er jetzt hieß Eisflut. Bei seinem Anblick entspannte sich die weiß-graue Katze etwas. "Ich habe sie Schneestern! Sie wollte abhauen!", rief er laut. Bei seinen Worten stellte sich das Nackenfell der jungen Schülerin erneut auf. Erst jetzt sah sie, das hasserfüllte Funkeln in den goldenen  Augen ihres Bruders. Ein Schreck durch fuhr sie, als sie sah, dass er sich auch so stark verändert hatte. Er war kräftig geworden, zu kräftig für einen Schüler, der gerade mal 7 Monde alt war. Sein Fell leuchtete regelrecht und seine Krallen waren sauber und lang. Ehe sie diese Erkenntnis verarbeiten konnte, durchfuhr die Stimme des großen weißen Anführers ihre Gedanken. "Gut gemacht Eisflut. Wir nehmen sie mit ins Lager. Sie darf nicht ungestraft bleiben", jetzt sah sie den grünäugigen Kater auch. Er trat zwischen zwei dunklen Nadelbäumen  hervor und schritt, trotz des hohen Schnees, elegant und anmutig zu ihnen. Mittlerweile hatte sich das Nackenfell der blauäugigen Katze wieder aufgestellt. Ihre kurzen Krallen waren ausgefahren und ihre Zähne gebleckt. Ein stechender Schmerz durchfuhr sie, als ihr Bruder seine Zähne in ihren empfindlichen Schweif grub. Verärgert aber zugleich auch verwirrt drehte sie sich zu ihm um, "Was soll das?! Was habe ich euch den getan?!" Noch während Eisflut los ließ, sprang eine dunkle Gestalt auf ihren Rücken und drückte sie zu Boden. Unwillkürlich stieg er der Geruch von einem Kater in die Nase, den sie vor nicht allzu langer Zeit schon einmal gerochen hatte. .Sie war gefangen, alleine würde sie nicht gegen diese Kater ankommen. Schneestern, der elegante aber kräftige Anführer ihres Clans, Eisflut, ihr Bruder und zugleich Teil einer Prophezeiung, und Berglawine, ein neu ernannter riesiger Krieger. Eingequetscht zwischen dem großen grauen Kater und dem mit Schnee bedecktem Boden lag sie da und blickte entgeistert zu Schneestern. "Sei leise Verräterin! Du sprichst nur, wenn wir es erlauben.", zischte dieser und blickte sie kühl an. Bevor die Schülerin irgendwas sagen konnte, mischte sich Berglawine ein, "Ich denke es wäre eine gute Idee, dafür zu sorgen, dass sie nicht abhauen kann. Wir könnten ihr die Pfoten brechen oder sie blenden" Entsetzt zog Flockenpfote scharf die Luft ein, blenden, Pfoten brechen? Hatte sie sich verhört?!
Unerwartet nahm ihr Bruder für sie Stellung, "Nein, dass ist keine gute Idee." "Hast du eine bessere du möchte gern Krieger?!", fauchte der graue Krieger bissig zurück. Bevor die Prophezeiungs Katze antworten konnte, sagte der Anführer des Schnee Clans ruhig, aber bestimmt, "Ich teile deine Meinung Eisflut. An sich Berglawine, spricht da nichts gegen, aber die Reise zurück würde nur länger dauern, wenn sie nicht mehr so gut laufen könnte oder nichts mehr sehen könnte." Noch bevor sie erleichtert aufseufzen konnte, fuhr der große weiße Kater fort, "Allerdings können wir sie im Lager immer noch angemessen bestrafen, immerhin hat sie einen schweren Verstoß, gegen das Gesetz der Krieger begangen. Sie kann nicht leugnen, dass sie ihre Mutter umgebracht hat. Sowohl Eisflut als auch ich haben es gesehen. Der Sternen Clan hat es uns mitgeteilt" Zustimmend murmelten die beiden anderen Kater irgendetwas Unverständliches.  Langsam bemerkte Flockenpfote, wie das Gewicht von ihrem Rücken verschwand. Schnell sprang die blauäugige Katze auf und streckte sich. "Was soll das eigentlich? Ich habe euch nichts getan", fauchte sie verärgert. Wütend funkelte ihr Bruder sie an, "Das fragst du noch? Du hast meine Mutter umgebracht!" Voll und ganz verwirrt schüttelte die junge Schülerin verständnislos den Kopf. "Ich würde niemals meine Mutter umbringen", versucht sie zu erklären und sich herauszureden, da sie ja wirklich nichts gemacht hat. "Das kann doch jeder sagen", dies war die Stimme von Schneestern. Verzweifelt schüttelte sie den Kopf.
Geführt und umgeben von den Katern ihres Clans lief sie mit ihnen in Richtung, aus der sie gekommen war. Der Weg wird höchstwahrscheinlich 2 Sonnenläufe dauern. Seufzend und träge tappte sie zwischen ihren Begleitern hin und her. Sie war eine Gefangene. Gefangene ihres eigenem Clans, dem sie treu war. Sie war so treu, wie ein Eichhörnchen Nüsse liebte. Ja schon, sie war weg gelaufen, aber auch nur, weil sie sich nicht mehr wohlgefühlt hatte und eine Traumgestalt es ihr gesagt hatte. Nachdenklich schaute sie zu ihrem Bruder, der vorne weg ging. Berglawine flankierte ihre rechte Seite und Schneestern ihre linke. Keine Chance zu entkommen. Doch plötzlich raschelte hinter ihnen ein Gebüsch und die Zweige teilten sich. Alarmiert drehten sich die Clankatzen um und blickten aufmerksam und kampfbereit zum Gebüsch. Auch Flockenpfote drehte sich um und stellte ebenso wie die anderen ihr Nackenfell auf. Sie bleckten die Zähne und fuhren die Krallen aus. Absolut kampfbereit blickten sie zu dem raschelnden Gebüsch, aus dem nun Stimmen ertönten. "Das ist meins! Gib es mir zurück!", das war eine pipsige und junge Stimme. Verwirrt sahen sich die Kater der Gruppe an, die grau-weiße Katze bliebt verwirrt stehen und achtete nicht auf ihre Begleiter. Daraufhin hörte man eine weitere Stimme, diese war eher tiefer, aber dennoch klang sie ebenfalls sehr jung, "Nein! Ich habe sie gefangen!" Der ganze Streit kling nicht sehr böse, sondern eher wie ein Spiel zwischen Jungen. Nun ertönte ein leises aber deutliches Seufzen aus dem großen Busch und darauf hin sprach eine dritte etwas ältere und freundliche Stimme, "Könnt ihr es nicht teilen? Und wollten wir nicht eigentlich dieser Katze helfen? Das sah nicht gerade friedlich aus, was dort eben passiert ist. Außerdem glauben wir ihr doch. Und mit eurem Geschrei vertreibt ihr jegliche Beute in diesem Wald." Ihr helfen? Dachte die Schülerin nachdenklich, aber wer war das überhaupt?
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