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Die Schwerter des Monarchen

von achat
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
01.02.2021
23.02.2021
4
10.619
6
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
23.02.2021 3.078
 
Hallo Zusammen,

Zu Beginn etwas ganz Wichtiges!
Solo Leveling gibt es hauptsächlich in diesen Varianten für die, die kein koreanisch können:
- Novel englisch: Abgeschlossen
- Novel deutsch: Kommt im März in den Handel
- Manga englisch: Im Internet fortlaufend
- Manga deutsch: Im Handel, fortlaufend und vmtl dem englischen im Internet hinerher eilend

Ich habe die Fanfic so begonnen und will es so weiter halten, dass es für Leser des englischen Mangas im Internet keine Spoiler gibt.
Für Leser des deutschen Mangas wird es hier aber massenhaft Spoiler geben!

Es tut mir Leid, dass ich an die Warnung erst jetzt denke durch die ganzen verschiedenen Ausgaben. Danke vor allem an Aisudoragon, durch die mir das bewusst geworden ist.

Ansonsten kann ich zu Kapitel 4 nur eines sagen:
Uuuuund ACTION!


4. Kapitel


Der rötliche Riese wirkte gewaltig zischen den eng zusammenstehenden Hochhäusern.
"Schnell, bringt die letzten Leute in die Busse!", schrie einer der Soldaten, die die Evakuierung des Krankenhauses überwachten und fuchtelte wie wild mit seinem Gewehr herum.
Kirito platzierte die junge Frau, die er getragen hatte, so schnell und vorsichtig wie möglich auf einem der Sitze und stürzte aus dem Bus, um mit angehaltenem Atem das Geschehen zu verfolgen.
Drei Jäger sprangen um den Riesen herum, bemüht, diesem Schaden zuzufügen oder ihn wenigstens zum Anhalten zu bringen.
Ihre Versuche waren vergebens.
Der Riese schlug nach ihnen wie es ein Mensch bei einer lästigen Fliegen machen würde und setzte seinen Weg dabei unbeirrt fort. Einer der Jäger, ein schlanker Mann mit Glatze, sah sie und entfernte sich von der kämpfenden Gruppe, um zu ihnen zu eilen. Er trug eine stabil aussehende silberne Rüstung am Oberkörper. Seinen Helm schien er bereits verloren zu haben. Ein langes Schwert blitzte in seiner einen Hand auf, während er in der anderen eine kleine Streitaxt hielt. Eine merkwürdige Kombination. Seine Rüstung wies bereits mehrere Dellen und Kratzer auf, Teile waren an einigen Stellen abgesplittert, sein Gesicht war zerkratzt und seine Lippe blutete stark.
"Was zum Teufel tun Sie hier noch!", rief er aufgebracht, als er nah genug ran war um gehört zu werden, "habt ihr nicht gehört, dass die Barriere zerstört worden ist?! Bringt euch in Sicherheit, Hergott nochmal! Schnell! Wir können die Riesen nicht stoppen! Und dem da folgt noch ein zweiter!"
"Das Krankenhaus", antwortete einer der Soldaten, "wir sind gerade am Ende der Evakuierung! Nur noch 10 Minuten, bitte!", flehte er fast und deutete auf die Menschen, die noch heraus humpelten,  getragen oder geschoben wurden.
Daraufhin nahm auch der Jäger die ganze Situation wahr und stieß wüste Flüche aus. Dann schüttelte er den Kopf.
"Keine Zeit! Wenn sie überleben wollen, fahren sie los, jetzt! Ansonsten..."
Viel weiter kam der Mann nicht. Wie aus dem Nichts traf ihn ein ausgerissener Baum, warf ihn zu Boden und begrub ihn halb unter sich.
"Arghhh!" Er schrie vor Schmerzen auf.
Erschrocken blickten alle nach oben und sahen den Riesen, der weitere Geschosse in den Händen hielt. Ausgerissene Bäume und von den umliegenden Gebäuden abgebrochenen Beton- und Metallstücke. Er griff, was ihm in die Finger kam, und warf es auf die Jäger.
Während die anderen zwei Jäger noch ein Auge auf den Riesen hatten und dem Beschuss ausweichen konnten, hatte es den dritten, der zu ihnen geeilt war, unvorbereitet von hinten erwischt.
Während alle anderen Zivilisten und Soldaten sich noch in einer Schockstarre ob des Ausmaßes der Zerstörung, die ein einziger Riese anrichten konnte, befanden, kam endlich Bewegung in Kirito.
"Beeilen sie sich mit der Evakuierung!", rief er den anderen zu, "ich werde sehen, ob ich den Jäger befreien kann!"
Kirito eilte zu dem eingeklemmten Mann, der sich wie ein Fisch auf dem Trockenen hilflos unter dem Baum wand. Keinen Millimeter schien er sich befreien zu können.
"Warten sie!", rief er dem Mann zu, "ich helfe ihnen!"
"Bist du blöde?!" fauchte der Mann ihn an, "sieh zu, dass du hier weg kommst! Der Baum wiegt bestimmt eine Tonne, den wirst du alleine nicht wegbekommen und jetzt hast du dich in die Reichweite von dem Riesen begeben!"
Kirito warf einen kurzen Blick zu dem Riesen, der noch immer nach den zwei Jägern griff, die durch ihre Agilität zumindest selbst größerem Schaden entkommen konnten. Dennoch konnten sie den Fortschritt des Riesen nicht aufhalten.
"In ein bis zwei Schritten wird der Riese sowieso in Reichweite des Krankenhauses sein. Und ich werde Sie hier bestimmt nicht im Stich lassen! Außerdem bin ich vor ein paar Tagen selbst als Jäger erwacht. Ich bin also stärker, als ich aussehe."
Beruhigend lächelte er dem Jäger zu, griff unter den Baumstamm und versuchte, ihn wenigstens wegzurollen. Da die kurze Auseinandersetzung mit Toru und seinen Schlägern der einzige Zeitpunkt bisher gewesen war, an dem er seine Fähigkeiten als Jäger zumindest etwas ausprobieren konnte, wusste auch Kirito nicht, zu was er eigentlich in der Lage war. Daher war es kein Wunder, dass er genauso überrascht war wie der Jäger, als der Baumstamm sich ohne großen Widerstand in Bewegung setzte und den Jäger freigab.
"Was zum... Aahh!"
Erschrocken legte Kirito den Baumstamm ab und kniete sich neben den Verletzen. Vorsichtig legte er ihm eine Hand auf den Rücken.
"Wo sind sie verletzt? Können Sie sich bewegen?"
"Scheiße.. nein! Meine Beine, sie sind, ich kann nicht... scheiße!"
Ein Brüllen ließ Kirito wieder aufsehen und mit langsam wachsender Panik sah er einen zweiten Riesen um die Ecke kommen.
"Hey, sie da, Herr Soldat!", rief er einem der Soldaten bei der Armee zu, die noch bei den Transportern standen, "helfen sie dem Jäger hier zu den Autos! Der Mann ist verletzt und muss auch in Sicherheit gebracht werden!"
"Was..." etwas fassungslos starrte der Jäger ihn an. "Sag mal, begreifst du die Lage nicht?"
"Doch, das tue ich", nickte Kirito und beobachtete dankbar, wie der Soldat auf sie zu eilte, um ihm zu helfen. "Und deswegen werde ich jetzt deine Kollegen dort auch unterstützen und wenn ich auch nur ein paar Sekunden Zeit gewinnen kann. Ich werde mir das hier ausleihen, okay?"
Damit griff Kirito sich das Schwert des Jägers und erhob sich, den Blick starr auf den ersten Riesen gerichtet.
"Was? Nein! Wenn du gerade erwacht bist, du hast doch keine Ahnung?! Keine Erfahrung! Was willst du ausrichten? Du solltest dich in Sicherheit bringen!" Hilflos packte der Jäger Kirito am Hosenbein in dem Versuch, ihn zur Vernunft zu bringen.
Der Soldat erreichte sie keuchend und Kirito wandte sich ihm zu.
"Mr Soldat, bitte helfen sie dem Mann zu den Bussen. Ich werde die Jäger und anderen Soldaten unterstützen und versuchen, Zeit zu gewinnen. Bitte beeilen sie sich! Sie müssen alle so schnell wie möglich von hier fort!"
Damit wandte Kirito sich von den beiden Männern ab, schüttelte die Hand des Jägers sanft ab und rannte unter den entgeisterten Blicken des Soldaten und des Jägers auf die Riesen zu.
Das Schwert in der Hand auf die Gefahr zu zurennen. Es war ein gewohntes Gefühl, beinahe nostalgisch. Kiritos Puls beschleunigte sich, doch sein Atem blieb stetig.
Mit ungewohnter Schärfe nahm er jede einzelne Bewegung auf dem Schlachtfeld wahr.
In wenigen Sekunden hatte er den ersten Riesen erreicht. Dieser hatte gerade erneut einige Betonbrocken aus einem der seitlichen Gebäude herausgebrochen, was dieses gefährlich ins Schwanken brachte. Aus dieser Nähe konnte Kirito jetzt auch die anderen zwei Jäger erkennen.
Eine junge Frau mit einem langen Stab und leichter Rüstung, scheinbar eine Magierin die sich auf Feuer spezialisierte, landete neben ihm. Ihre schwarzen Haare waren zu einem engen Zopf geflochten und hochgesteckt, ihre Kleidung bereits teilweise zerrissen und auch sie wies schon einige Schrammen und Kratzer auf, schien aber noch keine ernsthaften Verletzungen zu haben.
"Wer bist du? Wo ist Silver?"
Silver musste der Jäger sein, den Kirito zurückgelassen hatte.
"Einer der Bäume hat ihn zu sehr verletzt. Er wird mit in die Transporter gebracht. Wir brauchen noch 5 Minuten, dann ist das Krankenhaus evakuiert!"
"5 Min.. AH! Vorsicht!"
Nur knapp konnten die zwei einer Steinsalve ausweichen, die der Riese geworfen hatte. Der andere Jäger landete jetzt auf der anderen Seite von Kirito.
"Bist du ein Jäger?", rief er ihm zu.
Kirito nickte.
"Ja, Kirigaya Kazuto! Ich bin hier, um euch zu unterstützen!"
Der Mann lachte kurz ironisch.
"Na dann willkommen! Wir können jede Hilfe brauchen, die wir bekommen können! Nenn mich Blue, die Magierin ist Red! Ganz einfach wie unsere Outfits!"
Damit sprintete der Mann wieder los. Mit seinem langen Speer voraus versuchte er die Füße des Riesens zu attackieren. Seine blaue Rüstung schien noch erstaunlich intakt, wenn auch sehr verschmutzt. Seine Speerspitze hinterließ nur wenige Kratzer und immer wieder musste Blue Angriffe abbrechen, um selbst auszuweichen. Beide, Red und Blue, atmeten schwer und schienen am Ende ihrer Kräfte.
Tief atmete Kirito ein, fasste das geliehen Schwert fest in der rechten Hand und führte den Arm nach hinten. Die ungewöhnliche Pose, die er sich nur wegen SAO angewöhnt hatte, fühlte sich selbst in diesem Körper beinahe natürlich an.
Es war nicht das erste Mal, dass er gegen ein Monster dieser Größe kämpfte. Der Plan der anderen war an sich gut - die Beine angreifen, bis der Riesen zu Boden fiel und ihn dann niederzustrecken. Kirito würde sie unterstützen.
Mit voller Kraft stieß sich der Schwarzhaarige vom Boden ab und schoss wie ein Pfeil auf die Knöchel des Riesens zu. Das war die größte Schwachstelle. Er musste dem Fuß, der nach ihm trat, nicht einmal ausweichen, da der Riese zu langsam und schwerfällig war.
In einem Sekundenbruchteil hatte er Blue erreicht und überholt, welcher ihm nur verblüfft hinterher starrte. Mit geübten Bewegungen schwang Kirito das Schwert in einem Halbmond, bemüht so viel Kraft wie möglich in den Hieb zu setzen, und attackierte erst den einen, dann den anderen Knöchel.
Der Riese brüllte erschrocken auf und taumelte.
Es funktionierte!
Um seinen Vorteil nicht zu verlieren, ging Kirito direkt in einen zweiten Angriff über, stieß sich diesmal vom Boden nach oben hin ab und versuchte, den Beinen im Gesamten so viel Schaden wie möglich zuzufügen.
Der Riese brüllte erneut vor Schmerz und fiel auf die Knie.
Blue jubelte hinter ihm.
"Nicht aufhören", schrie Red und beschwor einen kleinen Flammenwirbel, mit dem sie auf den Kopf des Riesens zielte. Dieser schüttelte sich und schlug wütend mit der Hand nach Red.
"Red!", rief Blue besorgt, die Augen halb auf dem Riesen und halb bei seiner Kollegin.
"Das Feuer wirkt kaum! Es ist nicht heiß genug", rief diese eindeutig frustriert zurück.
"Egal! Es lenkt den Riesen ab!", antwortete Kirito. "Kannst du das noch einmal machen? Ich brauche eine Sekunde, um dicht genug an ihn heran zu kommen!"
Red nickte, wich erneut dem Riesen aus. Der zweite Riese hatte sie inzwischen erreicht und Kirito wurde klar, dass sie keine Zeit verlieren durften. Sie mussten den ersten erledigen! Sofort!
Blue griff den Riesen jetzt an in dem Versuch, die Aufmerksamkeit von Red zu lenken, die sich in eine günstige Angriffsposition bringen wollte und schon den Zauberspruch für den nächsten Flammenwirbel murmelte. Kirito beobachtete den Riesen und rannte ebenfalls um ihn herum, sodass er fast vor ihm stand.
In dem Moment, in dem Red ihren Flammenwirbel feuerte und der Riese den Kopf zu Seite drehte, schoss Kirito nach oben, sprang über die Beine und den Bauch des Riesens so schnell es ging nach oben und schlitzte mit einem Hieb die jetzt ungeschützte Kehle des Riesens auf.
Mit einem feuchten Gurgeln fiel der Riese fast augenblicklich zur Seite.
Der zweite Riese brüllte verärgert.
"Verdammt! Verdammt! Wahnsinn!" schrie Blue, sichtlich aufgeregt und erfreut. "Du hast ihn erledigt!"
Kirito stieß sich von dem jetzt toten Riesen ab und landete neben dem Jäger.
"Ja, aber einer ist noch übrig."
Beide Köpfe wandten sich zum zweiten Riesen, der sie jetzt eindeutig als Gefahr betrachtete und sein Keule hob, eine Waffe, die erste erste Riese nicht einmal besessen hatte. Hieß das, dass dieser Riese stärker war?
Ein Blick auf seine Status-Informationen verrieten Kirito, dass er noch fast alle seine LPs hatte und seine Erschöpfung gering war.
Außerdem war er um ein Level gestiegen?
"Könnt ihr noch?" fragte er Blue, welcher sich inzwischen mit seinem Speer stützen musste. Red kam vom aufgewirbelten Staub hustend ebenfalls zu ihnen. Sie humpelte.
"Können? Wir müssen, würde ich sagen..."
Doch Red schüttelte den Kopf.
"Das war mein letzter Zauber. Ich habe keine Energie mehr. Ich würde euch nur noch im Weg stehen"
Man sah wie sehr es ihr weh tat, dies zuzugeben.
Kirito nickte verstehend.
"Zieht euch am besten zurück. Ich hab jetzt ein ungefähres Gefühl für den Kampf bekommen. Um den zweiten Riesen kann ich mich auch alleine kümmern."
"Was?!"
Fassungslos starrten Red und Blue in an. Doch Kirito lächelte nur beruhigend.
Der Kampf gegen den ersten Riesen hatte ihm seine eigene Stärke gezeigt - aber noch nicht seine Grenzen. Er war optimistisch, es mit dem zweiten Riesen alleine aufnehmen zu können.
Der zweite Riese hatte sie inzwischen erreicht und holte mit seiner Keule gerade zum Schlag aus.
"Bringt euch in Sicherheit!", rief Kirito Blue und Red noch zu, dann sprintete er los und wich der Keule des Riesen aus. Der Aufprall der Keule auf dem Fußweg sorgte für eine gewaltige Erschütterung. Betonplatten splitterte und brachen und Unmengen an Staub wurden aufgewirbelt.
Der Staub bot Kirito einen guten Sichtschutz und er nutzte ihn, um schnell die Richtung zu wechseln und den Riesen, der mit einem Angriff von vorne gerechnet hatte, halb zu umrunden und von schräg hinten anzugreifen. Fußgelenke und Waden wurden bei diesem Riesen jedoch von einer Art Rüstung geschützt und ein metallenes Knirschen zeigte Kirito schnell, dass sein Schwert dem nicht gewachsen war. Funken sprühten beim Versuch, das Schwert durch die Rüstung zu treiben und den Riesen zu verletzen.
"Verdammt!", fluchte Kirito leise und wich gerade so einem zweiten Schlag der Keule aus. Der Riese hatte sich jetzt zu ihm umgedreht mit dem eindeutigen Ziel, Kirito den Gar aus zu machen.
'Oje, du bist definitiv stärker und besser ausgerüstet als dein Vorgänger', schoss es dem Schwarzhaarigen durch den Kopf. Wo hatte dieses Monster nur seine Schwachstelle?
Während der Riese eine Rüstung für Arme, Beine und Oberkörper hatte, so trug er dennoch keinen Helm. Seine Kehle wurde etwas durch seinen hohen Brustpanzer geschützt, müsste jedoch von oben erreichbar sein, wenn der Gigant sein Kinn hob. Leider war Kirito zu klein und der Riese sah immer nach unten.
"Ich muss nach oben kommen. Hier unten kann ich nichts ausrichten", murmelte Kirito zu sich selbst. Aus dem Augenwinkel sah er einen der Füße gefährlich nah kommen und warf sich gerade noch rechtzeitig zu Seite. Dann blickte er nach oben.
"Okay, Zeit die Flugfunktion zu testen!"
Mit einem kleinen Anlauf sprang er auf ein umgestürztes Auto, von dort auf ein Vordach, einen Fenstersims in der dritten Etage und einen weiteren in der fünften Etage. Dann aktivierte er die Flugfunktion und spürte plötzlich die zwei Feenflügel, deren Umgang er mühevoll in Alfheim Online hatte lernen müssen.
Und mit den Flügeln gewann er das Gefühl von Freiheit, welches er dort immer verspürt hatte. Ein kurzes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, dann jedoch wurde er sofort wieder ernst und beschleunigte sofort auf höchste Geschwindigkeit. Damit katapultierte er sich direkt auf den Kopf des Riesens zu, der erschrocken mit der anderen Hand nach ihm fuchtelte.
"Ahh", nur knapp wich Kirito der gewaltigen Pranke aus, wurde jedoch von ihr an der Schulter gestreift und durch die Luft gewirbelt. Er rotierte einige Male unkontrolliert um seine eigene Achse, bis er wieder genug Stabilität in der Luft gewann, um seinen Flug zu kontrollieren. Seine Schulter pulsierte stark vor Schmerz, schien aber glücklicherweise in ihrer Bewegung nicht eingeschränkt zu sein.
Ein paar Flügelschläge später hatte er endlich sein Ziel erreicht und rammte dem Riesen sein Schwert direkt ins Auge.
Mit einem Heulen schlug der Riese mit seiner Pranke nach Kirito, stolperte einen Schritt zurück und warf in dem Versuch, dem Schmerz zu entkommen, seinen Kopf nach hinten. Das hatte Kirito gehofft. Ohne eine Sekunde zu verschwenden zog er seine Schwert wieder aus dem Auge heraus - von dem Geräusch würde er später Albträume bekommen - sprang schnell weg, um der Hand auszuweichen und stürzte sich im Sturzflug nach unten auf die jetzt offen gelegte Kehle des Riesens. Dieser, halbblind und wahnsinnig vor Schmerz, nahm die Gefahr nicht wahr. Keine drei Sekunden später hatte Kirito auch dessen Kehle durchtrennt.
Durch den Brustpanzer konnte er diesmal jedoch nicht nach unten flüchten sondern musste wieder nach oben weg. Dadurch bekam er diesmal eine volle Ladung Blut bei seinem Rückzug ab.
"Argh", fluchte er und wischte seine Augen frei.
Der Riese stürzte gurgelnd zu Boden und blieb reglos dort liegen.
Kirito verharrte noch einige Augenblicke in der Luft über ihm und beobachtete scharf, ob er noch etwas zucken sah, doch der Riese schien wirklich tot zu sein.
"Mist. Es war wirklich schön, als Monster weder Blut hatten noch Leichen zurückließen und sich einfach in Staub zerfielen, wenn sie besiegt wurden. So eine Sauerei..."
Etwas angewidert versuchte Kirito, sich das Blut von Gesicht und Armen zu wischen, machte es aber vermutlich nur noch schlimmer. Langsam beruhigte sich sein Atem und sein Puls wieder und er verlor an Höhe, bis er schließlich sanft auf dem Boden neben der Leiche des Riesens landete.
Neben ihm leuchtete sein MP-Wert rot auf und wies ihn darauf hin, dass er nicht viel länger hätte Fliegen können. Dabei hatte er sich kaum zwanzig Sekunden in der Luft befunden... Das musste er dringend ändern. Gleichzeitig bekam er den Hinweis, dass er erneut im Level gestiegen war, diesmal sogar bis auf Level 125!
Und er bekam Punkte. Sehr gut, die konnte er direkt in Magie investieren.

Zufrieden und mit einem Lächeln auf den Lippen schwang Kirito sein Schwert im Halbkreis nach hinten und lies es los, um es wegzustecken.
Klappernd fiel es zu Boden.
…Verdammt, das hier war weder SAO noch die Unterwelt. Und er hatte nicht einmal eine Schwerthülle. Wie peinlich...


Bis zum nächsten Mal,
                                eure achat
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