Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Schwerter des Monarchen

von achat
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
01.02.2021
15.03.2021
5
12.962
7
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.02.2021 2.966
 

Hallo Zusammen,

es freut mich, das sich ein paar Leser gefunden haben, die ich mit dem etwas ungewöhlichen Crossover interessieren konnte.
Da ich Solo Leveling (sowohl die Novel als auch den Manga) nur im Englischen gelesen habe, werde ich gewisse Dinge auf meine Art ins Deutsche übersetzen. Ich weiß nicht, wie die Begriffe in den offiziellen Übersetzungen lauten. Falls sie jemand kennt, kann er sie mir aber gerne mitteilen =)
Das gleiche gilt übrigens für SAO...

Und jetzt viel Spaß mit den zweiten Kapitel!


2. Kapitel


Ausdruckslos starrte Kirito aus dem Fenster. Der Aufenthalt im Krankenhaus erwies sich als unerwartet geschäftig. Während er als Patient eigentlich nichts tun sollte, außer sich zu erholen, nutzte er jede freie Minute, um die Erinnerungen des anderen Kirigaya Kazutos zu sortieren. Da sich diese Welt in einigen Punkten sehr entscheidend von seiner eigenen unterschied, war es wichtig, dass er diese Differenzen fand und verinnerlichte, um  nicht durch falsche Äußerungen aufzufallen.
Der größte Unterschied zwischen ihren Dimensionen bestand wohl in dem vor 10 Jahren plötzlichen erscheinen der Portale, welche Zugang zu scheinbar fremden Welten gewährten. Zusammen mit dem Auftauchen der Portale erwachte in einigen Menschen plötzlich übernatürliche Fähigkeiten. Diese konnten unterschiedliche Formen annehmen, ließen sich jedoch inzwischen alle Kategorisieren. Jeder konnte plötzlich solche Fähigkeiten bekommen. Den Prozess nannte man „Erwachen“ und die Person wurde hinterher als „Jäger“ bezeichnet.
Das ganze erinnerte Kirito an die vielen MMORPGs die er schon gespielt hatte. Jäger konnten als Magier, Assassine, Beast-Menschen, Beschwörer und viele weiterer Klassen erwachen, ganz wie in üblichen Videospielen.
Der entscheidende Unterschied zu einem Spiel war, dass ein Jäger nach seinem Erwachen nicht mehr stärker werden würde. Man musste sich nach Erwachen beim Jäger-Verband registrieren, um eine Lizenz als Jäger zu erhalten. Dort wurde auch die Stärke gemessen, die man als Jäger besaß. Je nach Ergebnis wurde man einem Rang zugeteilt. Dabei war E der schwächste und A der stärkste Rang. Darüber gab es noch die besonders außergewöhnlich starken Talente, die dem S-Rang angehörten. Diese waren äußerst selten und ein jedes Land war auf jeden einzelnen Jäger vom Rang S stolz. Es herrschte ein richtiger Wettkampf darum, wer die meisten S-Rang-Jäger vorweisen konnte.
Darüber schien es noch die National-Level-Jäger zu geben, die die Rechte eines Landes besaßen und damit nahezu unantastbar waren. Davon gab es weltweit nur eine Handvoll.
Ein Jäger konnte nach dem Erwachen nicht mehr stärker werden. Es schien keine Möglichkeit zu geben, seine Fähigkeiten auszuweiten und zu trainieren. Sehr selten gab es das sogenannte Wiedererwachen, bei dem ein Jäger ein zweites Mal erwachte und dabei oft im Rang aufstieg. Aber dieses Phänomen trat äußerst selten auf und die Ursache dafür war unbekannt.
Kirito seufzte. Im Endeffekt bedeutete dies, dass das Leben und der Erfolg eines Jägers im Moment seines Erwachens festgelegt wurde. Ein sehr unfaires Prinzip.
Jäger waren dabei sehr notwendig, denn sie mussten die Portale betreten, welche ebenfalls nach dem gleichen Prinzip in die Level S bis E aufgeteilt wurden. Denn in diesen Portalen gab es Monster, die getötet werden mussten. Erst, wenn der Boss – das stärkste Monster – besiegt wurde, verschwand ein Portal eine Stunde nach dem Sieg. Sollte ein Boss nicht besiegt werden, würde das Portal nach 10 Tagen zerbrechen und alle Monster innerhalb des Portals würden in die reale Welt strömen und rücksichtslos zerstören und töten, was ihnen in den Weg kam. Solche zerbrochenen Portale entsprachen immer kleinen bis größeren Naturkatastrophen und forderten neben hohen wirtschaftlichen Schäden oft viele Menschenleben.
Daher waren Jäger auch so wichtig.
Noch immer hatte Kirito nicht alles verstanden und nicht alle Erinnerungen Kirigaya Kazutos verarbeiten können, da er dauernd von Krankenschwestern unterbrochen wurde, die seinen Zustand kontrollierten. Zusätzlich wurde er einmal am Tag von einem Psychologen besucht, den er davon überzeugen musste, dass er nicht mehr suizidgefährdet war.
Die Begründung, dass er mit seinem Erwachen als Jäger neuen Lebensmut geschöpft hatte, kam ihm dabei gerade Recht. Damit hatte er nämlich eine Aussicht auf ein deutlich besseres Leben, als es Kirigaya Kazuto bisher gelebt hatte.
Als Jäger, wenn man nicht gerade vom E-Rang war, konnte man ganz gut Geld verdienen.
Innerhalb der Portale gab es sogenannte magische Kristalle, welche eine hohe Energiedichte besaßen und inzwischen weltweit für allerlei Dinge benötigt wurden. Man konnte sie gut abbauen und verkaufen. Weiterhin besaßen Monster Energiekerne, welche man erhielt, wenn man ein Monster tötete. Auch diese ließen sich für gutes Geld verkaufen. Ein Jäger, wenn er nicht zu schwach war, hatte also ein gutes Einkommen.
Der Psychologe ließ sich von Kiritos Lebensmut glücklicherweise überzeugen. Und so wurde er, nach gerade einmal vier Tagen Aufenthalt im Krankenhaus, endlich entlassen.
Aktuell wartete er nur auf Hanekawa, die versprochen hatte, ihn abzuholen und zu seiner Wohnung zu bringen.
Ein Klopfen ließ ihn aufhorchen.
„Herein?“
Ein dunkler Schopf erschien in der Tür.
„Hallo Kazuto! Bist du schon fertig? Das ist gut!“
Kirito lächelte und erhob sich vom Bett, auf dem er bis eben noch gesessen hatte.
„Wie geht es dir? Bist du sicher, dass du schon wieder fit ist?“ Etwas besorgt musterte Hanekawa ihn. „Ich weiß, dass die Ärzte gesagt haben, dass du okay bist und auch nicht mit Spätfolgen oder Langzeitschäden zu rechnen ist, trotz der hohen Dosis an.. naja… aber… irgendwie denke ich trotzdem, dass es eigentlich besser wäre, deinen Gesundheitszustand noch etwas zu beobachten...“
„Es geht mir wirklich wieder gut“, versuchte Kirito sie zu beruhigen und drückte sachte aber bestimmen die Hand weg, die Hanekawa auf seine Stirn gelegt hatte.
Er selbst dachte sich auch, dass das Krankenhaus ihn verdächtig schnell entließ, vermutetet aber, dass das etwas mit dem S-Klasse-Portal zu tun hatte, welches vor wenigen Tagen über Tokio aufgetaucht war.
Wie ein riesiger Strudel schien es über dem Zentrum der Stadt zu schweben, bedrohlich und furchteinflößend. Die Medien berichteten seit seinem Erscheinen von nichts anderem mehr. S-Klasse-Portale waren die gefährlichsten von allen, am schwierigsten zu lösen und wenn sie brachen, konnten sie ganze Landstriche vernichten. Hier in Tokio war das Ausmaß der Verwüstung nicht im entferntesten zu erahnen, dass ein zerbrochenes S-Klasse-Portal hinterlassen würde.
Hanekawa hatte sich in den letzten Tagen bemüht, ihn regelmäßig zu besuchen, doch sie wurde voll und ganz von ihrer Gilde und dem japanischen Jäger-Verband eingespannt.
Auf Grund der herben Verluste der JeJu-Island-Raid hatte Japan aktuell nicht die notwendige Anzahl an S-Klasse-Jägern, um das Portal selbst zu schließen. Hilferufe ins Ausland blieben Großteils unbeantwortet oder wurden abgewiesen. Momentan fanden Verhandlungen mit einem Yuri Orloff, einem Jäger nationalen Levels statt, der vielleicht zumindest die Zerstörung, wenn das Portal aufbrechen würde, auf ein Minimum begrenzen könnte.
Besorgt blicke Kirito zu dem gewaltigen Portal hinauf. Man konnte es von fast jedem Ort in Tokio sehen. Menschen, die Familie oder Freunde außerhalb der Stadt hatten, waren bereits zu diesen gefahren, um dort unterzukommen. Das Zentrum der Stadt hatte man bereits evakuiert. Der weitere Bereich, in dem auch Kiritos Wohnung lag, bisher noch nicht. Japan hatte gar nicht die Kapazität, den Großraum Tokio zu evakuieren.
Doch stirnrunzelnd fragte sich der ehemalige SAO-Spieler, ob der Plan Orloffs aufgehen würde. Die Spezialität des Jägers lag im Errichten von magischen Barrieren, die von Monstern nicht durchdrungen werden konnten. Dafür brauchte er allerdings magische Kristalle.
Kirito spürte die Macht, die von dem Portal ausging und es fiel im schwer zu glauben, dass eine Barriere, selbst wenn sie energetisch von Tonnen an magischen Kristallen versorgt wurde, dieser Macht standhalten würde.
Nachdenklich betrachtete Kirito seine Handfläche. Es kribbelte ihm in den Fingerspitzen. Er spürte, dass er die Kraft, die er zuletzt in der Unterwelt besaß, auch hier übernommen hatte. Dies hatte wohl zu seinem Erwachen als Jäger geführt.
Aber auf Grund der aktuellen Krise waren alle Rang-Bewertungen neuer und bestehender Jäger eingestellt worden. Alle Mitarbeiter des Jäger-Verbands arbeiteten momentan in der Krisenbewältigung. Dadurch hatte Kirito seinen Rang noch nicht bewerten lassen können und konnte nicht einschätzen, wo er in dieser Welt seine Stärke einzuordnen war.
„Komm, ich bin mit dem Auto da und stehe im Halteverbot. Das Auto hat zwar einen Aufkleber des Jäger-Verbands, ich will mein Glück aber nicht überstrapazieren“, trieb Hanekawa Kirito da vorsichtig an. Der  Schwarzhaarige nickte und folgte ihr aus dem Krankenhaus.
Die Fahrt zu seiner Wohnung verging schnell. Da viele Menschen die Stadt bereits verlassen hatten, hatte sich auch der Verkehr etwas beruhigt. Das einzige, was wirklich auffiel, waren die Lastwagen voll beladen mit magischen Kristallen, die auf dem Weg ins Stadtzentrum waren.
„Ich hoffe wirklich, dass das funktioniert“, murmelte Hanekawa, die Kiritos Blick gefolgt war. „Dieser Yuri Orloff treibt unser Land mit seinen Forderungen zwar in den finanziellen Ruin, aber wenn es wenigstens die Bevölkerung rettet, dann ist es das Wert. Wenn doch wenigstens Gojo noch hier wäre… Er hätte uns geholfen, ohne solche exorbitanten Summen an Geld zu verlangen. Aber als nationaler Jäger kann man sich so etwas wohl herausnehmen...“
Kirito verstand sowieso nicht, wie diese Leute hier Menschenleben gegen Geld aufwiegen konnten. Denn nichts anderes passierte hier für ihn. Es gab Jäger da draußen, die die Macht hatten, dieses Portal zu schließen. Doch sie weigerten sich einfach, weil sie keine Lust hatten, ein Problem mit Japan besaßen oder weil sie mehr Geld verlangten, als Japan zahlen konnte. Es war widerlich und widersprach allen ethischen Prinzipien des ehemaligen SAO-Spielers.
Er hatte drei Jahre in einer Welt gelebt, in der alle zusammen arbeiten mussten, um zu überleben und weiterzukommen – Etage für Etage. Und das hatten sie getan, sie hatten, bis auf wenige Ausnahmen, alle zusammengearbeitet. Jeder hatte das getan, was er konnte und seinen Beitrag geleistet, um die Etagen von Aincrad einzunehmen.
Doch hier, in dieser Welt, schienen die Menschen nicht besonders interessiert daran zu sein, sich gegenseitig zu helfen. Warum nicht? War ihnen nicht klar, dass wenn Japan den Monster eines S-Klasse-Portals zum Opfer fiel, diese sich früher oder später auf die ganze Welt ausbreiten würden? Dachten sie, nur weil Japan eine Insel war, dass alle anderen Länder verschont bleiben würden? Wenn man ein Problem ignorierte hatte es die Angewohnheit, größer zu werden. Ein Problem wie dieses, was bereits massiv war, hatte das Potential, unlösbar zu werden.
Kirito konnte über die engstirnige Sichtweise dieser Menschen weder nachvollziehen noch ertragen, doch vorerst würde er wohl damit leben müssen.
„Gleich sind wir da. Ich war so frei und habe deine Wohnung etwas aufgeräumt“, riss ihn da Hanekawa aus seinen Gedanken.
„Oh, das ist wirklich nett von dir!“
Er wollte sich gar nicht vorstellen, was das für eine Arbeit gewesen sein musste. Kirigaya Kazuto hatte sich in den letzten Wochen kaum zum Aufräumen oder Putzen motivieren können. Selbst der Müll hatte sich bereits in der Küchenecke gestapelt. Das er sich unter Schmerzen in der Wohnung gewälzt und mehrfach übergeben hatte, hatte alles nur noch schlimmer gemacht.
Doch als sie die kleine Einraumwohnung betraten roch es frisch und der Boden und die Fenster waren blitze blank, die Küchenzeile war sauber und es stand nichts herum.
Kirito blinzelte verwirrt. In den Erinnerungen Kazutos fand er keinen Moment außer dem Einzug, in dem die Wohnung in einem solch guten Zustand war.
„Wirklich, vielen vielen Dank, Hanekawa“, konnte er sich nur wiederholen und verbeugte sich ungewöhnlich tief.
„Ach. Lass nur, das war doch nichts! Ich musste dabei leider etwas durch deine Sachen gehen, ich hoffe, du bist mir nicht böse“ Sie lächelte unschuldig doch Kirito war klar, dass sie gleichzeitig nach weiteren Vorräten an Pillen oder anderen Dingen gesucht hatte, die er für einen weiteren Suizidversuch nutzen könnte. Er konnte es ihr nicht übel nehmen.
Die Schwarzhaarige sah schon wieder auf die Uhr.
„Es tut mir Leid, aber ich muss wieder zum Jäger-Verband. Wir müssen uns überlegen, wie wir die Jäger am besten in Tokio positionieren und aufteilen im Falle … naja. Nur für den Notfall. Es wird sicher nicht nötig sein...“ sie lächelte verkrampft.
„Keine Sorge, du hast schon mehr als genug für mich gemacht und dafür bin ich dir wirklich dankbar. Wenn es etwas gabt, was ich tun kann, dann zögere bitte nicht, etwas zu sagen.“
Hanekawa nickte.
„Leider können wir aktuell deinen Rang nicht bewerten, doch ich werde dir einen Termin organisieren, sobald sich die Lage wieder stabilisiert hat. Bis dahin bleib tapfer. Und.. wenn du Freunde oder Bekannte außerhalb von Tokio hast, dann“
„Das wird leider nichts“, unterbrach Kirito sie sofort, „außer dir habe ich wohl alle vergrault. Aber ich werde mich von der Gefahrenzone im Zentrum fern halten und ein Auge auf die Geschehnisse haben.“
Hanekawa nickte.
„Und bitte, sollte doch irgendetwas schief gehen, verlasse die Stadt so schnell wie möglich. Ja? Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert...“
Kirito lächelte und versprach, auf sich aufzupassen.
Sie wechselten noch ein paar kurze Worte, doch dann klingelte Hanekawas Handy und sie musste sich auf den Weg machen. Kirito winkte ihr noch nach, dann betrat er seine neue alte Wohnung und sah sich erst einmal um.
Da sie sehr klein und übersichtlich war, Hanekawa hatte sogar für ihn eingekauft und den Kühlschrank mit frischen Zutaten gefüllt, die in diesem Land eher teuer waren, dauerte dies nicht lange. Mit einem Seufzer ließ sich der Schwarzhaarige auf das Bett fallen und starrte an die Decke. Dann warf er einen Seitenblick auf etwas, dass ihm schon seit seinem Erwachen im Krankenhaus im Augenwinkel auffiel.
Er atmete einmal tief durch und wedelte dann kurz mit der linken Hand so, als ob er in SAO sein Menü öffnen wollte. Mit angehaltenem Atem beobachtete er, wie die bekannte Auswahlliste vor ihm erschien.
„Verdammt...“ murmelte er fassungslos.
Wie konnte das sein?
Soweit er wusste, gab es für Jäger keine Menüs, Level oder Items. Doch hier, vor sich, hatte er all dies, ganz genau wie in SAO. War dies auch etwas, dass derart in sein FluctLight eingebrannt war, dass es sich in dieser neuen Welt als Teil seiner Jäger-Kräfte materialisiert hatte?
Nachdenklich  nach vorne gelehnt stützte er seinen Kopf in die Hand und betrachtete die Oberfläche. Ob nur er sie sehen konnte oder auch andere Personen? In MMORPGs sahen die Spieler üblicherweise nur ihre eigenen Menüs und nicht die anderer Spieler. Nach diesem Prinzip war er der einzige, der das hier sehen konnte. Er müsste es morgen mal unauffällig auf der Straße ausprobieren. Aber eines nach dem anderen. Jetzt galt es erst einmal zu prüfen, was seine Wert waren.
Das erste, was ihm ins Auge sprang war sein Level. 123.
Bevor sein Fluctlight in die Unterwelt transferiert wurde lag er etwas darunter. Hatte er dort weitere Level gewonnen? Kam daher die Zahl?
Seine anderen Stats waren ebenfalls leicht über seinem letzten offiziellen Ausflug in ein MMORPG.  Am meisten Punkte hatte er bei Stärke und Agilität, dann kamen Vitalität und Sense. Intelligenz hatte mit Abstand die geringste Punktezahl, da er nie wirklich mit Magie gearbeitet hatte mal abgesehen von den heiligen Schwerttechniken der Unterwelt. Was er hier in dieser Welt wohl mit diesen Stats anfangen konnte?
Seine Fähigkeiten spiegelten ebenfalls alle Techniken wieder, die er im Laufe der Zeit in SAO und allen folgenden Spielen, sowie der Unterwelt, gelernt hatte.
Nanu? Er konnte jetzt in einen sogenannten Elfenmodus wechseln… Stirnrunzelnd las Kirito sich die Beschreibung durch. Oh, das würde MP (Magiepunkte) verbrauchen, erlaubte ihm aber, Elfenflügel zu materialisieren und zu fliegen! Wahrscheinlich so wie damals in Alfheim. Wobei seine geringen Magiepunkte durch die wenige gesammelte Intelligenz dafür sorgten, dass er dies nicht lange nutzen konnte… Schade. Sollte er hier doch Level und Punkte sammeln können, musste er zusehen, dass er in seine Intelligenz investierte, denn Fliegen gab einem immer einen gewaltigen Vorteil.
Und schließlich kam Kirito bei seiner Klasse an, oder besser, seinen Klassen. Er besaß zwei? Das hatte er auch noch nicht gesehen.
Seine erste Klasse war keine große Überraschung: Schwertkämpfer. Etwas anderes wäre bei ihm auch nicht in Frage gekommen, dachte er schmunzelnd.
Doch die zweite Klasse brachte ihn zum Grübeln: Architekt.
Was sollte das sein?
Leider gab es keine Beschreibung dazu und immer, wenn er es auswählen wollte, schien sein Menü zu flimmern und zu flackern, als ob es einen Bug im System gab.
Schulterzuckend schloss Kirito das wieder. Er würde sich später damit auseinander setzen müssen.
Sein Inventar… war traurig leer.
Während er all seine Fähigkeiten mitgenommen hatte, so schien kein einziges Item transferiert worden zu sein. Dafür besaß er ein sehr großes und sehr leeres Inventar, in dem viel Platz war. Ob er..?
Kirito griff sich eine Gabel aus der Besteckschublade und hielt sie zum Inventar. Nichts passiert.
„Haha… das wäre auch komisch. Wie soll ich einen realen Gegenstand hier in ein nicht reales Inventar tun? Das würde wirklich jeglichem physikalischen Gesetzt widersprechen. Wahrscheinlich ist das Inventar nur ein Überbleibsel, dass mir allerdings nichts mehr nützen kann.“
Etwas peinlich berührt und froh, dass ihn niemand beobachtete, wedelte Kirito mit sich selbst redend mit der Gabel herum.
„Es wäre schon komisch wenn ich die Gabel ins Inventar tun… hu?!“
Und plötzlich leuchtete die Gabel kurz auf und verschwand. Im Inventar tauchte der Punkt „Gabel“ auf.
„… was… wie …?“ stotterte Kirito überrascht.
„Gabel?“
Nichts passiert.
Vorsichtig tippte Kirito auf den Punkt Gabel im Inventar. Gleich darauf materialisierte sich diese vor ihm. Erschrocken konnte er sie gerade noch fangen, bevor sie zu Boden fiel.
„Wie habe ich das jetzt gemacht…?“ Der Schwarzhaarige überlegte kurz.
Dann hielt er die Gabel wieder in Richtung Inventar und sagte „Gabel ins Inventar“ und schon leuchtete der Gegenstand wieder auf und verschwand im Inventar.
„Verrückt..“ hauchte Kirito.
Und wahnsinnig praktisch. Das allein war ein gewaltiger Vorteil, den definitiv kein anderer Jäger besaß. Zumindest hatte er nichts vergleichbares in Kazutos Erinnerungen gefunden.
Fast zittrig vor Aufregung strich Kirito sich mit einer Hand durch die Haare, bevor er entschlossen nickte.
„Jetzt muss ich nur noch ein paar vernünftige Schwerter auftreiben.“


Bis zum nächsten Mal,
                               eure achat
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast