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Aus! Und vorbei?

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Het
Kate Beckett Richard Castle
01.02.2021
10.02.2021
4
8.856
4
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
01.02.2021 2.101
 
Huhu Castle Fans!

Wie versprochen bringe ich euch heute eine neue Geschichte. Ein Vierteiler. Ein Beissring wäre sicher nicht schlecht ;-)

Auch wenn ich mich anhöre wie eine gesprungene Platte: Alle DREI TAGE wird gepostet und lest euch den Storykopf durch.

Nun aber an an die geschriebenen Worte - und viel Spaß. Oder so ;-)

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Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Romanze, Drama
Inhalt: Rick versucht vergebens, Kate davon zu überzeugen mit der Suche nach dem Mörder ihrer Mutter aufzuhören. Stattdessen verliert er seine Beratertätigkeit und, viel schlimmer,  ihre Freundschaft. Und für Kate geht der Kampf unverdrossen weiter. Aber wie lange noch?  
Anmerkung 1: Es kommen Szenen aus den Episoden 3x24 / 4x23 vor, aber verändert
Anmerkung 2: Kursiv geschriebenes sind Gedanken / Erinnerungen
Kapitel:  4   Seiten: 10 (Arial 10, schmaler Rand) – Veröffentlichung:  01.02 – 10.02.21
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts.  Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeit zu Lebenden und Toten Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

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Rick saß in seinem Wohnzimmer und dachte nach. Alexis hatte gerade einen Anruf einer Freundin bekommen und war nach oben in ihr Zimmer gegangen. Vorher hatten die beiden aber über Kate und ihre Mutter gesprochen. Alexis hatte gemeint, dass sie sich nicht vorstellen könne, wie es für Kate sein muss. Sie löst Mordfälle und ermöglicht es den Angehörigen damit abzuschließen. Jeden Tag aufs Neue. Nur für sich selbst schafft sie das nicht.

Das Klingeln an der Wohnungstür holte Rick aus seinen Gedanken. Tief im Inneren hoffte er, Kate zu sehen, als er öffnete. Stattdessen stand dort ein Mann, den er noch nie gesehen hatte, ihm aber irgendwie bekannt vorkam.
„Kann ich Ihnen helfen?“, erkundigte er sich höflich.
„Das hoffe ich“, erwiderte der Besucher. „Ich bin Jim Beckett, Kates Vater.“
„Deswegen kamen Sie mir bekannt vor. Kate hat viel Ähnlichkeit mit Ihnen, Mr. Beckett.“ Rick trat beiseite. „Kommen Sie bitte rein.“
„Danke ... und sagen Sie doch Jim.“
„Gerne. Dann bin ich Rick.“

Rick goss beiden ein Glas Wasser ein, dann setzten sie sich.
„Irgendwie habe ich das Gefühl, Sie bereits zu kennen, Rick. Katie hat mir viel Gutes über Sie erzählt.“
Das überraschte Rick. „Wirklich?“
„Ja, wirklich.“
„Wow. Das erstaunt und freut mich gleichermaßen. Ich vermute allerdings, Sie sind nicht hier, um mir das zu erzählen, Jim.“
Kates Vater schüttelte den Kopf. „Nein. Ich weiß, es gibt ein paar neue Hinweise, aber mehr erzählt sie mir nicht. Wie geht Kate mit all dem um?“
Rick sah sein Gegenüber an. „Das wüsste ich selbst gerne. Kate zeigt keine Gefühle. Jedenfalls nicht mir gegenüber. Wenn ich sie frage, bekomme ich immer nur zu hören, ihr würde es gut gehen. Ich sehe, dass es nicht so ist, aber …“
„Ja“, nickte Jim und drehte sein Glas in der Hand. „Ich weiß. Kate war noch nie jemand, der Gefühle zeigen konnte und seit dem Tod ihrer Mum …“ Jim seufzte. „Wie gefährlich ist der Mann, den sie jagt, Rick?“
„Er ist ein Auftragskiller.“
Jim atmete durch. „Und wenn sie ihn findet, heißt es er oder sie. Wie stehen ihre Chancen, diesen Kampf zu gewinnen?“
Rick zuckte mit den Schultern. „Kate ist gut, Jim, sie ist sogar verdammt gut. Aber gegen einen Auftragskiller bedarf es mehr als Können. Sie braucht auch Glück. Einmal hatte sie es. Beim nächsten Mal ...“
Gedankenverloren meinte Jim. „Ich habe schon meine Frau durch diese Sache verloren und wenn jetzt vielleicht noch Kate … Es hat Jahre gedauert und es war hart, aber inzwischen habe ich meinen Frieden damit gemacht.“ Er schaute Rick an, der spürte, dass der Schmerz über den Verlust noch immer präsent war. „Aber Katie hört nicht auf mich. Egal was ich sage, so sehr ich sie darum bitte … sie wird nicht aufgeben, bis jemand sie davon überzeugen kann das ihr Leben mehr wert ist als der Tod ihrer Mum.“
„Das wird schwer", murmelte Rick.
Jim leerte sein Glas und stand auf. „Rick, Sie bedeuten ihr etwas. Das höre ich an ihrer Stimme und sehe es in ihren Augen, wenn Sie mir von Ihnen erzählt. Und wenn ich mich nicht ganz täusche, dann bedeutet sie Ihnen auch etwas.“ Er sah Rick flehentlich an. „Lassen Sie es nicht  zu, dass sie ihr Leben wegwirft.“ Jim wandte sich zum Gehen, Rick wollte aufstehen. „Ich finde selbst hinaus.“
Dann war Rick wieder allein und hatte schon wieder etwas, worüber er nachdenken musste.

~~~~

Rick hatte versucht, Captain Montgomery dazu zu bringen, Kate von dem Fall abzuziehen, doch der meinte nur, dass würde nichts bringen. Der Einzige, der sie davon vielleicht abbringen könnte, wäre er. Rick wusste nicht, ob Jim und Montgomery damit richtig lagen, aber er musste es versuchen. Es gab außer ihm niemand mehr, der es nicht auf die ein oder andere Weise bereits versucht hatte.

Rick atmete tief durch, dann klopfte er an Kates Tür.
Überrascht schaute sie ihren Partner an. „Castle. Was tun Sie denn hier?“
Der Schriftsteller lächelte verhalten. „Darf ich reinkommen?“
„Klar.“ Kate trat beiseite und schloss die Tür, nachdem Rick eingetreten war. „Was gibt es denn?“ Er reagierte nicht.
Kate legte ihre Hand auf seinen Arm. „Castle? Ist was passiert? Mit Martha oder Alexis?“
Rick drehte sich um und schüttelte den Kopf. „Den beiden geht es gut.“
Gott sei Dank  „Was ist dann los?“
Er atmete durch. „Jeder, ausnahmslos jeder, der auf irgendeine Weise mit dem Fall Ihrer Mutter zu tun hatte, ist tot, Kate. Und Sie werden die nächste sein.“
„Deswegen sind Sie hier?“, wollte sie erstaunt wissen. Es war schließlich nicht so, dass ihr das nicht bewusst war. Und es war auch für ihn nichts Neues.
„Nein … ja … ich …“, stotterte Rick und fuhr sich nervös durch die Haare.
Kate zog eine Augenbraue in die Höhe. „Meine Mutter wurde ermordet, Castle! Was soll ich Ihrer Meinung nach denn tun?“
Rick trat einen Schritt auf sie zu und nahm ihre Hände in seine. „Aufhören, Kate. Hören Sie auf! Werfen Sie Ihr Leben nicht weg. Bitte.“ Seine Stimme war ein einziges Flehen.
Kate schaute kurz auf ihre verbundenen Hände, bevor sie ihre wegzog. „Soweit ich mich erinnere, ist es noch immer mein Leben. Und was ich damit mache geht niemanden etwas an.“
Rick seufzte leise und nickte. „Stimmt. Es ist Ihr Leben.“
„Na also, was mischen Sie sich dann ein?“ Kate trat einen Schritt zurück, als ihr auffiel, dass sie noch immer direkt vor Rick stand. Viel zu nah, um klar denken zu können.
Rick blieb stehen, wo er war, obwohl es ihm schwerfiel. „Ich möchte nur, dass Sie sich auch einmal Gedanken über die Menschen machen, die Sie lieben, Kate.“
„Kommen Sie mir nicht auf diese Tour!“, fuhr Kate ihn an, doch Rick tat, als hätte er sie gar nicht gehört und sprach einfach weiter.
„Ihren Vater zum Beispiel. Wollen Sie es ihm wirklich antun, auch noch Sie zu verlieren? Meinen Sie, das würde er verkraften?“
Nein „Warum lassen Sie mich nicht endlich in Ruhe?“ Demonstrativ drehte sie ihm den Rücken zu.
Rick atmete durch und ging nun doch zu ihr. Sanft legte er eine Hand auf ihre Schulter. Ein Zittern ging durch ihren Körper, aber sie bewegte sich nicht. „Das kann ich nicht. Ich liebe dich Kate. Ich würde alles für dich tun.“
Kate schloss für einen Moment die Augen. Sammelte sich. Dann drehte sie sich um, kühl blickte sie ihn an. „Tatsächlich? Dann lassen Sie mich in Ruhe. Mehr will ich gar nicht. Verschwinden Sie aus meinem Leben.“
Rick zuckte zusammen als hätte sie ihn geschlagen und so fühlte er sich auch.  „Was habe ich dir getan?“
„Ach, das muss ich Ihnen auch noch erklären?“ Kate verschränkte die Arme vor der Brust. „Erst haben Sie sich in meinem Job breit gemacht, ohne mich zu fragen. Dann drängelten Sie sich in mein Leben und haben darin rumgeschnüffelt, ohne Rücksicht auf meine Privatsphäre. Ebenfalls ohne mich zu fragen.“ Sie holte Luft. „Sie waren es doch, der mich wieder dazu gebracht hat, dem Fall meiner Mum nachzugehen. Obwohl ich es nicht wollte. Und nun verlangen Sie allen Ernstes von mir aufzuhören? Es ehrt Sie, dass Sie mich beschützen wollen. Aber ich will diesen Schutz nicht! Ich wollte ihn nie. Vor allem aber hatten Sie nicht das Recht, diesen Deal über mein Leben abzuschließen. Meines, Castle!“
Rick ließ die Schultern hängen und nickte traurig. „Ja, ich habe Fehler gemacht, aber ich hätte niemals gedacht, dass du mich deshalb so hassen würdest.“
Kate schüttelte den Kopf. „Ich hasse Sie nicht, Castle. Dafür müsste ich irgendwelche Gefühle für Sie haben. Sie sind mir einfach gleichgültig.“
Den Schmerz in Rick Augen ignorierte Kate, obwohl es sie innerlich zerriss.
Rick schüttelte den Kopf. „Das glaube ich dir nicht, Kate. Aber ich habe jetzt begriffen, dass unsere Zeit vorbei ist und ich daher wirklich lieber gehen sollte. Es tut mir leid Kate. Bitte glaube mir das. Ich wollte dir nie wehtun, sondern einfach nur bei dir sein.“ Um zur Tür zu gelangen, musst er an Kate vorbei.  Rick überlegte kurz, beugte sich vor  und gab ihr einen Kuss. Sie war viel zu überrascht, um den Kopf wegzudrehen. Und sie wollte es auch nicht. „Leb wohl Kate und pass bitte auf dich auf. So gut es irgendwie geht.“
Die Tür fiel ins Schloss. Er war fort. Kate atmete durch. Nun war alles vorbei.

Wie betäubt verließ Rick das Haus und stieg in seinen Wagen. Er startete den Motor und fuhr los. Ziellos durch die Stadt. Er fühlte sich wie betäubt. Drei Jahre gemeinsame Arbeit. Drei Jahre Freundschaft. Dachte er jedenfalls. Und mit ein paar Sätzen hatte Kate alles zerstört.
Er musste mit Jim sprechen, aber nicht heute. Dazu war er zu aufgewühlt. Rick orientierte sich, wo er eigentlich bei seiner planlosen Fahrt gelandet war und schüttelte den Kopf. Er war gerade in die Straße zum Department eingebogen.
„War ja klar. Nun, damit ist es jetzt auch vorbei.“ Er wendete und fuhr nach Hause. Gott sei Dank waren Martha und Alexis für einige Tage in die Hamptons gefahren. Jetzt mit ihnen sprechen zu müssen, würde er nicht schaffen. Jedenfalls nicht, ohne in Tränen auszubrechen und weinen wollte er lieber allein.

~~~~

Am nächsten Tag suchte Rick die Visitenkarte, die Jim im gegeben hatte und fuhr anschließend zu ihm. Er wäre froh gewesen, das nicht tun zu müssen, aber Kates Vater sollte wissen, dass er es versucht hatte.

„Sie waren auch erfolglos“, meinte Jim, nachdem er die Tür geöffnet und Ricks Gesicht gesehen hatte.
„Ich habe es versucht, Jim. Das müssen Sie mir glauben. Alle Register habe ich gezogen, ihr sogar meine Liebe gestanden.“ Er sah Jim direkt an. „Das habe ich nicht einfach nur so daher gesagt. Ich liebe Ihre Tochter wirklich, Jim.  Sehr.“
Jim nickte. Das hatte er sich schon gedacht. „Es hat Katie nicht interessiert, oder?“
„Nein. Sie hat mich rausgeschmissen und gesagt, ich sei ihr gleichgültig. Ich weiß, dass das nicht wahr ist, doch es  ändert nichts an der Situation. Es tut mir leid, Jim, ich werde mich komplett zurückziehen. Das ist das, was Kate will. Und unter den Voraussetzungen wäre eine gute Zusammenarbeit eh nicht mehr möglich.“ Rick seufzte und fuhr sich mit der Hand durch sein Haar. „Ich kann nichts mehr für Kate tun. Sie will  meine Hilfe nicht, so weh es mir auch tut. Also bleibt mir nur der Rückzug.“
„Es gibt nichts, wofür Sie sich entschuldigen müssen, Rick“, erwiderte Jim verständnisvoll. „Sie treffen die richtige Entscheidung, denn auch Ihr Leben würde dadurch in Gefahr geraten. Sie haben Familie, die geht vor. Ich danke Ihnen Rick.“
Überrascht schaute der Schriftsteller Kates Vater an. „Wofür? Ich habe doch nichts erreicht.“
„Aber Sie haben es versucht. Und Sie waren für Kate da. Immer. Durch Sie hat meine Tochter ein Stück Lebensfreude wiedergewonnen, das weiß ich. Auch wenn Kate das sicher nicht zugeben würde. Vor allem jetzt nicht. Sie kann nicht aufgeben. Konnte sie noch nie. Kate wird diesen Kampf verlieren, das weiß ich. Und sie weiß es auch.“
Rick stand auf, Jim ebenfalls. „Ich werde Kate nicht vergessen, Jim. Das kann ich gar nicht. Aber ich werde es trotzdem versuchen.“
Jim lächelte. „Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.“
Der Vater vom Kate begleitete Rick zur Tür, die beiden Männer umarmten sich kurz, dann ging Rick.

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Kaum hat die Geschichte begonnen, müsst ihr euch schon ärgern ;-) Das Leben ist hart. Ihr seid härter!
Ich hoffe natürlich, euch hat es dennoch gefallen und ihr werdet weiterhin dabei sein.

Bis zu den Reviews - und dem neuen Kapitel in drei Tagen.
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