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GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Embry Call Jacob Black Jared OC (Own Character) Paul Sam Uley
31.01.2021
23.02.2021
4
5.562
2
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23.02.2021 1.254
 
Kapitel 3


Ich stand unter der Dusche und ließ mir das heiße Wasser über den Kopf laufen. Der Dunst hatte sich bereits im gesamten Badezimmer verteilt. Meine Gliedmaßen hatten sich soweit wieder aufgewärmt, dass ich mich normal bewegen konnte, ohne dass die Kälte schmerzte oder die Gelenke protestierten.
Dieses Aufeinandertreffen war so merkwürdig. Ich stand nackt unter der Dusche von wildfremden Leuten, das hätte ich mein Lebtag niemals freiwillig entschieden. Aber immerhin hatte Paul sein Versprechen gehalten und hat mir nichts angetan. Er hat mich sogar - ohne auch nur einmal zu murren oder abzusetzen – durch den Wald getragen. Dabei fiel mir auf, wie unfassbar warm er war. Konnte aber auch daran liegen, dass der Regen sehr kalt war oder dass ich generell eine Frostbeule war. Da war es ja nur praktisch, dass ich nun in Washington State lebte, in einem Ort mit der höchsten Niederschlagswahrscheinlichkeit.
Als die Jungs einfach ohne zu Klopfen in die kleine Hütte stapften, wurde ich nervös. So ein unhöfliches Verhalten war mir unangenehm, egal ob diese Leute befreundet waren oder nicht. Und dann sah ich wohl die schönste Frau, die ich je gesehen habe. Ihr schwarzes langes Haar glänzte, wie aus einer Shampoowerbung und ihre braunen Augen blickten uns warm entgegen, dass ich die Liebe schon in meinem Inneren spürte. Sie lächelte offen und auch die drei Narben auf ihrer einen Gesichtshälfte tat ihrer Schönheit keinen Abbruch. Sie kam aus der Küche gehuscht, als die Jungs durch die Tür trampelten, und blieb stehen, als sie mich auf Pauls Rücken sah.
„Tut mir leid, dass ich hier unangemeldet auftauche, aber ich wurde dazu gezwungen mitzukommen. Ich bin Celia und neu in La Push, hi“, meine Zähne fingen an zu klappern und ließen meine Vorstellung erbärmlich wirken. Doch die Frau lächelte nur noch freundlicher: „Hallo Celia, das macht doch nichts, du bist auch vollkommen durchnässt. Ich bin Emily. Komm mit, ich zeige dir das Bad und dann kannst du erstmal duschen, bevor du noch krank wirst. Ich lege dir Sachen von mir raus, die dürften dir etwa passen, wobei die wohl etwas zu groß sein werden, aber besser als zu klein.“ Mir fiel die Kinnlade herunter bei so viel Freundlichkeit und bemerkte gar nicht, wie Paul mich vorsichtig wieder runterließ. Meine Beine waren so eingefroren, dass ich den Boden nicht mal wirklich spürte und meine Kniee einknickten. Paul hielt mich sofort fest. „Ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte er mich. Hörte ich da etwa Besorgnis in seiner Stimme. Ich nickte nur. Ich wusste es selbst nicht, ob alles in Ordnung war. Es war alles so.. viel. So viel Sorge, so viel Freundschaft und das mi einer Selbstverständlichkeit, als ob diese Leute immer wildfremde Menschen aufnehmen und bei sich duschen lassen. Verrückter Ort hier.

Ich strich über den beschlagenen Spiegel und betrachte mich. Ich sah aus wie ein Häufchen Elend. Das Handtuch um mich geschlungen, die dunklen Locken noch feucht und mein – für meine Verhältnisse – blasses Gesicht. Ich hatte ziemlich dunkle Augenringe, die meine schlaflosen Nächte bezeugten und meine dunklen Augen starrten mir stumpf entgegen. Ich seufzte, als ich anfing mich abzutrocknen und Emilys Kleidung anzuziehen. Die dunkle Leggings flatterte um meine dünnen Beine und ich wirkte verloren in dem grauen Pullover. Ich schlang die Arme um mich. Ich fror. Ich hatte zwar heiß geduscht und in dem kleinen Badezimmer waren es gefühlte 40° Celsius, doch meine Kälte kam von innen. Es machte mich traurig diese Gruppe an Menschen zu sehen. Man konnte diese Verbundenheit fast selbst spüren. Sie wirkten wie eine große Familie. Familie. Ich musste spöttisch grinsen. Als wenn ich wüsste, was eine Familie ausmacht.

„..die Eine. Ich weiß es, ich spüre es. Mein Herz schlägt nur noch für sie. Und habt ihr gesehen wie wunderschön sie ist? Ich möchte sie lächeln sehen. Und ich möchte der Grund sein, warum sie lächelt.“, hörte ich Pauls Stimme, als ich am Treppenabsatz stand. Seine Stimme würde ich unter tausenden erkennen. Mir wurde bisschen warm, wenn ich sie hörte. Total verrückt, ich weiß, immerhin kannte ich diesen jungen Mann überhaupt nicht.
Ich traute mich nicht runter. Ich wollte die Gruppe nicht stören und das Gespräch unterbrechen. Immerhin wäre ich ohne Paul überhaupt nicht in diesem Haus.
„Dass wir das noch erleben dürfen. Ich dachte immer, dass deine Zukünftige erst noch gebacken werden muss. Und jetzt ist er wie ein zahmes Hündchen, dabei redet sie nicht mal drei Wörter mit dir!“, hörte ich jemanden lachen. Ich hörte ein Knurren. „Junge, willst du mich verarschen, was soll das denn heißen? Außerdem, hast du sie mal angesehen? Sie ist wie für mich erschaffen, sie ist perfekt!“, hörte ich Paul geradezu brüllen. Er schien wirklich sauer. Über wen redeten die? Ich ging eine Trepppenstufe nach unten und in diesem Moment kehrte Stille ein. Ich ging die restliche Treppe runter und als ich unten ankam, streckte Paul seinen Kopf aus der Wohnzimmertür. Als er mich sah, fing er an zu lächeln. Er war wohl doch nicht sauer, da hatte ich mich wohl verhört.
„Hey, da bist du ja, ich dachte schon, dass du unter der Dusche eingeschlafen wärst“, meinte er leise. Er musterte mich von oben bis unten, was mir sehr unangenehm war. Ich verschränkte meine Arme vor dem Bauch und zog meine Schultern unbewusst nach oben. Als ob ich mich vor dem Riesen mit den aufmerksamen Augen vertsecken könnte. Ihm schien nichts an mir zu entgehen. Ich fühlte mich mit einem Male noch viel kleiner. Wie hat sich David erst vor Goliath gefühlt?
Er erwartete ja noch eine Antwort von mr, ich wusste aber nicht was ich sagen sollte, also zuckte ich nur mit den Schultern. Als ob Emily meine Hilflosigkeit spüren würde, kam sie ebenfalls aus dem Wohnzimmer. „Oh wie schön, da bist du ja. Ich habe dir eine heiße Schokolade gemacht und habe dir noch einen frisch gebackenen Muffin retten können. Komm mit, du kannst dich hier aufs Sofa unter die Decke kuscheln.“ Ich sah Paul noch einmal an, der mich weiter musterte und lief an ihm vorbei Emily entgegen. Mir stieg der Geruch des Gebäcks entgegen und als ich ins Wohnzimmer trat, saßen sie da. Man konnte sie nur als Horde bezeichnen. Zusammengequetscht, auf Sessel und Sofa, etwa sechs junge Männer, kaum auseinanderzuhalten. Hätte mich jemand gefragt, ich wüsste nicht, wen ich vorhin mit Paul getroffen habe und wen nicht. Komisch, dass ich unter all den Männern immer wusste, wer Paul war.
„Das ist Embry, das Quil, da hinten sitzt Jared, da Jacob, das hier ist Seth und hier sitzt mein Verlobter Sam“, ging Emily die Reihe durch. Sie schien mir meine Überforderung anzusehen. „So wie ich die Jungs kenne, haben sie sich bestimmt nicht ordentlich vorgestellt“, kicherte sie und setzte sich auf den Schoß des Mannes, den sie als ihren Verlobten vorgestellt hatte. Seinen Namen könnte ich mir bestimmt merken, denn bei genauem Hinsehen, unterschied er sich doch von den Anderen. Er sah etwas älter aus. Und ernst. Doch als er seine Verlobte ansah, konnte ich die Liebe, die er für sie empfand fast mit den Händen greifen. Er nickte mir freundlich zu:“Hallo Celia, willkommen in La Push!“






~Hallo ihr lieben Leser, herzlich Willkommen zu meinem neuen Herzensprojekt. Ich versuche hier relativ regelmäßig zu posten, gebe mir jedenfalls die größte Mühe, was nicht immer klappen wird, da ich im Schichtdienst arbeite. Auch muss eine gewisse Inspiration gegeben sein, aber bisher kann ich nicht klagen. Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß wie ich und ich würde mich über Reviews sehr freuen. Kritik wird gerne entgegen genommen. Ich wünsche noch viel Spaß~
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