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Dreiundzwanzig

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
31.01.2021
03.03.2021
10
22.536
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23.02.2021 710
 
„Ich mir auch“; sagte Christoph und schluckte hart bei seinen Worten. Er hatte seinen Blick auf seine Hände geheftet, die seine Beine umschlangen.
„Christoph was ist. Bitte rede mit mir.“ Theo flehte beinahe. Christoph fühlte wie sich Hände auf seine legten, ließ es zu, seufzte.
„Gestern während des Spiels habe ich mir Sorgen gemacht. Du bist vom Platz und ich dachte du hättest dir was gebrochen“, erzählte Christoph monoton und aus dem Zusammenhang gegriffen. „Ich hätte dir schreiben sollen, dass alles in Ordnung ist“, erwiderte Theo sofort mit einfühlsamem Ton.
Christoph zog seine Hände weg und stand auf. Schlang nun in Ermangelung seiner Beine seine Arme um den Oberkörper und stellte sich wieder an das große Fenster mit dem Rücken zu Theo.
„Verdamm Theo“, sprach er zum ersten Mal den Namen des anderen aus. Allein sein Name implizierte so viel als er ihn aussprach. Leidenschaft, Verlangen, Vertrauen, Schmerz, Eifersucht und die pure Liebe. In jedem Moment in dem Theo gerade bei ihm war fühlte er alles gleichzeitig. Seit Wochen hatte etwas angefangen zu zerbrechen in ihm und es war wohl gestern im Stadion endgültig zerbrochen.
„Ich kann nicht mehr“, flüsterte Christoph und wusste wie wahr diese Worte waren. Er fühlte wie Theo an ihn herantrat seine Arme um ihn legte und ihn in seine Arme zog. Christoph ließ es zu. Genoss die Stärke des anderen atmete seinen Geruch ein. Fühlte wie dieser einen sanften Kuss in seinen Nacken hauchte.
„Christoph du weißt, wie sehr ich dich liebe“, flüsterte er ihm ins Ohr. Die Worte ließen eine Gänsehaut über Theos Rücken wandern.
„Ich weiß. Aber manchmal reicht Liebe nicht“ entgegnete er flüsternd.
Theos Griff verstärkte sich um ihn. Christoph wusste das er ihnen beiden gerade wehtat. Keiner von ihnen hatte das gewollt, aber manchmal wogen äußere Einflüsse zu schwer.
„Lass uns nochmal reden. Wir können das zusammen schaffen“, begann Theo nach erneutem schweigen.
Christoph wand sich aus der Umarmung und drehte sich nun zu Theo um und sah seinen Schmerz in Theos Gesicht gespiegelt.
„Nein. Wir haben es ein ganzes Jahr nicht geschafft und es wird sich nichts ändern. Theo gib mir die Chance vernünftig zu sein“, sprach nun Christoph mit fester Stimme.
„Ich kann aber nicht vernünftig sein, wenn es um dich geht“, hob nun auch Theo die Stimme.
„Das hast du aber nicht zu entscheiden. Bitte Theo gib mir die Chance von dir loszukommen und für Neues frei zu sein“, bat Christoph eindringlich und er fühlte wie sich nun doch Tränen in den Augen sammelten.
„Du spinnst wohl. Das kannst du nicht von mir verlangen“, entgegnete Theo tonlos geschockt.
„Theo es ist aus. Es ist aus, weil ich es nicht mehr aushalte. Ich will mich nicht mehr verstecken. Und ich will nicht mehr in unseriösen Internetmeldungen Spekulationen über dich und irgendeine Influencerin lesen und mich dabei wie das letzte Stück Dreck fühlen. Ich will auch nicht mehr samstags so tun als gäbe es mich nicht, denn verdammt Theo mich gibt es, auch samstags. In dieser ganzen Zeit in der du, Theo Stadler, der hetero Topstar der Hertha bist, gibt es mich und es tut weh. Und jedes Mal ein bisschen mehr und gestern hat es mich gekillt. Von diesen Security-Idioten weggeschickt zu werden die vorher, ohne mit der Wimper zu zucken dieses blonde überschminkte Dummchen in die Mannschaftskabine gelassen haben…“
„Du warst gestern bei den Kabinen?“, unterbrach ihn Theo und klang dabei verschnupft.
Mit Tränen in den Augen bestätigte Christoph nickend.
„Christoph, ich wusste nicht, dass ich dir damit so wehtue. Ich…. Ich finde keine Worte“, stammelte Theo und versuchte erneut auf Christoph zuzugehen. Mit nur einem Blick bedeutete Christoph, Theo auf Abstand zu bleiben.
„Und genau deshalb ist es aus, Theo. Egal ob du deine Absolution dazu gibst oder nicht“, sprach Christoph es erneut aus aus und im gleichen Moment brach es sein Herz.
„Auf meine Absolution hoffst du vergeblich. Aber ich akzeptiere deinen Entschluss“, sagte Theo erst verbittert dann emotionslos. Ohne auf ein weiteres Wort zu warten verließ Theo die Wohnung. Ließ Christoph zurück.
Christoph der noch nicht realisieren konnte was er dort eben getan hatte sank auf dem Boden zusammen. Tränen liefen ihm stumm über das Gesicht und sein gesamter Körper schmerzte. So als würde sein seelischer Schmerz in seinen gesamten Körper ausstrahlen.
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