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Andere Länder, andere Sitten

CrossoverAbenteuer, Action / P12 / Gen
Blackwall Dorian Inquisitor (weiblich) Vivienne
31.01.2021
31.01.2021
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2.712
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31.01.2021 2.712
 
Es war noch früh am Morgen, als Jagwida einen vollen Korb frisch gewaschener Wäsche nach draußen brachte. Um diese Zeit hatte sie den Garten, der zur Straße angelegt war, für sich allein, denn spätestens eine Stunde später würde hier reger Betrieb herrschen. Sie hätte dann kaum Zeit sich um die Wäsche zu kümmern. Sie wusste ja, wie das ablaufen würde: Olegs Frau Magda hätte den neusten Klatsch aus der Taverne zu berichten, da sie abends dort als Schankmaid aushalf. Sie würde sich außerdem über die Wirtin Elsa aufregen weil sie sich ihrer Meinung nach wie ein Fähnlein im Winde drehte. Und wie soll man da zum Wäsche aufhängen kommen, bei dieser Ablenkung? Seitdem der Krieg ausgebrochen war, kamen nicht mehr viele Leute hierher, nicht mal zur Durchreise. Die Schwarzen hatten hier jetzt das Sagen und setzten ihre Gesetze mit strenger Hand durch. Auch wenn es Weißgarten bisher ganz gut erging, im Gegensatz zu anderen Dörfern in Temerien, spürte man die Unterdrückung der Nilfgarder sehr. Seufzend hing sie das letzte Wäschestück auf die Leine, als sie schwere Schritte auf dem festgetretenen Pfad hörte. Neugierig blickte sie in die Richtung, aus der die Schritte kamen und sah vier Fremde den Weg entlang kommen. Verwundert blinzelte sie der Sonne entgegen, um die Leute besser erkennen zu können. Das passierte jetzt schon zum zweiten Mal, dass jemand Fremdes durch das Dorf lief. Erst letzte Woche war da dieser Hexer, diese Missgeburt mit den Katzenaugen. Jagwida schüttelte sich und machte ein Unglück abwehrendes Zeichen vor ihrem Gesicht. Dieser Sonderling brachte nur Ärger, denn schon am ersten Tag war drüben in der Taverne eine üble Schlägerei entbrannt, in der er verwickelt war. Sie hoffe, dass diese Leute hier anständiger waren. Doch je näher sie kamen, um so weniger Hoffnung hatte die Dreißigjährige auf normale Durchreisende. An der Spitze der kleinen Truppe erkannte sie eine Elfin. Möglicherweise Skoia'tael. Ihre spitzen Ohren konnte man selbst im Gegenlicht gut erkennen. Unwillkürlich spuckte Jagwida aus. Solches Kroppzeug wollte sie hier nicht haben. Aber nicht nur das störte sie beim Anblick der Fremden. Sie waren wohl weit gereist, denn deren Kleidungsstil war ihr vollkommen unbekannt. Als die Gruppe den Gartenzaun passierte, konnte sie ihre Neugier kaum im Zaum halten. "Wohl verlaufen, was?", fragte sie unfreundlich.
"Verzeihung?", erwiderte das Elfenweib mit überraschend wohlklingender Stimme. Nicht mehr ganz so selbstsicher stichelte Jagwida eher halbherzig weiter. "Ihr seid doch nicht von hier. Was wollt ihr?" Anstelle der Elfin antwortete ein recht gutaussehender Mann. Sein Haar war modisch geschnitten und er trug einen stolzen Schnauzbart. Außerdem war auf seinem Rücken ein langer, etwa Unterarm dicker Holzstab, der mit einer bläulich leuchtenden Spitze verziert war. Das fehlte noch. Eine Skoia'tael und ein Magier.
"Was gibt es hier doch für nette Leute! Inquisitor, dieser Ort ist ja noch besser als Schloss Redcliffe in dieser furchtbaren Zukunft. Wie schön, dass wir wieder zusammen irgendwo im nirgendwo gestrandet sind." Der Mann fing sich einen mahnenden Blick von der Elfenfrau ein. Sie bat ein zweites Mal um Verzeihung und neigte ihren Kopf als Zeichen der Ehrerbietung. "Wir möchten keinen Ärger machen. Ich bin Mhiris Lavellan. Das sind meine Freunde Dorian Pavus, Wächter Blackwall und Madame de Fer." Sie wies der Reihe nach auf ihre Begleiter. "Wir suchen nur einen Weg nach Hause. Wir sind weit gereist und der Schriftzeichen eures Landes nicht mächtig. Wie nennt man dieses Dorf?" Erst jetzt sah Jagwida die hochgewachsene, stolz wirkende Frau, die offensichtlich eine Zauberin war. Ihre Kleidung war recht freizügig und auf dem Kopf trug sie etwas das aussah wie eine Haube mit Hörnern. Die Fremde meisterte die Einheimische von oben herab, sodass sich jeder noch verbleibende Funken Selbstsicherheit in Nichts auflöste. Einzig und allein der Krieger schien einigermaßen normal zu sein. Sein halblanges dunkelbraunes Haar sah aus, als sei es länger nicht gepflegt worden. Nur der äußerst beeindruckende Vollbart war ordentlich gekämmt und in Form gebracht. "Ihr seid in Weißgarten. Temerien, unter der Herrschaft von den Schwarzen.", brachte sie hervor. Sie war allerdings so neugierig, was diese Leute anging, dass sie trotz ihrer Bedenken Fragen stellte. "Bist du eine Skoia'tael? Ich dachte, ihr hättet immer einen Eichhörnchen Schwanz zur Erkennung dabei."
Die Frage war an Mhiris gerichtet. Jagwida mied den Blick der anderen, vor denen sie ein wenig Angst hatte. Mhiris verstand nicht und zog fragend die Brauen hoch. "Eine… was? Ich bin eine Dalish, aus dem Clan der Lavellan. Ihr kennt doch Dalish Elfen?" Nachdenklich murmelte sie: "ich glaube, wir sind mal so richtig weit weg von zu Hause…". Der Krieger mit dem Namen Blackwall stieß einen leisen Laut des Unmutes aus. "Meine Liebe," meldete sich nun die Zauberin zu Wort. "Wollt Ihr etwa anmerken, dass wir uns nicht  in Thedas befinden?" Jagwida war sofort bewusst, dass sie der merkwürdigen Gruppe unterlegen war. Schon allein der Tonfall der dunklen Schönheit ließ die Frau vor Ehrfurcht mindestens fünf Zentimeter schrumpfen. "I-iich weiß nicht, wo das sein soll.", stammelte sie. "Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann sucht die Nilfgarder Garnison auf. Dort die Straße herunter, an den Feldern vorbei, bis zum Sumpfgebiet. Von da aus seht Ihr schon die Festung. Ich kann Euch nicht weiter helfen." Und noch bevor Inquisitor Lavellan ein Wort des Dankes aussprechen konnte, war die Frau im Haus verschwunden. Die Tür knallte laut zu, Putz bröckelte von der Wand und von innen hörte man Gepolter, als wäre sie über irgendwas gestolpert. Amüsiert schaute Mhiris Madame de Fer an, die darauf in gespielter Empörung aufbrauste. "Ich habe nur eine einfache Frage gestellt. Mit allem gebürendem Respekt und nötiger Höflichkeit."
"Alles gut, Vivienne, ich bin nur jedes Mal beeindruckt, wie Ihr es schafft, den Leuten so schnell den Wind aus den Segeln zu nehmen." Sie zwinkerte der Zauberin verschmitzt zu. "Lasst uns lieber weiter gehen, bevor sie die Hunde los lässt."

Noch immer leise kichernd machten sich die Fremdlinge auf den Weg. Jagwida schaute ihnen heimlich am Fenster hinterher. Diese Leute bedeuteten genau so viel Ärger wie dieser Hexer. Was sie nicht wusste, dass genau diese Leute  -genau wie dieser Hexer-  ihnen eine Menge Ärger ersparten. „Ich wüsste zu gerne, wo genau auf der Landkarte wir uns hier befinden...“ murmelte Blackwall, der inzwischen leichte Unruhe verspürte. Seitdem sie der Spur der Qunari Krieger durch einen der Eluvian am Kreuzweg getreten waren, hatte jeder einzelne der kleinen Truppe das Gefühl, nicht mehr in Thedas zu sein. Diese Gegend sah so anders aus als das, was sie bisher gewohnt waren. Und Dämonen schienen hier kein Thema zu sein, so wie in Ferelden. Diese Leute hier hatten ein anderes Problem:  Hier tobte ein furchtbarer Krieg, von dem sie nie etwas gehört hatten, und der mehr Verluste verursachte, als der, der bis vor Kurzem noch zu Hause stattfand.
Mhiris verließ den ausgetretenen Pfad und untersuchte eine Pflanze. Noch nie hatte sie derartiges gesehen. Winzig kleine weiße Blüten an langen Stielen, so hochgewachsen, dass sie ihr bis zur Brust reichten. „Selbst die Pflanzen sind hier anders als Zuhause.“ murmelte sie.
„Und sie ist giftig...“ Unbemerkt war jemand dazu gekommen, der sich scheinbar genau so interessiert diese Pflanze ansah. „Zumindest in größeren Mengen. Ansonsten ist sie gut für Tränke und gegen Durchfall.“ „Es ist nicht klug eine Gruppe bewaffneter Leute zu erschrecken.“, grollte Blackwall, der die Ankunft des weißhaarigen vernarbten älteren Mann nicht bemerkt hatte. Die Hand an den Griff der Axt gelegt, funkelte er den Fremden herausfordernd an.
Mhiris Lavellan, die alles andere als eine Auseinandersetzung anstrebte, entspannte sofort die brenzlige Situation. „Ich danke Euch für Euren Rat, Ser...“, sie hob fragend ihre fein geschwungen Brauen. Sie nahm an, dass er dem Adel angehörte, da er eine gut sitzende Lederrüstung von hervorragender Qualität trug. Auch wenn sie schon etwas abgetragen war, hatte sie noch immer einen großen materiellen Wert. Jemand Einfaches hätte sich so etwas sicher nicht leisten  können.
„Mein Name ist Vesemir. Und ich bin kein Ser, sondern ein Hexer.“ Er zog seinen Mundwinkel leicht zu einem Lächeln nach oben. Mhiris stellte sich und ihre Freunde ebenfalls vor und hoffte, mehr Informationen von diesem Mann zu bekommen, denn  er schien freundlicher zu sein, als diese furchtbare Frau von vorhin. „Wir sind vom Weg abgekommen, und wir fragen uns gerade, in welchem Landstrich sich Temerien befindet. Ich dachte immer, ich sei gut in geografischen Angelegenheiten, doch ich habe weder von Temerien, noch von Weißgarten etwas gehört.“
Vesemir strich sich über sein Stoppelkinn und schaute nachdenklich in genau die Richtung, aus der Mhiris gekommen war. „Ich nehme an, ihr seid durch das Spiegelportal gekommen, welches sich ungefär eine Meile von hier befindet?“ fragte er unvermittelt.
„Woher wisst Ihr....“ setzte Blackwall in seiner aufbrausenden Art an. Madame de Fer schnitt ihm das Wort ab. „Schätzchen, seid doch froh darüber, dass wir endlich jemanden getroffen haben, der Ahnung zu haben scheint. Verzeiht bitte, Meister Vesemir, Ihr scheint den Eluvian bereits zu kennen?“
Vesemir nickte und zog seine weißen Brauen grimmig zusammen. „Ja, in der Tat. Eluvian, sagt Ihr? Also seid Ihr vertraut mit dieser Art Portal?“ stellte er die Gegenfrage.
„Diese Protale, wie Ihr sie nennt, sind ein Netzwerk, welches vor langer Zeit von den Altelfen benutzt worden um schnell weite Entfernungen zu überwinden. Einfach ausgedrückt. Das Ganze genau zu erklären, würde lange dauern.“ Dorian stützte sich lässig auf seinen Kampfstab. „Ich nehme an, dass wir nicht von den gleichen Altelfen sprechen. Ich gehe tatsächlich davon aus, dass Ihr durch das betreten des Portals die Euch bekannte Welt verlassen habt. Und woher ich das weiß?“ Sein Blick wanderte zu dem schwer gerüsteten Krieger. „Ein Freund ist vor drei Tagen durch den Eluvian verschwunden. Ich nehme an, er ist jetzt in Eurer Welt gestrandet, genau wie Ihr jetzt hier seid."
„Oh wir sind keineswegs gestrandet.“ bemerkte Mhiris. „Wir sind nur neugierig, was hier zu finden ist. Wir hofften hier einen vermissten Freund zu finden. Zumindest führte seine Spur uns durch das Netzwerk der Spiegel.“
Beim letzten Satz schnaubten sowohl Dorian, als auch Vivienne verächtlich auf. Die Elfin überging den Einwand ihrer Freunde geflissentlich „Da, fürchte ich, kann ich Euch nicht helfen. Aber davon mal ab... Ihr seht aus, als seid Ihr für den Kampf gerüstet. Hättet Ihr vielleicht Lust einen Auftrag mit mir gemeinsam zu erledigen? Ich teile auch die Bezahlung.“ Das war das Erste, was sich in Blackwalls Ohren gut anhörte. Ein ordentlicher Kampf würde ihnen jetzt sicher gut tun. Er hoffte, dass der Inquisitor das ähnlich sah und war erleichtert, als sie tatsächlich zustimmte.
„Um was geht es denn bei diesem Auftrag?“, fragte sie.
„Wir werden eine wilde Bestie bezwingen. Ich habe soweit schon alles vorbereitet, wir brauchen nur noch einen geeigneten Platz, an dem wir die Bevölkerung nicht gefährden.“
Das wurde ja immer besser. Selbst Madame de Fer schien sich über die Abwechslung zu freuen. Es dauerte nicht lang, bis sie einen Acker fanden, der weit genug vom Dorf entfernt war. Vesemir schien zu wissen, was er tat, denn er präparierte fachmännisch einen Köder. Einen Holzbock, bedeckt mit einem furchtbar stinkendem Schafsfell. Der beißende Geruch nahm allen Beteiligten den Atem, doch Vesemir meinte, es wäre genau so, wie es sein müsse. Sie versteckten sich im Gebüsch und warteten ab.
„Was genau werden wir denn gleich bekämpfen?“ fragte Dorian interessiert.
„Einen Königsgreifen.“ erwiderte Vesemir und machte sich zum Kampf bereit. Blackwalls Magen krampfte sich zusammen, denn seines Wissens nach waren Greifen lange ausgestorben. Ein solches Tier zu jagen war ein Frevel vor dem Erbauer (und der Grauen Wächter, die er so sehr verehrte). Doch noch bevor er Einwände erheben konnte, hörten sie das Geräusch riesiger Schwingen über ihren Köpfen. Und da war er: der Königsgreif. Doch sah er vollkommen anders aus als dass, was der Krieger, der sich nichts sehnlicher wünschte, als die Rückkehr der in Thedas ausgestorbenen Greifen, je gesehen hatte. Dieser hier war größer, er besaß keine Vorderfüße, sondern stützte sich auf seinen Flügeln ab, ähnlich wie bei einer Fledermaus. Die Flügel wiesen allerdings eine dichte Befiederung auf, und auch um seinen Hals trug er einen üppigen Federkranz. Der Rest des Körpers war allerdings mit kurzem hellbraunen Fell bedeckt, genau wie bei einem Löwen. Insgesamt erschien dieses Tier eher martialischer Natur zu sein, im Gegensatz zu den thedosischen Greifen, die zähmbar waren. Zwar immer noch gefährlich, aber trotzdem konnte man sie sich nutzbar machen. "Beim Gemächt des Erbauers...“ flüsterte er fassungslos.
Angeekelt beobachtete er einen kurzen Augenblick, der wie eine Ewigkeit zu dauern schien, wie der Greif die Attrappe des Schafes auseinander pflückte. Vesemir gab das Zeichen zum Angriff und noch eh sein Arm nach unten gesunken war, stürmten sie alle auf den Acker, um das Ungetüm zu besiegen. Sie versuchten das Tier zu umzingeln, um es von allen Seiten gleichzeitig angreifen zu können. So einfach wollte er es ihnen allerdings nicht machen. Er schlug mit seinen Flügeln, die mindestens eine Spannweite von mindestens sechs bis acht Metern hatten und er schnappte mit seinem riesigen, scharfen Schnabel nach  Allem, was in seine Reichweite kam. Während Vesemir und Blackwall den Greifen mit Schwert und Axt zu attackieren, verteilten sich Vivienne, Dorian und Mhiris mit Kampfstäben und Bogen um das Geschehen herum. Vivienne beschwor eine Eiswand, die den Greifen halb einschloss, Dorian wirkte einen statischen Käfig, der das Tier zusätzlich schwächte. Blackwall tat sein Bestes, nicht durch Schnabel und Fänge verletzt zu werden, denn die Reichweite seiner Axt war nicht besonders weit. Er konzentrierte sich auf die Hinterbeine des Tieres. Zwischendurch warf er einen Blick auf den alten Mann, der kämpfte wie ein zwanzig Jähriger. Dem Krieger aus Markham blieb die Spucke weg und konnte gerade noch rechtzeitig unter das Tier rollen. Er lag nun auf dem Rücken, den Bauch des Greifen über sich, der offenbar nicht bemerkt hatte, dass er über jemanden stand. Zum Glück Blackwalls, der seine Gelegenheit ergriff und seine Axt der Grüngrenzen im Eingeweide der Bestie versenkte. Mhiris waren inzwischen die Pfeile ausgegangen und war zu ihren Dolchen mit den Klingen aus Sturmherz gewechselt. Sie gab Vivienne ein Zeichen, die nun eine Eiswelle zu dem Tier schickte. eine Bewegungen verlangsamten sich sofort und die Angreifer legten sich noch einmal richtig ins Zeug. Mhiris, die sehr gelenkig war, sprang auf den Rücken des Greifen, und versuchte ihm von hinten die Kehle durch zu schneiden. Doch wie durch ein Wunder konnte sich die Bestie befreien, das Eis war geschmolzen und der Flügelschlag voller Kraft. Er hob ab, mit der Elfin auf seinem Rücken. Sie krallte sich in seinen Federn fest und schrie voller Panik nach unten: „Schießt das verdammte Vieh ab!“ So hoch konnte sich der Greif allerdings auch nicht in die Lüfte erheben, denn zu sehr war er durch die vorherigen Attacken geschwächt. Er musste bald wieder landen, ein paar hundert Meter weiter, neben einer verlassenen Windmühle. Solange sie auf seinem Rücken saß, war Mhiris einigermaßen sicher. Von dort aus kam er nicht an sie heran. Einen ihrer Dolche hatte sie leider während des Fluges verloren, doch mit dem Anderen konnte sie noch genug Schaden anrichten. Solange bis die anderen eintrafen, hatte sie dafür gesorgt, dass das Tier nicht mehr aufstehen konnte.
Ein paar gezielte Feuerbälle aus Dorians Kampfstab waren nur noch nötig, bis der Greif seinen Verletzungen erlag. Bis auf Vesemir und Vivienne sanken alle erschöpft zu Boden. Selbst Dorian saß auf einem Stein, mit dem Rücken an der Mühlenwand gelehnt. Anerkennend nickte der alte Hexer den neuen Verbündeten zu.
„Ihr habt gut gekämpft.“
Blackwall, der noch immer tief beeindruckt von Vesemirs Kampfkunst war, reichte dem Mann die Hand. „Meister Vesemir, die Grauen Wächter könnten jemanden wie Euch gut gebrauchen, falls Ihr jemals auf die Idee kommt...“
„Ach bitte...“ Dorians Stimme war voller Spott. „Als ob Ihr jemals was mit den Wächtern zu tun gehabt hättet, Rainier.“  Blackwall war sofort still und senkte den Kopf. Noch immer litt er unter den Folgen seiner Unehrlichkeit in der Vergangenheit. Da Vesemir die Spannung zwischen den Beiden bemerkte, ging er nicht weiter darauf ein, sondern lud die Gruppe zu einem Bier in der hiesigen Taverne ein. Der Vorschlag wurde freudig entgegen genommen und Elsa, die Wirtin machte an diesem Abend seit langer Zeit mal wieder gute Geschäfte.
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