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Auf den Gipfeln das Glück

von Mira93
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Katharina Strasser Markus Kofler Michael Dörfler OC (Own Character) Rudi Simon Plattner
30.01.2021
27.05.2021
21
31.662
13
Alle Kapitel
69 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
30.01.2021 1.812
 
Hallo ihr lieben Menschen, die hier meine Geschichte geöffnet haben.
Zum Anfang die bekannten Worte, diese Geschichte ist total frei erfunden, ich verdiene damit kein Geld und so mancher Handlungsstrang mag sich von den aktuellen Folgen unterscheiden. Was die Rechtschreibung angeht - normalerweise kontrolliere ich alles mehrfach, aber dennoch schleichen sich Fehler ein, wenige dürft ihr für euch behalten, sind es gravierend viele, dann meldet mir das bitte!

Ich habe mir das hier so gedacht, dass es eine Art schriftliche Staffel ist mit unterschiedlichen Folgen, die aufeinander aufbauen – eigentlich so wie ihr es aus dem TV gewohnt seid.  Zu euerer Info: Jeder Titel einer "Folge" beinhaltet den Gipfel, damit das auch mit dem allgemeinen Titel stimmig ist. Ich versuche auch ein bisschen, dass der Titel bereits ein bisschen etwas über den Inhalt verrät - ihr könnt ja gerne raten und spekulieren.

Wie viele Folgen und wie häufige Uploads – das weiß ich ehrlich gesagt nicht, dass mache ich nach Lust und Laune, so wie es auch meine Zeit zulässt.

Ich hoffe ich kann einige wenige mit meinen Ideen begeistern und lest regelmäßig mit. Seid doch dann auch so lieb und hinterlasst mir euer Feedback – ob Lob, Kritik … was auch immer!
Ich bin euch für alles sehr, sehr dankbar – diese Geschichte soll mit der Zeit wachsen und das tut sie nur mit eurer Hilfe. Gerne könnt ihr auch Ideen einbringen, die ich eventuell in einer „Folge“ weiterentwickeln kann, einbringen.

Bis dahin – wünsche ich euch alles Liebe und Gute!
Herzlichst eure Mira


Der Schatten des Gipfels – Teil 1

>> Es tut mir Leid, ich bin noch nicht bereit. Ich wünsche dir von ganzen Herzen einen besseren Menschen wie ich es bin. Der den gleichen Weg im Blick hat und das gleichen Leben will wie du es dir vorstellst. Von ganzen Herzen nur das Beste – Deine Amelie <<

Amelie drückte den Button mit den Worten „Senden“ und schickte die Nachricht weg. Sie strich sich durch das wellige, dunkle Haar und reckte ihr Gesicht der Sonne entgegen. Die junge Frau holte tief Luft und es war, als ob ihr tausend Steine vom Herzen fielen. Sie war frei, unabhängig und sie fühlte sich dabei wieder so lebendig wie nie zuvor.

Sie griff nach ihrer Reisetasche, die sie achtlos neben sich auf den Bahnsteig fallengelassen hatte und schulterte sie. Als sie aus der Bahnhofshalle ins Freie trat, blieb sie stehen und ihr Blick fiel auf die markanten Felswände des Dachsteins, der sich in der Ferne erhob. Automatisch schlich sich ein Lächeln über ihre Lippen und das wohlige Gefühl der Geborgenheit überkam sie, wie es immer der Fall war, wenn sie zurück in ihrer Heimat war.

******
Es war Mai und einzelne Schneefelder waren noch auf den Bergen als hartnäckige Reste des Winters übrig, doch die Sonne gewann mehr und mehr an Kraft und schaffte es sich langsam gegen das kalte, weiße Nass durchzusetzen und es zum Schmelzen zu bringen.

„Michi weißt du eigentlich wo der Besen ist?“, völlig überfordert stand Rudi mit Kartons voller Dinge, die sie in der Bergwachtzentrale bereits aussortiert hatten, im Raum und warf einen unsicheren Blick in die Runde. „Ja woher soll ich des denn schon wieder wissen?“, war die mürrische Antwort des Pilotens. Zu sehen war er nicht, da er mit dem Kopf unter dem Schreibtisch verschwunden war. „Du sitzt doch die meiste Zeit hier herum“, er kam unter dem Schreibtisch hervor und stieß sich dabei den Kopf. „Ja kruzefix!“, fluchte er vor sich hin und stand mürrisch auf. „Dass ihr da herin auch immer so einen Saustall haben müsst, des ist echt jeden Frühling des gleiche!“

Simon schüttelte belustigt über das Szenario den Kopf. „Ich glaub ich geh mal Leberkäsesemmeln für alle holen“.  Er ging an zu Rudi und legte einen Stapel alte Sportmagazine auf dessen Turm ab, sodass dieser bedenklich wackelte. „Hier kannst du gleich noch mit zum Müll nehme“

„Und ja nichts verlieren!“, er tätschelte lachend die Schulter seines Kollegens, der alle Hände voll damit zu hatte seine Ladung die gefährlich schwankte nicht zu verlieren.

„Markus, Katharina?“, Simon sah die anderen beiden im hinteren Teils des Raumes an. „Ihr auch“, er streifte sich seine Jacke über und griff nach einem Stoffbeutel.
„Ich nehme zwei“, Markus grinste frech und legte einen Arm um Katharina, die ebenfalls nickte. Er drückte seine Freundin leicht an sich und gab ihr einen Kuss auf die Schläfe.

„Passt, dann bis dann!“, Simon hob die Hand und öffnete die Tür.

****

Ihr Grinsen war immer breiter geworden, als Amelie durch die Straßen ihrer Heimat Ramsau geschlendert war. Kaum etwas hatte sich verändert wie sie freudig feststellen konnte. Der Metzger, der Bäcker und sogar der Second-Hand Laden, indem sie früher ihre Sachen abgegeben hatte war noch da.
Jedes Mal wenn sie hier war nahm sie sich vor, dass sie öfter Zuhause vorbeischauen sollte, doch wie es so war tat sie es meistens nicht.

Zwar war München, dort wo sie momentan wohnte keine Weltreise von Ramsau entfernt, doch schaffte sie es, wenn sie mal nicht in der Weltgeschichte unterwegs war, nicht ihren Bruder, ihren Freunden und ihrer Mutter einen Besuch abzustatten.

Auf dem markanten Dorfplatz blieb sie stehen. Vor ihr lag die schmucke Kirche Ramsaus und auf ihrer linken die Zentrale der Bergrettung. Ihr Lächeln wurde riesig als sie sah, dass wie von ihr vermutet, das Auto ihres Bruders vor der Tür stand.
Sie freute sich jetzt schon auf sein Gesicht, wenn sie so überraschend vor ihm stand.

„Ach verflixt“, ein ihr fremder Mann kam aus der Zentrale und hatte die junge Frau nicht bemerkt. Er mit dem Reisverschluss seiner roten Bergwachtjacke viel zu beschäftigt. „Diese Scheißteilt“, fluchte er vor sich hin und riss heftig daran, jedoch ohne Erfolg. Der Reisverschluss blieb ohne sich zu bewegen starr in der Mitte hängen.

Zu spät reagiert Amelie, als der Mann sie rempelte und ihre pralle Reisetasche glitt von ihren Schultern. Mit einem dumpfen Prall landete sie auf den Boden, nicht ohne, dass die äußere Tasche aufging und sich der Inhalt auf dem Boden verteilte.

„Ach scheiße!“, fluchte nun sie. „Oh nein das tut mir furchtbar Leid“, der Mann registrierte sie erst jetzt und bückte sich sofort, um ihr beim Aufsammeln der Sachen zu helfen. Gott sei Dank war nur weniges in der Außentasche gewesen und somit reduzierte sich der Inhalt auf Taschentücher, ein Buch, Zeitungen, Lippenstift, eine Bürste und sonstigen unwichtigen Kram.

„Ich war so mit meiner Jacke beschäftigt, dass ich Sie überhaupt nicht bemerkt habe“, der Mann hatte ein ehrliches schlechtes Gewissen und Amelie grinste etwas in sich hinein.

„Versuchen Sie´s mal innen“, sie stopfte eine Packung Taschentücher zurück in die Reisetasche. „Was?“, der Mann reichte ihr die Magazine ohne sie dabei anzusehen.
„Naja meistens klemmt doch das Innenfutter im Verschluss fest“, grinste die junge Frau und griff nach der Bürste, die ihr der Unbekannte entgegen hielt.

„Oh danke!“, er richtete sich etwas auf. „Ich bin übrigens …“ er verstummte als sich ihre beiden Augenpaare das erste Mal trafen. Amelies Herz setzte einen kurzen Augenblick aus und sie konnte sich nicht von dem Mann abwenden. Erst jetzt viel ihr auf, welch markante Gesichtszüge er hatte. Sie schluckte und es war, als ob sie in diesem Moment nur seine Augen und nichts anderes mehr auf dieser Welt existierte.

„…Simon“, vollendete er seinen Satz etwas leise und völlig verwirrt ohne seinen Blick von ihr abzuwenden. Amelie brauchte eine Weile, um sich zu sammeln. Simon hieß er also. In ihrem Inneren ratterte es und sie brauchte gefühlt eine Ewigkeit bis ihre Lippen sich bewegten und Wort nach draußen kamen.

„und ich bin …“

„Amelie!“, kam es von der Seite. „Ich glaub´s ja nicht. Ist das schön, dass du da bist“, mit eiligen Schritten und einem riesigen Grinsen auf dem Gesicht kam Markus auf sie zu und die junge Frau löste sich aus der Starre. Sie sprang auf und die Geschwister fielen sich sofort um den Hals. „Oh Gott ist das schön dich zu sehen!“, Markus drückte sie fest an sich. „Warum hast du denn nichts gesagt, dass du kommst?“

„Na dann wär´s doch keine Überraschung mehr gewesen Großer“, sie knuffte ihm in die Seite und mit einem breiten Strahlen fielen sich die beiden erneut um den Hals.

„Amelie …“, murmelte Simon, der immer noch etwas benommen auf dem Boden kniete. Er schüttelte verwirrt den Kopf und schaffte es sich schließlich doch zu sammeln. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals, als er sich zu seinem Kollegen umdrehte.

„Simon“, euphorisch klopfte Markus seinem Kameraden auf die Schulter. „Ihr habt euch ja schon getroffen aber offiziell – das ist meine Schwester“

Simon lächelte nur schwach und hob die Hand. Just in dem Moment als er es tat, hätte er sich am liebsten geohrfeigt. Noch etwas Dümmeres ging ja wohl nicht? Was war bloß los mit ihm.

„Darf ich auch mal?“, mit einem breiten Grinsen löste sich nun Katharina aus dem Hintergrund. Die anderen waren im Eingang stehen geblieben und hatten die Geschwister in ihrer Wiedersehensfreude gelassen.

„Schön, dass du mal wieder da bist“, sie schloss die Schwester ihres Lebensgefährten sofort herzlich in ihre Arme. „Schön, dass du meinen Bruder immer noch so glücklich machst!“, Amelie zwinkerte ihr zu und ging zu den anderen beiden Männern.

„Servus Michi, Servus Rudi“, sie schloss die beiden ebenfalls in ihre Arme.

Simon stand noch immer wie im Bann am Rande und hielt die Bürste von Amelie in seinen Händen. Er musste sich jetzt wieder in den Griff bekommen. Innerlich schimpfte er mit sich. Schließlich löste er sich aus der Starre.

„Ich wollte eigentlich Leberkäse holen“, äußerte er laut, obwohl es mehr sich selbst galt, um sich zu erinnern was er eigentlich tun wollte, bevor er Amelie über den Weg gelaufen war.

„Hier…“, er reichte Amelie die Bürste und vermied es aber ihr in die Augen zu sehen. Zu groß war das Risiko eines erneuten Blitzes und das wäre vor den anderen besonders peinlich gewesen. „Auch Leberkäse?“, er hatte sich schon zum Gehen abgewandt.

„Ja gerne“, die Schwester von Markus Kofler lächelte erfreut und lehnte sich in die Arme von Markus, die er ihr mit einem breiten Grinsen entgegen streckte.

„So Freunde…“, Michi klatschte in die Hände. „Wollen wir jetzt hier draußen Wurzeln schlagen oder lieber die Rückkehr unseres Stars aus den Bergen feiern?“

„Ja feiern würd ich sagen oder?“, Rudi lachte breit und warf die Kartons mit dem aussortierten Abfall achtlos in die Tonne.
„Mülltrennung!“, mit hochgezogener Augenbraue deutet Michi auf die Tonne, die nur für Papier ausgewiesen war. „Streber“, entnervt verdrehte Rudi die Augen, öffnete schließlich aber doch die Tonne und fischte das Plastik heraus.

Die anderen lachten nur laut auf und Markus griff nach der Reisetasche seiner Schwester und öffnete mit Schwung die Tür. „Bier steht schon kalt“

„Die beste Nachricht des Tages!“, Michi zögerte nicht lange und ging in die Zentrale.
„So schön, dass du wieder da bist!“, Katharina legte einen Arm um Amelie, drückte sie freudestrahlend an sich und auch die beiden Frauen gingen nach drinnen.
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