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The Power of Love

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Dean Lorelai Luke Rory
30.01.2021
15.02.2021
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30.01.2021 1.983
 
The Power of Love

Seid ein paar Wochen war sie jetzt mit Max verlobt. Doch die Zweifel ob sie ihn heiraten sollte, waren geblieben. Als sie seinen Antrag annahm, war sie glücklich gewesen und freute sich darauf die Hochzeit mit ihm gemeinsam zu planen. Zumindest redete sie sich das ein. Schon lange war ihr klar, dass sie mehr als Freundschaft für Luke empfand. Doch ihre Angst diese wunderbare Freundschaft zu zerstören und ihn somit gänzlich zu verlieren, hatte es ihr bisher unmöglich gemacht es ihm zu sagen. Zudem wusste sie nicht, ob Luke ihre Gefühle erwiderte. Sie hoffte es sehr, aber diese Hoffnung wurde durch die Rückkehr von seiner Ex-Freundin Rachel zunichte gemacht. So blieb sie bei Max, für den sie ebenfalls Gefühle hatte, auch wenn diese nicht so tief waren, wie für den Dinerbesitzer. Eine Zeitlang war die ältere Gilmore auch wirklich in den Chiltonlehrer verliebt gewesen, aber geliebt hatte sie immer nur Luke. Dies war ihr klar geworden, als Rachel wieder auftauchte. Die Fotografin und Luke wurden wieder ein Paar. Lorelai wollte sich wirklich für ihn freuen, doch es gelang ihr nicht. Es schmerzte sie jedes Mal, wenn sie die beiden zusammen sah. Dabei wollte sie die jenige sein, die ihn glücklich machte. Andererseits wollte sie Max nicht verletzen. Lorelai war ratlos. Dennoch musste sie mit Rory reden. Schließlich betraf es ja auch sie. Die jüngere Gilmore freute sich nämlich darauf, Max als Stiefvater zu bekommen. Da es inzwischen Abend war, machte Lorelai Feierabend und fuhr nach Hause.

Dort wartete sie auf ihre Tochter, welche nach der Schule ein Date mit Dean hatte und daher später nach Hause kommen würde.

Gegen 22 Uhr hörte sie wie die Haustür geöffnet wurde. „Mom! Ich bin wieder da“, ertönte Rory´s Stimme vom Eingang her.
„Hi Schatz! Ich bin im Wohnzimmer“, entgegnete Lorelai. Da betrat ihre Tochter den Raum und setzte sich zu ihr auf die Couch. Dabei lächelte sie versonnen vor sich hin. Die ältere Gilmore lächelte. „ Und hattest du mit Dean einen schönen Abend?“ Rory nickte. „Ja! Und ich glaube, dass ich ihn liebe.“
„Wow! Bist du dir sicher?“, fragte ihr Mom erstaunt.
„ Das bin ich! Es war heute wieder so schön mit ihm. Und er ist auch immer für mich da“, erzählte die jüngere Gilmore mit leuchtenden Augen. Lorelai legte einen Arm um ihre Tochter und zog diese zu sich. „ Das freut mich für dich! Und hast du es ihm schon gesagt?“ Rory schüttelte den Kopf. „ Ich will den richtigen Augenblick abwarten. Er muss absolut romantisch sein!“
„Warte nur nicht zu lange. Sonst könnte es vielleicht zu spät sein“, warnte Lorelai sie. Überrascht blickte Rory sie an und stellte dabei fest, dass ihre Mutter traurig aussah. „ Was ist los, Mom? Hast du Streit mit Max?“ Entschlossen setzte Lorelai sich auf. „Es gibt da etwas, das ich dir sagen muss. Also...ich...ich kann Max nicht heiraten.“ Rory war fassungslos. „Was??Wieso nicht? Du hast doch ja gesagt, als er dich fragte.“
„Weil ich da auch noch dachte, dass es das ist, was ich will. Aber dann ist Luke´s Ex-Freundin aufgetaucht“, teilte Lorelai ihr mit.
„Was hat Rachel denn damit zu tun?“, wollte Rory verwirrt wissen.
„Nun, eigentlich sollte ich mich doch für ihn freuen. Als seine beste Freundin.“ In Lorelai´s Augen glitzerten Tränen. „Aber das kann ich nicht! Es tut weh, die Beiden zusammen so glücklich zu sehen. Und ich verstehe nicht, warum er sich wieder mit ihr eingelassen hat. Wo sie ihn doch so oft verließ.“ „ Oh Mom!“ Mitfühlend umarmte Rory ihre Mutter. „ Du liebst Luke! Ich habe mich schon gefragt, wann du es dir endlich eingestehst.“
„Geliebt habe ich ihn schon immer!“, erwiderte Lorelai leise. „Schon seid unserer ersten Begegnung in seinem Diner. Und als ich es mir nach einiger Zeit eingestand, hatte ich Angst, dass wenn ich es ihm sage, es unsere wundervolle Freundschaft zerstört, welche sich bis dato entwickelt hatte. Und das, wenn er nicht dasselbe für mich fühlt, ich ihn dann gänzlich verliere“. Doch dann stutzte sie. „ Moment. Du wusstest es??“, fragte sie nun verblüfft. „Wie konntest du es wissen? Ich habe mir nie etwas anmerken lassen.“ Rory nickte. „ Das ist doch offensichtlich! Wenn man euch 2 zusammen sieht, spürt man einfach, dass ihr füreinander geschaffen seid.“
„Wow! Aber wieso hast du nie was gesagt?“, entgegnete Lorelai mit vorwurfsvollem Unterton. „ Was hätte ich denn sagen sollen?“, gab Rory zurück.“ Ich kann mich doch nicht in deine Liebesangelegenheiten einmischen. Ich bin für dich da und höre dir zu, aber entscheiden musst dich diesbezüglich allein. Das ist etwas, das dir niemand abnehmen kann.“
„ Tut mir leid! Du hast ja recht. Ich habe wirklich eine kluge Tochter. Aber ich habe das mit Luke verbockt“, stellte Lorelai fest. „Hätte ich es ihm nur bloß schon längst gesagt. Jetzt ist es zu spät. Zudem will ich Max doch nicht verletzen.“
„Aber das tust du doch schon.“, warf die jüngere Gilmore ernst ein. „ Indem du nicht ehrlich zu ihm bist. Denkst du nicht, dass er die Wahrheit verdient hat, auch wenn sie weh tut? Fahr zu ihm!“ „ Heute Abend noch?“ Lorelai war verunsichert. „ Ich weiß nicht. Er schläft doch sicher schon.“ Ihre Tochter schüttelte den Kopf. „ Es ist doch erst nach 22 Uhr. Und du weißt auch, dass er oft bis spät in die Nacht hinein Aufsätze korrigiert.“ Die ältere Gilmore erhob sich. „ Das ist richtig. Na schön, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht wahr?“ Sie gab Rory noch einen Kuss auf die Wange. „Es wird nicht lange dauern, denke ich. Bleib nicht mehr zu lange auf. Bis dann.“ Mit diesen Worten griff sie nach ihren Autoschlüsseln und verließ das Haus.

Auf dem Weg nach Hartford musste sie an Luke´s Diner vorbei. Dort sah sie die 2 beim reinigen der Tische. Es war inzwischen geschlossen. Sie wirkten so vertraut miteinander. ´Das hätten wir jetzt sein können`, dachte Lorelai mit Tränen in den Augen. ` Warum habe ich nur so lange gewartet? Nun ist es zu spät.` Traurig fuhr sie weiter und wischte sich dabei die Tränen vom Gesicht.

Einen Augenblick später waren Luke und Rachel mit der Arbeit im Laden fertig und gingen nach oben in Luke´s Wohnung. Dort begann die Fotografin nach einer Weile schweigend ihre Sachen zu packen. „So, so“, stellte der Dinerbesitzer nicht sonderlich überrascht fest. „ Es ist also mal wieder so weit. Ich habe es geahnt. Es war ja auch nur eine Frage der Zeit, bis du wieder verschwindest. Wie zuvor auch.“ Betrübt blickte Rachel ihn an. „Nein. Das ist es dies mal nicht. Es ist so. Du willst das mit uns doch gar nicht mehr.“ In ihren Augen schimmerten Tränen.
„ Wie kommst du denn darauf?“, wollte Luke erstaunt wissen. „ Natürlich will ich es.“ Es klang allerdings nicht sonderlich überzeugend.
„Oh Gott! Bitte gestehe es dir ein. Du liebst Lorelai!“, warf sie ihm an den Kopf. Luke schwieg und wusste nicht, was er darauf antworten sollte. „ Zu erst wollte ich es nicht wahr haben. Ich habe gedacht, dass ich es mir nur einbilde“, fuhr Rachel fort. „ Aber als sie eben mit ihrem Auto am Cafe vorbei fuhr, da wusste ich es. Wie du ihr nach geschaut hast. Da lag so etwas Sehnsuchtsvolles in deinen Augen. Und mir wurde klar, dass ich gehen muss.“
„Ich ebenfalls“, erwiderte Luke leise. „ Wie bitte?“ Rachel war irritiert. „ Wieso das?“
„Weil ich nicht mit ansehen will, wie sie diesen Chiltonlehrer heiratet!“, antwortete er beklommen. „ Bist du sicher, dass sie ihn wirklich heiratet?“, hakte die Fotografin nach. „Wenn ich bedenke, wie sie dich immer ansah, wenn sie wohl dachte, ich bemerke es nicht.“ Luke schüttelte entschieden den Kopf. „ Da wirst du wohl was verwechselt haben. Komm jetzt. Ich mache meinen Laden dicht und verschwinde. Soll ich dich noch zum Flughafen nach New York bringen? Dann brauchst du dir kein Taxi rufen.“ Rachel zuckte mit den Schultern. „ Okay. Aber hinterlasse Lorelai wenigstens eine Nachricht. Verschwinde nicht einfach so, wie ich es immer getan habe.“ Luke nickte leicht. „Ist gut.“ Er riss einen Zettel von seinem Block und schrieb eilig ein paar Zeilen drauf. Und nach einer Weile, als er mit packen fertig war, trug er seine Sachen nach unten zu seinem Truck. Rachel folgte ihm mit gemischten Gefühlen. Ob er das Richtige tat?

Inzwischen hielt Lorelai mit ihrem Jeep vor Max Haus. Sie stieg aus und ging zur Haustür. Zögernd klopfte sie an. Ihr war ein wenig mulmig zumute. Da öffnete Max die Tür. „Hey, das ist ja eine schöne Überraschung! Komm rein.“ Er trat zur Seite und die ältere Gilmore betrat das Haus und er schloss die Tür wieder.. Beide gingen ins Wohnzimmer und er bat sie dort auf dem Sofa platz zu nehmen. „Ich war gerade dabei noch ein paar Aufsätze zu korrigieren, aber die können noch etwas warten. Was gibt es denn? Hast du noch einige Ideen für die Hochzeit?“ Lorelai blieb lieber stehen und schaute ihm ernst in die Augen. „ Das ist jetzt nicht leicht! Gott, wie fange ich an?“ Sie schwieg einen Moment, dann sprach sie weiter: „ Es tut mir so leid! Aber ich kann dich nicht heiraten.“ Max sah sie zunächst fassungslos an. Schließlich nickte er und seufzte. „ Es ist Luke, nicht wahr?“
„Woher weißt du das?“, fragte Lorelai schon das zweite Mal an diesem Abend, verblüfft.
„Weil es eigentlich von Anfang an offensichtich war. Ich wollte es nur nicht sehen“, antwortete Max traurig. „Weiß er von deinen Gefühlen für ihn?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Ich habe zu lange gewartet und nun ist er wieder mit seiner Ex-Freundin zusammen.“ „Es tut mir so leid! Ich war wirklich gern mit dir zusammen und habe dir niemals weh tun wollen.“, fügte sie zerknirscht hinzu. Der Chiltonlehrer lächelte wehmütig. „Ich weiß. Und ich bin dir auch nicht böse. Liebe folgt nun mal keinen Regeln oder Gesetzen. Dann los! Geh zu ihm“, bat er sie schweren Herzens. „Sag ihm, was du für ihn empfindest.“
„Das kann ich nicht“, meinte Lorelai. „ Es ist zu spät.“
„Wer liebt, muss auch bereit sein Risiken einzugehen und zu kämpfen. Los geh! Du hast in der Tat schon zu lange gewartet“, forderte Max sie nun auf. Lorelai nickte. „Du hast recht. Mach´s gut, Max. Und danke!“ So mit eilte die ältere Gilmore aus dem Haus, zu ihrem Auto, stieg ein und fuhr los. Richtung Stars Hollow...

Als Lorelai eine halbe Stunde darauf vor Luke´s Diner hielt, entdeckte sie den Zettel, welcher an der Tür hing. Sie entfernte ihn vorsichtig von der Tür und las ihn. Darauf stand:

Liebe Lorelai,
wenn du diese Zeilen liest, bin ich nicht mehr hier. Ich habe meinen Laden geschlossen und mit Rachel die Stadt verlassen. Ich wünsche dir, dass du mit Max glücklich wirst. Denn du bist eine wunderbare Frau und verdienst es glücklich zu sein! Tut mir leid, dass ich nun nicht zu deiner Hochzeit kommen kann. Ich wünsche dir alles Glück der Welt! Und richte Rory bitte liebe Grüße von mir aus.
Alles Liebe, dein Freund Luke

Langsam, wie in Zeitlupe, glitt der Zettel aus ihren Händen zu Boden. Tränen rannen über ihre Wangen. `Ich bin also doch zu spät gekommen`, dachte sie verzweifelt. `Ich wusste es doch.` Sie machte sich auf den Weg zu ihrem Wagen und fuhr nach Hause. Bevor sie das Haus betrat, wischte sie sich noch die Tränen vom Gesicht, denn Rory sollte sie so keinesfalls sehen.

Als sie dann nach ihrer Tochter schaute, lag diese bereits in ihrem Bett und schlief, mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. Lorelai blieb einen Moment vor der Zimmertür stehen und sah liebevoll auf ihr schlafendes Kind. Da wurde ihr Blick ein wenig wehmütig und sie sagte leise: „ Mein lieber Schatz! Bitte lasse Dean möglichst bald wissen, was du für ihn empfindest. Denn sonst könntest du ihn irgendwann verlieren.“ Mit diesen Worten schloss sie die Zimmertür und ging nach oben ins Schlafzimmer. Nachdem sie sich bettfertig gemacht hatte, legte sie sich hin und weinte sich leise in den Schlaf...

tbc
 
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