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Herz oder Kopf

von fcb25
GeschichteRomance, Freundschaft / P12 / Gen
Christina "Chris" Alonso Daniel "Hondo" Harrelson Jr. David "Deacon" Kay Dominique Luca James "Jim" Street Victor Tan
30.01.2021
10.04.2021
25
42.835
3
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Dieses Kapitel
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08.04.2021 2.105
 
Innerhalb von ein paar Minuten waren dann auch schon die Sanitäter da und kümmert sich um ihn und brachten ihn ins Krankenhaus.

Tan hatte ihn ihm Krankenwagen begleitet, während die anderen ihre Arbeit noch zu Ende brachten.
Street wurde sofort in das Behandlungszimmer gebracht und Tan wusste, was er tun musste.
Leise klopfte er an eine Tür, doch nichts kam. Er schlich in das Zimmer. Chris schien zu schlafen. Lange überlegte er, was er den tun sollte. Sollte er sie wecken, oder sollte er sie schlafen lassen.
Er entschied sich, sie erst einmal schlafen zu lassen. Er setzte sich zu ihr ans Bett. Er musste das Ganze auch erst einmal verdauen. Bevor er zu ihr gekommen war, hatte er der Krankenschwester noch Bescheid gegeben, wo man ihn finden würde, wenn es Neuigkeiten geben würde.
„ Ach Chris, im Moment ist das Glück echt nicht auf unserer Seite“ sagte er leise und sah sie an. Es vergingen ein paar Minuten bis sie sich plötzlich bewegte.
„ Tan, was ist los?“ fragte sie erschrocken, da sie sah, dass es draußen noch dunkel ist.
„ Hat Street dich etwa zum Nachtdienst verdonnert“  wurde sie schon fast wütend. Doch dann sah sie, dass er in Arbeitskleidung war.
Sofort sprang sie hoch.
„ Tan, was ist im Club passiert, sag schon?“ schrie sie ihn fast an.
„ Petrowa hat die Waffe auf Erika gerichtet und Street ist vor sie gesprungen und hat den Schuss abbekommen. Er wird gerade operiert“
„Was nein“ sofort fing sie an zu weinen.
„ Ich will zu ihm“ sagte sie dann leise.
„ Chris. Das geht nicht. Er wird noch operiert und du bist auch nicht fit“
„ Das ist mir scheiß egal. Ich will jetzt sofort zu ihm“ sie stieg aus dem Bett.
„ Na gut, aber wenn es dir zu viel wird, dann kommen wir wieder“ antwortete Tan.
Gemeinsam gingen sie zum Wartezimmer und setzten sich hin. Es dauerte eine ganze Weile, da kamen auch die Anderen.
Erika nahm Chris sofort in den Arm.
„ ich wollte das nicht. Es…“
„ hey, alles gut. Mach dir keine Vorwürfe, wir hätte es alle so gemacht“ versuchte sie ihre Freundin zu trösten. Die löste sich dann aber von Chris und lief zu Hondo. Sofort schmiss sie sich ihm in den Arm und weinte nur noch.
„ Shhh. Alles ist gut. Chris hat Recht“
„ Was, wenn er...“ weiter sprach sie nicht.
„ Er wird das schaffen. Er ist ein zäher Hund“  Hondo sah ihr in die Augen und dann küsste er sie, wieder einmal. Und wieder einmal vor dem gesamten Team.
Alle waren doch ziemlich überrascht, aber sie lächelten dann auch.
„ Wann ist das denn passiert?“ grinste Deacon die beiden an.  Hondo löste sich ein wenig von Erika, hielt sie aber immer noch im Arm.
„ Das wissen wir selbst nicht mehr so genau. Aber ich glaube nach einem Feierabend Bier“ grinste er. Weitere Erklärungen konnte er dann aber nicht mehr geben, denn der Arzt kam zu ihnen
„ Das wichtigste zuerst. Es geht ihrem Kollegen gut. Es war ein glatter Durchschuss. Wir haben ihn operiert und er wird bald wieder auf den Beinen sein. Sein Kreislauf war wohl etwas im Keller. Er schien körperlich etwas belastet gewesen zu sein. Aber sie müssen sich keine Sorgen machen.  Er wird wieder der alte sein. Wir bringen ihn gleich auf ein Zimmer.
„ könnte er vielleicht zu mir aufs Zimmer?“ fragte Chris den Arzt. Dieser lächelte nur.
„ Mal sehen, was ich machen kann“ dann zwinkerte er und wollte gehen.
„ Und sie Miss Alonso. Sie sollten eigentlich lange Schlafen“ dann ging er wieder. Deacon sah sie an.
„ Du hast gehört. Komm ich bring dich auf dein  Zimmer“. Die beiden verabschiedeten sich und gingen ins Zimmer.
„ ich hatte so eine Angst, Deacon“ sagte sie leise.
„ Ich weiß. Vielleicht ist das jetzt die Gelegenheit, dass ihr mal reden könnt“ lächelte er und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Er wartete noch ein paar Minuten bis sie eingeschlafen war und machten sich dann auch auf den Weg nach Hause.

Der Arzt hatte es tatsächlich gemacht, als Chris am Morgen die Augen geöffnet hatte, lag Street im Bett neben ihr.  Sie hatte sich heute Nacht fest vorgenommen, mit ihm zu reden, doch in einem Krankenhaus war das ziemlich schwierig. Zuerst kamen die Schwestern zur Morgenkontrolle, dann das Frühstück, dann waren Hondo und Erika schon gekommen. Dann kam der Arzt. Dann war Chris Onkel da. Am Ende war der Tag um, und die beiden hatten doch noch nicht gesprochen.  So wollte sie es am nächsten Tag versuchen, doch da kam der Arzt ihnen zuvor.
„ Sie können alle beide später nach Hause. Aber am besten sollte keiner von Ihnen beiden alleine zuhause sein. Mister Street, sie müssten da nur einmal am Tag die Wunde versorgen lassen, aber das kann die medizinische Abteilung vom SWAT übernehmen. Ich wünsche Ihnen alles Gute“ dann war er weg.
Die beiden sahen sich an und waren total überrascht, andererseits freuten sie sich total.
„ Wie wäre es wenn du mit zu uns kommst?“ fragte Street. Luca hätte bestimmt kein Problem damit, da war sich Jim sicher.
„ Klar gerne“ sagte sie, denn sie wusste selbst, sie würde alleine zuhause eingehen. Schnell rief er Luca an. Dieser freute sich sofort. Er hatte kurz mit Hondo gesprochen, dieser war einverstanden.

Chris und Street waren schon fertig gerichtet mit ihren Entlassungspapieren und warteten aufgeregt auf Luca. Und da kam er auch schon durch die Tür geflogen.
"Einen wunderschönen guten Morgen." Chris konnte nicht anders und musste mal wieder lachen.
"Was ist denn mit dir los?" wollte sie wissen.
"Ich bin einfach so froh, dass ihr heute hier raus kommt." er kam näher und umarmte sie. "Ich hab Zimtschnecken mitgebracht für die Fahrt. Dachte ihr habt vielleicht Hunger." grinste er verschmitzt.
"Du bist der BESTE!" sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. "Los raus hier." er schob sie durch die Tür. Street folgte den Beiden.

Zuhause bei Luca angekommen stellte Street die Taschen in sein Schlafzimmer. "So ihr legst dich jetzt schön brav aufs Sofa und ich kümmere mich um alles, wenn ich wieder da bin." "Luca ich bin nicht krank, ich hab nur ein paar Rippenbrüche." rollte sie mit den Augen. "Hey, keine Widerrede! Der Doktor hat gesagt, dass ihr euch  schonen musst... Also hinlegen und verwöhnen lassen. Hopp hopp." wies er sie beide an. Die beiden sahen sich kurz an und verdrehten beide die Augen.“ Ja Papa“ kam es von beiden gleichzeitig. Luca nickte und fuhr dann wieder zum HQ. . Chris lag noch nicht mal 10min auf dem Sofa und schlief sie. Es war ein unruhiger Schlaf. Immer wieder hatte sie die Gesichter der Typen vor ihr, wie sie anfassten und schlugen, wie sie ihr drohten sie zu töten. Damals wie heute.
Street sah aus der Küche wie sie im Schlaf die Stirn runzelte und den Kopf immer wieder hin und her drehte.

"NEEEEIIIINNN..." schrie Chris und saß kerzengerade und schwer atmend auf dem Sofa. Sie brauchte einen Moment um sich zu orientieren. Street war sofort da, nahm sie fest in den Arm um ihr Sicherheit zu geben. "Alles gut, alles ist gut. Du hast nur schlecht geträumt. ich bin da, ich hab dich." sie tat ihm so leid, wenn er könnte, hätte er ihr die Last sofort abgenommen.
"Gott Street, ich sehe diese Gesichter sobald ich meine Augen schließe. Ich kann ihre Hände auf mir spüren." ihre Stimme versagte, aber sie wollte stark bleiben, sie wollte auf keinen Fall ein Opfer sein. "Ich darf mir nicht vorstellen was die alles mit dir gemacht haben, sonst würde ich jeden einzelnen umbringen, dass schwör ich dir Chris." er drückte sie noch fester an sich, als ob er Angst hätte sie zu verlieren. "Street... Würdest du bitte bei mir bleiben bis ich schlafe? Ich glaub ich hätte ein besseres Gefühl..." vorsichtig sah sie ihm in die Augen. "Ja sicher. Komm leg dich hin." er breitete seine Arme aus in die sie sich gerne kuschelte. Er deckte sie zu und gab ihr einen Kuss aufs Haar. "Versuch zu schlafen, ich bin da.“ Seine Wunde tat wohl ein wenig weh, so wie sie gerade lag. Aber das war ihm egal. Er wollte einfach nur da sein.
Die ganze Nacht verbrachten die beiden auf dem Sofa. Chris konnte ganz gut schlafen und fühlte sich sicher in Streets Armen. Sie stand vorsichtig auf um ihn nicht zu wecken und machte Eier mit Speck. Ein verschlafener Street kam in die Küche. "mmmmhhhh das riecht aber lecker. Ich hab nen riesen Hunger! Wo ist denn Luca" er grinste. "der ist schon weg."

Nun war eine gute Woche vergangen und Chris war körperlich wieder auf der Höhe. Heute stand ihre erste Therapiestunde bei Dr. Wendy an. Sie war sehr nervös. Dass Street mitkam gab ihr etwas Ruhe. Street war angespannt. Bis jetzt kannte er keine Details, weder von früher noch von heute. Er hatte Angst wie er darauf reagieren würde, ob er überhaupt damit umgehen könnte.
"Hallo Chris, hallo Jim. Kommt doch rein und nehmt Platz." Dr. Wendy lächelte die beiden an. "Möchtet ihr was trinken?" beide schüttelten die Köpfe.
"Ich möchte gleich anfangen Dr. Wendy, bevor ich es mir wieder anders überlege." "In Ordnung Chris. Erzähl mir, was du kannst. Wir - " sie sah zu Street, "sind da für dich, wenn du uns brauchst."
"Ich war 15 und auf dem Heimweg. Plötzlich hielt ein Van neben mir. Zwei maskierte Typen zerrten mich hinein. Sie dachten ich bin die Freundin von einem Mafia Clan mit dem sie Ärger hatten. Sie sahen, dass es eine Verwechslung war, aber das war ihnen dann egal. Sie brachten mich in eine Lagerhalle, fesselten und knebelten mich. Dort sah ich dann, dass es fünf waren, nicht nur zwei. Ich wollte mich befreien, schreien, aber ich war wie gelähmt. Sie vergewaltigten mich über Stunden. Irgendwann in der Nacht schmissen sie mich aus dem Van." es fiel ihr sichtlich schwer darüber zu reden. Street nahm ihre Hand in seine und drückte sie fest.
"Neulich als ich da im Safehaus im Bett lag, Ich hab sie sofort an ihrem Geruch erkannt. Ich wusste was wieder passieren würde und hab mich innerlich schon damit abgefunden gehabt. Natürlich hab ich mich immer wieder versucht zu befreien, aber es ging nicht. Sie waren zu viele und zu stark. Sie schlugen mir immer und immer wieder in den Bauch. Mit einem Taschenmesser fuhren sie mir übers Gesicht." Street spannte seinen Kiefer an und seine freie Hand ballte sich zu einer Faust. Innerlich tobte er und es machte ihn fertig, dass ihr so viel Schmerz angetan wurde.
"Als sie mich ausgezogen hatten und mich vergewaltigen wollten, hörte ich Hondos und Streets Stimmen. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich war." sie sah Street in die Augen und lächelte leicht. "Dr. Wendy, ich will nie wieder ein Opfer sein. Ich kämpfe und will meine Angst nicht wieder die Macht übernehmen lassen. Ich glaube ich bin auf einem guten Weg."
"Chris, das war ein sehr guter Anfang." Chris und Street verabschiedeten sich. Die Jungs kamen ihnen entgegen und umarmten Chris. Sie vermissten sie genauso wie sie ihr Team. Auch Street war noch krankgemeldet, aber das Team wusste, dass Chris im Moment ihren Beistand brauchte.

Chris war nun schon seit 2 Wochen bei Luca und Street. Sie saßen auf dem Sofa, schauten einen Film und aßen nebenher.
"Street, ich genieße es sehr, dass ich hier sein darf, aber ich denke ich bin jetzt soweit, dass ich wieder alleine sein kann." sie sah ihn an. "Willst du mich etwa loswerden?" sagte er gespielt empört. "Nein auf keinen Fall! Dein Chaos und deine Unordnung würden mir wahnsinnig fehlen." sie musste laut lachen, ebenso Street. Er warf ihr ein Kissen ins Gesicht. "HEEEEEYYY das gibt Rache, dass ist klar Jim Street?" "Vor dir hab ich keine Angst!" provozierte er sie. Ohne Vorwarnung stürzte sie sich auf ihn und kitzelte ihn. "WAAAAHAAA das ist unfair. Du weißt dass ich kitzelig bin!" "Was denkst du, warum ich das mache?!" lachte Chris. Einen Moment lang hielten sie inne. Chris über Street liegend. Sie sahen sich in die Augen. "Chris?" Street war ernst und schluckte hart. "Wenn du mich jetzt nicht aufhältst dann werde ich dich küssen..." Chris schluckte ebenso hart. "Dann mach es doch." flüsterte sie.
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