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Herz oder Kopf

von fcb25
GeschichteRomance, Freundschaft / P12 / Gen
Christina "Chris" Alonso Daniel "Hondo" Harrelson Jr. David "Deacon" Kay Dominique Luca James "Jim" Street Victor Tan
30.01.2021
10.04.2021
25
42.835
4
Alle Kapitel
47 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.02.2021 1.464
 
Hallo

so da bin ich wieder mit dem 2. Kapitel. Ich wünsche euch viel Spaß mit Street und Chris. Ich würde mich sehr über Feedback wissen.

LG



In den nächsten Wochen hatte man das Gefühl, die Freundschaft von Chris und Jim hätte es nie gegeben. Sie sprachen nur beruflich miteinander, für den Rest, ging immer einer der beiden weg.
Chris war zu Ty und Kyra gezogen, doch mittlerweile wusste sie, dass es ein Fehler war. Sie hatte keine Zeit mehr für sich. Sie machten ihr immer wieder Vorwürfe, dass sie nur die Arbeit im Kopf hatte. Und sich nie Zeit für sie nehmen würde. Dabei stimmte das nicht, aber das Problem war, dass sie Kyra mehr mochte, als Ty und nicht wusste, was sie tun sollte. Außerdem bekam sie den Kuss mit Street einfach nicht aus ihrem Kopf. Sie hatte bei diesem Kuss so viel gespürt. Wie noch nie zuvor. Aber sie hatte ihren Kopf entscheiden lassen und jetzt musste sie damit klar kommen.

Street ging es in den letzten Wochen ein wenig besser. Er vermisste seine beste Freundin, doch er hatte sich damit abgefunden, dass es nie wieder so sein würde, wie es einmal war. Er hatte den Kuss so sehr genossen, es hatte sich so richtig angefühlt, doch mittlerweile würde er ihn gerne ungeschehen machen, damit er seine beste Freundin wieder hatte.  Er begann aber langsam damit, es zu akzeptieren. Akzeptieren, dass die beiden wohl nur noch Kollegen waren. Kollegen die im Dienst alles füreinander taten, doch sonst getrennte Wege gingen. Er konnte damit leben, weil sich gerade eine neue Person in sein Leben schlich. Nämlich Molly Hicks. Er mochte sie. Sie war lustig, sie konnten gut reden und er fühlte sich wohl bei ihr. Sie hatten sich in den letzten Wochen immer mal wieder getroffen und vor ein paar Tagen hatten sie sich dann auch das erste Mal geküsst. Und er hatte sich vorgenommen, zu sehen, wo das hinführen würde. Er musste sein Leben endlich in die Hand nehmen und nach vorne sehen. Er musste die Vergangenheit hinter sich lassen.  Seine Gefühle für Chris, seine Mutter, seine Kindheit. Er sollte einfach nur nach vorne sehen, einen guten Job haben, eine nette Freundin und vielleicht später mal eine eigene Familie.

„ Hey Street, du siehst müde aus“ grinste Hondo, als sich das Team morgens versammelte.
„ Ja, war auch eine kurze Nacht. Molly und ich waren in der Spätvorstellung. Aber alles gut. Ich bin hellwach und voller Energie“ lächelte er.
Deacon hatte aber bemerkt, dass es Chris heute überhaupt nicht gut ging. Sie hatte sich sofort in der Waffenkammer versteckt.
„ Bist du okay?“ fragt der Ältere irgendwann einmal in die Waffenkammer.
„ Klar“ sagte sie nur kurz.
„ Chris, sieh mich an“ forderte Deacon sie auf. Sie hatte mit ihren Tränen zu kämpfen.
„ Was ist los“?“ fragte er ein weiteres Mal  und nahm sie kurz in den Arm. Sie löste sich und sah ihn an.
„ Du wirst jetzt sagen, ich habe es dir gesagt, aber ich weiß nicht, ob diese Beziehung, dieses Dreierding, was ist, was ich will“
„ Warum?“
„ Ich kann einfach nichts mit Ty anfangen. Und Kyra wird sich niemals von ihm trennen, sie heiraten. Ich sehe mich da nicht noch in den nächsten Jahren“ gab sie offen zu.
„ Hast du denn schon mit den beiden versucht zu reden?“ fragte er.
„ Nein, nicht so wirklich. Aber ich weiß auch nicht wie ich es machen soll.“
„ Sei ehrlich mit Ihnen und erzähle ihnen von den Gefühlen, welche du hast“
Chris überlegte eine Weile und nickte, er hatte Recht, vielleicht musste sie offen mit den beiden reden.
„ Danke Deacon“
„ Und wenn du dann immer noch kein gutes Gefühl hast, dann hör auf dein Gefühl. Wir sind immer für dich da. Und diesen Spruch wirst du niemals von mir hören, nur weil wir anders lieben, heißt es nicht, dass du weniger wert bist oder so. und ich werde dich immer unterstützen“ lächelte er sie an. Sie lächelte zurück und dann nahm er sie in den Arm. Kurze Zeit löste sie sich und verließ die Waffenkammer.

„Entschuldigen sie mich. Mein Name ist Mrs Bell, ich bin Bewährungshelferin und  suche Mr. Street“ stand plötzlich eine Frau vor ihr.
„ Hallo. Ich bringe sie zu ihm. Folgen sie mir doch einfach“
„ Danke“. Chris machte sich auf den Weg um ihn zu suchen. Sie beschlich der Verdacht, dass dieser Besuch etwas mit seiner Mutter zu tun haben könnte.
Sie fand ihn in der Küche.
„ Street, Hier ist eine Bewährungshelferin, welche mit dir reden möchte“ kam sie sofort zum Punkt.
„ Danke“ sagte er nur schnell und sah dann auch schon Mrs Bell.
„ Miss Bell, was kann ich für sie tun?“ wollte er wissen.
„ Ich habe ihre Mutter seit über 2 Wochen nicht mehr gesehen, wissen sie, wo sie ist?“
„ Nein, tut mir leid. Ich habe ihnen doch schon bescheid gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr zu ihr habe“
„ Mr. Steet, wenn ich sie in einer Woche immer noch nicht gesehen habe, dann geht wie wieder in den Knast. Sie sind für sie verantwortlich. Sie haben das damals unterschrieben. Sie können nicht einfach so sagen, nein, das mache ich jetzt nicht mehr“
„ Aber…“ wollte Chris ihm nun helfen.
„ Chris, halte dich da raus“ fuhr er sie an.  Er wollte nicht, dass sie sich einmischte.
„ Ist ok. Ich werde mich darum kümmern. Ich melde mich bei ihnen. Aber wie gesagt, ich habe seit längerem keinen Kontakt, da sie ein Leben führt, welches ich nicht möchte“
„ ich verstehe. Sie haben noch eine Woche“ dann ging sie weg.
Street schlug mit voller Wucht auf die Küchenzeile. Chris näherte sich ihm, doch er stieß sie von sich.  Sie hatte sich klar ausgedrückt, wenn er sie jetzt wieder an sich ran lassen würde, dann würde es später noch mehr schmerzten.
„ Tut mir leid“ dann rannte er raus. Chris sah ihm nach. In diesem Moment wurde ihm klar, was sie alles verloren hatte.

Dies sollte ihr in den nächsten Monaten immer mehr klar werden. Street war mit Molly zusammen und die beiden schienen wirklich glücklich miteinander zu sein. Sie holte ihn öfters mal ab und er war in den letzten Wochen wirklich immer gut gelaunt. Bei Chris war das Gegenteil der Fall. Sie hatte mit Ty und Kyra geredet und dann war es auch einen Monat gutgegangen, doch dann war es nur noch schlimmer geworden. Und deshalb hatte sie entschieden, die Sache zu beenden und einen Schlussstrich zu ziehen.

Street und Molly hatten an diesem Abend beschlossen Essen zu gehen. Eigentlich wollten sie mit seiner Maschine fahren, da es stark regnete, entschieden sie sich für Mollys Wagen. Sie erlebten einen sehr schönen Abend, es wurde viel gelacht und sie unterhielten sich sehr gut.
Chris saß in der Zwischenzeit mit ihren Halbseligkeiten im Truck. Sie weinte und wusste nicht wo sie hin sollte. Im Grunde war sie jetzt obdachlos. Warum hatte sie ihre Wohnung sofort gekündigt, sie hätte es einfach nur auf Probe versuchen sollen. Jetzt hatte sie den Salat.
Sie schaute auf ihr Handy, es war 21 Uhr. Sie nahm ihr Handy und ihre Finger wählten wie von selbst Streets Nummer.  Sie war einfach nur fertig und verzweifelt. Sie brauchte ihren besten Freund. Sie brauchte Jim Street. Doch er nahm nicht ab und es machte sich Panik in ihr breit. Sie wusste nicht wo sie hin sollte.
Gegen 23 Uhr kamen Street und Molly bei sich an.
„ Ich freue mich jetzt darauf, mich an dich zu kuscheln, ich bin total erledigt“ lächelte Molly ihren Freund an.  Dieser grinste sie nur an.
„ Ach, so müde? Ich wollte eigentlich noch mehr machen, als nur kuscheln, aber wenn du zu müde bist“ dann zwinkerte er ihr zu, beugte sich zu ihr rüber und küsste sie.
Als sich die beiden lösten, bemerkte Street jemanden, der auf der Veranda saß und es handelte sich nicht um Luca.  Sofort wusste er, wer das saß. Er kannte ihre Körperform.
„ Chris sitzt da auf der Veranda“ sagte er zu Molly.
„ Was will die denn jetzt noch“ Molly schien etwas genervt zu sein, schnallte sich aber los.
„ Molly, würde es dir etwas ausmachen, wenn du heute bei dir schlafen würdest. Ich denke, wenn sie um diese Uhrzeit hier ist, gibt es einen Notfall“  er sah seine Freundin an und hoffte auf Verständnis.
„ Na wenn du meinst“ sagte sie mürrisch und schaltete den Motor wieder an. Street wollte ihr noch einen Kuss geben, doch sie entzog sie ihm, so dass es nur einen Wangenkuss gab. Enttäuscht stieg er aus dem Wagen, er hatte gehofft, sie würde es verstehen. Er ging zur Veranda und sah wie sie weinend und total durchnässt da saß.
„ Chris, was machst du um diese Uhrzeit hier?“ wollte er wissen und setzte sich neben sie. Und in diesem Moment schmiss sie sich in seine Arme und weinte.
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