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In Sickness and in Health [1. Teil]

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Historisch / P18 / MaleSlash
30.01.2021
23.10.2021
35
89.786
24
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20.07.2021 2.631
 
CHAPTER 21:

Wie gerädert schlurfte Grayson in der nächsten Woche über den weitläufigen Gang des Klinikums. Wie er und alle anderen Angestellten des St. Thomas bereits geahnt hatten, hatte Oliver die Nachricht über seinen wahren, biologischen Vater nicht gut aufgenommen.
Grayson hatte unter anderem bis spät abends an der Bettkante des blonden Jungen verharren müssen, bis dieser endlich in einen unruhigen Schlaf gefallen war. Der kleine Waisenjunge hatte sogar zu Graysons und Eleanors Entsetzen wieder angefangen, nachts ins Bett zu nässen und natürlich blieb diese unliebsame Tätigkeit nun an den beiden Mitarbeitern des Klinikums hängen.
Mister Smith hatte sein uneheliches Kind sogar einmal besuchen wollen, jedoch hatte sich Oliver vehement geweigert auch nur ein Wort mit dem reichen Fabriken Besitzer zu wechseln und somit war der beleibte Mann wutschnaubend wieder abgerauscht.
Grayson seufzte leise und verstärkte seinen Griff um die zierlichen Glasbehälter in seinen Händen, denn er wusste, dass ihm Schwester Margaret gehörig die Ohren langziehen würde, wenn er jene teuren Arzneien auf den Boden verschütten würde.
Er wünschte sich so sehr, dass Oliver bei Mr. Smith glücklich werden könnte und sich vielleicht endlich wieder richtig geborgen bei einer Person fühlen könnte. Aber der blonde Krankenpfleger hegte wieder rum Zweifel, dass der raffgierige Fabrikant ein besonders liebevoller Vater für den kleinen Waisenjungen sein würde.

Grayson schritt mit kleinen Schritten den Gang entlang, als ihn plötzlich eine starke Person von hinten packte und ihn in die nahegelegene Kammer zerrte. Der blondhaarige Krankenpfleger geriet in Panik und versuchte um sich zu schlagen. Jedoch behielt der unbekannte Angreifer die Überhand und er schleppte den schmal gebauten Mann in das kleine Zimmer, in welchem die Medikamente und Leinenverbände aufbewahrt wurden.
Grayson versuchte zu schreien, aber der Fremde presste dem Krankenpfleger sogleich eine Hand auf den Mund, sodass diesem statt einem lauten Schrei nur ein unverständliches Brummen entwich. Nachdem der Unbekannte Grayson endlich in die kleine Kammer gebracht hatte, schubste er mit einem Fuß die knarzige Tür zu und drehte sich zu dem blonden Krankenpfleger um.
„Harry!“, rief Grayson, als er den hochgewachsenen Studenten vor sich erkannte und er legte sich eine Hand über die Brust, unter der sein Herz wie wild raste.
„Mach das gefälligst nie wieder! Ich habe mich zu Tode erschreckt! Und beinahe hätte ich die teure Medizin fallen gelassen!“, rügte der Krankenpfleger den jungen Adeligen, welcher ihm schelmisch angrinste. Grayson rückte ein Stück näher an den Medizinstudenten heran und schlug ihn mit einer Hand auf die Brust.
„Es tut mir leid, Grayson…“, meinte Harry daraufhin und er nahm die schmale Hand des Krankenpflegers in seine und hauchte versöhnlich einen Kuss auf diese.
„Was sollte dann dieser Überfall, Mr. Edwards?“, wollte Grayson von ihm wissen und legte wieder rum seine Hand auf die Wange des Studenten.

In den letzten Tagen hatten die beiden jungen Männer immer nur eine begrenzte Auswahl an Zeit zu zweit gehabt, denn die Krankensäle des St. Thomas quollen beinahe über von kranken sowie verletzten Patienten und auch die Medizinstudenten waren von Professor Hamilton ordentlich mit Aufsätzen und Prüfungen getriezt worden.
Graysons Treffen mit dem attraktiven Medizinstudenten hatten sich meist auf heimliche Treffen in jener kleinen Abstellkammer beschränkt.
Einmal hatte der blonde Krankenpfleger während der Mittagsruhe Harry in seine kleine Schlafkammer genommen und glücklicherweise war diese tollkühne Aktion von der brummigen Oberschwester entdeckt worden. Grayson war überzeugt davon, dass ihm und Harry dann ein mehr als großes Donnerwetter gedroht hätte.
Der blonde Krankenpfleger wusste genau, dass er und Harry mit dem Feuer spielten und es mit großer Wahrscheinlichkeit nur eine Frage der Zeit wäre, bis die beiden von einem Mitarbeiter des St. Thomas erwischt werden würden.
Aber bis dahin genoss Grayson jenes Verhältnis auf Zeit, welches er mit dem attraktiven Medizinstudenten pflegte, mehr als gut.
„Was machst du denn nächsten Samstag, Grayson?“, fragte Harry auf einmal und der blonde Krankenpfleger legte genießerisch den Kopf in den Nacken, als der Adelige begann, sanfte Küsse in seine Halsbeuge zu hauchen.
„Eventuell wollte ich mit meiner kleinen Schwester auf den Markt gehen…“, erklärte Grayson leise und fuhr zärtlich mit seinen Händen durch Harrys weiche Locken.
„Wir würden nächstes Wochenende eine kleine Feier in unserem Verbindungshaus veranstalten…“, sagte Harry zu dem kleineren Mann und Grayson blickte den Medizinstudenten leicht verwundert an.
Wieso wollte Harry ihn denn wegen dieser Angelegenheit sprechen?
Weil Grayson den elegant gekleideten Mann vor sich immer noch mit großen Augen ansah, räusperte sich Harry und meinte dann: „Und ich wollte dich fragen, ob du vielleicht ebenfalls dieser kleinen Festlichkeit teilwohnen möchtest, Grayson…“
„Aber da passe ich doch bestimmt nicht rein, Harry…“, stammelte Grayson und er stellte sich in seinem Kopf die Frage, weshalb ihn der Medizinstudent auf einmal zu dieser Veranstaltung dabeihaben wollte.
Nachdem der künftige Duke gespürt hatte, wie der blonde Krankenpfleger immer noch zögerte und ihn leicht verwirrt ansah, fügte Harry noch hinzu: „Es würde mich sehr freuen, wenn du dabei wärst, Grayson…“
Der Student streichelte liebevoll über Graysons Seite und seine strahlend grünen Augen blickten ihn zärtlich an, während er offensichtlich auf eine Antwort des Blondhaarigen wartete.
„Ich weiß nicht, Harry…“, erklärte Grayson dem jungen Adeligen seine Bedenken, „Da passe ich doch gar nicht rein…“
Der blonde Krankenpfleger, welcher aus dem Armenviertel East End in London stammte, war sich in diesem Moment sicher, dass er aufgrund seiner niedrigen Herkunft nicht in diese Gruppe an Studenten und jungen Männern aus wohlhabendem Hause passen würde. Harrys Kommilitonen sowie Verbindungsbrüder waren allesamt Söhne von einflussreichen Männern und jeder von ihnen würde sich sicherlich sehr wundern, weshalb Harry ausgerechnet ihn eingeladen hatte.
„Bitte tu mir den Gefallen, Grayson…“, versuchte Harry den Blondhaarigen doch noch zu überzeugen, seine Einladung anzunehmen. Der junge Medizinstudent zog den schmächtigen Mann in eine enge Umarmung und seine grünen Augen sahen Grayson warm an.
„Das wäre super, wenn wir endlich ein bisschen mehr Zeit zusammen verbringen könnten…“
Grayson seufzte leise auf: „Na gut… eventuell könnte ich mich mit Eleanor meine Abendschicht tauschen.“
Plötzlich wandelte sich der sonst so immerzu freundliche Gesichtsausdruck des jungen Adeligen in eine grimmige Grimasse: „Ich bin mir sicher, dass sie dir sehr gerne diesen Gefallen tun wird, Grayson…“
Der blonde Krankenpfleger runzelte daraufhin abermals verwirrt seine Stirn und er fragte sich, weshalb Harry so auf die Nennung des Namens der hübschen Krankenschwester reagiert hatte.
War er etwa eifersüchtig, dass er so viel Zeit mit Eleanor verbrachte?

„Ich und Eleanor sind lediglich Kollegen, Harry…“, versuchte Grayson seinen heimlichen Geliebten zu beruhigen und strich mit einer Hand über die Wange des Medizinstudenten.
„Ich werde mit ihr reden…“, flüsterte Grayson Harry ins Ohr und dieser nickte daraufhin kurz. Der blonde Krankenpfleger legte seinen Lippen für einen kurzen Augenblick auf die des größeren Mannes, bevor er sich von Harry losmachte und sich wieder auf den Weg in den östlichen Krankenflügel machte.
Schwester Margaret würde sich mit Sicherheit fragen, ob Grayson auf dem Weg verschollen gegangen wäre.
Der blonde Krankenpfleger seufzte nochmals auf und warf einen letzten Blick auf Harry, welcher noch immer leicht grimmig vor sich hinstarrte, während er sich die Krawatte seines Anzuges richtete.
Hegte Harry offenbar ein großes Misstrauen gegenüber der hübschen Krankenschwester?
Aber weshalb, fragte sich Grayson in Gedanken nur…
Immerhin waren die beiden Kollegen und gute Freunde… Und nicht mehr…


                              ***

Grayson blickte sich mit großen Augen in dem edel eingerichteten Salon des Hauses der Studentenverbindung um und war mehr als beeindruckt von jenem Prunk. Ein goldener Kronleuchter zierte die Decke des Altbaus und alle Polstermöbel bestanden aus edlem Brokat und die Tische aus Mahagoni.
Kieran hatte ihm vorhin erklärt, dass sich die Verbindung an jungen Studenten durch die sogenannten „alten Herren“ finanzierte.
Diese waren Männer, welche einst selbst, während ihres Studium Mitglied in der altenglischen Verbindung gewesen waren und sich somit auch dazu verpflichtet hatten, selbst im Erwachsenenalter jährlich eine gewisse Summe an Unterstützung der Stiftung zukommen zu lassen.
Unter anderem war auch Harrys Vater, der jetzige Duke of Richmond, einer dieser sogenannten „alten Herren“, welcher als Altmitglied der Verbindung fungierte.

Zum ersten Mal war Grayson froh, dass der rotblonde Ire an seiner Seite klebte, denn er fühlte sich von der Anwesenheit der arroganten Studenten mehr als eingeschüchtert. Der blonde Krankenpfleger war sich zwar bewusst, dass Kieran dies wohl nur tat, um unauffällig während ihres Gespräches mehr Informationen über seine jüngere Schwester zu erfahren.
Aber in diesem Augenblick war Grayson dem gebürtigen Iren mehr als dankbar, dass er an seiner Seite verharrte und ihn somit ein wenig vor den abwerteten und neugierigen Blicken seiner Mitstudenten abschirmte.
Obwohl sich der blonde Krankenpfleger für den heutigen Abend sein bestes Hemd angezogen hatte, konnte er sich nicht vor der bitteren Wahrheit verschließen, dass er im Gegensatz zu den Studenten mit ihren edlen Seidenhemden mehr als schäbig wirkte. Und die anderen Studenten fragten sich sicherlich in Gedanken, weshalb der Sohn des ehrwürdigen Duke of Richmond ausgerechnet einen armen Krankenpfleger zur Feier eingeladen hatte.
Nicholas, Kieran und Harrys schwarzhaariger Kommilitone, hatte den künftigen Duke of Richmond mit einer fadenscheinigen Ausrede zu einem Trinkspiel verführt und Grayson war allein mit dem rotblonden Iren zurückgeblieben.

„Entschuldigst du mich bitte kurz, Kieran…“, sagte Grayson zu Harrys besten Freund und machte sich auf den Weg in das obere Geschoss des großen Verbindungshauses.
Ihm war aufgrund der Menge an Alkohol bereits ein wenig schwindelig und er musste sich für eine Sekunde an dem hölzernen Geländer der Treppe festhalten, damit er nicht stolperte. Dabei rempelte er zu seinem Unglück einen arrogant wirkenden jungen Mann an und dieser verschüttete ein wenig des teuren Whiskeys, welchen er in seinem gläsernen Behälter hielt.
„Hey!“, schnauzte er Grayson sogleich an und fügte och mit einem hämischen Grinsen hinzu: „Dieser Whiskey kostet wohl mehr, als dass du jemals verdienen könntest!“
Der blonde Krankenpfleger senkte betreten den Blick und floh schnell an dem Studenten vorbei in das kleine Gästezimmer, in welchem er heute Abend eigentlich übernachten sollte.
Grayson hatte in diesem Augenblick gar keine Lust mehr, sich unter diese Masse an arroganten und hochmütigen Studenten zu mischen, welche ihn ohnehin niemals als ihresgleichen ansehen würde.
Der Blondhaarige ließ sich mit wackeligen Knien auf dem weichen Bett nieder und fuhr sich erschöpft mit einer Hand über das Gesicht.
Die anstrengende Arbeitswoche steckte ihm noch in den Knochen und er würde am liebsten wieder ins St. Thomas zurückkehren. Aber er hatte Harry ja versprochen, dass er diese Feier, welche seine Mitstudenten für ihn organisiert hatten, besuchen würde.
Und zudem konnte er sich nicht spät nachts allein und zu Fuß zurück auf den Weg ins St. Thomas machen. Er könnte dadurch Gefahr laufen, einem Wegelagerer oder einem Halsabschneider über den Weg zu laufen und Grayson wusste aufgrund früherer Erfahrungen in East End, dass man sich mit dieser Sorte von Menschen erst gar nicht anlegen sollte.
Was blieb ihm jetzt noch übrig, als weiterhin auf dieser unleidigen Party auszuharren?
Grayson debattierte noch weitere Alternativen, wie er jene Feier vorzeitig unter einem Vorwand verlassen könnte, als sich auf einmal die Tür zu dem Gästezimmer öffnete und Nicholas breit grinsend auf den Krankenpfleger zukam.
Er lallte bereits ein wenig und er ließ sich zu Graysons Überraschung direkt neben ihm auf der Bettkante nieder.
„Grayson, mein lieber Freund!“, rief er freudig und hielt dem Blondhaarigen seine noch halbvolle Weinflasche unter die Nase.
Verwirrt musterte der Krankenpfleger Harrys betrunkenen Kommilitonen und er fragte sich in Gedanken, weshalb Nicholas ausgerechnet seine Gesellschaft suchte. Normalerweise rümpfte der arrogante Adelige nur die Nase über das tollpatschige „Helferlein“, wie er Grayson insgeheim nannte.

„Was willst du?“, fragte Grayson ihn scharf und daraufhin legte der Schwarzhaarige kumpelhaft seinen Arm um die schmalen Schultern des Blonden.
Sein alkoholgeschwängerter Arm strich über Graysons Halsbeuge und er versuchte ein Stück von dem Adeligen wegzurutschen, jedoch ließ dieser das nicht zu.
„Oh Grayson, hat dich unser lieber Harold etwa versetzt? Ich hatte ursprünglich vermutet, dass er dieses Gästezimmer für ein kleines Schäferstündchen mit einem gewissen, kleinen Helferlein zweckentfremdet…“
„Ich weiß nicht, wovon du sprichst…“, widersprach Grayson ihm sogleich und schüttelte energisch seinen Kopf.
Nicholas neigte den Kopf und seine Augen blickten den Krankenpfleger spöttisch an:
„Ach komm, ich weiß doch, was für ein besonderes Verhältnis du zu meinem Verbindungsbruder pflegst, Grayson…Ich habe euch beiden in den letzten Wochen über in den Hallen des St. Thomas beobachtet… Diese kleine Vorratskammer scheint sich ja äußerst gut für kleinere Schäferstündchen zu eignen…“
Grayson verkrampfte sich und knetete nervös seine Hände in seinem Schoss…
Was wollte Nicholas jetzt nur von ihm?
„Und außerdem… Wenn Professor Hamilton davon Wind bekäme, was für ein unsittliches Verhältnis unser Harold mit einem Angestellten des St. Thomas zu unterhalten pflegt, dann wäre dies wohl ein großer Skandal… Und dann das auch noch mit einem Mann!“
Der blonde Krankenpfleger hatte eine unangenehme Vorahnung, was Nicholas mit diesen Andeutungen bezwecken wollte: „Aber…aber du hast doch nicht vor uns zu verraten?“
„Nein, das habe ich natürlich nicht vor, Grayson…“
Nicholas schüttelte mit dem Kopf und Grayson wollte schon erleichtert aufatmen, als sich plötzlich ein genießerisches Grinsen auf dem Gesicht des Medizinstudenten ausbreitete.
„Wenn du mir im Gegenzug dafür einen kleinen Gefallen tust…“
Dem blonden Krankenpfleger rutschte sogleich sein Herz in die Hose und er erzitterte am gesamten Körper.
Wenn Nicholas ihr kleines Geheimnis ausplaudern würde, dann wäre sowohl sein Leben als auch das des künftigen Duke of Richmond zerstört.
„Was möchtest du denn von mir?“, fragte der Krankenpfleger ihn, „Möchtest du mich etwa erpressen? Ich besitze kein Geld, das kann ich dir gleich sagen!“
Der schwarzhaarige Student lachte kurz auf, bevor er näher an den schmal gebauten Mann heranrutschte und diesem mit einer Hand über die Wange strich: „Nein, das hatte ich natürlich keineswegs im Sinn… Ich besitze mehr als genug Geld…“
Seine dunklen Augen sahen Grayson fordernd an und er musterte den schmächtigen Körper des Krankenpflegers mit einem gierigen Blick.
Er deutete mit einer Hand auf seinen Schritt und er raunte Grayson ins Ohr: „Ich habe im Gegensatz zu unserem lieben Harold nichts für das männliche Geschlecht über… Jedoch kannst du dich nicht so schlecht anstellen… Dafür, dass mein Kommilitone dafür sogar das Risiko in Kauf nimmt, als Sodomit gebrandmarkt werden…“

„Du bist widerlich!“, zischte der Krankenpfleger den Adeligen an. Grayson schüttelte es schon allein bei dem Gedanken, Nicholas befriedigen zu müssen, damit dieser nicht ihn und Harry an die Sitte verpfeifen würde.
„Du hast die Wahl, kleines Helferlein…“, lächelte Nicholas ihn fies an und blickte den Krankenpfleger erwartungsvoll an, während er sich auf dem Bett zurücklehnte und mit einem Finger auf den Bund seiner Anzughose deutete.
Grayson seufzte leise auf und überfordert strich er sich mit einer Hand durch seine dunkelblonden Strähnen. Wenn Nicholas sein kleines Geheimnis verraten würde, dann konnte er froh sein, wenn er mit einer geringen Gefängnisstrafe oder einem Aufenthalt in einem von Londons zahlreichen Arbeitshäusern davonkam. Zudem musste er Harry unbedingt vor diesem Schicksal bewahren.
Was blieb Grayson nun anderes übrig, als sich Nicholas unverschämter Forderung zu fügen?
Der blondhaarige Krankenpfleger stand zitternd von dem Bett auf und kniete sich daraufhin vor Nicholas auf den Boden des Gästezimmers.
Grayson atmete noch einmal tief durch, bevor er mit bebenden Fingern daraufhin die Knöpfe von Nicholas grauer Anzughose öffnete.
Die Tür zu dem kleinen Gästezimmer flog in der nächsten Sekunde krachend auf und der blonde Krankenpfleger rief entsetzt, als er den großgewachsenen Medizinstudenten mit den braunen Locken im Türrahmen erkannte: „Harry!“
„Das ist… nicht… ich wollte…das alles nicht…“, stammelte Grayson verzweifelt, während ihn Harry immer noch geschockt ansah und sein Blick zwischen ihm und Nicholas hin- und herging.

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Hey entschuldigt bitte die lange Wartezeit meine lieben, aber mich hat eine Sommergrippe erwischt und so bin ich in den letzten Tagen kaum zum schreiben gekommen...
Vielen vielen Dank an die 21 Sternchen! :) Das freut mich immer sehr eure Resonanz zu sehen...
Wie wird es jetzt wohl weitergehen? Bereits in Kapitel 9 hatte Nicholas ja die beiden schon mal inflagranti erwischt...
Ich freue mich auf eure Rückmeldung!
LG Laura
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