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Home - Tiva und Remadora

CrossoverFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Anthony "Tony" DiNozzo Ziva David
30.01.2021
30.01.2021
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1.364
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Dieses Kapitel
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30.01.2021 1.364
 
Diesen kurzen Oneshot widme ich einer Person die mir im Frühjahr immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte, gestern habe ich daran gedacht wie du mir deine Remus Fanfictions vorgelesen hast und wie schön ich das fand. Und dann kam mir die Idee zu diesem Crossover, keine Ahnung ob du NCIS überhaupt kennst oder dich an mich erinnerst aber wenn du das hier liest – viel Spaß :)

Kurze Spoilerwarnung:

Der NCIS-Part spielt einige Jahre nach Staffel 13, Folge 24.
Der Remus-Part findet irgendwo zwischen 5. und 6. Teil statt.

Zeitlich findet das eigentlich ca 15 Jahre auseinander statt… ich hab mir trotzdem die Freiheit genommen beide Geschichten zu kombinieren^^

Hoffe es gefällt euch!! :))


***
H O M E

„Du bist was?“ ruft die Israeli und entfernt sich von ihrem Gesprächspartner ein Stück.

Der Mann tritt aus dem Schatten, zieht seine Ärmel nach oben und zeigt ihr seine Narben.

„Ein Werwolf Ziva, ich bin ein Werwolf,“ sagt er ruhig.

„Okay wow, das hätte ich nicht erwartet! Ich dachte du bist einfach ein Einzelgänger, wie ich.“

„Das bin ich auch. Aber gezwungenermaßen,“ seufzt er.

„Pah, was soll das denn heißen?!“ ihr starkes Temperament kommt durch.

„Du hast eine Familie! Eine Tochter. Und hast dich entschieden nicht bei ihnen zu sein! Stattdessen versteckst du dich, verschwendest deine Zeit mit mir!“ brüllt Remus sie an.

Ziva kommen die Tränen, sie weiß, dass er Recht hat.

Sie wendet sich von ihm ab, lässt sich auf die Couch in der kleinen Hütte fallen in der sie seit einigen Tagen unterkommt. Nach dem Remus sie verwundet im Wald gefunden hatte.

„Und du hast eine wundervolle Freundin, die dich über alles liebt. Und bist zu feige um mit ihr zusammen zu sein.“ sagt Ziva schließlich, lachend fügt sie hinzu: „Wir sind schon ziemlich dumm.“

„Ich würde uns nicht als dumm bezeichnen, ich bin gefährlich. Ich könnte Tonks verletzen.“

„Das tust du sowieso schon,“ sagt Ziva ruhig, er hat ihr in den letzten Tagen viel von der quirligen Aurorin erzählt. Ihr ist klar, dass er sie liebt.

Doch Remus will es einfach nicht einsehen, Ziva hat Recht, er ist feige. Er traut sich nicht Tonks an sich heran zu lassen, was wenn er sie eines Tages wirklich verletzt? Physisch und nicht nur psychisch…

***

„Und wann gehst du zurück?“ fragt Remus später.

„Bitte, können wir das Thema lassen?“ sagt Ziva, sie ist es Leid mit ihm darüber zu sprechen, um so mehr sie an Tony und Tali denkt um so trauriger wird sie.

„Nein! Morgen ist Vollmond. Da musst du weg sein. Und ich hoffe du gehst zurück zu deiner Famile, hörst endlich auf dich zu verstecken!“

„Jemand will mich umbringen, hast du das etwa vergessen? Wenn ich zurück gehe bringe ich Tony und Tali in Gefahr.“

Ziva kann sich gar nicht vorstellen wie schlimm es wäre wenn ihre Familie sterben würde. Andererseits denkt Tony bestimmt das Ziva tot ist. Und ihre gemeinsame Tochter kann sich vermutlich gar nicht mehr an sie erinnern, immerhin ist diese erst drei Jahre alt.

Ziva zweifelt an ihrem Verstand, lässt sie sich gerade etwa wirklich von Remus beeinflussen? Von dem Mann der zu feige ist Liebe zu akzeptieren?

Sie sagt schließlich: „Ich gehe zurück zu meiner Familie wenn du endlich zu Tonks gehst und ihr deine Liebe gestehst!“

„Das ist Erpressung,“ erwidert Remus.

„Nein, das ist gut für uns…“ sagt Ziva leise.

Sie zieht ein Foto von Tali aus ihrer Tasche: „Ich vermisse sie so.“

Remus streichelt Ziva über den Rücken, beruhigt sie.

***

Als der Tag des Vollmonds anbricht, macht Ziva sich auf den Weg, heraus aus den Wäldern Schottlands, auf den Weg zum Flughafen von Edinburgh. Und kaum hat sie sich versehen sitzt sie in einem Flieger nach Paris.

Einige Tage später hat sie immer noch nicht genug Mut gefasst, was wenn Tony sie nicht zurück will? Ihr Abschied vor fast vier Jahren war tränenreich. Aber doch wunderschön, immerhin war es die Nacht als ihre Tochter Tali gezeugt wurde.

Ziva, Tony und Tali haben noch keine einzige Minute zur selben Zeit im selben Raum verbracht. Und nun ist sie hier, schleicht seit Tagen um Tonys Wohnblock. Hat aber zu viel Angst um sich endlich der Realität zu stellen.

Zurück in ihrem Hotelzimmer erreicht sie eine Botschaft.

Ein silberner Wolf aus Licht, war das Magie?

Die Erscheinung spricht mit der Stimme des Werwolfes: „Ziva, dank dir habe ich endlich zu Tonks gefunden. Wir könnten nicht glücklicher sein! Ich hoffe Tony, Tali und dir geht es ebenfalls gut. Ich bin zuhause angekommen. Remus.“

Ziva lacht, er hat sich anscheinend getraut. Der feige Mann hatte mehr Mut als sie…

Sie greift an ihre Kette, ihren David-Stern den sie sich kurz nach dem sie untergetaucht ist anfertigen hat lassen. Ihre andere Kette hatte sie Tali mitgegeben, aber es war mehr ein Geschenk an ihren Seelenverwandten – ein Zeichen an Tony, sie hofft, dass er dadurch erkannt hat, das sie nicht tot ist.

Abends, nach 20 Uhr macht sie sich dann auf den Weg zu Tonys Wohnung. Sie hat die Hoffnung das Tali bereits schläft und sie sich heute nur Tony stellen muss. Sie will nicht, dass ihre Tochter es mitbekommt wenn ihr Vater sie wegschickt. Was er doch bestimmt tun wird, immerhin haben sie sich lange nicht gesehen. Ziva erwartet nicht, dass Tony sie zurück nimmt. Sie will dem ganzen nur endlich ein Ende setzen, Klarheit erlangen.

***

Einige Minuten lang steht sie vor der verschlossenen Wohnungstür, endlich kann sie sich dazu überwinden zu klopfen. Mit einer Hand hält sie den Spion zu, sie will nicht, dass Tony die Tür öffnet und schon weiß wer davor steht. Sie will ihm in die Augen sehen können wenn er erfährt, dass sie nicht tot ist und bereit ist zurück zu kommen.

Und da öffnet sich die Tür, doch es ist nicht Tony der öffnet. Es ist Senior, Tonys Vater.

Überrascht reißt er die Augen auf, legt sich eine Hand auf den Mund, weiß nicht was er sagen soll.

„Wer ist es, Dad?“ hört Ziva Tonys Stimme. Tonys wundervolle tiefe Stimme.

Senior bringt immer noch kein Wort raus, Ziva sagt ebenfalls nichts. Und da tritt Tony in den Eingangsbereich.

Er beäugt seine Seelenverwandte, seine Ziva. Kann es nicht fassen sie zu sehen. Sie lebt?!

Senior ist mittlerweile einige Schritte zurück gegangen. Doch immer noch hat keiner seine Sprache wieder gefunden.

Und nun ist es doch Ziva die etwas sagt: „Kann ich reinkommen?“ fragt sie leise.

Tony, immer noch erstarrt, weiß nicht was er sagen soll. Für ihn fühlt es sich so an als ob er einen Geist sehen würde. Er denkt zurück an ihren Abschied damals in Israel, an die Nachricht, dass Ziva gestorben war. An den Tag als er damals Tali bekam, mit einem Schlag verlor er die Liebe seines Lebens und bekam das Sorgerecht ihrer gemeinsamen Tochter von deren Existenz er zu diesem Zeitpunkt gerade erst erfahren hatte. Er hat sein Leben für sie aufgegeben, für Tali, für Ziva, die Liebe seines Lebens.

Und nun steht sie da, so schön wie eh und je. Ihre langen dunklen Locken fallen ihr ins Gesicht. Sie sieht fahl aus, dünn. Verändert. Doch ihr Blick ist der selbe, ihr Lächeln ist das selbe. Und als Tony seine Mundwinkel nach oben zieht verändert sich auch ihr Gesichtsausdruck von verängstigt in erleichtert.

Tony macht drei Schritte auf sie zu und schließt Ziva fest in seine Arme, sie erwidert die Umarmung, atmet Tonys vertrauten Geruch ein.

„Es tut mir so Leid,“ flüstert sie in sein Ohr, streichelt durch seine Haare.

Tony hält sie einfach nur fest. Immer noch unfähig etwas zu sagen.

Senior hat den Vorraum bereits verlassen, lässt seinem Sohn etwas Privatsphäre.

„Ich habe dich so vermisst,“ sagt Ziva schließlich.

Endlich schafft es Tony auch etwas zu sagen: „Ich liebe dich. Bitte versprich mir uns nie mehr zu verlassen!“

Ziva, überglücklich, dass Tony sie nicht gebeten hat wieder zu gehen, ihr Leben einfach so zu lassen wie es sei sagt: „Ich liebe dich auch. Und ja, ich bleibe, für immer.“

Und dann hört sie eine hohe Stimme: „Ima?“

Tali.

Tony geht auf ihre gemeinsame Tochter zu, hebt diese in seine Arme, trägt sie zu Ziva und sagt: „Ja Tali. Ima ist endlich nach Hause gekommen.“

***
 
 
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