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Eleonore Black and the Agony of Choice

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley
30.01.2021
23.02.2021
6
23.667
8
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Dieses Kapitel
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23.02.2021 3.767
 
Leon kommt in einem Reiseumhang und mit einem Koffer auf die Bühne.
Das Publikum sieht aus, als würde es seit Tagen warten, doch Leon setzt sich einfach auf den Stuhl und schaut in die Runde.
„Ich bitte euch, kriegt euch wieder ein, ja?", fragt er und weicht einer Bananenschale aus, die jemand nach ihm geworfen hat.
„Besser zielen nächstes mal, Legolas", sagt Leon nur und hebt dann den Elderstab.
Vier Namen erscheinen.
„Wir danken  @Tonks, @Leilany14, @Loony210 und @Lilli Lovegood für ihre Reviews."
Leon räuspert sich: „Außerdem gibt es eine kleine Planänderung bezüglich der Uploads. Immer Freitag um 18 Uhr kommt ein Kapitel. Wir haben bemerkt, dass es einigen zu schnell geht und sie mit dem Lesen nicht mehr hinterher kommen. Deshalb immer Freitags um 18 Uhr und wenn die Leseaktivität wieder nach oben geht, kommen wieder zwei Kapitel pro Woche."






Austauschschüler


Leon ging neben Professor Flitwick eine kleine Straße am Rand von London entlang.
Es war genau eine Woche vor Schulbeginn und die Austauschschüler aus Amerika sollten eigentlich per Portschlüssel nach Hogsmeade reisen.
Irgendwas war allerdings schiefgelaufen und so würden sie irgendwo vor London erscheinen.
Im Ministerium hatte jemand Dumbledore benachrichtigt, dass es seine Aufgabe wäre sie sicher nach Hogwarts zu bringen, deshalb hatte Dumbledore ihn und Filius gebeten, sie sicher nach Hogwarts zu bringen.
„Ein schöner, ruhiger Abend nicht?“, fragte Leon und blickte gen Himmel.
Keine Wolke war am Himmel zu sehen und es wehte ein angenehmer, sanfter Wind und trotz der bereits untergegangen Sonne, war es angenehm warm.
„Ja ich liebe die Nächte im August, nicht zu warm und nicht zu kalt“, quickte Professor Flitwick der sich ein bisschen bemühen musste um Schritt zu halten.
„Wenn du doch ein bisschen langsamer gehen könntest“, beschwerte er sich und Leon verlangsamte seine Schritte.
„Natürlich doch, Filius aber ich würde gerne anmerken, dass wir bereits zu spät sind“, sagte er mit Blick auf seine Uhr.
„Die werden auch fünf Minuten warten können, immer so ungeduldig…“, brabbelte er vor sich hin.
Sie lenkten ihre Schritte nun aus dem kleinen Vorort Londons heraus und kamen nun in eine heruntergekommene Gegend alter Garagen, die von den Muggeln kaum mehr genutzt wurden.
Der Portschlüssel, mit dem die vier Austauschschüler aus Amerika eigentlich ankommen sollten, hatten sie verpasst und das Amerikanische Zaubereiministerium hatte kurzerhand nicht mehr Hogsmeade, sondern irgendeine Straße in London ausgewählt.
Dumbledore hatte daraufhin ihn und Professor Flitwick geschickt um sie per Seit an Seit apparieren abzuholen.
Die Austauschschüler kannten Hogsmeade nicht, zwei von ihnen waren noch sechzehn und die anderen Beiden hatten ihre Prüfung im Apparieren gerade erst abgelegt.
Es wäre unverantwortlich und unhöflich gewesen ihnen einfach nur eine Eule mit der Aufforderung zu schicken, selbst nach Hogsmeade zu apparieren.
Plötzlich jedoch hörte Leon Schreie, gefolgt von einem Fluch, welchen er nicht kannte und einem fürchterlichen Knall, der die Luft zerriss.
„Komm Filius, da stimmt was nicht!“, rief Leon und rannte los, den Zauberstab in der Hand.
Seltsamerweise schaffte es Professor Flitwick dicht an ihm dran zu bleiben, hatte er sich doch noch zuvor darüber beschwert, wie schnell Leon lief.
Er schleuderte um eine Ecke der Garagenlandschaft und erblickte vor sich etwas, dass ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Mit dem Rücken zu ihm standen vier in dunkle Umhänge vermummte Gestalten.
Eine von ihnen Folterte einen Jungen, der sich in Todesqualen windend am Boden krümmte.
Die anderen drei feuerten gerade Flüche auf einen Jungen und ein Mädchen ab, ein weiteres lag blutend am Boden.
Hinter den jugendlichen kamen weitere vier Gestalten in dunklen Umhängen zum Vorschein und griffen ebenfalls an.
Wenn sie nicht sofort eingriffen, kam jede Hilfe zu spät, denn umzingelt gegen sieben Gegner, hatten sie keine Chance.
LÓSTREGO“, brüllte Leon und ein blauer Blitz schoss aus seinem Zauberstab, traf den gerade folternden Todesser in den Rücken und schleuderte ihn durch die Luft.
Er krachte vor den Austauschschülern auf den Boden und blieb mit rauchendem Umhang reglos liegen.
Das Überraschungsmoment war allerdings vorbei.
Die drei Todesser die ihnen am nächsten waren wirbelten herum und feuerten eine Salve Flüche auf sie ab.
Leon blockte einen silbernen Lichtblitz und ließ die Tür einer Garage auffliegen, woran ein Todesfluch zerbarst.
Professor Flitwick duellierte sich mit dem größten Todesser, den Leon je gesehen hatte.
Die anderen beiden schleuderten nun wahr los Flüche auf ihn.
Er richtete seinen Zauberstab auf die Wand neben einem Todesser und schickten einen Sprengfluch los.
Wie Wand explodierte und die Todesser, welche direkt neben ihr standen, sanken von den Trümmern und Splittern getroffen, leblos zu Boden.
Professor Flitwick hatte seinem Gegner gerade einen Beinklammerfluch verpasst und fällte ihn nun mit einem Schockzauber.
Leon blickte den Weg entlang.
Der Junge und das Mädchen hatten sich in einer offenen Garage verschanzt und feuerten verzweifelt Schockzauber um Schockzauber auf die Todesser ab.
„Das reicht mir jetzt!“, brüllte einer der Todesser.
„Avada Kedavra!“
Leon sah wie der grüne Lichtblitz das Mädchen traf, welches gerade einen Schockzauber abgefeuert hatte.
Er wusste, dass sie nicht mehr miterleben würde, wie ihr Körper tot auf dem Boden aufschlagen würde.
Der Junge, welcher mitansehen musste wie sie direkt getroffen wurde schrie entsetzt auf und wollte gerade zu ihrem leblosen Körper wanken, als ihn vier Flüche zurück in seine Deckung drängten.
Die Tatsache, dass gerade eine Schülerin gestorben war und er zu langsam gewesen war um sie zu retten ließ ihn fallen.
Er merkte überhaupt nicht wie Filius etwas rief und ihn mühsam gerade noch zur Seite stieß.
„Leon, reiß dich zusammen!“, rief er und schickte einen Schockzauber auf die Todesser ab, die sie nun ebenfalls mit Flüchen eindeckten.
Wut, Zorn und Hass durchströmten ihn und er richtete seinen Zauberstab auf den Boden direkt zwischen den vier maskieren Todessern.
BOMBARDA MAXIMA!“, brüllte er und die gleißend helle Lichtkugel schlug mit der Wucht eine Bombe zwischen den Angreifern ein.
Die Erde erzitterte und eine Druckwelle schleuderte Unmengen von Staub und Schutt durch die Gegend.
Er wusste, dass keiner der vier das überlebt haben konnte und diesmal fühlte er keine Trauer, keine Freude, sondern nur Genugtuung.
„Leon, was haben sie da gemacht?“, fragte Flitwick hustend, während der Staub sich legte.
„Sprengfluch, komm wir müssen zu den Schülern!“, rief Leon und rannte vorwärts und blies den Staub mit seinem Zauberstab davon.
Flitwick kniete sich neben das Mädchen, dass diesen Zauber abbekommen hatte, den er noch nie zuvor gehört hatte.
Sectumsempra.
Doch im Augenblick konnte er nicht darüber nachdenken.
Leon rannte auf den Jungen zu, der als Einziger unverletzt zu sein schien und wollte ihm aufhelfen.
„Nein…nein. Rettet Sabrina. Bitte“, keuchte er und als Leon sah, dass sich der Junge von alleine aufrappeln konnte, ging er zurück zu Flitwick, der gerade die Wunden der verletzten Schülerin behandelte.
„Wird sie es überstehen?“, fragte er und Flitwick nickte.
„Ich bin nicht unbedingt ein Freund ihrer Lösung des Problems, dass wissen Sie Leon, aber es hat ihr wohl gerade das Leben gerettet.“
Er antwortete nicht und starrte weiter auf das verletzte Mädchen, dessen Wunden nun fast wieder verschlossen waren.
„Danke“, sagte jemand hinter ihm und er drehte sich um. „Sie haben uns gerade wirklich das Leben gerettet.“
Leon nickte nur und blickte dann auf die Leiche der Schülerin, die sie nicht hatten rechtzeitig retten können.
„Wie war ihr Name?“, fragte er abwesend.
„Kyra“, antwortete der Junge.
„Und wie ist deiner?“
„Theodor Greyßan, kurz Theo.“
Leon nickte und wandte dann seinen Blick Theo zu.
„Das ist Professor Flitwick, er ist Lehrer in Hogwarts und ich bin Leon Potter“, stellte er Filius und sich kurz vor.
Der Todesser, der zuerst getroffen worden war regte sich.
„Ich weiß, dass sie uns töten wollten“, sagte Theo, der offenbar noch etwas unter Schock stand, „aber… hätte man sie nicht einfach einsperren können?“
Leon lächelte müde.
„Es ist kompliziert, viele Faktoren haben dagegengesprochen. Ihr wisst wer diese Leute sind, wem sie folgen und was ihre Ziele sind. Sie alle ohne Verletzung außer Gefecht zu setzen wäre utopisch gewesen“, antwortete er und kniete sich vor den Todesser, der sich immer noch nur schwach regte.
„Also ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer diese Irren sind, ich hatte gehofft das ihr das mir vielleicht sagen könnt?“, kam es von Theo und Leon drehte sich überrascht erneut um.
„Man hat euch nicht gesagt, dass wir uns im offenen Krieg befinden?“, fragte Leon und zu seinem Entsetzen schüttelte Theo den Kopf.
„Krieg? Gegen wen?“
Er zögerte kurz, bevor er antwortete und tauschte einen Blick mit Filius aus, der den Kopf schüttelte.
„Es ist ein… nein der schlimmste schwarze Magier, den die Welt je gesehen hat und diese Leute, die euch angegriffen haben, nennen sich Todesser“, sagte er und packte nun den Todesser am Kragen, der gerade die Augen geöffnet hatte.
Hass stieg in ihm auf und er musste sich beherrschen, nicht seiner Wut freien Lauf zu lassen.
„Das hier war kein zufälliger Überfall, woher wusstet ihr von den Austauschschülern und wo sie ankommen werden!?“, fragte er scharf, doch der Todesser lachte nur dreckig auf.
„REDE!“, brüllte Leon und schüttelte ihn heftig am Umhang.
„Leon, beruhigen sie sich, dass Ministerium wird ihn verhören, dass ist nicht ihre Aufgabe“, sagte Filius sanft, doch Leon zog seinen Zauberstab.
Der Elderstab fühlte sich heiß in seiner Hand an und er wollte diesen Mann einfach nur Leiden lassen.
„Leon!“, rief Filius panisch.
Er stach seinen Zauberstab direkt dorthin, wo das Herz des Todessers war, doch dieser lachte nur erneut auf.
„Glaubst du, du bekommst mich mit Drohungen zum Reden? Denkst du, dass deine Folter schlimmer sein kann als die des dunklen Lords?“
Leon war hin und hergerissen und zögerte, was den Todesser erneut zum Lachen brachte.
„Der dunkle Lord hat seine Anhänger überall!“
Mit aller Kraft schlug Leon ihm seitlich gegen den Kopf, er verdrehte die Augen und sackte Bewusstlos zusammen.
Er richtete sich auf und hob seinen Zauberstab: „Expecto Patronum!“
Sein Panther brach aus der Spitze hervor und blieb vor ihm stehen.
Informiere Dumbledore darüber, dass die Austauschschüler angegriffen wurden. Eine tot, zwei weitere verletzt und einer unverletzt. Todesser entweder tot, verletzt oder geflohen. Ministerium weiß noch von nichts, muss sie dringend sprechen.
Der Panther verschwand und Leon blickte sich zum ersten Mal genauer um.
Von acht Todesser konnte er vier sehen, die anderen, die dort gestanden hatten wo nun ein gigantischer Krater zu sehen war, waren entweder durch die Explosion getötet worden oder disappariert.
Filius hatte einen Todesser geschockt, zwei weitere lagen blutend am Boden und einen hatte er gerade K.O. geschlagen.
Filius brachte die Schüler nach Hogsmeade und Leon sprach mit den von Dumbledore informierten Auroren und Heilern über das, was geschehen war.
Gawain Robards, der Leiter des Aurorenbüros, war ein großer Mann ende vierzig der einen sehr autoritären Eindruck machte.
Als er Leon sah, kam er direkt auf ihn zu, während die restlichen Auroren den Tatort sicherten und die Heiler sich um die verletzten Todesser kümmerten.
„Ah, Mr. Potter“, sagte er und blieb direkt vor ihm stehen. „Dumbledore hat mir bereits mitgeteilt, dass ich sie hier treffen würde.“
Er reichte Leon die Hand und schüttelte sie.
Leon erzählte Mr. Robards alles was sich zugetragen hatte, bis auf die Tatsache, dass der eine Todesser ihm gesagt hatte, dass Voldemort seine Anhänger überall hatte.
Er wollte so schnell wie möglich mit Dumbledore darüber sprechen, denn bei der Sache mit den Austauschschülern war irgendwas gewaltig schiefgelaufen.
„Der Tod dieses Mädchens ist ein weit größerer Verlust als man vielleicht denken mag“, erklärte er Leon, während sie am Kraterrand, den Leon gesprengt hatte, stehen blieben.
„Wie meinen sie das?“, fragte Leon interessiert. „Der Tod eines Menschen… eines unschuldigen Menschen ist mit das schlimmste.“
„Ja, da haben sie recht, aber das meine ich nicht“, antwortete Robards und schwieg eine Weile. „Wussten sie, dass wir das Amerikanische Aurorenbüro um Unterstützung bitten wollten im Kampf gegen Sie-Wissen-Schon-Wen?“
Leon antwortete nicht aber in seinem Kopf rasten Gedanken umher und fügten ein Puzzle nach und nach zusammen.“
„Das können wir jetzt wohl vergessen“, murmelte Robards leise.
„Glauben sie nicht, dass das zu viele Zufälle sind?“, fragte Leon und wandte den Blick vom immer noch rauchenden Krater ab.
„Ich mag keine Rätsel Mr Potter, wenn sie eine Vermutung haben, spucken sie es aus“, seufzte Robards und Leon hatte das Gefühl, dass er erschöpft und abgekämpft wirkte.
„Nun“, begann Leon, „sie wollen Unterstützung und ganz zufällig vermasseln die dort drüben was? Und dann die acht Todesser, was haben die hier gemacht? Kindergeburtstag gefeiert?“
Sein Gegenüber antwortete kurz nicht, dann schloss er kurz die Augen und sagte: „Ich weiß es nicht.“
„Dann überprüfen sie das, machen sie ihren Job!“, sagte Leon mit Nachdruck und nun konnte er Ärger in den Augen des Auroren sehen.
„Vorsichtig, Mr. Potter. Vergessen sie nicht, mit wem sie sprechen und sagen sie mir nicht, wie ich meinen Job zu machen habe!“
„Ich mag das Ministerium nicht und auch die Methoden nicht, die es verfolgt“, erklärte Leon ruhig, „aber machen sie nicht den Fehler, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen.“
„Das kann ich nur so zurückgeben“, zischte Robards. „Nur ihrem aktuell sehr guten Ruf verdanken sie es, noch nicht in Askaban zu sitzen! Sie laufen hier herum, üben Selbstjustiz aus und“, er deutete auf die Todesser, „bewegen sich dabei auf äußerst dünnem Eis!“
In Leon kochte es nun, wie war dieses Gespräch so aus dem Ruder gelaufen?
„Das müsste ich nicht, wenn Winnie Puuh und seine Gang im Kampf gegen die Todesser mal was erreichen würden!“, rief Leon und einige Auroren drehten sich zu ihnen herum.
Robards sah aus, als hätte Leon ihm einen Faustschlag verpasst.
Leon bezweifelte zwar, dass er wusste wer Winnie Puuh war, aber den Kern der Sache hatte er schon verstanden.
„Heute konnten wir nicht hier sein“, sagte er mit plötzlich wieder ruhiger, gefasster Stimme, „weil wir nichts davon wussten. Der Schüleraustausch wurde zwar auch in Absprache mit dem Ministerium geplant, aber das die Schüler hier irgendwo landen würden, davon wussten wir nichts. Das wusste wohl nur ihr Freund Dumbledore.“
Leon stutzte.
„Jemand aus dem Ministerium hat ihm alles durchgegeben und gesagt, dass es nicht die Aufgabe des Ministeriums sei“, erklärte Leon und Wut war nun Verwunderung gewichen.
„Es scheint wohl so, als wenn da tatsächlich etwas gewaltig faul ist“, sagte Robards und verabschiedete sich mit der Aussage, dass er alles im Ministerium überprüfen würde.
Leon apparierte sofort vor die Schlossgrenzen von Hogwarts und ging auf direktem Wege zu Dumbledores Büro.
„Schokofrosch“, sagte er dem Wasserspeier, der zur Seite sprang und ihn einließ.
Er wollte gerade oben an der Tür anklopfen, als er Dumbledore sprechen hörte: „Es gibt also einen Grund, warum Harry mit Schlangen sprechen kann.“
Sein Herz fing an schnell und laut zu klopfen, was bei Merlin ging dort drinnen vor sich?
„Und der wäre?“, sagte eine zweite Stimme, die Leon sofort als die von Severus Snape identifizierte.
„Die Sache mit Miss. Riddle im Zaubereiministerium hat mir den letzten Hinweis geliefert um das Puzzle zusammen zu setzen. Es erklärt alles, die Visionen, die schmerzende Narbe, Parsel, einfach alles.“
Leon zitterte, er wusste, dass alles was nun kommen würde nicht für ihn bestimmt war, aber er war wie erstarrt, unfähig sich zu bewegen.
„Als Voldemorts Fluch auf ihn zurückprallte, hat sich ein Teil seiner Seele losgelöst und an das einzig lebende geheftet, dass es finden konnte.“
NEIN!!!
Leon bekam keine Luft mehr doch sofort nachdem Dumbledore die Worte ausgesprochen hatte, drang eine kleine, leise und verhasste Stimme in sein Bewusstsein.
Es ergab Sinn und Leon hasste sich dafür, es nicht als eine Lüge abtun zu können.
„Ein Teil von Voldemort lebt in Harry und ich bin mir sicher, dass Miss Riddle ebenfalls ein Horkrux war.“
„War?“, fragte Snape.
„Ja, der Todesfluch von Voldemort selbst, hat sie getroffen und auch wenn es sich keiner erklären kann, glaube ich, dass sie gestorben ist.“
„Albus, wollen sie mir sagen, dass sie von den Toten zurückgekehrt ist?“, fragte Snape scharf.
„Ich kann ihnen diese Frage nicht beantworten, Leon hat mir allerdings berichtet, dass ihr Herz nicht mehr geschlagen hat“, sagte Dumbledore.
Kurz sagte niemand etwas und Leon war sicher, dass sie seinen rasselnden Atem und sein klopfendes Herz hören mussten.
„Es wird der Moment kommen, an dem Harry Potter es erfahren muss, aber es muss zum Schluss im richtigen Moment sein“, erklärte Dumbledore und Hass schwoll in Leon hoch.
„Er muss erfahren, dass der letzte Teil von Lord Voldemorts Horkruxen, er selbst ist.“
„Das bedeutet, der Junge muss sterben?“
„Ja, ja und Voldemort selbst muss es tun, dass ist entscheidend“, sagte Dumbledore und Leon glaubte so etwas wie Trauer in seinen Worten zu hören, doch der Wunsch hineinzustürmen und das Büro in die Luft zu sprengen wurde immer größer.
„Sie haben ihn aufgezogen wie ein Schwein und führen es nun zur Schlachtbank?“, fragte Snape und Leon empfang plötzlich jähe Sympathie für seinen ehemaligen Zaubertranklehrerrr.
„Sie sorgen sich also doch um den Jungen?“, fragte Dumbledore und die Gleichgültigkeit seiner Worte brachte etwas in Leons Innerem zum Explodieren.
Er zog seinen Zauberstab und es passierte wie von alleine, aber die Tür flog krachend aus den Angeln.
Snape und Dumbledore wirbelten herum und nun liefen ihm Tränen über das Gesicht und es waren Tränen der Wut, des Hasses, der Trauer und der Angst.
In Snapes Gesicht stand zum ersten Mal in Leons Leben das blanke Entsetzen geschrieben.
Dumbledore hingegen sah schlimmer aus.
Er sah so alt und faltig aus wie noch nie, die Augen hinter der Halbmond Brille hatten ihr übliches Funkeln verloren und seine Haltung war gebrochen.
„Gehen sie Severus“, krächzte Dumbledore und Snape ging mit eiligen Schritten aus dem Büro, wobei er beim Hinausgehen die von Leon zerstörte Tür reparierte.
„Setz dich bitte Leon“, sagte Dumbledore, doch Leon ließ den Stuhl vor dem Schulleiterschreibtisch in Flammen aufgehen.
Die Portraits, die sonst zu allem ihren Senf dazugaben, schwiegen diesmal betreten.
„Ich kann verstehen, dass diese Nachricht—“
„SIE VERSTEHEN ÜBERHAUPT NICHTS!“, brüllte Leon und merkte, dass er seine Stimme nicht mehr unter Kontrolle hatte.
„Doch ich verstehe deinen Schmerz und deinen Hass, aber das ist jenes Opfer, dass ich bringen muss“, erklärte Dumbledore und Leon richtete seinen Zauberstab auf seinen ehemaligen Mentor.
„NA LOS!“, brüllte er. „ZIEHEN SIE SCHON IHREN, WEHREN SIE SICH!“
Die Portraits machten erschrockene Ausrufe und einige schlugen sich die Hände vors Gesicht.
„Nein“, sagte Dumbledore nur und Leons Hand mit dem Zauberstab zitterte nun heftig. „Ich habe alles verdient, was du mir antun willst.“
Die Worte brachten Leon nur noch weiter in Rage.
„ICH HASSE SIE, SIE UND IHRE LÜGEN!“, brüllte er und er wurde fast verrückt bei Dumbledores Anblick der da einfach in seinem Stuhl saß und ihn tieftraurig anblickte.
„Ja, ich weiß, aber du hasst mich nicht einmal ansatzweise so sehr, wie ich mich selbst hasse.“
Die Worte waren so entwaffnend, dass Leons Wut wie ein Kartenhaus zusammenbrach und er auf die Knie sank.
„Warum?“, fragte er, den Kopf gen Boden gerichtet. „Warum mein kleiner Bruder?“
„Die Frage nach dem warum, lässt uns nur noch weiter in die Verzweiflung stürzen“, antwortete Dumbledore sanft.
„Sie wissen, dass er sterben muss, aber erzählen es ihm nicht! Snape hatte recht, sie haben ihn aufgezogen nur dafür, dass er im richtigen Moment sterben kann! Harry ist nur eine Schachfigur für sie, er bedeutet ihnen nichts! Was bin ich, mh? Auch nur eine Schachfigur, aber bedeuten tut ihnen wohl niemand was!“
Seine Worte schienen Dumbledore physischen Schmerz zuzufügen, denn seine Antwort war kaum mehr als ein Röcheln.
„Da irrst du dich gewaltig, Leon.“
Eine einzelne Träne lief seine Wange hinunter und Leon fing haltlos an zu schluchzen.
„Es muss doch einen Weg geben, Maria hat doch auch überlebt“, schniefte er.
„Nun ich denke, dass Maria sehr viel mächtiger ist, als ihre Fähigkeiten vermuten lassen. Du vergisst, dass sie die Erbin Slytherins ist und die Tochter von Lord Voldemort.“
„Ich werde es Harry erzählen“, sagte Leon und Dumbledore lächelte.
„Das glaube ich nicht, denn du weißt, dass die Zukunft unserer Welt davon abhängt. Du solltest das alles nicht erfahren, das Wissen kann eine unendliche Last sein“, sagte Dumbledore und Leon schlug mit der Faust auf den Boden.
„Was wenn er sein Schicksal akzeptiert?“
„Du willst von ihm lieber verlangen, dass er einen Kampf führt mit dem Wissen, dass am Ende nur der Tod wartet?“
Leon biss die Zähne zusammen und obwohl er es hasste, drängte sich Verstehen in sein Gehirn.
„Voldemort muss besiegt werden und Harry muss diesen Kampf mit voller Stärke führen, mit aller Hoffnung die er in sich trägt“, sagte Dumbledore leise.
„Also führt sein eigener Bruder ihn nun ebenfalls zur Schlachtbank… Ich muss ihm in die Augen sehen und ihn genau so belügen wie sie es immer getan haben. Ich muss mir genau so die Seele herausreißen, so wie sie es tun. Ich werde meine Menschlichkeit opfern, damit am Ende mein Bruder sterben kann und so das größere Wohl erfüllt wird? Sie haben ihren Tod schon lange vorausberechnet, oder? Dann haben sie einen Nachfolger gesucht, einen der die Fäden weiter in der Hand hält, ist es nicht so? Jemanden der den Elderstab hütet, oder?“
Leon sah wieder dieses traurige Lächeln und auch wenn der Schulleiter nicht antwortete, kannte Leon die Antwort.
„Wie lange wissen sie es schon?“, fragte Leon nach ein paar Minuten und beschwor sich einen Stuhl herauf.
„Vermutet habe ich es schon seit Jahren, aber erst im letzten Jahr habe ich Beweise für meine Theorie gefunden“, antwortete Dumbledore.
„Wie… wie soll ich Harry oder allen anderen in die Augen sehen?“
„Denk daran, dass es keinen anderen Weg gibt. Solange das Teil in Voldemorts Seele lebt, kann er nicht vernichtet werden. Harry hat es ohnehin schwer, aber diese Informationen würden ihm nicht helfen, sie würde ihn zerstören und ihm jegliche Hoffnung nehmen“, erklärte Dumbledore wieder.
„Er soll die Horkruxe suchen, oder? Sie zeigen ihm die Erinnerungen in den Einzelstunden dieses Schuljahr, oder?“
„Genau, wir wissen immer noch nicht wie viele es sind, aber mit Harrys Hilfe kann ich es herausfinden.“
Leon lehnte sich zurück und es interessierte ihn nichtmal wie Harry es herausfinde sollte.
Ein anderes Thema beschäftigte ihn.
„Albus, einer der Todesser hat etwas zu mir gesagt“, begann Leon und blickte über den Tisch hinweg zu Dumbledore.
„Er hat gesagt, dass Voldemort seine Anhänger überall hat.“
Leon erzählte Dumbledore alles.
Von der Befragung des Todessers bis zu seinem Gespräch mit Robards und am Ende von seinem Verdacht, dass Voldemort jemanden in Amerika hatte, der die Schüler absichtlich in diese Falle geschickt hatte.
Dumbledore schien zutiefst beunruhigt.
„Wenn du recht hast, dann haben wir ein gewaltiges Problem. Die Beziehungen zwischen England und Amerika waren nie gut aber jetzt… nachdem eine Schülerin getötet wurde…“
Dumbledore stand auf.
„Wenn Voldemort wirklich Todesser in Amerika hat, dann musst du sie aufhalten.“
„Ich soll nach Amerika reisen?“
„Ja, ich bitte dich darum, Leon.“
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