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Unsere Bestimmung - Sakura & Sasuke (Part 3)

von JuliTales
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sarada Uchiha Sasuke Uchiha
29.01.2021
12.02.2022
43
192.131
33
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27.03.2021 4.229
 
Sakura Pov
༻❀༺


Einen langen Augenblick stand Sakura wie versteinert da und starrte ihren Freund Naruto geistesabwesend an. Im Nachhinein konnte sie nicht mal sagen, wie lange sie dies nun eigentlich getan hatte. Die blauen Augen ihres besten Freundes waren besorgt auf Sakura gerichtet und seine Lippen schmal.

Die Luft des gefüllten Festsaals wirkte plötzlich viel zu zäh und stickig, als dass genug Sauerstoff in ihre Lunge nachströmen könnte, um ihre Gehirnzellen ausreichend zu versorgen. Erst wurde Sakura verdammt heiß, dann kalt, dann wieder heiß. Sie strauchelte, als sich das flaue Gefühl im Magen ausbreitete, und hätte Naruto sie nicht noch rechtzeitig am Arm gepackt, wäre sie sicherlich gegen den nächsten Gast gestoßen. Ihr Kreislauf, er spielte plötzlich völlig verrückt.

Verwirrt biss sie die Zähne aufeinander, hob den Blick wieder an und kniff sogleich die Augen zusammen. Narutos Gesicht war für wenige Sekunden doppelt zu sehen, verschmolz dann aber wieder zu einem. Seine Lippen bewegten sich eilig, er sprach mit ihr; Sakura vernahm aber lediglich ein helles Rauschen. Sie öffnete den Mund, um ihm verzweifelt zu sagen, dass sie nichts verstand. Nein, sie wollte etwas sagen, aber es gelang ihr nicht.

Was war mit Sasuke? War er bei Mangetsu? Und wieso kamen keine Worte aus Narutos Mund?

Hinata stieß ihrem Ehemann von der Seite in die Rippen und packte Sakura zugleich am Arm, um sie aus der nächsten Tür zu ziehen. Gierig sog Sakura sofort die frische Luft ein, als die beiden Frauen auf die Wiese stolperten. Naruto folgte ihnen.

Während Sakura jetzt erschöpft die Hände auf ihren Knien abstützte und einige Mal tief einatmete, fuhr ihr Blick die eingedeckten Tische ab. Sie waren ordentlich in Reih und Glied aufgestellt, und die Stühle mit einer weißen Husse überzogen. Hier, auf dieser festlich dekorierten Wiese, sollte die anschließende Hochzeitsfeier stattfinden.

Verdammt. Sakura biss wütend die Zähne aufeinander und holte tief Luft. Es wurde langsam besser. Wieso musste ihr Kreislauf ausgerechnet jetzt verrücktspielen?

„Naruto", rief Hinata verärgert und Sakura schielte noch immer keuchend mit einem Auge zu ihnen hinüber. „Was sollte das? Was ist in dich gefahren? Wieso jagst du Sakura eine solche Angst ein? Wir wissen doch gar nicht was los ist."

Über Hinatas ungewohnt scharfen Ton staunte Sakura nicht schlecht. Sie hob die Augenbrauen und richtete sich vorsichtig auf. Noch nie hatte sie die junge Frau so verärgert erlebt. Aber seit ihrer Beziehung zu Naruto schien sie ordentlich an Selbstbewusstsein dazu gewonnen zu haben.

„Tschuldige Hinata." Naruto ließ niedergeschlagen den Kopf sinken. „Aber ich dachte, ..."

„Kann mir jetzt endlich mal einer verraten, was mit Sasuke ist?", fiel Sakura ihm ins Wort. Sie musste es unbedingt wissen. Jetzt und sofort. „Nun sagt schon", drängelte sie sofort und stemmte die Hände in die Hüften, als Naruto zögerte.

Endlich begann ihr Freund in Kürze zu berichten. Sakuras Augen weiteten sich bereits, als Naruto Hanabis Entführung nur erwähnte. Aber als er dann, entgegen all ihrer Hoffnungen, den Namen der blassen Gestalt aussprach, wurde ihr wieder schlecht. Diesmal blieb sie aber aufrecht stehen. Ungewollt zeichnete sich Mangetsus Fratze vor ihrem inneren Auge ab, der nach ihrem Chakra gierte, und seit ihrer letzten Begegnung so viel gesünder und damit auch bedrohlicher zu sein schien.

Die Angst um Sasuke ließ Sakuras Verstand wohl kurz aussetzen.

„Wieso hast du ihn allein gelassen? Naruto", Sakura schrie ihren besten Freund verzweifelt an. Narutos Gesichtszüge wurden ernst, als sich Tränen in Sakuras Augen sammelten. In jeder anderen Situation wäre er sicherlich aus Respekt vor ihrer Kraft zurückgewichen. Er schluckte jetzt schwer und starrte schuldbewusst zu seinen Füßen.

Sofort fing sich die Kunoichi bei diesem Anblick wieder, denn es war durchaus nicht fair, Naruto die Schuld für etwas zu geben, wofür er nichts konnte. Nie wieder sollte er sich wegen etwas schuldig fühlen.

Wütend über sich selbst ballte sie eine Faust. Natürlich hatte Naruto keine Schuld, denn Sasuke hatte sicher darauf bestanden, allein zu bleiben.

„Sakura", Naruto zögerte und sah dann mit festem Blick zu ihr auf. „Sasuke ist stark, du solltest dir keine Sorgen machen. Meine Reaktion von eben war falsch, entschuldige. Ich war wohl einen kurzen Augenblick nicht ganz bei Sinnen. Sicher ist alles in Ordnung." Dann lächelte er schwach und schief.

Sakuras Faust entspannte sich wieder. Naruto hatte vollkommen recht. Aber der Gedanke an Mangetsu, und dass Sasuke ihm allein gegenüberstehen könnte, versetzte sie in eine kopflose Panik. Die Angst, ihn wieder zu verlieren, war einfach so real.

Aber wo war er dann? Traurig darüber, senkte Sakura wieder den Blick.

„So ein verdammter Mistkerl", presste Naruto hervor. „Wo bleibt er denn nur?" Mit ernster Miene fuhr sein Blick in die Ferne, als würde er dort die Antwort auf seine Frage erhalten können. „Er hatte mir doch versprochen, zurückzukehren. Hat er dir denn keine Nachricht zukommen lassen?"

„Was? Eine Nachricht? Nein", seufzte Sakura enttäuscht.

„Sakura." Naruto war im Unterton seiner Stimme deutlich anzuhören, dass ihm Sakuras Anblick förmlich das Herz zerriss.

Alle drei schwiegen einen Augenblick. Dann blinzelte Naruto plötzlich und blickte abermals über Sakuras Schulter hinweg in die Ferne. Was hatte er bemerkt?

Als dieses warme Chakra so unverhofft in ihrem Nacken kitzelte, setzte Sakuras Herzschlag plötzlich aus, um gleichauf in doppelter Geschwindigkeit fortzufahren. Sie hielt die Luft an und drehte sich langsam um.

Sasuke. Sakura schluckte. Das war kein Traum, oder?

„Entschuldigt die Verspätung. Ich wurde aufgehalten", brummte er etwas mürrisch.

Nein. Es war kein Traum. Dieser kühle Ton gehörte ganz sicher zu ihm.

„Sasuke", hauchte Sakura jetzt beinahe lautlos und ihr Blick suchte ihn in Sekundenschnelle automatisch prüfend ab. Seine Klamotten waren zerrissen, an seiner Stirn klaffte eine tiefe Schnittwunde. Sonst schien es ihm gutzugehen.

Während Sakura ihn mit einem besorgten Ausdruck musterte, vernahm sie Sasukes aufmerksamen und ruhigen Blick ebenfalls auf sich ruhen. Geduldig schien er eine Reaktion ihrerseits abzuwarten.

Vor Erleichterung bildete sich ein Kloß in ihrem Hals und die große Träne, die drohte, sich den Weg an ihrer Wange hinab zu bahnen, beseitigte sie mit ihrem Handrücken rasch aus dem Augenwinkel. Es war scheinbar alles in Ordnung. Ihr Körper handelte im nächsten Moment wie von ganz allein, als ihre Hand in die Höhe fuhr, um sich in den Stoff seines Oberteils zu krallen. Ehe sie sich nun versah, hatten ihre Beine einen kleinen Schritt vollbracht und ihre Stirn lag, direkt neben ihrer Hand, an seiner Brust.

Sakura nahm einen tiefen Atemzug. Sein atemberaubender Duft setzte sich dezent über den von Erde und Gras hinweg. Gott, wie sehr hatte sie die Nähe zu ihm vermisst.

Sasuke ließ ihre Berührung zu. Zudem musste er sogar den Blick gesenkt haben, denn Sakuras Haar bebte unter seinen gleichmäßigen Atemzügen.

Als sich mit einem Mal die neugierigen Blicke von Naruto und Hinata in Sakuras Rücken bohrten, schoss ihr die Röte ins Gesicht. Sicher starrten die beiden schon eine ganze Weile. Da hatte Sakura doch glatt vergessen, dass sie sich in Gesellschaft befanden.

Sofort wich sie daher einen Schritt von Sasuke zurück. Niemand wusste doch bisher von ihrer Beziehung. Verlegen sah sie zu Boden und erkannte gleichzeitig auch aus dem Augenwinkel, dass sowohl Narutos Mund und Hinatas Augen vor Überraschung weit geöffnet waren.

„W-w-wie. Seit wann .... Und wieso?", stotterte Naruto, während sein Blick indessen abwechselnd von Sakura zu Sasuke ging. Hinata schlug sich erst die Hand vor den Mund und lächelte dann darunter erfreut auf.

Sasuke seufzte leise.

„Das gibts es doch nicht. Sasuke wie hast du ..."

„Halt den Rand Naruto", ermahnte Sasuke ihn scharf und funkelte ihn warnend an. Sakura sah Naruto daraufhin nur breit grinsen. Sasuke atmete tief ein und sah dann wieder zu Sakura hinab, die nur einen Schritt von ihm entfernt stand. Seine Miene entspannte sich, als sich ihre Blicke trafen. Jedoch vernahm Sakura eine winzige, kaum erkennbare Falte der Sorge und Unsicherheit, die seine Mimik so fein untermalte. Für das bloße Auge kaum erkennbar. Hatte er ein schlechtes Gewissen? Hatte er Angst, Sakura könnte sauer sein? Wie könnte sie das je? Sie war doch einfach nur unendlich froh, dass es ihm gut ging.

„Was ist passiert Sasuke", flüsterte sie so leise, dass nur er es hören konnte. Als sie ihre Aufmerksamkeit jetzt auf seine Schnittwunde an der Stirn richtete, zog sie die Augenbrauen zusammen.

„Nichts, was jetzt von großer Bedeutung wäre", sagte er fest, ohne auch nur eine Sekunde von ihren Augen abzusehen. Sasuke wirkte wie die Ruhe selbst, was nicht unbedingt bedeutete, dass alles in Ordnung war.

„Was ist mit deiner Stirn passiert?", fragte sie daraufhin und hob die Hand, um eine Strähne beiseite zu schieben, die über der Wunde lag. Sasuke ließ auch das zu.

„Nur'n Kratzer", erwiderte er leise und drehte den Kopf nun doch ein wenig zur Seite, um ihren Fingern zu entrinnen. Sakura stutzte, als sie seinen flüchtigen Blick zu den anderen beiden bemerkte. So wie ihr, schienen auch ihm die Zuschauer unangenehm zu sein. Und sicher, die Wunde war nicht lebensbedrohlich und blutete auch nicht mehr. Sakura hätte sie dennoch gerne behandelt.

Als dann noch unerwartet die Tür aufflog, aus der die drei Freunde zuvor den Festsaal verlassen hatten, und Inos Mutter den Kopf hervorstreckte, erschrak Sakura. Die Hochzeit!

„Sakura?" Sichtlich irritiert über das private Treffen auf der Wiese runzelte Inos Mutter die Stirn. „Was macht ihr alle hier draußen?" Dann sah sie Sakura an. „Wir haben nach dir gesucht Sakura. Wir wollen endlich anfangen. Kommt bitte schnell? rein."

Sakura nickte eilig und verbeugte sich als Entschuldigung.

Narutos breites Grinsen war ihm noch immer wie ins Gesicht gemeißelt. Und als Sasuke an ihm vorbeiging und stehen blieb, um sich nach Sakura umzusehen, stieß Naruto ihm in die Seite.

"Hast wohl doch nichts zum Anziehen was?", fragte er und wackelte mit den Augenbrauen. Sasuke stöhnte nur genervt und schwieg.

Sakuras irritierten Blick bemerkte hingegen niemand. Es war doch gerade völlig egal, was Sasuke trug. Die Hauptsache war doch, dass er gesund und munter wieder aufgetaucht war.

Naruto ging voran und als Sakura neben Sasuke trat, konnte sie nicht anders, als ihm erneut einen besorgten Blick zuzuwerfen.

„Es ist alles in Ordnung. Später mehr."

Sakura stand noch immer wie angewurzelt da. Inos Hochzeit hin oder her, was hätte sie dafür gegeben, jetzt mit ihm alleine sein zu können. Denn er betonte ja, dass es jetzt nicht wichtig sei. Als sie plötzlich seine Hand an ihrem Rücken spürte und sanft durch die Tür geschoben wurde, durchfuhr Sakura, ausgehend von seiner Berührung, eine Gänsehaut.

Ohne, dass sie zuvor miteinander kommunizieren mussten, bestimmten sie einvernehmlich einen Ort, etwas abseits der Menge. Wenn Sasuke sich wohlfühlte, dann traf dies auch auf Sakura zu. Außerdem hatte man von hieraus eine ebenso hervorragende Sicht.

Sasuke platzierte sich etwas versetzt, aber direkt hinter ihr, und kurz bevor die Tür aufging und Ino eintrat, berührten sich ganz unvermittelt ihre Hände. Erst zuckte Sakura zurück, suchte dann aber in stockenden Bewegungen den Weg zurück zu seiner.

Ihr Herz vollbrachte einen kleinen Sprung, als sich ihre Hände wieder berührten und nebeneinander zum Ruhen kamen. Und als sich dann aber seine warme und starke Hand um ihre kleine legte, hielt Sakura für diesen Augenblick die Luft an. Ihr Herz flatterte gefährlich, als sie verstohlen zu ihm hinaufsah. Sasuke räusperte sich verlegen, sah aber stur geradeaus und verbarg sogleich ihre Berührung hinter ihrem Kleid. Sakuras Wangen wurden rosig, gefolgt von einem verlegenen Lächeln. Sie fühlte sich augenblicklich und zum ersten Mal in ihrem Leben wie das glücklichste Mädchen der gesamten Shinobi-Welt.

⋯ ♡ ⋯


Die Hochzeitszeremonie lief wie geplant. Ino war super aufgeregt und erst nachdem sie ins Freie getreten war, entspannten sich ihre Gesichtszüge. Sai hingegen wirkte die ganze Zeit über ziemlich gelassen, als wäre dies bereits seine zehnte Hochzeit. Sakura musste jedoch zugeben, dass sein Lächeln heute ganz anders wirkte. So viel ehrlicher.

Bevor Sasuke kurz verschwand, um sich umzuziehen, versorgte Sakura die Wunde an seiner Stirn. Nach nicht mal zwanzig Minuten war er auch schon wieder an ihrer Seite. Wären seine Haare nicht noch feucht gewesen, dann hätte Sakura auch aus dem frischen Duft von Veilchen und Kräutern ableiten können, dass er kurz unter die Dusche gesprungen sein musste. Er trug einen schwarzen Yukata, dessen Anblick Sakura immer wieder von neuem erröten ließ.

Zu Beginn der Feier wich Sasuke Sakura kaum von der Seite. Es hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass er ihr auf die Toilette gefolgt wäre. Sicher wollte er so vermeiden, alleine in Gespräche verwickelt zu werden. Aber je mehr Alkohol floss, desto weniger Aufmerksamkeit wurde ihnen geschenkt.

An einem Tisch sitzend sah Sakura sich um. Die meisten Gäste tranken Alkohol. Besonders am Tisch des Ino-Shika-Cho-Trios floss besonders viel davon. Soweit Sakura das richtig verstanden hatte, waren Shikamaru und Temari nun auch offiziell ein Paar. Die Kunoichi aus Suna führte gerade den Becher an die Lippen, als Sakura sie eine Weile beobachtete. Sie konnte erstaunlich gut mit den Jungs mithalten.

Sakura lächelte und sah sich nach Sasuke um, der direkt neben ihr saß, sich zurückgelehnt hatte und ebenfalls die Leute zu beobachten schien. Sasuke rührte, im Gegensatz zu den anderen Gästen, keinen Tropfen Alkohol an. Und da Sakura sowieso nicht sehr viel trank, beließ sie es dabei.

Dann fiel ihr plötzlich etwas ein. Den Kopf mit der Hand auf dem Tisch abgestützt legte sie diesen etwas schief, um ihn nachdenklich ansehen zu können.

„Was ist?", fragte Sasuke ein wenig irritiert.

„Sasuke?", fragte Sakura langsam. „Sag, damals im Gasthaus, hattest du da nicht auch Alkohol getrunken... als .... du weißt schon ...?" Sofort vergrub Sakura ihre Hände im Schoß und starrte wie versessen auf den Tisch.

Sasuke hob die Augenbrauen und sah nach oben.

„Ich wollte nicht unhöflich sein damals", er machte eine Pause. „Aber, es war nicht viel." Er räusperte sich verlegen.

„Achso? Aber du trinkst doch eigentlich gar nicht, oder?" Sakura hob den Blick.

Steif nickte er knapp.

Sakura richtete den Blick wieder nach vorne. Damals hatte sie angenommen, Sasuke hätte sich lediglich vom Alkohol leiten lassen. Aber wahrscheinlich war es doch eher die Hitze, die ihn so benommen hatte wirken lassen.

Irgendwann gesellten sich Naruto und Shikamaru zu ihnen und verwiesen Sakura ihres Platzes. Sie verbrachte die Zeit zusammen mit Hinata und Ino, ließ Sasuke aber nicht aus den Augen.

Als Sakura und Sasuke sich gegen Ende der Feier verabschiedeten, stieß Ino ihrer besten Freundin viel zu auffällig in die Seite und wackelte mit den Augenbrauen. Sakura zischte ihrer gut angeheiterten Freundin panisch zu und Sai lächelte sein Sai-Lächeln.

Sasuke sah in diesem Augenblick zwar in eine andere Richtung, er konnte diese offensichtliche Geste aber nicht übersehen haben.

Gemeinsam wählten sie ein gemütliches Tempo für den Weg zurück zu Sakuras Wohnung. Die Luft war mild, die Sonne bereits untergegangen. Und auch wenn sie still neben ihm ging, kostete es Sakura eine enorme Überwindung, darauf zu warten, bis Sasuke endlich von selbst berichtete, was nun eigentlich geschehen war. Nur wenige Minuten später hielt sie es dann nicht mehr aus. Sakura öffnete den Mund, schloss ihn aber sofort wieder, als Sasuke unerwarteterweise das Wort ergriff.

„Offensichtlich musst du nun keinen Abstand mehr zu mir einhalten?", erkundigte er sich und schielte zu ihr hinab.

„Wie?", Sakura blinzelte einmal. Dann noch einmal, bis sie verstand, was er überhaupt meinte.

„Achso. Ja, du hast recht. Ich wurde negativ getestet. Ich kann ja nicht auf die Hochzeit gehen und ein potenzieller Träger des Virus sein. Und ...", Sakura hielt inne und runzelte die Stirn. Wollte er etwa vielleicht auf was ganz anderes hinaus? Erschrocken sah sie auf.

„Oh, es tut mir leid", rief sie entsetzt und hielt sich die Hand vor den Mund. Sicher hatte sie Sasuke vor Hinata und Naruto in Verlegenheit gebracht. Möglicherweise war er noch nicht bereit, ihre Beziehung offen kundzugeben.

„Ich meine .... ich hätte nicht einfach ... oh es tut mir leid."

Sasuke seufzte laut.

„Du solltest dir nicht wegen jeder Kleinigkeit den Kopf zerbrechen. Es ist alles in Ordnung."

„N-nicht? Achso. Na gut." Sakura atmete auf.

„Sag Sakura...", fragte Sasuke nach einer Weile.

„Ja?"

„Du kennst dich doch mit Kindern aus?"

Wie kam er denn jetzt bitte darauf?

„Ähm. Ein bisschen schon. Denke ich. Wieso?" Verwirrt sah sie zu ihm auf. Er wirkte nachdenklich.

Sasuke schloss die Augen, räusperte sich und wirkte indessen sehr unbeholfen. Sakura hob die Augenbrauen und wartete ab. Heute stellte man ihre Geduld wirklich auf die Probe.

„Weißt du ... was eine. Äh. Was eine ... Pimmel ... eine Pimmelfritte ist?"

Sakura blieb stehen.

„Eine was"? Sie fing schallend an zu lachen. Dieses Wort, es klang aus Sasukes Mund so unglaublich lustig.

Sasuke brummte undefinierbar.

„Wo hast du das denn aufgeschnappt? Das habe ich ja noch nie gehört", schluchzte Sakura unter Tränen. Sasukes Gesichtsausdruck dazu war einfach zu köstlich. „Es tut mir leid Sasuke, ich habe noch nie in meinem Leben von einer Pimmelfritte gehört. Keine Ahnung." Wieder lachte Sakura.

„Von Hanabi. Vergiss es, es ist unwichtig", grummelte er und ging dann einfach weiter.

„Von Hanabi?", Sakuras Stimme klang beinahe schon quietschig, da sie mühsam das Lachen zu unterdrücken versuchte. Bei dem Gedanken an das Mädchen aus dem Hyuga-Clan und dieser Wortwahl fuhr ihr ein Grinsen über die Lippen. Und als Sasuke nicht den Anschein machte, stehenzubleiben, eilte sie ihm sofort hinterher. „Oh, es tut mir leid Sasuke. Aber das Wort klingt so unglaublich bescheuert. Hast du dir das noch nicht auf der Zunge zergehen lassen?" Sakura musste zwischendrin immer wieder glucksen. „Wie kannst du nur so cool bleiben, das muss doch unglaublich lustig gewesen sein?"

Misstrauisch und mit ernstem Gesichtsausdruck musterte Sasuke nun Sakura aus dem Augenwinkel.

Dann seufzte er, schloss die Augen und gab - zu Sakuras Überraschung - ein belustigtes Schnauben von sich. Gleichzeitig zuckte sein Mundwinkel wieder in die Höhe und verlieh ihm dieses schiefe Lächeln.

Sakuras Augen weiteten sich, ihr Herz raste. Sie liebte es, wenn er dies tat. Es war unglaublich, welche Emotionen er in ihrer Gegenwart mittlerweile zuließ. Und die Augenblicke, in denen sie unbeschwert miteinander kommunizieren konnten, schienen langsam aber sicher zuzunehmen.

Noch immer grinsend schloss Sakura die Wohnungstür auf. Erschöpft ließ sie sich schließlich auf's Sofa fallen und wunderte sich darüber, dass Sasuke zunächst stehen blieb. Als sich seine Gesichtszüge verhärteten, wurde auch Sakuras Blick wieder ernst.

„Sasuke, von wem oder was nun aufgehalten?" Das ungute Gefühl bahnte sich unmissverständlich an, dass dies nun das Ende ihrer guten Laune sein sollte.

Sasuke räusperte sich bevor er darauf antwortete.

„Nun ... von ... Kato."

Zunächst klappte Sakura der Mund auf und erst nach einer ganzen Weile gelang es ihr wieder, diesen zu schließen. Sasuke musterte sie ununterbrochen.

Bei dem Namen Kato durchfuhr sie eine Gänsehaut, die ihren Körper zum Schütteln brachte. Und als sie an sein feiges Verhalten zurückdachte, Sakura mit Drogen zu schwächen, durchfuhr sie die pure Wut.

„Dieser verdammte Mistkerl." Vor Empörung war sie aufgesprungen und platzierte sich direkt vor Sasuke. „Es wäre für ihn besser gewesen, er wäre im Meer ertrunken." Bedrohlich ließ sie ihre Finger knacken.

„Beruhig dich Sakura. Das ist eine einmalige Chance. Wir können ihm wichtige Informationen entlocken."

„Du hast ihn sogar mitgebracht?", fragte Sakura etwa zwei Oktaven zu hoch. "Hast du denn schon etwas herausgefunden?"

„Wir mussten in eine andere Dimension flüchten und dies schien ihm nicht gut bekommen zu sein." Sasuke zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. „Er ist seitdem bewusstlos und wir hoffen, dass er morgen wieder aufwacht."

„Dimension?" Sakura verstand nur noch Bahnhof.

„Wir mussten flüchten. Mir blieb keine andere Wahl."

„Vor Mangetsu?" Jede Muskelzelle spannte sich bei diesem Namen in Sakuras Körper an.

„Vor einem Killer-Wurm." Sasuke sagte dies so trocken, als wäre es ein schlechter Scherz. Aber Sasuke scherzte nicht, da war sich Sakura sicher. Also musste es stimmen. Und hätte er sich dabei nicht verletzt und wäre in die Bredouille gekommen, flüchten zu müssen, hätte Sakura darüber vielleicht sogar schmunzeln können. Aber nicht so.

„In der Dimension verging die Zeit wohl mindestens doppelt so schnell wie bei uns. Deshalb bin ich so spät."

„Oh, ok", war das Einzige, was ihr dazu gerade in den Sinn kam. Hauptsache, es ging ihm gut.

Bedrückt senkte Sakura jetzt den Blick und schwieg. Dass sie Mangetsu in eine innere Unruhe versetzte, ließ sich einfach nicht vermeiden.

„Weißt du Sasuke", begann sie zögerlich. „Ich bekomme jedes Mal eine Heidenangst, wenn ich daran denke, dass Mangetsu dir etwas antun könnte."

Als Sakura nun zu ihm aufsah, spiegelte sich Schuld in seinem Blick wider. Und auch diese unauffällige Falte bildete sich wieder auf seiner Stirn, während seine Lippen gleichzeitig schmal wurden. Kurz schloss er die Augen und öffnete sie wieder, um mit fester Stimme zu sprechen.

„Deine Angst ist völlig unbegründet Sakura. Er ist mir noch nie ernsthaft gefährlich geworden. Außerdem sind wir doch zu zweit."

Sakura sah ihn perplex an. Er hatte zwar vollkommen recht; trotzdem war die Angst präsent, ihn für immer zu verlieren. Dieses Empfinden zeigte ihr nur, dass sie ihn noch viel stärker liebte als zuvor. Nie hätte sie angenommen, dass so etwas möglich wäre.

Sasuke hob jetzt seine Hand und schob ihr behutsam eine Strähne aus dem Gesicht. Ruhig musterte er sie und sofort verlor Sakura sich in die unergründliche Tiefe seiner Augen. Wie von selbst legte sie auch jetzt ihre Stirn an seine Brust und Sasuke zog sie zugleich an seinen Körper heran.

Das schwache Lächeln, welches ihr über die Lippen fuhr, vergrub sie in seiner starken Brust, denn es war unglaublich angenehm, seinen ruhigen Herzschlag direkt an ihrem Ohr zu hören. Sakura war in solchen Situationen einfach nur unendlich glücklich.

Ihr Herzrasen nahm noch weiter zu, als sie den Kopf hob, um ihn mit ihren rosigen Wangen anzulächeln.

Auch jetzt betrachtete Sasuke sie wieder mit gesenkten Lidern und diesem Blick, der dieses aufgeregte Kribbeln, ausgehend vom Bauch, in jede Zelle ihres Körpers trug.

Dann küsste er sie einfach.

Seine warmen Lippen trafen auf ihre, er schmeckte so wunderbar, er duftete so unglaublich. Sakura hatte ihn wirklich aus tiefstem Herzen vermisst. An Sakuras Wange ruhte nun seine Hand, während sich ihre Finger in den Stoff seines Jukatas krallten. Tief atmete Sasuke ein, schien jeden ihrer Duftpartikel aufnehmen zu wollen, was Sakuras Puls nur noch weiter in die Höhe schnellen ließ. Sakura fühlte sich so leicht und frei. Und überhaupt war sie einfach nur unglaublich froh, dass Sasuke gesund und munter vor ihr stand. Ob er sie auch vermisst hatte?

Seine Hand löste sich jetzt von ihrer Wange, umfasste ihre Taille und strich dort sanft auf und ab. Da der Stoff ihres Kleids so fein war, fühlten sich seine Berührungen so echt und intensiv an, als berührte er direkt ihre nackte Haut. Irritiert davon atmete Sakura hastig ein und wich automatisch mit dem Gesicht ein kleines Stück zurück. Aber ehe sie sich versah, war Sasuke ihrem Gesicht gefolgt und vereinte ihre Lippen wieder.

Sie seufzte leise, ihre Beine schwankten kurz.

Als seine Finger jetzt die wenige nackte Haut an ihrem Nacken erkundeten, fand er irgendwann den Metallschieber des Reißverschlusses ihres Kleids. Erst schien er lediglich mit diesem zu spielen, so als zögerte er, dann schob er ihn ein Stückchen hinab, um die Haut darunter berühren zu können. Ausgehend davon durchfuhr Sakura ein intensives Kribbeln, und verloren im Rausch griff sie ihm plötzlich in die Haare.

Sasuke umschlang auch schon im nächsten Moment ihre Hüfte, hob sie daran rasch in die Höhe und lief geradewegs durch die geöffnete Schlafzimmertür, um mit Sakura dahinter zu verschwinden. Sakuras Herz begann zu rasen, denn sie wusste, was ihnen bevorstehen würde.

༻❀༺


Meine lieben Freunde der Sonne,

Leider habe ich drei so ultrastressige Wochen hinter mir. Ich wusste nicht, wo mir der Kopf steht. Ich habe zwar jetzt ein wenig "frei", muss mir aber unbedingt eine kleine Auszeit nehmen. Und da ich in drei Monaten bereits meine Abschlussprüfung habe, werde ich sehen müssen, wie und ob ich regelmäßig zum Schreiben kommen. Manchmal weiß ich selbst nicht, wie ich das momentan nebenbei überhaupt noch alles schaffe. Vielleicht leidet die Qualität? Ich hoffe es nicht! Aber meine Betas haben definitiv etwas mehr zu tun. Ich bin einfach nicht mehr so aufmerksam, wenn ich mich müde und ausgelaugt an meine Geschichte setze. Es gehört sehr viel Disziplin dazu, sich in seiner letzten wenigen Freizeit an den PC zu setzen und zu Tippen. Auch wenn ich es gerne mache, Arbeit ist es trotzdem und erfordert, zumindest bei mir, eine hohe Konzentration. Und da mein Alltag aktuell auch noch relativ PC-lastig ist, brauche ich unbedingt mal wieder mehr Bewegung! Hoffentlich macht das Wetter mit. Und malen würde ich auch gerne mal wieder :)

Schaut gerne hin und wieder auf meinem Profil vorbei und informiert euch in meiner Beschreibung, wann das nächste Kapitel veröffentlicht werden soll. Ich versuche es dennoch zu nächstem Samstag, kann aber nichts versprechen. Es wird aber so schnell wie möglich veröffentlicht. Meine lieben Betas benötigen schließlich auch Zeit, um zu korrigieren. Aktuell ist es dringender denn je ;P Was wäre ich ohne sie. Auch generell.

Ich hoffe nach wie vor, dass ich uns alle - mit meiner Fantasie und dem Geschreibe - in dieser andauernden schweren Zeit unterhalten kann. Und glaubt mir, ich würde liebend gerne viel viel mehr Zeit für diese Geschichte haben.

Bleibt gesund und passt auf euch auf!

Eure Juli
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