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Unsere Bestimmung - Sakura & Sasuke (Part 3)

von JuliTales
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sarada Uchiha Sasuke Uchiha
29.01.2021
12.02.2022
43
192.131
32
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.03.2021 9.922
 
Sasuke Pov


༻✾༺


Zwei Tage zuvor …

Mit einer ungewohnten, jedoch wohlbekannten Leere im Kopf, folgten Sasukes Augen einem winzigen Punkt, der sich an der weißen Wand befand. Auch wenn dieser kleine Fleck hin und wieder davon abwich, so legte er doch gleichmäßige Bahnen zurück, als folgte er einem ihm unsichtbaren und vorgegebenen Weg. Der Punkt war ein winziger Käfer, den wohl nur die scharfen Augen eines Shinobi identifizieren konnten. Schwarz, klein, sechs Beine und zwei winzige Fühler, ein Käfer eben. So winzig, dass er überall eine Ritze fand, um sich unbefugt Eintritt in sämtliche Häuser zu verschaffen.

Sasuke kratzte sich an der Nase und atmete wiederholt tief ein. Er befand sich in Sakuras Wohnung und schlief seit mehreren Tagen auf dem Sofa. Sakura wollte es so. Aber je mehr Zeit nun verging, desto schwerer fiel es ihm, sich an ihre nachdrückliche Anweisung zu halten.

Ihr blumiger Duft schwebte nur noch schwach in der Luft, und als er sich jetzt endgültig zu verflüchtigen schien, neigte Sasuke den Kopf zur Seite, um nach einer weiteren Quelle zu suchen, die er noch nicht ausgeschöpft hatte. Zu seinem Bedauern war es nun so, dass, egal wie sehr er sich auch bemühte, der Duft viel zu schwach war, als dass Sasuke sich ausreichend an ihre zarte Haut und ihre warmen Lippen zu erinnern vermochte. Enttäuscht schlug er deshalb die Augen auf und fixierte wieder den Käfer, um seinen Frust zu überspielen.

Sakura musste erst vor wenigen Minuten an ihm vorbeigegangen sein, das verriet ihr Duft. Und dennoch war es erst das Klicken der Wohnungstür gewesen, welches ihn geweckt hatte. Beeindruckt hatte er daraufhin die Augenbrauen gehoben; normalerweise schlich sich niemand an ihm vorbei, ohne, dass er davon aufwachte.

Unter der ausgiebigen morgendlichen Streckbewegung fuhr ihm ein stechender Schmerz den Rücken hinab. Scharf sog er deshalb Luft ein und hielt sie für einen Augenblick an, bis der Schmerz nachließ. Das Sofa war viel zu weich, stellte Sasuke unter dem unangenehmen Ziehen abermals fest und rieb sich den unteren Bereich des Rückens. Einen harten Boden hingegen war er gewohnt, das Einsinken in übermäßig weiches Polster wohl nicht. Er hatte sogar diverse Male mit dem Gedanken gespielt, sich einfach auf den Boden zu legen. Nach kurzem Hin und Her, kam er immer wieder zu demselben Entschluss, nämlich, dass sie sicher darauf bestehen würde, dass er in ihrem Bett schliefe und sie selbst auf diesem höllisch unbequemen Sofa. Aber das wollte er ihr nicht zumuten. Er wollte ihr keine Unannehmlichkeiten mehr bereiten. Sie tat schon wieder viel zu viel für ihn.

Geradewegs dachte er an das Abendessen zurück, an welchem Sakura ihm unmissverständlich ihr Anliegen verdeutlichte. Sasuke hatte ihr lediglich den Gefallen tun wollen und war deshalb auf ihre Bitte eingegangen. Die Besänftigung ihres Gemüts hatte für ihn Priorität, nicht diese lächerliche Krankheit, die ihn möglicherweise treffen könnte. Eher machte er sich Gedanken um Sakura; sie war so zart und schmal, eine hartnäckige Krankheit würde ihrem Körper sicherlich zu schaffen machen. Aber sie wollte helfen und es gehörte nun mal zu ihrem Aufgabenbereich. Sasuke verstand das nur zu gut. Schnell hatte er an dem Abend zudem auch erkannt, dass er mit seiner Sturheit ihre feste Entschlossenheit niemals hätte brechen können. Sakura wirkte in solchen Momenten absolut überzeugend und sogar ein klitzekleines bisschen bedrohlich auf ihn. Er leugnete nicht, dass ihr fester Schlag auf den Tisch ihm ein flaues Gefühl im Magen beschert hatte. Im Nachhinein musste er darüber sogar schmunzeln. Als erfahrene Kunoichi wusste sie eben, in für sich bedeutenden Situationen die Umstände nach ihren Vorstellungen zu lenken. Dies beeindruckte Sasuke daher sogar eher, als dass er diese Eigenschaft als nervig empfinden würde. Niemand, außer Sakura, war in der Lage, seine Gedanken in eine bewusste Richtung zu lenken und ihn sogar umzustimmen, ihn gegen seine Instinkte handeln zu lassen.

Und es sollten doch nur ein paar Tage sein, in denen sie den Abstand einforderte.

Nur ein paar Tage…

Tage, die ihm plötzlich so endlos lang und quälend vorkamen. Manchmal musste er sich mit aller Kraft zusammenreißen, sich an sein Wort zu halten. Besonders, wenn sie völlig in ihren Gedanken versunken die Wäsche faltete, Geschirr wusch oder die Blumen auf dem Balkon goss. Wenn sie seinen Blick nicht spürte, dann wirkte sie so fröhlich und unbeschwert. Sasuke beobachtete sie in solchen Momenten unglaublich gerne, denn ihn durchfuhr dann diese angenehme Wärme. Ihr direktes Lächeln hatte einen ähnlichen Effekt.

Und wenn sie ihn verlegen ansah, ihre Wangen so aufgeregt glühten, dann brannte jede Zelle in seinem Körper, wollte sie berühren und ihre Lippen schmecken. In solchen Momenten wirkte Sakura so fragil, was Sasuke unglaublich mochte. Es war paradox, denn eigentlich hatte er doch großen Respekt vor ihrer Stärke. Manchmal folterte ihn dieses Verlangen so sehr, dass er schnell von ihr absehen musste.

Tief atmete er jetzt ein und nahm damit die letzten schwindenden Partikel ihres Geruchs in sich auf. Dieser Duft. Er brachte, wenngleich er immer schwächer wurde, Sasukes Herz zum Rasen. Er nahm ihren rosafarbenen Schopf nur in verschwommener Form vor seinem inneren Auge wahr. Das war besser als gar nichts. Ihre Haare waren so lang geworden, und wenn er sich für lang oder kurz entscheiden müsste, so wie sie es ihn einst gefragt hatte. so würde er noch immer keine Antwort darauf wissen. Es spielte für ihn überhaupt keine Rolle, wie sie ihre Frisur trug - Sakura war immer wunderschön.

Als seine Gedanken sich in ihren Küssen zu verlieren begannen, schlug Sasuke sofort die Lider auf. Es brachte ihm recht wenig, seinen Träumen und Gedanken nachzujagen. Außerdem verstärkten sie sein Verlangen nur noch weiter.

Dabei gab es andere Dinge, über die er viel eher nachdenken sollte. Mangetsu. Er wollte Sasukes Augen.

Dass Sakura ihm dies mit so viel Angst in den Augen berichtete, hatte ihn nur unbeeindruckt schnaufen lassen. Weniger wegen Sakura, sondern eher wegen der alten Leier, man würde ihm seine Augen rauben wollen. Mangetsu mochte vielleicht stark sein und noch verborgene Fähigkeiten besitzen, aber in wirkliche Bedrängnis hatte er Sasuke in einem Kampf noch nicht gebracht. Was ihn in dieser Hinsicht eher beunruhigte, war, dass Sakura sich um ihn sorgte. Zum einen war dies nicht nötig und zum anderen hatte sie sich für ihr Leben genug um ihn gesorgt. Und so hatte Sasuke, seitdem sie wieder in Konoha waren, kaum ein Wort über den bleichen Mann verloren. Nachforschungen diesbezüglich liefen. Wenn auch bisher nur erfolglos.

In den letzten Tagen war er hin und wieder einigen Hinweisen, rund um Konoha herum, nachgegangen und hatte einige alte Spuren der Kareta-Hana-Bande ausfindig machen können. Jedoch betrafen diese nicht Mangetsu und so waren die Hinweise für Sasuke eher unbrauchbar. Das Informationsbeschaffungsteam war hingegen Feuer und Flamme und so ließ er sie trotzdem ihrer Arbeit nachgehen.

Sasuke setzte sich nun auf und starrte wieder zur Wohnungstür, durch die Sakura vor etwa zehn Minuten verschwunden sein musste. Man hatte diese vom Sofa aus direkt im Blick, denn der Flur ging nahtlos in das Wohnzimmer über.

Seit einigen Tagen half Sakura nun schon freiwillig im Krankenhaus aus. Sie schien ferner, neben der allgemeinen Anerkennung ihrer medizinischen Fähigkeiten, auch sehr beliebt im Dorf zu sein. Sakura liebte Konoha, und Konoha liebte Sakura. # Genauso, wie er es aus der Ferne tat, so setzte sie sich ebenfalls mit all ihrer Kraft für dieses Dorf ein. Dann hielt er verdattert inne. Nur für ihn hatte sie ihr geliebtes Dorf zurückgelassen. Sasuke schluckte schwer, denn erst jetzt wurde ihm das so richtig bewusst.

Aber Konoha war auch seine Heimat, hier wurde er geboren, hier lebte seine Familie, sein Clan. Hier durfte er die ihm nur wenig vergönnten und glücklichen Jahre seiner Kindheit genießen. Und hier würde er auch, dank Sakura und Naruto, immer wieder einen Platz finden können. Und auch sein Bruder Itachi hatte Konoha geliebt. Er hatte sogar sein Leben für das Dorf aufgegeben. Und für Sasuke. Und so wollte Sasuke Konoha ebenso beschützen, wie es Itachi einst getan hatte. Es wäre sicher in seinem Sinne.

Er vermisste seinen Bruder.

Mit einem ziehenden Gefühl im Magen setzte sich Sasuke auf und wünschte sich zugleich, Sakura würde neben ihm sitzen. Nur ihr war es möglich, ihn auf bessere Gedanken zu bringen. Und gerade jetzt, da vermisste er ihr fröhliches Lächeln und ihre aufheiternde Art mehr denn je.

Als Sasuke nun in der Küche den Kühlschrank öffnete und die Reste von gestern Abend hervorholte, blieb sein Blick an dem Kalender hängen, welchen er im Eifer des Gefechts mit Sakuras Rücken von der Wand gerissen hatte. Das große rote X, welches den Tag von Ino Yamanakas Hochzeit kennzeichnete, leuchtete ihm auffällig entgegen. Hatte Sai überhaupt einen Nachnamen? Sasuke hatte diesen noch nirgendwo lesen können.

Sasuke starrte eine ganze Weile wie versessen auf das Kreuz. Da dieses Ereignis Sakura sehr wichtig zu sein schien, wollte er sich dieser Veranstaltung nicht entziehen. Auch wenn ihm der Gedanke ein wenig missfiel, sich zu vergnügen, wenn jemand außerhalb von Konoha sein Unwesen trieb.

Er seufzte leise. Was soll`s. An einem Tag würde die Welt schon nicht untergehen.

⋯  ♡  ⋯


Gegen Kakashis gestrige Anweisung, es gäbe heute keine Arbeit für Sasuke, er solle sich die Zeit anders vertreiben, suchte Sasuke dennoch den Hokage auf. Immerhin bestand ja die Möglichkeit, dass er etwas neu Eingetroffenes übernehmen konnte.

Aber Kakashi schüttelte nur verständnislos den Kopf, als Sasuke zu ihm ins Büro trat.

„Es sind alle Aufträge vergeben“, erklärte er, noch bevor Sasuke sein Anliegen überhaupt äußern konnte. „Ruh dich doch einfach mal aus Sasuke. Nimm ein Bad und ließ ein Buch. Oder so.“ Kakashi schob mit seinem Zeigefinger unauffällig etwas auf Sasuke zu, lehnte sich zurück und blickte ihn abwartend an. Dieser lehnte sich auf Kakashis Aufforderung hin ein Stück nach vorne, um das Buch besser beäugen zu können, welches auf dem Schreibtisch lag. Empört schnaubte er sofort laut, als er es erkannte.

Kakashi zuckte nur flüchtig mit den Schultern und sagte dann: „Du weißt ja nicht, was du verpasst.“

Enttäuscht und noch immer entrüstet über den Vorschlag dieser Lektüre verließ Sasuke kopfschüttelnd das Büro. Abermals hinterließ Kakashi eine tiefe Ratlosigkeit in ihm. Wie konnte es ihm nicht peinlich sein, so offen mit diesen Büchern herumzulaufen. Gerade als Hokage hatte er doch eine Vorbildfunktion. Aber schon früher musste er mit diesen Schmuddel-Büchern vor den Augen der Kinder herumwedeln. Es war beinahe schon ein Wunder, dass keiner von Team 7 in dieser Hinsicht nach Kakashi kam. Wobei er nicht für Sai sprechen konnte. Schließlich las er doch sehr gerne Bücher, oder? Jedenfalls hatte Sasuke häufig eines in seiner Hand erblicken können. Beim nächsten Mal würde er genauer hinsehen wollen.

Ziellos irrte Sasuke daraufhin eine ganze Weile umher und nickte unter einem Baum sogar einige Stunden ein. Unzufrieden starrte er daraufhin wieder in den Himmel, denn es nervte ihn einfach nur unheimlich, nichts Sinnvolles zu tun zu haben. Schließlich brachte er seine Tasche zurück in Sakura Wohnung und schmiss den Umhang über einen der Stühle am Esstisch. Irgendwann vertrieb er sich dann die Zeit mit Training an einer abgelegenen Stelle im Park und als es endlich zu dämmern begann, beschloss er, noch vor dem Heimweg dem Grab seiner Eltern einen Besuch abzustatten. Er wählte wieder den Weg über die Dächer Konohas, um möglichst keiner Menschenseele begegnen zu müssen. Und so stach ihm von Weitem auch das Krankenhaus ins Auge, als er sich an einem hohen Punkt des Dorfes befand.

Ob Sakura heute wieder länger arbeiten müsste?

⋯  ♡  ⋯


Jahre musste es her sein, dass Sasuke einen Fuß durch das Tor in Richtung Friedhof gesetzt hatte. Dabei mochte er die Stille und mysteriöse Atmosphäre, die von einem Friedhof ausging. Die Sonne berührte bereits den Horizont, legte den Friedhof in ein leuchtendes Rot und zog die Schatten der einzelnen Grabsteine in eine endlose und schmale Länge. Der Wind ließ die Blätter der Bäume leise rascheln und in der Entfernung hörte Sasuke einige Krähen schreien, als er den hellen Kiesweg zwischen den Gräbern entlang ging. Der Friedhof in Konoha war stets so akkurat gepflegt, dass er glatt ein schlechtes Gewissen bekam, mit den Füßen Abdrücke im Kies zu hinterlassen. Aber nach nur wenigen Metern war der Weg wieder mit hellen Steinen gepflastert.

Sasuke Blick streifte erst über die zahllosen Gräber, als er vor seinem Ziel zum Stehen kam und den Blick anschließend sinken ließ. Es waren so viele Gräber. Viel zu viele.

Krieg. Zorn. Rache. Leid. Tod.

Dinge, von denen viele Menschen in diesem Dorf, die aktuellen Generationen geprägt waren. Und dieses Empfinden spiegelte sich auch auf dem Friedhof auffallend wider. Hoffentlich würde es ihnen gelingen, eine bessere Zukunft für nachfolgende Generationen zu schaffen. Dafür würde Sasuke sich um jeden Preis einsetzen wollen.

Ein beklemmendes Gefühl legte sich um sein Herz, als er nun die Namen seiner Eltern las. Das Uchiha-Wappen thronte als stolzes Wappen darunter. Manchmal fragte Sasuke sich, wie sein Leben verlaufen wäre, wenn sein Bruder und seine Eltern noch leben würden. Sicher hätte er sich nie zu Orochimaru hingezogen gefühlt. Er wäre gemeinsam, so wie es hätte sein sollen, mit Itachi aufgewachsen. Dann wäre er bestimmt zur Polizei von Konoha gegangen, hätte Naruto, aber vornehmlich Sakura, niemals so wehgetan.

Aber wer wusste das schon?

Eine warme Windböe umfasste Sasukes Haar und versetzte es kurz in Aufruhr.

Eine ganze Weile stand er jetzt mit gesenktem Blick vor dem Grab und versank einen Augenblick in die wenigen schönen, aber so deutlich bestehenden Erinnerungen, die ihm mit seinen Eltern und seinem Bruder blieben. Die Wärme der Umarmung seiner Mutter, ihre liebevolle Stimme, die ihn immer wieder aufmunterte, wenn er traurig war, oder weinte. Seinen Vater, der immer so streng mit ihm gewesen war, weil er wollte, dass Sasuke auch ein fähiger Ninja wurde, so wie Itachi.

Und seinen Bruder. Die Bilder, in denen er als Junge auf den Schultern seines Bruders geritten war; wie er Itachi verkündete, er wolle unbedingt zur Polizei von Konoha gehen.

Ein dicker Kloß bildete sich plötzlich in Sasukes Hals - Erinnerungen, mehr waren es nicht. Mehr war ihm nicht geblieben. Erinnerungen, die ihm auf der einen Seite eine der glücklichsten Zeit seines Lebens vor Augen führten, und auf der anderen Seite daran erinnerten, welch unerträglichen Schmerz und enorme Wut der Verlust von geliebten Menschen doch bedeutete. Er war nur ein Kind gewesen. Hilflos und schwach.

Aber heute war es anders. Heute würde er das beschützen können, was er liebte. Das Dorf, denn Itachi liebte es sehr, und so wollte er es auch tun. Und … Ihm wurde schlagartig warm ums Herz, als er an ihr Lächeln dachte.

Sakura.

Die Wärme durchfuhr ihn plötzlich und vertrieb sogleich die Kälte und die Taubheit, die sich in seinen Gliedmaßen so schwerfällig abgesetzt hatten. Ausgelöst von der Erinnerung an das Gefühl des unendlichen Schmerzes und der bodenlosen Wut, die ihn viel zu lange beherrscht hatten. Sasukes Herzschlag verdoppelte sich zugleich und befreite ihn aus dem beklemmenden Gefühl, welches sich so erdrückend in der Brust ausgebreitet hatte.

Er war nicht mehr alleine. Oder besser formuliert: Er war nie alleine gewesen. Er hatte es nur zu spät erkannt.

Sasuke hob überrascht den Blick, als seine Aufmerksamkeit urplötzlich auf etwas unmittelbar hinter ihm gezogen wurde. Noch im selben Gedankengang fuhr er herum.

Mit der Hand an dem Griff seines Schwertes ruhend blickte er in das erschrockene Gesicht eines Mannes. Dieser riss panisch die Hände von seiner Schubkarre, als hätte er Sasuke überhaupt jetzt erst bemerkt und sich deshalb zu Tode erschrocken.

„Oje.“ Er lief sofort bleich an, als sein Blick auf Sasukes Hand fiel, welche noch immer den Griff umfasst hielt. Mit einem einzigen Blick inspizierte Sasuke den Inhalt der Schubkarre. Darin befanden sich eine Schaufel, eine Plane und Arbeitshandschuhe.

„Wer bist du?“, knurrte Sasuke.

„Der Friedhofswärter, wer denn sonst?”, wimmerte der Mann, der inzwischen ängstlich nach dem Spaten gesucht hatte und nun die Spitze auf Sasuke gerichtet hielt. Seine Beine zitterten wie Espenlaub.

Sasuke nahm daraufhin eine entspannte Körperhaltung ein, ließ die Hand vom Griff seines Schwertes sinken und atmete durch. Darauf hätte er zwar auch selbst kommen können, aber Achtsamkeit konnte nie schaden.

„Du solltest dich nicht ohne weiteres an Menschen anschleichen. Besonders nicht, wenn sie bewaffnet sind. Das hätte schlecht für dich ausgehen können.“

„E-entschuldigen Sie.“ Tief verbeugte sich der Mann und ließ die Spitze des Spatens zu Boden sinken. „Ich werde es mir merken. Sch-schönen Abend noch“, stotterte er, schmiss den Spaten wieder in die Schubkarre und schob sie mit bibbernden Beinen holprig davon.

Unbeeindruckt hob Sasuke die Augenbrauen, als er dem Mann nachdenklich nachsah.

Dann kam es Sasuke plötzlich ein wenig seltsam vor, dass der Friedhofswärter kurz vor Einbruch der Dunkelheit arbeiten wollte. Und war da nicht letztens noch der Vorfall mit der Grabschändung Sasukes Alarmglocken schrillten plötzlich laut, als er sich vage an den Bericht erinnerte. Drei frische Gräber wurden aufgewühlt und geöffnet. Die Übeltäter wurden von einem Friedhofswärter erwischt und sind geflüchtet. Entwendet wurde nichts und so nahm man an, dass es sich um einen üblen Streich handelte.

Was wollte er jetzt noch mit Schaufel und Plane? Eine Leiche begraben? Oder gar ausgraben? Soweit Sasuke sich erinnern konnte, befand sich die einzige Hütte, in der Werkzeug gelagert werden konnte, doch am Anfang des Friedhofs. Und der Mann ging genau in die entgegengesetzte Richtung.

Mit nur wenigen Schritten war Sasuke ihm auf den Versen, hielt sich zunächst aber verborgen.

Sasuke staunte nicht schlecht, als er an einer der wenigen Stellen zu graben begann, die nicht gepflastert oder mit dem Kies bedeckt waren. Zudem erkannte er deutlich, dass sich jemand zuvor, genau an dieser Stelle, ebenso daran zu schaffen gemacht haben musste. Die Erde war locker und mit etwas Gestrüpp verdeckt, wobei sicherlich niemand ohne Grund diese letzte Ecke des Friedhofs aufsuchen würde. Das Versteck war also gar nicht mal so übel.

Konzentriert beobachtete Sasuke jeden einzelnen seiner Spatenstiche. Und es dauert auch nicht sehr lange, da zog sich der Mann die Arbeitshandschuhe über und wühlte mit den Händen in der Erde. Als er einen schmutzigen Stoffbeutel aus dem Loch hervorzog, kniff Sasuke die Augen zusammen, um in der einbrechenden Dunkelheit besser sehen zu können. Und als er im Beutel ein helles Klimpern vernahm, schnaufte er. Da war Geld im Beutel. Im nächsten Moment stand er auch schon direkt hinter dem Goldgräber, während dieser einen weiteren kleinen Beutel hervor zog und im Begriff war, den Inhalt umzufüllen.

„Was machst du da?“, fragte Sasuke mit einem düsteren Klang in der Stimme und beugte sich ein Stückchen zu dem knienden Mann hinab.

Erschrocken fuhr dieser in die Höhe und ließ dabei den Beutel zu Boden fallen. Einige der Münzen kullerten aus der Öffnung, kamen auf dem unebenen Boden aber nicht sehr weit.

„W-w-w …“, der Mann brachte zunächst kein vernünftiges Wort zustande. Dann atmete er tief ein und hauchte anschließend ängstlich: „Bist du ein Mörder? Oder willst du mich ausrauben?“

„Weder noch. Die Frage, die sich hier stellt, ist eher, ob du ein Dieb oder Mörder bist. Ich frage mich, woher du all das Geld hast und wieso du es hier vergräbst.“

„Was? Nein. Das ist mein Geld. Ich bewahre es hier nur auf.“

Sasuke runzelte die Stirn. „Und wieso tust du das?“

„W-w-weil …”, er dachte kurz nach und antwortete dann verzweifelt: „Ich spare doch nur.“

„Wofür?“

„Für ein Haus. Für meine Frau und mich“, erklärte er jetzt mit piepsiger Stimme.

Sasuke kniff die Augen zusammen und musterte ihn kritisch. Vielleicht wirkte es auf andere ein wenig paranoid, aber nachdem Kato sein Vertrauen so ausgenutzt hatte, wollte Sasuke auf Nummer sicher gehen. Schließlich war es eher unüblich, in den heutigen Zeiten sein Geld zu vergraben. Konoha hatte doch eine Bank.

Erschrocken schnappte der Mann nach Luft, als er in Sasukes Sharingan sah.

„N-n-nein. Ich sage die Wahrheit. Bitte bringen Sie mich nicht um.“ Ängstlich hielt er sich die Hand vor das Gesicht und linste immer wieder vorsichtig zwischen seinen Fingern hindurch. Er zitterte am ganzen Körper.

Genervt stöhnte Sasuke und nutzte den kleinen Spalt zwischen seinen Fingern, um ihn in ein Genjutsu zu versetzen.

Der Mann sprach die Wahrheit.

„Ich werde es niemandem verraten“, sagte Sasuke und ging davon, ohne sich nochmal nach ihm umzusehen.

Den verwirrten Blick des Mannes spürte er noch so lange im Nacken, bis Sasuke um die nächste Ecke bog. Zurecht schien der Mann nicht so ganz zu verstehen, was ihm da eigentlich gerade widerfahren war. Und wahrscheinlich war das auch besser so.

Geld sparen und ein Haus kaufen. Nachdenklich blickte Sasuke nach oben. Der Abend war noch immer sehr mild, aber der Himmel bewölkt, weshalb die Sterne nicht zu sehen waren. Er hatte ein wenig Geld, das ihm seine Eltern hinterlassen hatten. Bisher hatte er es nicht angerührt. Und Kakashi hatte darauf bestanden, ihm Lohn zu zahlen, auch wenn er in keiner offiziellen Mission unterwegs war. Wie viel da wohl schon zusammengekommen ist? Unsicher legte er den Kopf etwas schief und grübelte intensiv. Naruto hatte auch ein Haus gekauft. Vielleicht sollte er das auch tun?

Morgen früh würde er zur Bank gehen und seinen Kontostand erfragen. Das wäre immerhin ein Anfang. Dann würde er weitersehen.



Als er um die nächste Ecke bog, knallte er mit jemandem zusammen. Sasuke war so in Gedanken versunken, er hatte die eiligen Schritte daher erst viel zu spät wahrgenommen. So etwas passierte ihm wirklich äußerst selten. Die überraschende Wucht des Zusammenpralls ließ ihn zwangsläufig einen Schritt nach hinten ausweichen.

„Autsch.“ Der hohe Schrei verriet ihm, dass es sich um eine Frau handeln musste, die gerade zu Boden geplumpst war. Sasuke stockte, als er die am Boden sitzende und schwer atmende Frau erkannte.

„Sasuke“, keuchte Hinata und sah mit hochroten Wangen zu ihm auf.

Sasuke nickte stumm. Was war mit Narutos Frau los?

„Naruto …“, flüsterte sie atemlos. Ihre Kleidung war schmutzig und ihre Haare zerzaust, irgendetwas schien passiert zu sein.

„Was ist passiert? Ist was mit Naruto?“ Sasukes Gesichtszüge verhärteten sich unter dem aufgelösten Anblick, der sich ihm bot.

„Hanabi… Ich … muss ... zu Naruto.“ Hinata wirkte völlig zerstreut. Während Sasuke sie nun irritiert musterte, rappelte sie sich wankend auf. Sasuke verstand noch immer nicht.

Hanabi war ihre kleine Schwester, soweit er sich entsinnen konnte. Hanabi Hyuga.

„Was ist mit ihr?“, rief Sasuke laut und brachte Hinatas Füße wieder zum Stillstand. Aufgeregt drehte sie sich zu ihm um, während die verzweifelten Tränen in ihren Augen das kurz durchbrechende Mondlicht spiegelten.

„Sie ist verschwunden, entführt von wildfremden Männern, die uns angegriffen haben.“

Sasuke Blick verfinsterte sich.

„Wo sind sie hin?“

„Sie sind in Richtung Wald“, Hinata deutete mit einer Kopfbewegung hektisch in eine Richtung. „Ich habe versucht, sie aufzuhalten … aber …“ Hinata schluckte schwer.

„Ich hole sie ein“, wandte Sasuke ohne zu zögern ein und lief los.

„Ich werde Naru... “, das Ende des Satzes verlor sich zwar in der Ferne, Sasuke konnte sich den Rest aber natürlich denken. Naruto würde nachkommen.



Nur etwa zwei bis drei Kilometer vom Stadttor Konohas entfernt wurde Sasuke auch schon fündig: Die groben Füße von etwa sechs bis sieben Männern hatten die jungen Grashalme der nah liegenden Waldlichtung rücksichtslos zertrampelt.

Hatte denn niemand den Kampf bemerkt? So nahe am Tor? Verwirrt runzelte Sasuke die Stirn und trat zurück auf den Weg, um die genaue Richtung der Spuren bestimmen zu können. Während er nun am Boden hockte und die Fußspuren inspizierte, nahm er plötzlich ein ihm sehr wohlbekanntes Chakra wahr.

„Hn. Das ging ja schnell“, sagte Sasuke mehr zu sich selbst, ohne dabei den Blick zu heben.

„Ich habe Hinata auf der Straße getroffen. Wir sind dir sofort gefolgt.“ Naruto trat jetzt neben Sasuke. Sein hitziges Fuchschakra konnte Sasuke auch weit gegen den Wind riechen. Vorausgesetzt Naruto ließ es zu.

Ernst nickten sich die beiden Freunde knapp zu und Sasuke erhob sich wieder. Viel Zeit für ein freundschaftliches Wiedersehen gab es nicht. Hinata wirkte in Sasukes Augen zwar immer noch betroffen, ihr Gesicht verlor aber zunehmend an Röte. Wieso hatte Naruto sie mitgebracht?

„Hast du ihre Spuren finden können Sasuke?“

„Ja.“

„Na dann los.” Naruto nickte entschlossen und lief darauf folgend gemeinsam mit Hinata voraus. Sasuke schloss zu ihnen auf.

Während sie jetzt liefen, berichtete Hinata in Kürze, was passiert war. Hanabi und Narutos Frau waren außerhalb des Dorfes unterwegs gewesen, als sie plötzlich, wie aus dem Nichts, überfallen worden waren. Es kam zu einem ausgiebigen Kampf zwischen den beiden Frauen und den Männern. Hanabi war zwar ebenso eine überaus fähige Kunoichi, eine starke und talentierte Kämpferin, aber eben noch sehr jung, unerfahren und mitten in der Ausbildung. So berichtete es zumindest Hinata. Sasuke wusste fast gar nichts über Hinata, geschweige denn über ihre kleine Schwester.

Jedenfalls gelang es einem der Männer, Hanabi aus dem Hinterhalt bewusstlos zu schlagen. Die Gruppe nutzte dann den Moment aus, in welchem sich Hinata davon hatte ablenken lassen, und schloss sie mit ihrem Erdversteck ein. Es hatte eine ganze Weile gedauert, bis sie einen Ausweg aus ihrem Gefängnis gefunden hatte.

„Was waren das für Männer?“, fragte Naruto schließlich. „Kanntest du sie?“

Hinata schüttelte verzweifelt den Kopf. „Nein. Ich habe sie nie zuvor hier gesehen. Und sie trugen auch keine Stirnbänder.“

Sasukes Kiefer spannte sich an. Entführung von jungen Mädchen. Das kam ihm nur zu bekannt vor.

Sakura schoss ihm dabei blitzartig in den Kopf. Bei dem Gedanken, sie könnte sich in Gefahr befinden, zog sich seine Luftröhre erstickend zusammen. Beinahe hätte er sogar den nächsten Ast verfehlt, was seine Begleiter glücklicherweise nicht bemerkt hatten. Solange sie im Dorf blieb, dürfte ihr nichts passieren. Dort war sie sicher. Außerdem war seine zukünftige Ehefrau stark und seit dem letzten Vorfall mehr denn je auf der Hut.

„Wieso ausgerechnet wieder Hanabi?”

Sasuke linste unauffällig über die Schulter, denn Hinatas plötzliches und verzweifeltes Schluchzen war nicht zu überhören. Dass Hinata sie begleitete, passte ihm eigentlich so ganz und gar nicht in den Kram.

„Wieso haben sie nicht mich mitgenommen? Hanabi hat sicherlich große Angst”, fuhr sie fort und senkte schuldig den Blick.

„Hinata, hör auf einen solchen Unsinn zu reden. Das ist nicht deine Schuld“, versuchte Naruto sie mit sanfter Stimme zu beruhigen.

„Naruto“, ermahnte Sasuke seinen Freund jetzt. Streicheleinheiten waren nun völlig fehl am Platz. Er musste sich konzentrieren. Sie mussten die Männer einholen.

Naruto warf Sasuke einen wütenden Blick zurück, ignorierte seine Worte und legte behutsam die Hand auf Hinatas Rücken.

Ungläubig seufzte Sasuke leise. Es wäre ihm wirklich lieber gewesen, Hinata würde in Konoha warten, aber da hatte er nun mal kein Mitspracherecht.

„Die Sache ist ernst“, betonte er erneut und sah Naruto streng an.

„Ich weiß“, fauchte dieser und deutete mit einem wütenden Blick an, dass Sasuke seine verdammte Klappe halten sollte. Sein fuchsiger Freund hatte also sehr wohl verstanden, worauf Sasuke hinaus wollte. Na dann war es ja gut.

Sasuke lief jetzt an der Spitze, Naruto und Hinata hinter ihm. Erst blendete Sasuke das Gespräch der beiden bewusst aus. Dann machten ihn Narutos Worte doch etwas neugierig und er hörte heimlich etwas genauer hin. Als Lauschen hätte er das Ganze aber nicht benannt, denn die beiden befanden sich direkt hinter ihm. Und so mussten sie damit rechnen, dass Sasuke ihrem Gespräch folgen konnte.

Beeindruckt zog er die Mundwinkel nach unten und hob die Brauen, nachdem er eine Weile zugehört hatte. Naruto stellte sich in der Wahl seiner Worte zwar etwas ungeschickt an, dennoch gelang es ihm, Hinata schnell wieder aufzubauen. Dieser Vollidiot. Irgendwie schaffte er es immer wieder, die Leute bei Laune zu halten und bestärken. Ausnahmslos. Er selbst wüsste nicht mal, wie er so etwas ansatzweise angehen sollte.

Schnell schüttelte er seine Gedanken ab und konzentrierte sich auf die Spur, die er nur für einen kurzen Augenblick aus den Augen verloren hatte.

Die Entführer waren schnell. Und ihr Vorsprung war viel größer, als die drei zuvor angenommen hatten. Dennoch holten sie Stück für Stück auf. Für Sasukes Geschmack jedoch ein wenig zu langsam. Sicherlich würden sie irgendwann eine Pause einlegen müssen, dachte er, als er flüchtig über die Schulter linste und Hinatas erschöpften Gesichtsausdruck musterte. Kein Wunder, dass sie müde war, sie waren ununterbrochen seit mehreren Stunden unterwegs.

Die Nacht war bereits fortgeschritten und der Himmel ein wenig aufgeklart, sodass zumindest die Äste im schwachen Mondlicht für das bloße Auge gut erkennbar waren.

„Wir sollten eine kurze Pause einlegen“, rief Naruto, als hätte er soeben Sasukes Gedanken gelesen, oder gar seinen misstrauischen Blick bemerkt.

„Nein. Keine Pause,“ rief Hinata mit ihrer dünnen Stimme und lief an dem abrupt stehen gebliebenen Naruto vorbei. „Es geht schon. Wir müssen sie doch so schnell wie möglich einholen.“

Unentschlossen nagte Naruto an der Unterlippe: Er war besorgt um Hinata, dies war nicht zu übersehen. Und gleichzeitig zerrissen, da sie sich beeilen mussten, um die kleine Hyuga schnellstmöglich retten zu können.

Hinata sprang auch an dem stehengebliebenen Sasuke vorbei. Einige Äste später hielt sie aber inne und sah sich irritiert nach den beiden um.

„Kommt. Wir haben keine Zeit“, rief sie mit zarter Stimme, die sich in der Unendlichkeit des düsteren Waldes verlor. Sakuras klang im Vergleich wesentlich fester.

„Dann lass mich dich eine Weile Huckepack nehmen“, sagte Naruto und landete mit nur einem Satz neben ihr. „Dank Kurama habe ich genug Kraft und kann ohne Verluste weiterlaufen. Und du kannst dich ein wenig erholen“, erklärte er und ging indessen auch schon in die Hocke, um keine weitere Zeit zu verlieren.

Verdattert blinzelte Hinata erst, nickte dann aber und sprang auf, woraufhin Naruto von seinem orangefarbenen Fuchschakra eingehüllt wurde. Mit einem dicken Grinsen lief Naruto dann los. Viel schneller als zuvor, für Sasuke aber natürlich kein Hindernis.

Es dämmerte bereits, als die Spuren schwerfälliger zu werden schienen und Sasuke ihre große Chance witterte. Die Entführer wurden wohl endlich müde.

Als die drei an einem enorm breiten Flussbett ankamen, welches sich über mehrere Kilometer zu erstrecken schien, hielten sie an. Sasuke zischte darüber verärgert, denn es würde unter Umständen eine Weile dauern, bis er die Spur dahinter wieder aufnehmen konnte. So würden sie wieder Zeit verlieren.

Es war zwar noch recht früh am Morgen, die Sonne hatte aber längst den Horizont hinter sich gelassen. Bis jetzt hatte Naruto Hinata getragen, sie war sogar kurzzeitig eingenickt. Jetzt setzte er sie wieder auf dem Boden ab und Hinata sank niedergeschlagen auf die Erde.

“Oh nein. Das ist schlecht, oder?” Verzweifelt sah sie zu Naruto hinauf.

„Sie können nicht weit weg sein“, flüsterte Naruto und berührte ihre Schulter. „Lass mich nur machen.“

Naruto schloss die Augen, senkte das Gesicht, formte ein Fingerzeichen, um ein Jutsu zu lösen und erst in diesem Augenblick verstand Sasuke, was sein Freund überhaupt vorhatte. Gute Idee, dachte er und nickte zustimmend. Als Naruto wieder aufsah, umspielte ein orangefarbener Schatten seine Augen.

Der Sennin Moodo. Das war mehr als klug, so konnte Naruto das Chakra von Hanabi auch auf größere Entfernung aufspüren.

„Zur Sicherheit habe ich einen Doppelgänger in der Froschwelt zurückgelassen“, erklärte Naruto knapp und streckte Sasuke hoch motiviert den erhobenen Daumen entgegen. Dieses dicke Grinsen, Naruto setzte es wirklich in jeder Situation schamlos auf. Er schien daraus die nötige Kraft zu ziehen, nicht aufzugeben, auch wenn es manchmal ein wenig unangebracht wirken konnte.

Dann konzentrierte Naruto sich und fuhr mit dem Blick alle möglichen Himmelsrichtungen ab.

„Hab sie“, schoss es aus seinem Mund und er deutete über das Flussbett hinweg auf ein angrenzendes Waldstück.

„Geht es Hanabi gut?“, fragte Hinata heiser, während sie die Hände nervös vor der Brust verschränkt hielt. „Kannst du ihr Chakra spüren Naruto?“

Naruto nickte ihr grinsend zu und sagte überaus zuversichtlich: „Sicher. Die haben wohl nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet ich und Sasuke ihre Spur aufnehmen würden.”

„Noch haben wir sie nicht befreit“, erinnerte Sasuke ihn trocken und riss ihn damit aus seiner Euphorie. Den Tag sollte man nie vor dem Abend loben, aber das hatte Naruto schon immer gerne gemacht.

„Natürlich, das weiß ich doch“, warf Naruto beleidigt ein und schürzte die Lippen.

Eilig liefen die drei also über das Wasser, durchquerten den Wald und kamen nach etwa 15 Minuten, kurz vor dem Lager der Entführer, zum Stehen. Rasch versteckten sie sich in dem Schatten einer wilden Hecke, um die Situation vorerst einschätzen zu können. Naruto hatte sein Fuchschakra bereits vor dem Flussbett zurückgezogen, denn das leuchtende Orange, welches ihn umgeben hatte, brannte so auffällig hell wie eine grelle Flamme in der Dunkelheit. Man hätte ihn sofort bemerkt.

Neun Männer zählte Sasuke. Nein, zehn. Und da war auch …

„Hanabi“, sagte Hinata aufgeregt. Als sie Sasukes scharfen Blick bemerkte, zuckte sie zusammen und schlug die Hand vor den Mund. Entschuldigend sah sie zur Seite. Aber die Männer hatten ihre etwas zu laute Bemerkung glücklicherweise nicht wahrgenommen. Noch vor dem Waldstück hatte sie das Byakugan aktiviert und die Gruppe ebenso ausmachen können. Auch jetzt noch kennzeichneten die hervortretenden feinen Adern an ihren Augen die Anwendung ihres Kekkei Genkais.

Hanabi ging es gut, das konnte selbst Sasuke mit bloßem Auge erkennen. Sie war ein Mädchen von etwa 14 Jahren, mit langen braunen Haaren. Man hatte ihr die Augen verbunden und Hände und Beine gefesselt. Lautstark beschwerte sie sich und beschimpfte die Männer permanent, unter einer großen Bandbreite an Schimpfwörtern. Hinter der Hecke wurde es plötzlich totenstill, da alle drei augenblicklich die Luft anhielten.

Entsetzt fuhr Hinata zu Naruto um, der ein Prusten gerade noch unterdrücken konnte.

„Pimmel ... fritte?”, wiederholte Hinata langsam und damit nur eines der befremdlichen Schimpfwörter, die aus Hanabis Mund sprudelten. Ratlosigkeit spiegelte sich in ihren Augen. „W-woher …“, stotterte sie. „Naruto ... hast du etwa?“ Hinatas Augen wurden schmal. In Kombination mit dem Byakugan sah das Ganze noch unheimlicher aus.

Abgesehen davon fragte sich Sasuke für einen kurzen Moment selbiges und hob daher eine Augenbraue, um erst Hinata und dann ihrem skeptischen Blick auf Naruto zu folgen. Wenn einer so fluchen konnte, dann sicherlich Naruto.

Was war denn überhaupt eine Pimmelfritte?

„Was? Echt jetzt Hinata?“ Naruto stöhnte beleidigt und legte niedergeschlagen den Kopf auf den Knien ab, um sich in Selbstmitleid zu suhlen. „So was würde ich ihr doch nie beibringen. Hanabi hat es einfach nur faustdick hinter den Ohren. Ist dir das etwa noch nie aufgefallen? Die Kinder in der Akademie benutzen alle solche Wörter.”

„Hanabi ist ein liebes und wohlerzogenes Mädchen”, wandte Hinata empört ein.

Ungläubig stöhnte Sasuke und ließ den Kopf sinken. Er konnte es gerade kaum fassen, dass sich die beiden, in einer solchen Situation, über die misslungenen Erziehung des Mädchens stritten.

„Ach Hanabi“, seufzte Hinata schließlich, als hätte sie Narutos Einwand, die Jugend von heute würde so sprechen, gar nicht wirklich wahrgenommen. „Du kleiner Dickkopf.“

Seufzend erhob Sasuke sich jetzt. In diesem Moment verspürte er wieder das unglaubliche Verlangen, Sakura würde, anstelle der beiden, an seiner Seite sein. Mit ihr verstand er sich blind, auf sie konnte er sich verlassen.

„Was machst du da?“, zischte Naruto panisch.

„Gleich entdecken sie uns sowieso, wenn ihr weiter so rumschreit“, erwiderte Sasuke trocken.

Naruto nickte eifrig, bevor sein Blick ernst wurde. Endlich.

„Du spürst sein Chakra also auch nicht?“, fragte Sasuke seinen Freund.

„Nein.“ Enttäuscht schüttelte Naruto den Kopf. „Wenn diese Sache mit Mangetsu zu tun haben sollte, dann ist er selbst jedenfalls nicht vor Ort. Und auch nicht in der Nähe. Mist. Ich wäre ihm so gerne gegenübergetreten.“

Sasuke nickte nur und zählte erneut die Anzahl der Gegner durch. Fünf von ihnen hatten die Augen geschlossen, verzogen aber genervt das Gesicht, da Hanabis schrille Rufe sie nicht zur Ruhe kommen ließen.

Irgendwie war der Anblick, auch wenn Hanabis Ausdrucksweise durchaus fraglich war, köstlich.

Aber als einem der Entführer plötzlich der Kragen platzte und er wütend in Hanabis Richtung stiefelte und aufgebracht schrie, er würde ihr gleich das Maul stopfen, fuhr Hinata neben Naruto alarmierend in die Höhe.

„Als ob du dich das traust“, rief Hanabi provozierend und lachte mit rauer Stimme. „Du bist doch selbst zu feige, mir in die Augen zu sehen. Außerdem bringt dieser Lappen, den ihr mir um die Augen gebunden habt, rein gar nichts. Ihr seid so blöd ey. Wirklich. Und ich wette, bei Blut kippst du um. Komm, lass uns Mann gegen Frau kämpfen. Nur du und ich.“

Wütend fletschte der Kerl die Zähne, was Hanabi nur noch mehr zu amüsieren schien. Erst fragte Sasuke sich, was zum Geier das Mädchen damit erreichen wollte. Sie war doch so offensichtlich im Nachteil. Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Sie wollte einen Eins gegen Eins- Kampf provozieren, denn dies erschien ihr wohl aktuell als realistischste Chance. Einen Mann in seiner Würde zu verletzen, woraufhin er sich gezwungen fühlt, sich alleine beweisen zu müssen. Anschließend würde sie wohl versuchen, sich davonstehlen. Dumm war das Mädchen also nicht; ein wenig leichtsinnig vielleicht, aber auch mutig. Sie wählte lediglich die für sie beste und vielversprechendste Option.

Die kleine Hyuga war das komplette Gegenstück zu ihrer großen Schwester, stellte Sasuke stirnrunzelnd fest. Hinata war ihm früher kaum aufgefallen, Hanabi hingegen stach bereits in ihrem Alter deutlich aus der Masse hervor.

Beinahe völlig unbemerkt neigte das Mädchen plötzlich den Kopf in die Richtung der Hecke, hinter welcher sich ihre drei Retter befanden. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie das Gesicht wieder in ihre Ausgangsposition brachte. Hanabi hatte sie mit ihrem Byakugan bemerkt. Eine durchaus praktische Fähigkeit.

Naruto hatte es dennoch sichtlich schwer, die besorgte Hinata zurückzuhalten und verdeutlichte ihr daher rasch und eindringlich folgendes: „In einem günstigen Moment schnappst du dir Hanabi und wartest am Flussbett auf uns. Wir kümmern uns um die Entführer. Vertrau mir.”

Und so setzten sie es auch um. Naruto schickte drei seiner Doppelgänger vor, die mit einem lauten Kampfschrei das Lager angriffen.

„Naruto. Na endlich”, rief Hanabi vergnügt. „Ich dachte schon, die Vollpfosten verschleppen mich bis ans Ende der Welt.“

Entgegen Hinatas Befürchtung wirkte das Mädchen auf Sasuke weder verängstigt noch verunsichert. Mit ihrer taffen Art schien sie die Entführer ziemlich auf Trab gehalten zu haben. Sasuke landete vor ihr und zog sein Schwert, um sich den Kerl zur Brust zu nehmen, welchen sie so erfolgreich zu provozieren versucht hatte. Kurz darauf erschien Hinata und befreite Hanabi, die sich sofort mitten in den Kampf stürzen wollte. Aber mit der Schnelligkeit und Entschlossenheit ihrer großen Schwester, Hanabi fortzubringen, schien das Mädchen nicht gerechnet zu haben. Hinata packte daher das Mädchen hart am Arm und verschwand sofort.

Nacheinander streckten Naruto und Sasuke nun die Männer nieder, wobei Sasuke zunächst gar nicht vorhatte, bis zum bitteren Tod zu kämpfen. Es machte beinahe den Eindruck, als stürzten sich die Männer mit voller Absicht in die Klinge seines Schwertes. Beim ersten fiel es ihm nicht auf, beim zweiten hielt er es für einen Zufall und erst beim dritten Gegner runzelte er die Stirn. Alles ging viel zu schnell.

Sofort hielt Sasuke daher inne und sah sich um. Narutos Doppelgänger hatten ebenfalls ihre Feinde mit einer Waffe erstochen. Sasuke war sich sicher, hier stimmte etwas ganz und gar nicht. Eilig versuchte er deshalb nun seinem Misstrauen nachzugehen, indem er sich aufmerksam umsah. Als sein Blick an Naruto verharrte, der als Original seiner Schattendoppelgänger gegen den letzten lebenden Entführer kämpfte, stutzte Sasuke.

„Naruto, halt“, rief er und schmetterte ihm das Kunai aus der Hand, indem er ein Shuriken danach warf.

„Eh, Sasuke, was soll das?“, schrie Naruto verwirrt und wich dem Angriff des Mannes nur knapp aus, den er eigentlich mit seinem Kunai abgewehrt hatte.

„Die Männer scheinen sich aus irgendeinem Grund selbst umzubringen“, erklärte Sasuke schnell. „Sie scheinen sich wortwörtlich in ihren eigenen Tod zu werfen, ist dir das etwa nicht aufgefallen?“

Narutos verwirrter Blick gab ihm sofort die Antwort auf seine Frage: Naruto hatte es nicht bemerkt.

Dann nahm sein Freund ein wenig Abstand zu seinem Gegner ein, überlegte kurz und gab diesem dann einen festen Kinnhaken. Der Mann ging zu Boden.

„Nimm ihn gefangen Naruto“, rief Sasuke, als sein Freund wieder zu ihm hinübersah.

Aus den Augenwinkeln vernahm er Narutos Nicken, während er sich zu einer der Leichen hinabbeugte. Sasuke schnappte nach Luft, als er plötzlich etwas anderes bemerkte.

„Verdammt Naru …“, rief er sofort, um Naruto darauf aufmerksam zu machen. Aber sein Freund hatte es ebenfalls bemerkt. Es ging um seinen Gegner. Er hatte nach dem am Boden liegenden Kunai gegriffen und in Windeseile die Spitze auf seine eigene Brust gerichtet. Er war zwar schnell, Naruto aber schneller. Gerade noch rechtzeitig hielt er ihn am Arm zurück und drückte so fest zu, dass der Entführer unter einem quälenden Schrei das Kunai fallen ließ.

Erleichtert atmete Sasuke auf. In letzter Zeit kam es relativ häufig vor, dass seine Gegner, die als potenzielle Informationsquellen dienen konnten, einfach verstarben. Ein Zufall war das jedoch nicht, das war ihm bewusst.

„Scheiße“, schrie Naruto den am Boden knienden Kerl an. „Wieso willst du dich selbst abstechen? Bist du irre?“

„Wahrscheinlich nicht“, murmelte Sasuke, beugte sich noch im selben Atemzug zu dessen Gesicht hinab und durchdrang seine Gedanken mit dem Sharingan.

„Genjutsu“, stellte er nach nur wenigen Sekunden fest. „Jetzt sollte er keine Suizidgedanken mehr verspüren.“ Dann runzelte er die Stirn. Hatte der Mann etwas mit Mangetsu zu tun? Dies war nicht das Genjutsu, welches er von Mangetsu gewohnt war. Dennoch ähnelte es sich im Stil, da der Anwender sich den Tod des Opfers wünschte.

„Konntest du was herausfinden?“, fragte Naruto ungeduldig.

„Hm. Das Zielobjekt war eindeutig die kleine Hyuga.“ Sasuke überlegte. „Wieder scheinen hier meine Fähigkeiten bewusst umgangen worden zu sein, da der Auftrag über mehrere Ecken weitergegeben wurde. Ich habe nur Orte gesehen. Und Männer mit dunklen Kapuzen. Mehr nicht.” Dass hier jemand um seine Fähigkeiten wusste, deutete auf den ersten Blick unmissverständlich auf Mangetsu hin. Es könnte aber natürlich auch ein Zufall sein. Die Orte, die er zudem gesehen hatte, konnten sich seines Erachtens überall befinden. Die Informationen waren also mal wieder unbrauchbar. Enttäuscht seufzte Sasuke daher.

Verdammt. Sasukes Kiefer spannte sich jetzt an, als er ziellos in den leeren Wald starrte und sich darüber ärgerte, an keine brauchbaren Informationen gelangen zu können. War es Zufall, dass die Männer hinter Hanabi her waren? Wollten sie über das Mädchen wieder an Sasuke gelangen? Aber er stand doch in keinerlei enger Verbindung zu ihr. Was sollte das also?

Naruto fesselte den Mann mit einem Strick. Im Prinzip war er nutzlos, da er ahnungslos war. Und Sasuke zweifelte auch arg daran, dass die anderen mehr gewusst hätten. Irgendjemand musste das wieder ganz fein eingefädelt und sich bewusst mehrere Hintertüren eingebaut haben, um unentdeckt zu bleiben. Wieso gab sich derjenige nur solche Mühe, unerkannt zu bleiben?

Sasuke zerbrach sich ununterbrochen den Kopf, als die vier eine ausgiebige Pause einlegten. Zuvor hatte Hinata mit ihrem Byakugan die Umgebung auf weitere Gegner abgesucht, aber nichts Auffälliges finden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Vorfall wieder mit Mangetsu zusammenhing, war recht hoch. Wollte er vor Sasuke seinen Aufenthaltsort geheim halten? Aber wieso? Er war doch bereit, sich Sasuke zu stellen, wieso tat er es also nicht einfach? Das passte nicht zusammen. Hätte er Sasuke in einen Hinterhalt locken wollen, so hätte er ihm doch sicherlich wieder einen Hinweis in den Gedanken der Männer hinterlassen. Hatte er Angst, Sasuke würde nicht alleine kommen?

„Sasuke?“ Hinata unterbrach seine Gedanken.

„Hn!?“

„Ist alles in Ordnung?“, fragte sie vorsichtig und strich der schlafenden Hanabi, deren Kopf auf ihrem Schoß ruhte, über die braunen Haare.

Es war ungewohnt, dass ihn jemand fremdes nach seinem Wohlbefinden fragte. Ob Hinata sich dafür wirklich interessierte? Dass die Abneigung des Dorfes ihm gegenüber über die Jahre verschwand, hatte er durchaus bemerkt. Trotz alledem fühlte er sich noch immer unwohl in der Gesellschaft anderer, aus Angst, diese könnten sich unwohl in seiner Gegenwart, fühlen. Übelnehmen könnte er dies wohl niemandem.

Sasuke nickte zögerlich und beobachtete, mit gleichgültiger Miene, die liebevolle Geste der großen Schwester. Hinata lächelte schwach und senkte den Blick wieder auf ihre Schwester.

Itachi hatte sich auch immer um Sasuke gesorgt. Schnell sah er von dem Bild der Geschwisterliebe ab, denn es versetzte ihm einen unerwarteten Stich. Urplötzlich wünschte er sich wieder, Sakura wäre jetzt an seiner Seite. Das ungewohnte Bedürfnis nach dem Halten ihrer Hand durchfuhr ihn fast schon quälend, weshalb er leicht irritiert darüber die Stirn runzelte.

Es dauert nicht lange, da konnte Sasuke nicht mehr stillsitzen. Er erhob sich und stiefelte unruhig auf und ab. Kakashi hatte ihm zwar versichert, dass alle Dörfer eng in der Aufklärung zu Mangetsu zusammenarbeiteten, und besonders Konoha mehrere Teams dafür einsetzte; Sasuke konnte und wollte sich darauf aber nicht mehr blind verlassen. Mangetsu beunruhigte ihn zunehmend, gerade jetzt, wo er scheinbar wieder Opfer in Sasukes unmittelbarer Nähe wählte.

„Wir sollten zurückkehren“, sagte Hinata gegen Mittag. „Morgen ist doch die Hochzeit von Ino und Sai.”

Sasuke sah zu ihr auf. Das stimmte.

Naruto hob die noch immer schlafende Hanabi auf den Rücken, als Hinata die letzten Sachen einräumte.

„Ich werde nachkommen“, verkündete Sasuke nach intensivem Grübeln und erntete nur irritierte Blicke seiner Begleiter.

„Wieso das denn Sasuke?” Naruto stemmte einen Arm in die Hüfte. „Willst du dich etwa wieder aus dem Staub machen?“

Sasuke zischte genervt.

„Nein, ich komme bald nach. Ich möchte noch etwas überprüfen. Wenn ich schon mal so weit draußen bin.“

„Du ziehst jetzt aber nicht wieder dein Ich-muss-alles-alleine-machen-Ding durch, oder Sasuke?“, fragte Naruto scharf und musterte Sasuke ungewohnt streng.

„Ich sagte doch bereits: Nein.“ Ehrlich sah er Naruto direkt in die Augen, seufzte dann schließlich, nachdem dieser nicht locker gelassen hatte, und ergänzte genervt: „Versprochen.“

„Ich verlasse mich auf dein Wort Sasuke.“ Narutos Stimme klang ungewöhnlich erwachsen. „Sollen wir jemandem Bescheid geben?“, fragte er noch, als er sich ein letztes Mal nach Sasuke umwandte.

Naruto spielte offensichtlich auf Sakura an, das war klar. Sasuke räusperte sich leise und betonte dann überaus deutlich: „Nein.“ Das wollte er schon selbst erledigen. „Ich mache das selbst. Ich werde sowieso nicht lange brauchen.“

„Begleitest du Sakura?“ Narutos Augen formten schmale Schlitze, aus denen er seinen Freund böse anfunkelte.

Tief atmete Sasuke ein, bevor er zögerlich nickte. Naruto sprach von der Hochzeit.

Die Lippen seines Freundes formten abermals dieses breite Grinsen.

„Fabelhaft. Echt jetzt Sasuke. Das ist super”, rief er begeistert und hob ein weiteres Mal seinen Daumen in die Höhe, um ihm seine Freude darüber zu verdeutlichen.

„Ts.“ Sasuke verdrehte innerlich über Narutos überschwängliche Art die Augen. Musste er aus einer Mücke immer gleich einen Elefanten machen?

„Hast du denn überhaupt etwas zum Anziehen?“, fragte Naruto noch und kratzte sich mit einer Hand am Kinn. Mit der anderen stützte er weiterhin Hanabi.

“Wieso fragst du das?”, knurrte Sasuke unfreundlich. Natürlich hatte er etwas zum Anziehen.

„Naruto“, drängelte Hinata.

„Nur so. Dann bis morgen Sasuke. Wir geben Kakashi Bericht.“

Sasuke nickte knapp und dann waren die drei auch schon verschwunden.

⋯  ♡  ⋯


Gleich, nachdem er sich ein wenig umgesehen hatte, wollte sich Sasuke Zeit nehmen, Sakura eine Nachricht zukommen zu lassen. Sicher würde sie Verständnis dafür zeigen, dass er so plötzlich aufbrechen musste. Und auch, dass er nicht gemeinsam mit Naruto zurückkehren konnte, um seiner inneren Unruhe, er könnte etwas vergessen haben, nachzugehen. Sakura war schon immer sehr verständnisvoll gewesen; eine Eigenschaft, die Sasuke erst jetzt zu schätzen wusste. Und gerade, weil sie ihm schon immer so völlig selbstlos den Rücken gestützt hatte, quälte ihn jetzt das schlechte Gewissen umso mehr, ihr keine Nachricht hinterlassen zu haben. Aber dafür war keine Zeit geblieben.

An einer Lichtung blieb Sasuke dann irgendwann stehen und zog ein Stück Papier und einen Stift hervor, welche er in seiner kleinen Waffentasche mit sich trug. Seine große Tasche lag in Sakuras Wohnung, was nicht weiter schlimm war, denn er brauchte sie nur bei langen Reisen. Zuvor hatte er den letzten überlebenden Entführer an einem Baum platziert und entfernte sich einige Schritte von ihm, um in Ruhe nachdenken zu können. Naruto hatte Hanabi mitgenommen, Sasuke den letzten Kerl, der ihm folgte, ohne sich großartig zu zieren - weniger Verschachtelung.

Sasuke sah jetzt zum blauen Himmel auf, um über eine passende Anrede nachzudenken. “Liebe Sakura”? Oder doch nur “Sakura”? Sasuke war sich unsicher. War nur “Sakura” nicht vielleicht zu unpersönlich? Oder wirkte “Liebe Sakura” zu aufgesetzt für ihn? Verzweifelt seufzte er, fasste sich ans Kinn und nahm so eine nachdenkliche Pose ein. Wieso war das so verdammt schwer?

Noch während Sasuke überlegte, setzte er den Stift an und verharrte krampfhaft in dieser Position, bis ihm ein seltsam auffällig geformter Fels ins Auge sprang. Er musste dreimal hinsehen, bis ihm dieser etwas sagte. Aber was genau? Er kniff die Augen zusammen, sah sich jetzt etwas genauer um und überlegte dabei scharf, woher er diesen Fels und jetzt auch die Umgebung kannte.

Dann fiel es ihm ein. Wer hätte gedacht, dass er einen dieser Orte aus den Gedanken des Mannes, den er im Schlepptau mit sich führte, so leicht finden würde? Es musste nicht unbedingt eine bedeutende Spur sein, trotzdem musste es so schnell wie möglich überprüft werden. Schnell ließ Sasuke das Stück Papier in seine Hosentasche gleiten. Seine Neugierde war augenblicklich geweckt.

Da Sasuke viele Details der Umgebung aus den Gedanken des Mannes kannte, fragte er diesen erst gar nicht und orientierte sich an diesen offensichtlichen Anhaltspunkten, bis er vor einer Höhle zum Stehen kam, die er ebenfalls erkannte. Erst überlegte er, den Typen draußen anzubinden, entschied sich aber dagegen. Die Gefahr, dass er sich selbst befreite, oder durch jemand anderen befreit wurde, war zu groß. Nachdem er ihm daraufhin eindringlich verdeutlicht hatte, ihn bereits bei dem kleinsten Mucks einen Kopf kürzer zu machen, nahm er ihn mit in die Höhle. Sie wirkte tiefer als auf den ersten Blick angenommen und so marschierten sie einige endlos wirkende Minuten, während die feuchte Kälte mit jedem Schritt intensiver wurde.

Irgendwann nahm Sasuke ein fremdes Chakra wahr. Es konnte also durchaus sein, dass hier ein Komplize darauf wartete, das Mädchen aus dem Hyuga-Clan entgegenzunehmen.

Du ziehst nicht wieder dein Ich-muss-alles-alleine-machen-Ding durch, hörte Sasuke plötzlich Narutos Worte in seinem Kopf widerhallen. Ausgerechnet Naruto musste das sagen. Er preschte doch immer und ausnahmslos als Erster und vor allen anderen vor. Hätte er eine Spur gefunden, wäre er sicher einer der Letzten, der auf Verstärkung hätte warten wollen, da er so Gefahr laufen würde, seine Chance zu vertun. Wer sollte auch schon großartig kommen? Die meisten würden Narutos Kraft vorrangig eh im Wege stehen. Ebenso seiner.

Sasuke blieb so plötzlich stehen, dass, er hätte es erahnen können, sein Anhängsel geradewegs in ihn hinein lief. Wütend fuhr Sasuke herum und funkelte ihn warnend an. Hinter der nächsten Ecke musste sein Komplize stehen und fast hätte er die beiden nun verraten. Der Mann schluckte nur ängstlich, gab aber keinen Mucks von sich.

Während Sasuke ihn nun so betrachtete, kam ihm eine Idee.

Schnell versetzte er ihn in ein Genjutsu und stieß ihn um die nächste Ecke, um herauszufinden, wer dort wartete. Und vielleicht erhielt er noch ein paar interessante Informationen obendrauf, wer weiß.

„Na endlich. Aber … Wo ist das Mädchen?“, murmelte eine tiefe Stimme.

„Es gab Komplikationen“, antwortete der Mann unter Sasukes Genjutsu.

„Komplikationen? Was für Komplikationen? Wo sind die anderen?“

Je länger Sasuke dieser Stimme lauschte, umso mehr Falten zeichneten sich auf seiner Stirn ab.

„Nun sag“, fauchte die männliche Stimme ungeduldig.

„Das Mädchen hat uns überrumpelt.“

„So ein Quatsch. Zehn Männer und ein Mädchen? Veräppeln kann ich mich alleine. Nun sag, was ist passiert?“

Auf so präzise Antworten hatte Sasuke ihn nicht vorbereitet und so würde derjenige, der ihm gegenüberstand, auch keine Antwort darauf bekommen.

„Was ist los mit dir? Bist du auf den Kopf gefallen? Hey! Hallo?!“

Sasuke Augen weiteten sich etwas. Urplötzlich stieg eine enorme Wut in ihm auf, als es ihm endlich gelang, die Stimme einem Gesicht zuzuordnen. Ohne zu zögern glitt er aus seinem Versteck, um dem Drang nachzugehen, ihn mit seinem Blick zu durchbohren.

Hasserfüllt starrte er auch schon im nächsten Moment in die überrascht leuchtenden dunklen Augen, die ihn sogleich fixierten. Vor nicht allzu langer Zeit hatten ihn diese ziemlich an der Nase herumgeführt.

Er musste den Sturz also doch überlebt haben, das war nicht zu übersehen. Dennoch, und darüber zog Sasuke schadenfroh die Mundwinkel in die Höhe, hatte er augenscheinlich einige Blessuren davongetragen.

Ihm fehlte eine Hand, die Wunde am Stumpf war noch frisch und mit mehreren Lagen an Verbänden umwickelt. Die riesige Narbe auf seiner Brust und in seinem Gesicht deuteten an, dass er entweder viel zu spät oder von einer äußerst unfähigen Kunoichi behandelt wurde.

„Na sieh einer an. Sasuke Uchiha. Was ein Wiedersehen“, begrüßte ihn Kato und lächelte dieses süffisante Lächeln, welches Sasuke schon damals abgrundtief gehasst hatte.

„Kato.“ Sasukes Stimme war eiskalt, verlassen von jeglicher Emotion. „Ich dachte, du wärst tot.“

„Überraschung“, lachte er und grinste. „So einfach bin ich nicht von dieser Welt zu kriegen.“

„Statt zu lachen, solltest du dir eher wünschen, sanft in den Wellen ertrunken zu sein.“ Sasuke verzog keine Miene. Wut kochte und brodelte in ihm, er stand kurz davor, Kato mit seinem Schwert einfach aufzuspießen und jämmerlich ausbluten zu lassen. Er hätte es verdient.

„Ts ts“, Kato hob den Finger und deutete auf seinen Komplizen, der teilnahmslos und noch immer gefangen in Sasukes Jutsu völlig neben sich stand. „Jetzt ist mir auch klar, was mit ihm los ist. Ein Genjutsu. Aber er ist sowieso ein Versager und damit nutzlos.“ Noch bevor Kato seinen Satz zu Ende gesprochen hatte, zog er ein Kunai und rammte es seinem Kameraden in den Bauch. Leblos sank dieser zu Boden.

„Du Bastard“, knurrte Sasuke und umfasste den Griff seines Schwertes. „Kameradschaft wird bei euch wohl sehr kleingeschrieben. Und …”, er zögerte, bevor er weitersprach. „Hast du im Grunde nicht auch versagt?” Sasuke deutete mit seinem Blick auf Katos Hand.

Wütend arbeitete erst Katos Kiefer, dann grinste er unheimlich. „Es muss immer Opfer geben, wenn man eine Welt verbessern möchte. Das müsstest du doch am besten wissen.“ Kato lächelte und trat ein paar Schritte zurück.

“Und du glaubst, Mangetsu würde dich nicht auch opfern, um an seine Ziele zu gelangen?”

“Mich?”, Katos Mundwinkel zogen sich unbeeindruckt nach unten. “Wohl kaum. Ich bin seine rechte Hand.”

Na zum Glück fehlte ihm die linke.

„Wenn du meinst”, zischte Sasuke. „Was wolltet ihr mit dem Mädchen aus dem Hyuga-Clan?“

„Hyuga-Clan? Wovon redest du?“, fragte Kato und grinste. Sasuke zog das Schwert und funkelte ihn wütend an. Kato wusste sehr wohl, dass Hanabi aus dem Hyuga-Clan stammte. Sie war schließlich das Ziel gewesen.

„Ich finde es so oder so heraus.“

„Denkst du“, sagte Kato und wich einige Schritte zurück, als würde er wie ein feiger Hund jeden Moment davon laufen wollen. Aber nicht mit Sasuke.

“Weglaufen bringt dir nichts.” Während Sasuke sprach, ließ er Kato nicht aus den Augen. Aufmerksam beobachtete er jede seiner Bewegungen. Er war ihm körperlich überlegen, keine Frage, doch hatte Sasuke sich von seinem erbärmlichen Auftreten bereits zu oft blenden lassen.

Als es plötzlich hinter Sasuke laut knallte, verdrehte er die Augen. Was war das denn jetzt wieder? Diese Bande schien absolut und ohne Ausnahme auf Briefbomben und Explosionen abzufahren. “Ich sorge immer für alle Fälle vor”, lachte Kato leise.

Ein starker und dichter Rauch breitete sich ausgehend von der Explosion aus und hüllte die beiden Männer vollkommen ein. Sasuke seufzte genervt: Wollte er etwa im Nebel verschwinden? Nicht gerade sehr kreativ. Als Katos Umriss sich im Rauch umwandte, wurde die Höhle zugleich heftig erschüttert. Sasuke sah Kato zu Boden gehen und auch er hatte merklich Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Das kam ziemlich unerwartet. Was zum?  

Und als die Wand am anderen Ende des relativ großen Zwischenraums, in dem sich die beiden befanden, völlig unerwartet in ihre Einzelteile zersprang, schleuderte eine heftige Druckwelle das Gestein in Sasukes Richtung. Geschickt wich er aus.

Was hatte Kato sich nun wieder ausgedacht? Wenigstens hatte die heftige Druckwelle den Rauch größtenteils verziehen lassen. Sofort durchzog Sasuke ein mulmiges Gefühl, als er Katos Gesicht bemerkte, das kreidebleich anlief. Und als Sasuke seinem Blick folgte, hielt er ebenfalls den Atem an und schluckte schwer.

Ach du Scheiße.

Ein überdimensionaler Wurm hatte die Wand gesprengt. Ein Monster der Gattung Killer-Wurm, schoss es Sasuke bei der Betrachtung des Vorderteils durch den Kopf. Sein Kopf bestand aus einer einzigen riesigen runden Öffnung, die durch lange und spitze Zähne geschmückt wurde, mit denen er bestimmt problemlos Steine zermahlen konnte. Sasuke tat also das einzige Kluge in dieser Situation: Er nahm die Beine in die Hand und lief, denn der Wurm würde Hackfleisch aus ihnen machen, wenn sie in die Nähe seiner Zähne gerieten. Und für einen Kampf war es viel zu eng und gefährlich in der Höhle. Am Ende würden sie noch verschüttet werden. Da Kato steif und noch immer bleich am Boden lag, packte Sasuke ihn am Kragen, zog ihn auf die Beine und lief los. In der Hoffnung, der Wurm würde ihnen nicht folgen, wollte Sasuke zunächst den einfachsten Weg der Flucht wählen. Immer wieder blieb Kato dabei an einem Stein oder einer Unebenheit des Bodens hängen. Sasuke hatte deshalb große Mühe, ihn überhaupt aufrecht zu halten, damit er sich den Kopf nicht verletzte. Er brauchte Kato; er wollte ihn verhören. Auch wenn er ihn liebend gerne in den Schlund des Monsters werfen wollte, welches ihnen nun doch in einer rasenden Geschwindigkeit folgte.

Der Killer-Wurm, er hetzte ihnen förmlich hinterher. Schweißtropfen bildeten sich auf Sasukes Stirn. Da er den stolpernden Kato im Schlepptau hatte, war Sasuke viel zu langsam und ihr monströser Verfolger holte immer weiter auf. Als Sasuke erkannte, dass eine Flucht sinnlos war, bremste er abrupt ab, schmiss Kato unsanft hinter sich, und aktivierte sein Mangekyou Sharingan.

„Amaterasu“, rief er und hetzte dem Wurm sein schwarzes Feuer auf den Leib, in der Hoffnung, es würde ihn bremsen.

Und ja, der Wurm hielt tatsächlich an. Was Sasuke aber nun die Panik ins Mark trieb, war, dass der Wurm vor Schmerzen um sich schlug und die Höhle zum Beben und so zum Einstürzen brachte.

Sofort fasste er hinter sich, um nach Kato zu greifen, stellte aber fest, dass sich dieser schon aufgerappelt und selbst die Beine in die Hand genommen hatte. Mit einem letzten Blick an die Decke fiel Sasukes endgültige Entscheidung, denn in nur wenig Augenblicken würden die beiden unter den Trümmern der Höhle begraben werden. Mit einem Satz riss er Kato rasch zurück, um ihn vor dem sicheren Tod zu retten, denn hätte er seinen nächsten Schritt vollbracht, dann läge er jetzt unter dem Felsbrocken, der augenblicklich zu Boden krachte. Kato rang hörbar nach Luft, als dieser laut krachend unmittelbar vor seinen Füßen landete.

Schnell erschuf Sasuke jetzt mit seinem Rinnegan ein Tor zu einer anderen Dimension, und riss Kato nur widerwillig mit hinein. Gerade noch im letzten Moment, denn Sasuke spürte die scharfe Kante eines scharfen Felsens seine Stirn streifen, welche seine dort Haut verletzte und, ausgehend davon, eine warme Flüssigkeit austreten, die ihm auch schon im selben Augenblick über das Gesicht rann.

Dann drehte sich alles. Es fühlte sich so an, als würde Sasuke einmal in seine kleinsten Einzelteile zerspringen und dann wieder zusammengefügt werden.

“W-w-was war das?”, keuchte Kato verdattert, als Sasuke endlich den harten Boden unter seinen Füßen spürte. Den Laut, welchen seine Begleiter von sich gab, war der Einzige, der in die Weiten der Stille dieser Dimension fortgetragen wurde.

༻✾༺


Freunde der Sonne!!!

Ich weihe wieder unter den Lebenden! Gestern habe ich erfolgreich Prüfung Nummer eins Bestanden :)

Das nächste Kapitel wird sicherlich erst in zwei Wochen folgen, weil ich leider, wegen der Prüfungsvorbereitung, nicht zu Schreiben gekommen bin. Sicherlich gab es die Option, dieses Kapitel zu teilen ... es ist ja sehr sehr lang xD Aber ich wollte den Lesefluss nicht unterbrechen und hoffe daher, dass dies damit ein wenig entschuldigt ist ;P

... es sind beinahe drei Kapitel am Stück ... wie ich das geschafft habe, weiß ich selbst nicht so genau ;P

Lieben Dank an Jenny, die sich wirklich super viel Zeit genommen hat, dieses lange Kapitel zu korrigieren. Dies war sicherlich eine Herausforderung. Fühl dich gedrückt.♥


Und auch die liebe Fuchsi drücke ich an dieser Stelle ganz fest♥



Bleibt bitte gesund!

Eure Juli
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