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Unsere Bestimmung - Sakura & Sasuke (Part 3)

von JuliTales
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sarada Uchiha Sasuke Uchiha
29.01.2021
12.02.2022
43
192.131
30
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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22.01.2022 3.317
 
Sakura Pov
༻❀༺


Sarada war zauberhaft. Ausnahmslos. Außer in solchen Momenten, in denen sie wie am Spieß brüllte. Aber diese waren selten und wohlbegründet.

Als Sakura an diesem frühen Morgen von dem Weinen ihrer Tochter aus dem Schlaf gerissen wurde, saß die junge Mutter augenblicklich kerzengerade im Bett. Das Gebrüll des Mädchens hörte sich heute anders an, irgendwie quengeliger. Alarmiert davon verließ sie mit einem geübten Hechtsprung das Bett, direkt über Sasuke hinweg, der, trotz des Lärms, seelenruhig weiterschlief. Und das war auch gut so. Er war erst vor wenigen Stunden, und somit mitten in der Nacht, von einer Zweitägigen Mission zurückgekehrt. Trotz alledem blieb es ihr ein Rätsel, wie es ihm immer wieder gelang, diesen ohrenbetäubenden Krach auszublenden. Völlig ungeachtet davon, wie müde sie auch war, jedes ach so kleine Piepsen, kam es nur von ihrer Tochter, ließ sie in einen übernatürlichen Modus wechseln, in dem sie automatisch agierte.

Als Sakura erst zur Tür hechtete und dann den Flur entlangeilte, zu Saradas Zimmer, mit der Intention, das Kind schnell zu beruhigen, rutschte Sakura mit ihren nackten Füßen auf dem glatten Holzboden aus und fiel auf den Hintern. Saradas Brüllen verstummte, als das Krachen vor ihrer Tür ertönte, woraufhin sich Sakuras Wimmern auf dem Flur ausbreitete. Scheiße tat das weh, dachte sie und, hoffentlich hatte Sasuke das nicht gehört.

Mit Tränen in den Augen und sich den Po reibend schob Sakura die Tür zu Saradas Zimmer auf und spähte hinein. Ihre Tochter stand aufrecht in ihrem Bettchen und klammerte sich mit aller Kraft am Gitter fest, um auf der Matratze nicht umzufallen. Ihre Beine zitterten vor Anstrengung, denn ohne Hilfe konnte sie noch nicht stehen. Von dem Zeitpunkt ihrer Geburt, bis heute, ihrem ersten Geburtstag, hatte ihre Tochter eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen, dachte Sakura, als sie Sarada dort am Gitter klammern sah, die Zeit verging viel zu schnell.

Als das Mädchen ihre Mutter bemerkte, riss sie voller Begeisterung den kleinen Mund auf und gluckste wie ein irres Spielzeug, welches nicht auszuschalten war, da der Mechanismus hinter dem Knopf nicht mehr funktionierte. Sakura atmete erleichtert auf; es schien alles in bester Ordnung zu sein.

Da der Schmerz durchaus noch durch ihren Hintern zog, Gott, Sakura hoffte nur, dass sie sich das Steißbein bei dem Sturz nicht gebrochen hatte, schlurfte sie geduckt zum Bett ihrer Tochter. Das schien Sarada augenblicklich zu amüsieren, sodass sie lachend auf den Po fiel und die Hände in die Luft riss. Sakura beobachtet ihre Tochter durch die Gitterstäbe des Bettchens. Ihr schwarzes Haar war nach dem Schlaf wieder völlig, zerzaust wo wie meistens. Und genau wie Sasukes Schopf dichte und dunkle Haare zeigte, dessen Strähnen sich manchmal ineinander verwirbelten, machte es auch ihre, wodurch die lustigsten Frisuren nach einem unruhigen Schlaf entstehen konnten.

Sakura seufzte erst, als sie sich am oberen Rand des Gitters festkrallte und sich hochzog. Ein Ziehen machte sie unterdessen in ihrem Po bemerkbar. Und als sie ihrer Tochter die Haare mit der Hand entwirrte, musste sie gezwungenermaßen in Saradas anhaltendes und schallendes Lachen einsteigen. Die Wangen des Mädchens glühten vor Aufregung und Sakuras zogen jetzt nach. Selten, da nahm das Glucksen der Kleinen solche Ausmaße an, dass sie beinahe das Atmen vergaß. Dann musste Sakura einschreiten und ihr ins Gesicht pusten, damit Sarada wieder Luft holen konnte. Jeder, der auch nur wenige Minuten mit ihrer Tochter verbrachte, kam zu dem Entschluss, dass die eines der fröhlichsten Kinder überhaupt sein musste. Sie war wunderbar und außergewöhnlich, und Sakura liebte sie sehr.

„Alles Gute zum Geburtstag, meine kleine Sarada", sagte Sakura gut gelaunt, hob ihre Tochter aus dem Bett und drückte ihr einen Kuss auf die kleine und weiche Wange. Sarada kicherte und versuchte Sakuras Gesicht eilig fortzuschieben. „Papa lassen wir noch schlafen", erklärte sie danach, aber Sarada sah sie bei dem Wort Papa mit ihren großen Kulleraugen abwartend an.

„Erst heute Nachmittag kommen Tante Hinata und Onkel Naruto. Zusammen mit Boruto, mein Schatz." Freudig über diese Nachricht riss das Kind wieder den Mund auf. Das tat sie einfach immer, wenn sie außer sich vor Freude war. Sasuke meinte einmal, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis sich die erste Fliege in ihren Mund verirrte, würde sie weiterhin andauernd so dasitzen. Sakura hatte ihn daraufhin mit einem Kissen abgeworfen, was Sarada dann in ein nur noch lauteres Gelächter hatte verfallen lassen.

Sakura genoss die Zeit mit ihrer Tochter, sie lebte jede Minute, jede einzelne Sekunde. Und mit Sasuke. Hoffentlich würde ihre Kindheit immer so unbeschwert sein.

„Pa... paaa?", plapperte Sarada ihrer Mutter nach und drehte ihr kleines Köpfchen suchend nach Sasuke um.

„Papa schläft noch", erklärte Sakura erneut und griff nach einem Papiertaschentuch auf ihrem Wickeltisch, um ihrer Tochter das laufende Näschen abzutupfen. „Wir müssen leise sein, mein Schatz." Sakura fand, dass Sarada eigentlich recht viel verstehen konnte, zumindest machte es den Anschein, denn sie hatte Sakuras Erklärungen bisher protestlos hingenommen und brav gehört.

Heute sollte aber wohl der erste Tag sein, an dem es nicht so war. Sarada zog einen Schmollmund, wie sie es noch nie getan hatte. „Pa...paaaa", wiederholte sie dann und versuchte sich so heftig aus Sakuras Händen zu winden, dass diese Mühe hatte, das Kind überhaupt festzuhalten.

Sarada liebte ihren Papa über alles. Wenn er da war, dann vergaß sie Sakura für wenige Momente, was sie nicht störte. Im Gegenteil. Am liebsten beobachtete Sakura die beiden heimlich. Dabei kam sie sich manchmal wie ein Spion vor, meistens bemerkte Sasuke sie irgendwann nach einem ungewollt ausgestoßenen Seufzen. Sasukes Unbeholfenheit, mit Kindern umzugehen, legte sich auch nach einem Jahr nicht, und genau das war ja das Niedliche an der ganzen Sache. Sarada brachte ihn einfach ständig in Situationen, in denen er sich selbst überwinden musste. Er spielte mit ihr, auch wenn so manchmal wo wirkte, als hätte er einen Besen verschluckt, aber er gab sich Mühe. Er ließ sie an ihm rumzerren, wenn sie es unbedingt wollte. Und er fütterte sie mit einer enormen Ausdauer und Nüchternheit, selbst noch, wenn sie es ihm um die Ohren warf und der Brei längst kalt war. Er liebte sie ebenso, wie Sakura es tat, das sah sie deutlich.

Mit Sarada auf dem Arm betrat Sakura jetzt das Wohnzimmer. In der Mitte hatte Sakura den Laufstall für das Kind aufgebaut und dort hob sie das Mädchen jetzt hinein. Sasukes feuchter Umhang, der über dem Stuhl hing und zu Boden tropfte, stach Sakura sofort wie ein Dorn ins Auge. Es hatte wohl geregnet, als er nach Hause kam. Seufzend nahm sie diesen und schob die Tür zum Garten auf. Als die frühe Morgensonne sie sanft begrüßte, blinzelte Sakura. Gründlich schüttelte sie anschließend den schweren Umhang aus und befestigte ihn an der Wäscheleine, die im Garten gespannt war, damit er ordentlich trocknen konnte. Machte er das nochmal, dann könnte er sich gleich daneben hängen, grummelte Sakura. Der Boden war schließlich aus Holz und damit empfindlich.

Rasch wischte sie das Wasser vom Boden auf und nach einem Blick zu Sarada, die mit ihren Klötzen spielte, setzte sich Sakura auf die Veranda. Von hier aus konnte sie das Kind gut sehen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Heute war der 31. März, Saradas erster Geburtstag, und so folgte logischerweise, dass die kleine Familie seit fast genau einem Jahr in Konoha lebte. Und Sasuke blieb an der Seite seiner Tochter und Ehefrau - Wer hätte das gedacht? Die ersten Monate verliefen ruhig. Hinweise auf Mangetsu gab es wenige bis gar keine, und Sakura hoffte nach wie vor, dass er an Altersschwäche verstorben war. Dass diese Vorstellung ein Naiver Wunsch ihrer Selbst darstelle, kursierte durchaus in ihrem Bewusstsein.

Im Winter selbigen Jahres erhielt Konoha Nachricht darüber, dass reichübergreifend der Menschenhandel, insbesondere der Kindeshandel, rasant zugenommen hatte. Betroffen waren hauptsächlich Kinder von fünf bis zehn Jahren aus solchen Ländern, die keine Reichtümer wie die Shinobi-Alianz besaßen. In welchem Sinne auch immer. Solch illegale Machenschaften waren nach dem Krieg zwar rasant zurückgegangen, blühten bedauerlicherweise aber nun mindestens genauso schnell wieder auf. Sakura erschauderte bei dem Gedanken, man setzte ein Menschenleben mit Geld gleich. Konoha war davon nicht betroffen, was aber nicht hieß, dass Kakashi sich deshalb nicht einmischte. Im Gegenteil. Ähnlich wie Sasuke schien er es zu verabscheuen, dass die Machtlosigkeit der ärmeren Länder von diesen Widerlingen schamlos ausgenutzt wurde.

Sasuke beteiligte sich an den Untersuchungen. Erste Ergebnisse zeigten, dass es Mädchen und Jungen gleichermaßen betraf, weshalb die Verbindungen zu Mangetsu direkt ausgeschlossen worden waren. Und das, obwohl Sakura berichtete, dass er nur Frauen bevorzugte, weil sie für ihn besser schmeckten. Für sie schloss das nämlich sehr wohl nicht aus, dass er sich auch umorientieren konnte. Die Not machte schließlich erfinderisch. Wobei der Handel, also das ins Spiel bringen von Geld, schon gegen Mangetsus bisheriges Vorgehen sprach.

Dummerweise verliefen sich die neusten Spuren im Schnee und Kakashi, sowie auch die anderen Kage, fuhren die Prioritäten diesbezüglich gezwungenermaßen vorerst zurück. Die Kinder wurden leider nie gefunden. Weder tot noch lebendig.

Aus dem Augenwinkel entdeckte Sakura den Stoffhasen auf dem Tisch liegen, als sie wieder in das Wohnzimmer trat, den Sarada über alles liebte. Sie nahm ihn vom Tisch und reichte ihn dem kleinen Mädchen. „Sieh nur, Nana-chan hat hier die ganze Nacht auf dich gewartet."

„Na... na?", brabbelte Sarada. So hatte sie ihr kleines Stofftier selbst getauft.

Mit einem bedrückten Gesichtsausdruck setzte sich Sakura an den Tisch und beobachtete ihre Tochter eine Weile beim Spielen mit dem Häschen. Ständig fixierte sie die wunderschönen und zugleich für sie angsterregenden rabenschwarzen Augen ihrer Tochter. Es waren die Augen der Uchiha-Familie, eindeutig, und so befürchtete sie zunehmend, dass sie tatsächlich Sasukes Vermächtnis in sich trug. Aber noch wollte sie die Hoffnung nicht aufgeben.

Sakura lehnte sich zurück und verschränkte sie Arme vor der Brust, um nachzudenken. Im gesamten letzten Jahr war sie Zuhause geblieben, um sich um Sarada zu kümmern. Bald aber, da würden sie ihre Tochter in einen Kindergarten geben, gemeinsam mit Boruto. Hinata und sie hatten das bei einem ihrer letzten Treffen beschlossen, denn die beiden Kinder spielten unheimlich gerne miteinander und waren seit dem ersten Tag absolut unzertrennlich. Die beiden Frauen philosophierten sogar manchmal darüber, wie die Kinder in der Zukunft zueinander stehen würden. Der Gedanke, sie würden irgendwann einmal heiraten, ließ die beiden stets dahinschmelzen. Und als Boruto Sarada einmal ein Küsschen auf den Mund gedrückt hatte, sprangen die beiden Männer empört auf und hatten die beiden Kinder sofort auseinandergerissen. Hinata und Sakura hatten sich die Seele aus dem Leib gelacht. „Die beiden sind doch noch Kinder", hatte Hinata den beiden versucht zu erklären. Aber sowohl Naruto als auch Sasuke hatten sich davon nicht besänftigen lassen. Ihre freundschaftliche Rivalität schien sich sogar auf ihre Kinder zu übertragen.

Auch jetzt wieder musste Sakura über diese Erinnerung grinsen. Die Zeiten gerade waren einfach so schön, so unbeschwert, und sie konnte nur hoffen, dass ihnen das Glück noch ein wenig länger vergönnt bleiben würde. Irgendwann würden sie wieder kämpfen müssen, denn solcher Frieden wäre wohl selten von Dauer.

Als Sakura ihrer Tochter wieder die Nase trocknen musste, fühlte sie nach ihrer Stirn. „Bist du erkältet, Schatz?" Das wäre durchaus ungünstig, denn heute wollten sie doch Saradas ersten Geburtstag feiern. Aber da ihr die Stirn doch etwas wärmer als normal erschien, wollte sie die Temperatur messen.

Eilig hob sie das Mädchen aus dem Laufkäfig, und Sarada bekam dabei eine von Sakuras langen Haarsträhnen zu fassen. „Aua, Sarada. Nicht ziehen, das tut Mama weh."

Sarada gluckste nur freudig, ließ aber nicht los und zog stattdessen nur noch fester. Mit der freien Hand versuchte Sakura jetzt verzweifelt die kleinen Finger, die sie so fest um ihre Strähne gelegt hatte, zu öffnen. Aber immer wieder schlossen sich die winzigen und gleichzeitig kräftigen Finger ihrer Tochter darum.

„Aua. Bitte, mein Schatz", flehte sie. „Lass Mamas Haar los, ja?"

Als das Telefon klingelte, war Sakura gezwungen, Saradas Hand loszulassen. Sie gab dem Zug ihres Kindes nach und kippte den Kopf in die Richtung, zu der Sarada ihr Haar zog.

„Bei U- aua -chiha", meldete sich Sakura und quetschte den Hörer zischen Ohr und Schulter. Zum Glück würde man sie durch das Telefon nicht sehen können. „Naruto. Nein. Aua. Nein. Es ist alles in Ordnung. Autsch. Sarada, lass bitte los. Bist du erkältet, Naruto?", fragte sie, als ihr eine nasale Stimme auffiel. „AUTSCH!"

„Was für Folterspielchen treibt ihr beiden denn da?", fragte Naruto neugierig und zog dann so ekelerregend die Nase hoch, dass Sakura sich den Inhalt bildlich vorstellen konnte. Am liebsten wäre sie durch den Hörer gesprungen und hätte ihm dafür höchst persönlich den Hals umgedreht.

„Du bist widerlich, Naruto", schimpfte sie.

„Wieso?", fragte er verdutzt, und Sakura überging die ignorante Nachfrage einfach. „Und ja, wir sind alle erkältet. Deshalb rufe ich an. Wir müssen leider für heute absagen. Hinata hofft, dass Boruto Sarada nicht angesteckt hat."

„Ich bin mir nicht sicher ..." Sarada hatte endlich von ihrem Haar abgelassen. „Vielleicht."

„Das tut uns leid", sagte Naruto.

„Alles gut. Wir holen das nach. Gute Besserung an Hinata und Boruto."

Sakura legte auf und atmete schwer aus. Sarada schien jetzt ausprobieren zu wollen, ob ihre gesamte Faust in den Mund passte. Ihre Stirn war eindeutig zu warm, stellte Sakura unterdessen fest. Boruto hatte nur drei Tage vor Sarada Geburtstag und Hinata hatte die Familie Uchiha deshalb eingeladen gehabt. Die Inkubationszeit könnte also durchaus hinkommen. Und jetzt, wo Sakura darüber nachdachte, kratzte es auch ihr im Hals.

Tatsächlich ergab die Messung mit dem Thermometer, dass Sarada erhöhte Temperatur hatte, die sich im Laufe des Tages sogar zu Fieber umwandelte. Sakuras Erkältungssymptome nahmen schließlich ebenso rasant zu. Als ihre Kopfschmerzen ins Unermessliche anzuwachsen drohten, warf sie sich eine Schmerztablette ein. Schließlich musste sie sich um Sarada kümmern.

Als gegen Mittag die Schlafzimmertür aufging, schlug Sarada ihre Augen wieder auf, und Sakura fluchte innerlich. Fast hätte das Mädchen geschlafen, nachdem sie nach dem Fieber doch so bitterlich geweint hatte. Da es jetzt keinen Sinn mehr ergeben würde, zu versuchen, Sarada erneut zum Einschlafen zu bringen - das würde sie nicht tun, ohne vorher Sasuke gesehen zu haben - nahm sie das Kind wieder aus dem Bett. Sie schien Sasukes Anwesenheit ständig regelrecht zu spüren.

Als sich die beiden auf dem Flur begegneten, schnappte Sakura nach Luft. Und das nicht wegen Sasukes Sturmfrisur.

„Was ist denn mit dir?", fragte sie.

„Nichts," log er und schniefte.

Sakura verzog skeptisch den Mund. Natürlich stimmte etwas nicht mit ihm. Er sah krank aus. Blass, glasige Augen und die Nase lief.

„Ich kann nicht mehr schlafen", brummte Sasuke mit kratziger Stimme und rieb sich die Augen.

„Paaa... paa", schrie Sarada währenddessen mehrfach und streckte die Arme nach Sasuke aus. Dabei wand sie sich wieder so stark, dass Sakura Mühe hatte, sie festzuhalten.

„Wir sind alle krank, Sasuke", erklärte sie sachlich und machte einen Schritt auf ihren Mann zu, sodass Sarada sein Shirt zu packen bekam und daran zerren konnte. „Du brauchst nicht zu tun, als wäre nichts."

„Aber der Geburtstag", warf er plötzlich äußerst nasal ein und berührte Saradas Kopf. Diese wand sich bei Sasukes Berührung nun noch mehr und fiel Sakura beinahe aus den Armen. Sasuke fing sie kurzerhand auf.

„Sie wird immer kräftiger", lachte Sakura müde. „Besonders, wenn sie dich sieht."

Schnell schob er Sakura eine Strähne von der Stirn und hauchte ihr einen leichten Kuss auf die Haut. Dann hob er Sarada höher, und sah ihr forschend ins Gesicht. Sarada streckte ihre kleinen Händchen aus und klammerte sich, wie ein Krebs im siedend heißen Wasser, der um sein Leben trachtete, an Sasukes Hals fest. Einer der Momente, in denen Sakura am Dahinschmelzen war, und nur mit Mühe bekam sie Sarada wieder von ihm los, ohne, dass er dabei erwürgt wurde.

Ja, nun waren sie alle drei krank. Als wollte das Schicksal, dass sie Saradas ersten Geburtstag allein verbrachten.

Sakura besorgte beim örtlichen Fleischer die hausgemachte Hühnersuppe, die sie so gerne aßen. Die warme Brühe tat gut, als sie den Hals hinunterlief und sogar Sarada aß ein wenig davon. Das freute Sakura, denn eine gute Brühe wirkte bei Erkältungen Wunder. Irgendwann schlief das Mädchen schließlich auf Sasukes Schoß im Sitzen ein, woraufhin er sie ins Bett brachte.

Als er ins Wohnzimmer zurückkehrte, räumte Sakura gerade den Tisch ab.

Sie zuckte erschrocken zusammen, als er ihren Po berührte. Mit einem purpurnen Gesicht fuhr sie zu ihm um. „W-was machst du d-da?"

„Ist etwas mit deinem Po? Du läufst so seltsam", meinte er und sah sie interessiert an.

„A-achso", stotterte Sakura. „Ich bin vorhin gefallen."

„Soll ich mal nachsehen?", fragte er dann und begann die Schleife ihrer Schürze zu lösen."

„W-w-was? E-es ist alles in Ordnung Sasuke. Da wirst du nichts sehen können. Ich muss mir das Steißbein verstaucht haben."

„Wirst du etwa alt?", zog er sie auf und legte den Kopf leicht schief.

„Das hat doch damit nichts zu tun, Sasuke", schimpfte sie, ehe er sie an sich zog. „Lass das, Liebling", entfuhr es ihr kichernd. Sanft schlug sie ihm gegen die Brust, als er ihr die Schürze über den Kopf zog und auf den Boden fallen ließ.

Amüsiert darüber zog er einen Mundwinkel in die Höhe und legte sein Kinn auf ihrem Kopf ab.

„Mir geht's nicht gut", gestand er dann. „Ich leg mich hin." Er ging, aber nicht ohne Sakura mitzunehmen. Sie hätte sich wehren können, aber wenn sie ehrlich war, dann legte sie sich doch lieber zu ihrem Ehemann ins Bett, denn das erschien ihr doch wesentlich wohltuender, als den Tisch abzuräumen.

Alle drei hatte sie schließlich einen Mittagsschlaf machen können. Saradas Fieber war daraufhin etwas gesunken und damit das Mädchen zumindest etwas von diesem Tag hatte, aßen sie gemeinsam den Kuchen, den Sakura gestern gebacken hatte.

Natürlich bedauerte Sakura, dass die Uzumakis nicht hier sein konnten, aber auch so wurde es ein unvergesslicher Tag, an dem sie sich ausschließlich mit sich und ihrer kleinen Tochter beschäftigen konnten. So häufig kam das nun auch nicht vor. Und die Hauptsache an allem war doch, dass es Sarada war - abgesehen von der Erkältung -, der es gut ging. Denn augenscheinlich erfuhr sie stets am meisten Glück, wenn ihr Papa und ihre Mama sie in ihre Arme schlossen.

Wie viele dieser kostbaren Momente sie wohl nochgemeinsam genießen durften? Eine Frage, die Sakuraseit ihrer Rückkehr durch ihren Alltag begleitete

༻❀༺


Freunde der Sonne :)

nachdem die letzten Abstände von Veröffentlichungen dieser Geschichte auf wenige Tage beschränkt waren, kam selbst mir diese Woche unglaublich lang vor :D Obwohl ich unglaublich viel zu tun und keine Zeit für Wattpad hatte :)

In diesem Kapitel habe ich mich heute Morgen darum bemüht, stumme Wörter auszusortieren. Bisher war mir nicht bewusst, dass es so etwas überhaupt gibt xD Aber man lernt ja nie aus! Sicher habe ich nicht alle gefunden, per Suchfunktion habe ich nach typischen gesucht und stattdessen aktive Handlungen/Beschreibungen eingebaut. Nur langsam mühsam nährt sich das Eichhörnchen ;)

Mit diesem Kapitel wollte ich einen kleinen Einblick in die Zeit geben, in der Sasuke bei seiner Familie lebte. Außerdem hat sich vor etwa zwei Kapiteln ein Logikfehler eingeschlichen, damit sich nachher alles in etwa mit Boruto deckt. Möglich, dass ihr diesen nicht bemerkt habt. Umso besser ;) Im Moment habe ich jedoch keine Zeit, das Kapitel umzuschreiben, das wird aber erfolgen, ändert aber nichts am Verlauf der Geschichte! Entschuldigt bitte! Manchmal ist es schwierig wirklich alles im Kopf zu behalten! Und genau genommen, ist meine gesamte Geschichte ja nur ein erster Entwurf ;)

Lieben Dank auch heute, meine liebste Jenny <3 Dass sie zwischendrin immer wieder Zeit findet, mir zu helfen! Und danke auch an die Personen, die mir in den letzten Tagen eine Empfehlung hinterlassen haben :-*

Wir, meine Freunde der Sonne, lesen uns am Mittwoch wieder :) Ja! Am Mittwoch ^^

Bleibt gesund und munter!

Eure Juli
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