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Lovely

von -Hayley-
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dean Winchester OC (Own Character) Sam Winchester
29.01.2021
14.04.2021
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29.01.2021 1.012
 
Völlig in Gedanken verstaute Savannah die in den Ferien gekauften Schulbücher in ihrem Spind, schloss die Tür und richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Stundenplan in ihrem Notizbuch.
Hektisch kramte das brünette Mädchen ihr klingelndes Handy aus ihrer Tasche und nahm den Anruf ihrer besten Freundin Lori entgegen.
„Ja ich weiß, dass ich spät dran bin, aber ich bin fast da.“
Savannah seufzte genervt, steckte das Handy zurück in die Tasche und stieß plötzlich gegen eine andere Person.
Von der Wucht des Zusammenstoßes verlor sie ihr Gleichgewicht und drohte zu fallen, doch sie wurde von zwei starken Armen festgehalten.
„Tut mir leid, ich war in Eile und…“, sprudelte es aus ihr heraus, doch ihre Stimme verstummte als Savannah in die grünen Augen des ihr unbekannten Gesichts sah.
„Kein Problem.“, antwortete der gutaussehende Unbekannte locker, zwinkerte ihr zu und setzte seinen Weg mit einem breiten Grinsen fort.
Immer noch total überfordert mit der Situation blickte sie ihm hinterher bis das Leuten der Schulglocke das Mädchen aus ihrer Starre riss und sie eilig zu ihrem Klassenzimmer rannte.


„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass du dir direkt am ersten Schultag den heißesten Typen der Schule klar gemacht hast.“
„Und wir haben dieses ganze Wochenende nur für uns alleine.“
„Deine Eltern würden dich umbringen wenn sie wüssten, dass Dean bei dir übernachtet.“
„Sie wissen es aber nicht. Es hat geklingelt. Er ist da, ich muss auflegen Lori.“
„Oh mein Gott. Savi du musst mir am Montag direkt alles erzählen.“
„Natürlich.“, sagte Savannah, beendete das Telefongespräch mit ihrer besten Freundin und eilte vom Wohnzimmer zur Haustür, die sie freudig und mit einem Strahlen im Gesicht öffnete.
„Hey Baby.“
Dean Winchester ließ ihr Herz noch immer höher schlagen, genau wie bereits bei ihrer ersten zufälligen Begegnung in der Schule.
„Hey.“, antwortete sie und ließ ihn in das Haus eintreten.
Nachdem sie die Tür wieder geschlossen hatte, legte sie ihre Arme um seinen Hals, ließ sich fest an ihn drücken und genoss den Kuss den er ihr auf die Lippen hauchte.
Savannah war sich absolut sicher, es gab für sie keinen Zweifel daran, Dean war der Richtige und sie hatte sich unsterblich in diesen coolen Draufgänger verliebt.


Dean stand in einer dunklen Jeans, einem weißen Hemd und einem schwarzen Jackett vor Savannahs Haustür und betätigte die Klingel.
Er hatte seinen Vater tatsächlich überreden können, dass er den heutigen Abschlussball noch besuchen durfte.
1 ganzes Jahr, so lange war er nach dem Tod seiner Mutter noch nie an einem Ort und an einer Schule gewesen und vor allem hatte er noch nie so viel Zeit mit einem Mädchen verbracht.
Savannah war etwas ganz besonderes, das war ihm bereits am ersten Schultag, als sie auf einmal in ihn hereingelaufen war, klar gewesen.
Bei der Frage ob sie sein Abschlussballdate sein wollte hatten ihre Augen voller Glück und Liebe gestrahlt.
Die Haustür öffnete sich riss ihn aus seinen Gedanken und der Anblick der sich ihm bot erhellte seinen besorgten Gesichtsausdruck.
Seine Freundin stand in einem Flieder farbenden mit Perlen besetzten Neckholder Top und einem bodenlangen leicht fallenden Rock vor ihm.
Ihre langen dunkelbraunen Haare waren gelockt und hingen ihr über ihren Schultern.
„Savi du siehst wunderschön aus.“
Sein Kompliment brachte Savannah zum Strahlen.
Dean hielt ihr seine Hand entgegen, die sie ergriff und sich von ihm zu dem Impala seines Vaters führen ließ.
Er hatte sich den ganzen Abend über bemüht damit sie diesen Abend immer in guter Erinnerung behalten würde.
Sie hatten getanzt, gelacht, heimlich Schnaps aus Dean seinem Flachmann getrunken, Erinnerungsfotos geschossen und immer wieder Küsse und liebevolle Berührungen ausgetauscht, doch jeder schöne Abend war einmal zu Ende, sodass Dean den Impala wieder pünktlich wie vereinbart vor Savannahs Elternhaus parkte.
Er schaltete den Motor aus, stieg aus und ging um das Auto herum um seiner Freundin die Autotür zu öffnen.
Sie wollte bereits mit ihm zur Haustür gehen, doch Dean ergriff ihre Hand und hielt sie so zurück.
Er zog sie in seine Arme, küsste sie und als sie sich wieder voneinander lösten blickten sie sich tief in die Augen.
„Ich liebe dich.“
Seine Worte waren kaum lauter als ein Flüstern, doch Savannah hatte die Kraft und die Ehrlichkeit die darin steckten laut und deutlich gehört.
„Ich liebe dich auch.“
„Ich habe noch etwas für dich.“
Dean griff in die Innentasche seines Jacketts und holte einen Umschlag und eine Kette heraus.
Er hängte die silberne Kette mit einem kleinen Herzanhänger um ihren Hals und legte den Umschlag in ihre Hände.
„Die Kette soll dich immer an diesen Abend erinnern, aber ich möchte, dass du diesen Brief erst morgen früh liest, okay?“
Savannah lächelte, legte ihre Hand auf seine Wange und hauchte ihm einen letzten Kuss auf seine Lippen.
„Du bist verrückt Dean Winchester. Gute Nacht.“
„Gute Nacht.“, antwortete er und beobachtete wie sie zur Haustür ging, die Tür aufschloss und sich noch einmal zu ihm herum drehte bevor sie in dem Haus verschwand.
Dean blickte noch einen Moment auf die nun verschlossene Tür, stieg dann in den Impala und verschwand in der Dunkelheit.

Liebe Savi,
es tut mir leid, dass ich dir diese Worte nicht persönlich sagen kann. Wenn du diesen Brief liest habe ich Clarksville bereits verlassen. Ich konnte meinen Vater nicht überreden länger in der Stadt zu bleiben. Wir waren seit einer Ewigkeit nicht mehr so lange an nur einem Ort und wir mussten weiterziehen. Ich hätte dir gerne alles erklärt oder dich mitgenommen, doch mein Leben ist zu gefährlich und umso weniger du weißt desto besser ist es für dich. Du hast etwas Besseres als das verdient, jemand Besseren als mich. Ich werde dich immer lieben.
Dean


Bei jedem Wort das sie las stiegen weitere Tränen in ihre grünen Augen und ihr Herz zerbrach in tausend Teile.
Der Schmerz raubte ihr den Atem und schnürte ihr die Kehle zu.
Hastig sprang sie aus ihrem Bett auf, ließ den Brief achtlos zu Boden fallen und griff nach dem Handy auf ihren Schreibtisch.
Nervös wählte sie seine Nummer, doch als die Bandansage ihr verriet, dass diese Nummer nicht vergeben sei, brach Savannah schluchzend unter dieser Last zusammen.
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