Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Übernachtung

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAngst, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Benny Handler Eva Marie Handler John Handler OC (Own Character) Sarah Wittner William "Willi" Tagert
29.01.2021
09.02.2021
5
7.488
1
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
09.02.2021 1.733
 
Nach seiner Panikattacke am frühen Morgen hatte er sich wieder schlafen gelegt. Als er wieder aufwachte hatte schon die zweite Phase seiner Panikstörung eingesetzt. Was genau passiert ist? Ihn interessierte nicht wirklich was seine Freunde machten. Weder auf dem Gestüt noch seine Kindheitsfreunde. Stattdessen starrte er wieder an Decke und sang leise vor sich hin. Ihm kam ein Gedanke und er sprang schneller aus seinem Bett als er überhaupt nachdenken konnte.
Er schlüpfte in seine Sportsachen und schaute raus. Die letzten Tage waren von einem recht kalten Klima geprägt. Das brachte ihn dazu doch noch eine Mütze anzuziehen und schon kurz danach fand er sich beim runterspringen der Stufen wieder.

“Irgendwann brichst du dir was!” kam es aus der Küche von seiner Tante, doch er zuckte seine Schultern mit einem spitzbübischen Lächeln.”
“Ich bin rennen und danach bei Matt.”
“Meinst du nicht joggen?” fragt Eva und schaut sich ihren Neffen genau an. Dieser schaut sie mit einem fragenden Blick an.
“Verstehe schon. Viel Spaß beim Rennen und rutsch bitte nicht aus. Das letzte was ich jetzt will ist mit dir in die Notaufnahme zu fahren.”. Kaum hatte sie es ausgesprochen hörte sie die Tür ins Schloss fallen. Sie seufzte, konnte sich ein kleines Lächeln aber nicht verkneifen. Doch dann realisiert sie erst wirklich was er gerade gesagt hatte.
“Warte es liegt 15cm Schnee draußen-”

---

Will sprintet den Weg herunter. Seine Kopfhörer spielten ein weiteres motivierendes Lied, als der junge Erwachsene den Weg herunter rannte. Die kalte Luft stößt gegen sein Gesicht und bringt ihm ein lächeln ins Gesicht.
Er hatte Matt viel zu erzählen und wollte für wenigstens ein paar Stunden von Zuhause weg sein. Oft konnte er sich seine Sinneswandel selbst nicht erklären, doch er hatte sich an die Worte seines Kindheitsfreundes erinnert.

“Wenn es dir nicht gut geht komm rüber und…”

“Du kannst mit meiner Katze spielen.” vollendete er den Satz in seinem Kopf und sprintete schneller. Er freute sich natürlich auch ihn zu sehen, aber die Baby Katze? Niemand aus seinem Freundeskreis konnte mit dem kleinen Tier mithalten und fast alle seiner Freunde wussten das. Ebenfalls wussten sie alle Will nicht zu stören, wenn er zu der kleinen Katze in einer viel zu hohen Stimme sprach.

Seine Oberschenkel fingen an zu brennen und langsam bereute er es nicht das Fahrrad genommen zu haben. Ein schnelles Ausrutschen brachte ihn zurück in die echte Welt und für einen Moment schaute er sich den Himmel an. Sein Rücken freundete sich mit dem kalten Weg an und er erinnerte sich an die Nacht, wo Benny Sarah hinterher gerannt war.
Es kam ihm vor, als ob der Tod ihrer Katze erst letzten Winter gewesen wäre. Genauso kam es ihm wie gestern vor, dass er sie im Stall fest im Arm gehalten hatte.
In der Zeit hatte er wirklich gedacht das er sich in sie verliebt hatte. Mehrere Jahre später wusste er, dass er sich wahrscheinlich nur so gefühlt hatte, da sie ihm das Gefühl gegeben hatte geliebt zu werden.

Er schüttelte seinen Kopf und rieb sich seine Haare, um den kalten Schnee von seinem Kopf zu bekommen. Sarah und er hatten nie etwas offizielles miteinander, doch bis heute hatte sie einen guten Platz in seinem Herzen als gute Freundin. Auch wenn sie für seinen Geschmack etwas zu oft gewann. Führte natürlich dazu das er ein ziemlich schlechter Gewinner war, wenn er dann doch mal gegen sie gewann.
Will klopfte sich den Schnee von seinen Beinen und lief ruhig weiter, als er langsam von dem Feldweg auf die Landstraße abbog. Eine Landstraße ohne großartigen Bürgersteig war nicht optimal um zu rennen, aber was wusste er schon. Gehweg war Gehweg und so fand er sich in einer Situation wieder, wo er versuchte normal zu joggen auf dem glatten Seitenstreifen. Das reichte ihm dann auch an Sport für das nächste Jahr.

Außer Puste kommt er an dem Haus von seinem ältesten Freund an. Kurz muss er sich auf seine Knie stützen um wieder zu Kräften zu kommen. Mit einer Grimasse dreht er sich einmal und schaut sich die Nachbarschaft an. ‘Matt kann echt froh sein das seine Katze niedlich ist.’ dachte er sich bissig und klopfte an die Holztür des Einfamilienhauses. Schon nach wenigen Sekunden hört er lebhafte Stimmen aus dem Haus und er stellt sich gerade hin um nicht auszusehen, wie jemand der den ganzen Weg hierher gerannt war und sich höchstwahrscheinlich einen blauen Fleck auf dem Hintern zugezogen hatte. Natürlich war er dieser jemand, mussten die aber nicht wissen.
Der bekannte Junge öffnete ihm die Tür und lächelt ihn weit und verwirrt an. Will lehnt sich mit einem verschmitzten Lächeln an den Türrahmen und schaut sich im Haus nach der kleinen Katze um.

“Was machst du hier, Will?...” fragt Matt ihn und verschränkt seine Arme vor dem viel größeren Typen. Er wusste nicht ganz was Will wollte und wusste auch nicht, ob er sich mit dem blonden unterhalten wollte.
“Natürlich um dich zu sehen.” lächelt der größere und guckt liebevoll zu ihm runter.
“Hör auf zu schleimen. Wir haben vor ‘nem Jahr Schluss gemacht. Du bist hier für die Katze, oder?” sagt Matt und schüttelt seinen Kopf ungläubig.
Will schmollt seinen Ex-Freund an und zog eine Augenbraue hoch bei dem Verhalten von ihm. Er wusste nicht genau was los war oder warum Matt sich so verhielt, obwohl es weder die Schuld von ihm noch Matt war, dass die beiden Schluss machen mussten.
“Was ist? Ich dachte wir könnten Freunde bleiben..” sagt der blonde etwas enttäuscht, doch Matt seufzt nur und tritt zur Seite.
“Schnapp dir die Katze und komm in mein Zimmer. Ich versuch es dir zu erklären.” sagt der Kubanische Junge zu Will und geht schon mal die Treppen hoch.

Will tritt ins Haus und schaut sich nach der kleinen gefleckten Katze um. Dabei stößt er auf die Mutter und den Vater seines Ex-Freundes. Und der Grund warum sie Schluss machen mussten.
Will nimmt die Katze mit seiner Hand hoch und richtet sich auf, um den beiden in die Augen gucken zu können. Immerhin wollte er jetzt nicht unbedingt, dass die beiden ihn vor ihnen Knien sahen. Den Gefallen tat er ihnen nicht und er setzte eines seiner gespielten überfreundlichen Grinsen auf, um die Situation nicht eskalieren zu lassen.
“William.”
“Alte Menschen.” erwidert er und winkt ihnen zu. Das lächeln verlässt seine Lippen nicht.
Die beiden verdrehten ihre Augen und der Mann wollte schon wieder auf ihn losgehen. Will hingegen zeigte nicht gerade viel Reaktion auf das Verhalten und zeigte seine Schultern. Mit seinem Daumen streichelt er den kleinen flauschigen Kopf der Katze.
“Lange nicht mehr gesehen Will.” sagt die Mutter ruhig und lächelt den ihm bekannten Jungen an. Der blonde Junge schaut verwirrt und schaut in die Ecken des Hauses um zu sehen, ob irgendeine Kamera ihn beobachtete. Er hatte die Frau schon lange nicht mehr so fröhlich in seiner Gegenwart gesehen und das löste starke Skepsis in ihm aus. Irgendwas stimmt hier nicht, aber er konnte einfach nicht sagen was es genau war. Am Ende zeigt er nur verwirrt auf sich selbst mit seinem Zeigefinger und zieht beide seiner Augenbrauen hoch, seine Augen relativ weit.
“Ich?”
“Hier ist kein anderer William, oder?”
Noch einmal schaut er sich um und zuckt seine Schultern, “Nicht das ich wüsste.”
Wieder will der Vater auf ihn los, aber seine Frau hält ihn mit einer beruhigenden Hand zurück. Wieder fängt sie an zu sprechen und ignoriert ihren Ehemann. Anders als er kümmerte sie sich um ihren Sohn und somit auch um Will, welcher schon fast in diesem Haus gelebt hatte in der Zeit wo er mit ihrem Sohn zusammen gewesen war.
“Sprich mit Matt. Ihm geht es nicht besonders gut,” fängt sie an und wirft ihrem Mann einen vorwurfsvollen Blick zu. “Weil jemand dachte es wäre eine gute Idee unseren Sohn wegzuschicken.”. Der angesprochene dreht sich nur weg von den beiden und verschränkt seine Arme.
Benita verdreht ihre Augen und lächelt Will nur zu und versucht dem größeren in die Augen zu schauen. Sie hatte sich schon damals wie eine Mutter um Will gekümmert und als Matt ihnen gebeichtet hatte, dass die beiden schon seit mehreren Jahren in einer Beziehung gewesen waren hatte ihr Mann die beiden gezwungen sich auseinanderzuleben und ihren Sohn kurzer Hand weggeschickt.
Will schaut die ältere Frau mit verwirrten Augen an, “Warum auf einmal der Sinneswandel?...”. Die Zeit nach der Trennung von Matt war ziemlich schwer für ihn gewesen. Die plötzliche Freundlichkeit der beiden verwirrte ihn also umso mehr.
“Bitte sprich mit ihm, ok?”

----

Sanft klopft Will an die Zimmertür von Matt und schaut vorsichtig ins Zimmer des etwas jüngeren Jungens, die Katze immer noch im vorsichtigen Griff nah an seiner Brust. Genauso vorsichtig schaute er sich um in dem bekannten Zimmer und entdeckt Matt. Der Anblick des Jungens den er mal so sehr gemocht hatte, und wobei er selbst auch von Liebe gesprochen hatte, tat ihm schon im Herzen weh.
Vorsichtig lief er auf das Bett zu und setzte sich neben ihm, seinen Kopf bewegte er hinter den Kopf der Katze.
“Ist alles ok, Matty?” fragt er in einer gespielten höheren Stimme. Matt bringt das zum lachen und er schlägt sanft gegen die Schulter seines guten Freundes.
“Du nervst…” lacht dieser leise vor sich hin und schüttelt seinen Kopf gleichzeitig. Die Aussage brachte ihn auch zum lachen. Er erinnerte sich daran, dass Sarah ihm das genauso gesagt hatte.
“Du wirst es mir nicht glauben, aber das habe ich in letzter Zeit öfters gehört.”
“Glaub mir, ich glaube das schon.”
Will holt dramatischer Weise Luft und platziert eine seiner Hände auf die linke Seite seiner Brust. “Da ist aber jemand schnippisch.” antwortete er dem kleineren und verwuschelte ihm schnell seine kurzen lockigen Haare. Sein gegenüber griff nach seinem Handgelenk, schaute hoch zu dem blonden und biss sich auf seine untere Lippe.
Alleine von der Verhaltensweise von dem Jungen konnte Will sagen, dass irgendwas nicht stimmte. Besorgt senkt er seinen Kopf auf Augenhöhe und sucht den Augenkontakt.
“Willst du reden?”

----
Hey! :)
In letzter Zeit hatte ich wieder mehr Motivation die Story zu ende zu bringen, und langsam aber sicher neigt sie sich diesem auch zu. Ich wollte mich auch einmal persönlich für das liebe Feedback bedanken. Ebenfalls habe ich das Ende der Geschichte langsam dem Verlauf angepasst und ich kann nicht genau sagen, ob es ein Happy End geben wird oder nicht.
Dennoch hoffe ich, dass ihr einen guten Abend habt!

Lg,
Slippy
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast