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Die Übernachtung

KurzgeschichteAngst, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Benny Handler Eva Marie Handler John Handler OC (Own Character) Sarah Wittner William "Willi" Tagert
29.01.2021
09.02.2021
5
7.488
 
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07.02.2021 1.170
 
Sein Kopf nimmt ein dumpfes Geräusch war. Lacht da jemand?
Er gähnt und dreht sich auf - was er annimmt - der Couch. Seine Augen öffnen sich langsam und sein erster Instinkt war nach seiner Brille in seinem Gesicht zu suchen.
Hatte er sie schon wieder verbogen beim schlafen?
‘Verdammt’ denkt er nur während seine Augen sich langsam an die Helligkeit des Fernsehers gewöhnten, welcher noch lief.
Er schaute sich um und sah, wie die Mädchen und Benny sich gerade zu irgend so einer Komödie amüsierten. Er zuckte desinteressiert mit seinen dicken Augenbrauen und legt sich zurück in das Kissen.
“Oh du bist wieder wach?”, kam es von einer hellen Stimme.
Seine Augen öffneten sich wieder, obwohl er rein aus Instinkt wusste wem diese Stimme gehörte.
“Sieht wohl so aus” grummelte Will also vor sich hin während er seine Decke zu seinem Kinn zog. Er wollte nicht einmal in dieser Art antworten, doch jeder der ihn kannte wusste, dass er nicht der freundlichste war kurz nach dem Aufstehen.

Mehrere Köpfe drehten sich nun zu ihm um, sein kleiner Cousin zieht nur eine Augenbraue hoch.
Will schaut sich in dem Raum um und sieht schon die leere Flasche, die auf dem Tisch steht. Das sah nicht gut für ihn aus. Er konnte gewiss schon deuten in welche Richtung dieser Abend gehen würde, und jetzt wünschte er sich doch die Nachtschicht an der Tankstelle zu haben. Vielleicht konnte er noch mit seinem Freund tauschen?
“Schön, dass du wieder wach bist” sagt Molly nur mit einem lachen. Sie zieht ihre Beine zu sich und widmet dem Fernseher wieder ihre Aufmerksamkeit.
Nur Benny scheint seinen abwertenden Blick gegenüber der leeren Flasche zu sehen, und es scheint ihn wie einen Blitz zu treffen warum sein Cousin gerade vielleicht nicht der beste Freund gegenüber Flaschendrehen war. Also ergreift er initiative und spricht.

“Wollen wir vielleicht doch Mario Kart spielen?” fragt der jüngere Junge der beiden Cousins in die Freundesrunde. Will’s Blick wird etwas weicher und er holt tief Luft, um sich nicht
gleich aus Trotz in seinem Zimmer einzusperren, um vor sich hin zu denken.
“Fänd' ich auch besser” sagt er nun mit einem ziemlich neutralen Gesicht.
Die Mädchen schauten sich kurz an und zuckten mit ihren Schultern. Ihnen war es ziemlich egal was sie spielten. Selbst Chloe und Zoe waren neutral der ganzen Sache gegenüber.

Doch obwohl er meinte, dass Mario Kart besser wäre wusste er nicht, ob es wirklich an dem Spiel lag oder an seinem körperlichen Zustand.
Die Woche war lang gewesen und er hatte viel gearbeitet. Teilweise war er erst spät nachts zurück ins Haus gekommen. Nur um dann früh wieder aufzustehen.
Und dann war da noch die Situation gewesen, welche sein Fass zum überlaufen gebracht hatte.
Er rieb seine Augen noch einmal. Die Woche war scheiße für ihn gelaufen und seine Angst- und Stresszustände dankten ihm nicht dafür. Im Gegenteil, sie machten alles schlimmer und brachten ihn oft dazu nicht viel zu schlafen.
‘Natürlich musste sie mich diese Woche betrügen. Hätte auch nicht noch ne Woche warten können...’, dachte er nur zynisch und stand langsam, von seinem Platz auf der Couch, auf.

Er war schon in vielen Beziehungen gewesen. Zumindest was die Gesellschaft als viel bezeichnen würde. Will war ziemlich offen was Beziehungen anging, was in seinem Kopf wahrscheinlich der Grund war warum er so oft enttäuscht wurde.
Während sein Ex-Freund und er für längere Zeit zusammen waren, waren da ein paar Komplikationen mit seiner ziemlich katholischen Familie gewesen. Kurzerhand wurde er dann weggeschickt und 2 Jahre Beziehung waren für die Katz gewesen. Er gab dem Jungen nicht die Schuld, aber froh war er auch nicht darüber gewesen.
Und dann war da natürlich noch die jetzige Situation mit seiner Ex-Freundin, welche ihn nach einem Jahr Beziehung ziemlich enttäuscht hatte. Denn natürlich hatte er ihr vertraut und nicht nur hatte sie mit irgendeinem Typen geschlafen, aber sie hatte auch sein Vertrauen gebrochen.

Sarah schaute ihn mit verwirrten Augen an. Der Reitlehrer stand jetzt schon für solide 5 Minuten einfach so vor dem Sofa mit einem etwas abwertenden Gesichtsausdruck.
Ihr war klar, dass er wahrscheinlich an etwas dachte, allerdings wusste sie nicht was ihn so schauen ließ. So kannte sie den blonden Jungen nicht, und sie wusste auch nicht was sie jetzt machen sollte.
“Will?” fragte sie ihn vorsichtig und leise. Sie wollte nicht, dass ihre Freunde herüber schauten und Will in diesem trance Zustand sahen.
Der junge Mann schüttelte kurz seinen Kopf und schaute sie mit einem sanfteren Blick an. Er schien wieder aus seiner Gedankenwelt zurück zu sein und widmete seine Aufmerksamkeit dem blonden Mädchen.
“Hm?”
“Kommst du einmal kurz mit raus?”
“Raus?” fragt er verwirrt und zeigt nach draußen in die Dunkelheit mit seinem Daumen.
“Ne, raus.” versuchte Sarah klarzustellen und zeigte in den Flur. Ihr Gesicht war geprägt von einem leicht besorgten Blick.
Er nickte nur und schliff seine Beine in den Flur. Als beide draußen waren sah er zu ihr runter, seine Augen halb geschlossen. “Was gibt's?”
“Ist alles in Ordnung mit dir?”
“Du hast mich das schon vor ‘ner Stunde gefragt und vor 'ner Stunde habe ich dir gesagt, dass es mir gut geht:”
“Lügner.”
“Pardon?”. Er zieht seine Augenbrauen hoch und sieht zu ihr runter. Will war ziemlich überrascht, dass sie ihn jetzt so nannte. Warum interessierte sie es so sehr wie es ihm ging. War ja nicht so, dass sie sein Aufseher aus der Jugend war. Genervt verschränkte er seine Arme. In seinem Kopf machte dieser ganze Abend vorne und hinten keinen Sinn, wenn er schon die ganze Woche Überstunden gemacht hatte. Er musste die Mädchen jetzt auch nicht jeden Tag sehen, auch wenn er sie immer beschützen würde.
“Du weißt ganz genau was ich meine. Du bist blass wie ne Wand. Bist du krank?” fragte Sarah. In ihren Augen war es klar, dass er sie anlog und das es ihm höchstwahrscheinlich alles andere als gut ging.
Er winkte ab und wollte wieder ins Wohnzimmer, aber Sarah hielt ihm am Arm. Dieses mal hatte er aber keine Lust zu reden und riss seinen Arm aus ihrem Griff. Ohne viele Worte ging er aus dem Flur ins Wohnzimmer.
Hinter sich ließ er Sarah, welche ihm besorgt hinterher schaute.
‘Das bist doch nicht du…’ dachte sie sich und ging ebenfalls ins Wohnzimmer. Benny baute die Switch auf und schaute verwirrt zwischen Sarah und seinem Cousin, welcher von Sekunde zu Sekunde schlechtere Laune bekam.

“Ok wer möchte zuerst?” fragte der braunhaarige Junge und hielt die Controller in Richtung der Mädchen und Will. Der erste der nach einem griff war Will. Daraufhin griff auch Sarah nach einem und die beiden schauten sich mit einem Blick an der schrie, ‘Ich mache dich in diesem Spiel fertig’.

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Hi!
Nach längerer Zeit melde ich mich auch wieder. :))
Vielen dank für die lieben Reviews, es hat mich sehr gefreut diese durchzulesen.
Das Kapitel ist ein wenig kürzer als zuerst geplant, aber ich hoffe dadurch vielleicht heute zwei Kapitel herauszubekommen.
Habt noch 'nen schönen Tag und Lg,
Slippy
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