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Worth It

von Lucrativa
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama / P12 / Gen
28.01.2021
28.01.2021
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Tag 1


Er hatte sie sofort entdeckt. Sie war genau die Art Frau, die in sein Beuteschema fiel. Südländischer Typ mit dunklen Haaren. Ihr schulterfreies Kleid, bot ihm einen tiefen Einblick in ihr Dekolleté. Das lange Haar umspielte die weiche Haut an ihren Schultern, was in ihm eine Begierde erweckte, die ihm nicht unbekannt war.
Ihre Blicke hatten sich mitten im Raum getroffen und die scheuen Augen, die wie ein unschuldiges Reh blinzelten, hatten ihn fast um den Verstand gebracht.
Auch sie würde seine Beute sein. Und er würde bekommen, was er so sehnlichst begehrte. Den Bruchteil einer Sekunde blitzen seine Augen vor Gier. So kurz, dass sie die erste Warnung, die er unbewusst von sich gab, nicht bemerkte.
Sein Jagdtrieb wurde geweckt, wie der eines wilden Wolfes, der seit Wochen hungerte und nur auf einen Bissen Frischfleisch gewartet hatte.
Er beobachtete, wie sie an die Bar ging. Es schien fast, als schwebe sie, so geschmeidig war ihr Gang. Lässig lehnte sie sich an den Tresen, während ihr Blick noch einmal kurz zu ihm wanderte. Sie wusste ganz genau, dass er sie im Visier hatte. Es war das Kribbeln in ihrem Nacken, dass sie auf das fremde Augenpaar hinwies, welches sie beobachtete.
Als der Kellner sie fragend ansah, bestellte sie einen Drink. Und während der Kellner ihren Cocktail mixte, trat er neben ihr an die Bar und fast zufällig streifte seine Schulter die ihre.
"Dein Drink geht auf meine Kosten", war das Erste, dass er zu ihr sagte.
Sie hatte das Angebot lächelnd angenommen.
Erst Monate später wurde ihr bewusst, dass dies der erste Fehler war, den sie begangen hatte.

Tag 38


Seine Hände und Lippen schienen überall zu sein, trotzdem konnte sie nicht genug von ihm kriegen. Alles, woran sie denken konnte, war wie gut er sich anfühlte. Seine Finger strichen durch ihr Haar, spielten neckisch mit einer Strähne und fast automatisch legte sich ihre Hand in seinen Nacken und sie zog sein Gesicht näher an ihres. Die Küsse wurden länger, heißer.
Er hatte ihr Herz in Windeseile erobert. Zu schnell, aber das war ihr nicht bewusst. Zeit ist nur ein Konstrukt unserer Wahrnehmung und wenn sie in seinen Armen lag, verlangsamte sich ihr Zeitgefühl.
Die Leidenschaft, die er in ihr erweckt hatte, ließ ihrem Verstand keinen Platz übrig. Jegliche negativen Gedanken, die sie hätten warnen können, drangen nicht bis zu ihr durch. Es war nur noch das Herz, welches das Denken für sie übernahm. Und ihr Herz verzerrte sich nach dem Mann, welcher ihr versprach, die Sterne vom Himmel zu holen.

Tag 55


Es war Winter. Die Jahreszeit, die sie eigentlich am wenigstens mochte. Doch mit ihm waren selbst die trostlosen Wintertage erträglich.
Seine Arme umschlangen ihren Körper und als ihr bewusst wurde, was er im Schilde führte, begann sie zu kreischen. Immer wieder wurde das Kreischen aus ihrem Mund durch ein kindliches Kichern unterbrochen und er warf sie in hohem Bogen in einen weichen Schneehaufen.
Sie landete mitten auf ihrem Hintern und vernahm sein Lachen, als sie bis zum Hals im Schnee versank. Ein empörtes Schnauben kam über ihre Lippen, während sie sich aus dem Schneehaufen kämpfte und mit den Händen den Schnee von ihren Hosen klopfte.
„Wart nur, Ethan… Das bekommst du zurück“, drohte sie ihm mit einem gespielt bösem Blick.
„Versuchs besser überhaupt nicht erst“, antwortete er und grinste breit.
Sie wusste genau, dass sie keine Chance gegen den stämmigen, jungen Mann hatte. Trotzdem schoss sie auf ihn zu und warf sich mit aller Kraft gegen seinen Körper. Er rührte sich keinen Millimeter, was ihr ein leises Fluchen entlockte.
Lachend legte er seine Arme um sie, drückte ihren schmalen Körper an seinen und warf sich mitsamt ihr in den Schneehaufen.
Gemeinsam versanken sie im Schnee. Als sie ihre Körperteile sortiert hatte, begann sie ihn mit Schnee einzudecken. Ein herzhaftes Lachen entsprang seinem Mund, während er sich abwehrend die Hände vors Gesicht hielt. Sie hielt erst inne, als sie völlig außer Atem war.
Stumm lächelten sie sich an. Die Gesichter kaum eine Handbreit voneinander entfernt.
Sie hatte das Gefühl, dass er ihr direkt in die Seele blickte und es fühlte sich gut an.
„Ich liebe dich, Zoey. Für immer.“
Das war der Tag, an dem er ihr seine Liebe gestand.
Und überraschenderweise fühlte es sich in seinem Herzen ehrlich und aufrichtig an.

Hold me closely,

never let me go, you're my only.

I'm worthless, you're perfect.

Somehow you make me feel like I'm worth it.


Tag 98


Er war in der Bar, in der er sie kennengelernt hatte. Sie jedoch war zu Hause und büffelte für ihren Prüfungstag. Es war nicht so, dass Ethan kein Verständnis dafür hatte, nur fühlte er sich schrecklich einsam. Er war alleine. Selbst sein Kumpel hatte ihn versetzt, was ihn unendlich frustriert hatte.
Da fiel sein Blick auf die Fremde am Tresen. Fast automatisch trugen seine Beine ihn an die Seite der Schönheit. Während er mit ihr flirtete, huschte sein Blick immer wieder auf ihr Dekolleté, fast so, als wollte er, dass sie es bemerkte. Und das tat sie auch.
Sie riss den Wolf in ihm aus dem Tiefschlaf, in dem er sich befand, seit er Zoey kennengelernt hatte.
Er mochte das vertraute Gefühl der Jagd, welches in ihm aufkeimte. Und die Fremde war leichte Beute.

Als er spät nachts nach Hause kam, schlief sie schon. Seine Füße trugen ihn ins Schlafzimmer zu ihr ins Bett. Er war unruhig. Seine Gedanken waren so laut, dass er ihre verschlafene Stimme zuerst überhaupt nicht hörte. Erst als sie ihn ein zweites Mal ansprach, blickt er sie an.
Was hatte er nur getan? Wie konnte er nur?
„Du warst lange weg“, wiederholte sie ein drittes Mal, weil er nicht reagierte.
„Ich war noch bei George. Alles gut“, log er und zog ihren schmächtigen Körper in seine Arme. Als ihr Geruch in seine Nase drang, bildete sich ein Kloss in seinem Hals, der ihn kaum atmen ließ. Er vergrub sein Gesicht in ihren Haaren, damit sie seine stummen Tränen nicht bemerkte.
„Lass uns schlafen“, murmelte er nach einer Weile und legte sich hin. Er streckte seinen Arm zur Seite und wortlos legte sie ihren Kopf auf seine Brust. Er zog sie ganz dicht an sich.
Würde sie das fremde Damenparfüm an seiner Haut riechen? Er schluckte leer.
Wie konnte er sich diesen Fehltritt nur jemals verzeihen?

I wish I could turn back time.

I wish I could press rewind.

If I had a dime for every time I lied

then I could probably buy a fucking private island.


Tag 133


Wochen waren seither vergangen. Er hatte ihr nie erzählt, was wirklich in der Nacht passiert war. Das er überhaupt nicht George besucht hatte, sondern eine flüchtige Bekanntschaft, die ihm eine leidenschaftliche Nacht beschert hatte. Eine Nacht, die er nun bereute.
Er hatte versucht ihr zu erzählen, zu gestehen, wo er wirklich seine Zeit verbracht hatte. Doch jeder Versuch scheiterte. Jedes Mal, wenn er gerade seinen Mut fand und sie ansprach, sobald sie ihn mit ihren scheuen Rehaugen anblickte, bildete sich ein Kloss in seinem Hals. Er liebte sie wirklich. Von Herzen. Und sie mit seinem Geständnis zu verletzten, war das Schlimmste, was er ihr antun konnte.

Tag 141


Sie war immer noch intensiv mit ihrem Studium beschäftigt, denn die Abschlussprüfungen rückten in großen Schritten näher und sie fand kaum noch Zeit für ihn. Er wusste, dass es nur vorübergehend war. Wenn sie sich Zeit nahm, waren die gemeinsamen Stunden erfüllt voller Liebe und Zärtlichkeit und er genoss jede Sekunde, als wäre es die Letzte.  Doch wenn er alleine war, dann ergriff die Einsamkeit von seinem Herzen Besitz und sein Verlangen nach der flüchtigen Bekanntschaft wuchs. Die Begierde, die er nach der Fremden verspürte, nährte sich an der Einsamkeit in seinem Herzen. Sie hatte etwas in ihm erweckt, dass lange genug geschlummert hatte.
Der Wolf in ihm liebte es zu jagen. Er liebte es, wenn er lässig durch die Bar ging und die Blicke der Frauen auf sich zog. Was für ein großartiges Gefühl begehrt zu werden. Er polierte sich sein Ego auf, indem er sich eine Frau auserwählte und sie umgarnte, bis sie sich ihm ergab. Nur selten erhielt er Ablehnung. Und die Einsamkeit in seinem Herzen schwand wieder für wenige Stunden.
Und so ergab sich die zweite Nacht, die er in einem fremden Bett verbrachte.
Und er wusste, dass der Wolf, der in ihm schlummerte, nach weiteren verlangen würde.

It's once in a lifetime you find a diamond,

but I traded it in for all those mindless nights.

And I just forgot about you

I regret everything that I put you through,

and I could try to pretend that I won't do it again

but it's impossible when I never face the truth.



Tag 198


„Wie kannst du nur?“, schrie sie und warf das erstbeste, das ihr zwischen die Finger kam, in seine Richtung. Es war eine kleine Vase, die mit einem Klirren an der Wand neben ihm zerbarst.
Er hatte ihr, in einem schwachen Moment, von der flüchtigen Bekanntschaft von letzter Nacht erzählt. Das Gewissen hatte ihn beinahe erstickt und um wieder etwas Luft zu bekommen, hatte er ihr seinen Fehltritt gestanden. Es fühlte sich an, als hätte er sich selber ein Messer in die Brust gerammt.
„Es tut mir leid, Zo“, sagte er leise und machte einen vorsichtigen Schritt in ihre Richtung.
„Nenn mich nicht so“, fauchte sie und wollte nach einem weiteren Gegenstand, den sie nach ihm werfen konnte, greifen. Ihre Hand fasste jedoch ins Leere.
Sofort trat er wieder zurück an die Wand, an der vor ein paar Sekunden die Vase zerschellt war, und er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte. Seine Freundin war so aufgebracht, dass sie es tatsächlich schaffte, ihn einzuschüchtern. Die Scherben knackten unter seinen Füssen und er war froh, dass er Latschen trug.
Er sah zu, wie sie nach einem eingerahmten Bild griff und schluckte leer, als er erkannte, dass es das erste gemeinsame Foto war, welches er ihr geschenkt hatte. Mit voller Wucht schleuderte sie es zu Boden, so dass das Glas klirrend in tausend Stücke zerbrach. Das Foto, welches nun zwischen den Scherben lag, war das Sinnbild der Beziehung, die er soeben zerstört hatte.

But this is probably not even what you want from me.

Maybe I'll use honesty just to break monotony.

No way you're stopping me,

all I do is constantly hope to God this is my last apology.



Tag 205


Seit einer Woche hatte er nichts von ihr gehört. Sie hatte kein Lebenszeichen von sich gegeben. Nicht ein einziges. Sein Herz sorgte sich um sie, doch er wusste, dass es einzig und allein seine Schuld war.
Und er litt darunter. Er schlief kaum noch, denn jedes Mal, wenn er die Augen schloss, sah er ihr Gesicht. Ihre Züge waren weich, er hätte am liebsten ihre Wange mit seinen Fingern gestreichelt. Sie lächelte sanft. Er hatte ihr Lächeln geliebt. Doch dann veränderte sich ihr Gesichtsausdruck zu Wut und er hörte sie schreien, immer und immer wieder.
„Verschwinde, ich will dich nie wiedersehen!“
Das waren die Momente, in denen er sich mitten in der Nacht in die Bar schleppte und sich maßlos betrank. Der Alkohol betäubte seine Sinne und er fühlte sich für einen Augenblick frei.
Er verbrachte die Nächte in fremden Betten in den Armen unterschiedlicher Bekanntschaften, die er sich angelächelt hatten. Sie alle waren bedeutungslos, doch stillten seinen Durst nach ungezügelter Leidenschaft. Sie ließen ihn vergessen. Zumindest für einen Moment.

Tag 214


Verstört starrte er auf das Display seines Handys und in seinen Augen spiegelten sich die Flammen, welche fordernd in der Dunkelheit tanzten. In einem rostigen Fass, wie man es auf jedem Schrottplatz fand, hatte sie mit der Hilfe eines halben Liters Benzin ein großes Feuer zum Leben erweckt. Er wollte das Video pausieren, wollte nicht sehen, was passieren würde. Der Schmerz war bereits jetzt unerträglich. Doch es war wie ein Unfall, er konnte nicht wegsehen.
Ihr Blick glitt direkt zur Kamera. Die Worte, die sie nun aussprach, waren an ihn gerichtet.
„Du Drecksschwein. Ich hätte von Anfang an wissen müssen, dass du so einer bist.“ Bei den letzten Worten verzog sie angewidert ihr Gesicht, welches im Schein der Flammen fast teuflisch wirkte. „Ich hasse dich. Ich hasse alles an dir.“
Rasch wandte sie ihren Blick ab und er bemerkte, dass sie seinen Pulli in der Hand hielt. Erstaunt stellte er fest, dass weitere seiner Habseligkeiten neben ihr verstreut im Dreck lagen.
Mit einem höhnischen Grinsen hielt sie nun den Pullover etwa eine Handbreit über die Flammen, welche aus dem Fass schlugen und gierig nach dem Kleidungsstück griffen.
Dann verbrannte sie alles, was sie von ihm besaß.
Und mit seinem Besitz im Einklang brannte auch das Herz in seiner Brust.

Tag 224


Sein Körper bebte, als er vor ihrer Haustüre stand und auf das vergilbte Namensschild neben der Klingel starrte.
Die vergangenen Wochen waren nur langsam, zäh wie Käse, an ihm vorbeigezogen. Das Video, welches sie ihm geschickt hatte, hatte seinen Zweck erfüllt und sein Herz in tausend Stücke zerbrochen. Der Schmerz war immens und er hatte begonnen, sich selber zu verabscheuen. Er hasste die Art, wie er mit Einsamkeit umging. Er hasste es, dass er sich nur gut fühlte, wenn seine Mitmenschen ihn bewunderten. Er hasste es, zu wissen wie sehr er Zoey verletzt hatte. Er hasste einfach alles an sich.
Und dann hatte er geweint und die Trauer in Bier ertränkt. Seine Erkenntnis hatte ihn so sehr geschmerzt, dass der Wolf in seinem Herzen sich winselnd zurückgezogen hatte und er nicht einmal die Kraft fand, sich in die Bar zu schleppen.  
Fünf Tage waren vergangen, bis er ihr antwortete und weitere fünf Tage, bis er den Mut fand, sie nach einem letzten Treffen zu fragen.
Erstaunlicherweise hatte sie zugestimmt.
Er betätigte die Klingel und die Sekunden, in denen er auf ihr Erscheinen wartete, kamen ihm vor wie Stunden.
Sie hatte ihm wortlos die Türe geöffnet und ihm einen solch abschätzigen Blick zugeworfen, dass sein Herz sich schmerzhaft zusammenzog. Dann hatte sie ihm den Rücken zugekehrt und war die Treppe nach oben gestiegen. In die Wohnung, in der sie so viele gemeinsame Stunden miteinander verbracht hatten. Stunden voller Liebe, die er nun mehr denn je vermisste.
Ethan zögerte, als er über die Türschwelle trat. Erst als er den Kloss in seinem Hals schlucken konnte, setzte er einen Fuß in die Wohnung seiner Ex-Freundin und als die Vertrautheit ihn wie eine Ohrfeige erfasste, war es als hätte man ihm den Sauerstoff abgestellt.
Er begab sich langsam nach oben und fand sie, mitten im Raum stehend, mit gesenktem Blick.
„Zo“, begann er, doch sie unterbrach ihn.
„Nenn mich nicht so.“
Ihren Namen auf diese Art zu hören, wie nur er ihn aussprach, erinnerte sie schmerzhaft an die Zeit, in der zwischen ihnen noch alles völlig unbeschwert war.
Er nickte stumm und Stille legte sich um die zwei Seelen. Worte konnten nicht mehr reparieren, was beschädigt war, doch war es möglich, dass die Zeit heilen konnte?

That look on your face when I stumble in.

I know the words, but I'm mumbling.

I left you scars and cuts within.

You wanna kill me, but I already did.

I deserve it, I ain't picture perfect.

I never learned shit, am I even worth it?


Nach einer Weile, die sich für Ethan anfühlte wie eine Ewigkeit, hob sie den Kopf und ihre Blicke trafen sich fast automatisch. Er suchte in ihren Augen nach irgendeinem Hauch von vergangenen Gefühlen, doch er blickte nur in ein Meer aus Traurigkeit. Es war schmerzlicher ihre Trauer zu sehen, als wenn sie ihn einfach wütend anschrie. Enttäuschung war so viel schmerzhafter.
„Zoey“, begann er noch einmal. „Es gibt keine Worte, die entschuldigen, was ich getan habe.“
Sie verzog keine Miene. Nur die Trauer in ihren Augen blieb.
Er sah weg, ertrug ihren Anblick nicht. Und sein Blick fiel auf den Tisch, der in der Ecke des Wohnzimmers stand. Darauf lag ein Umschlag, der ihm nicht unbekannt vorkam.
Er kannte ihn sogar sehr gut, denn er selber war es, der vor Monaten ihren Namen darauf gekritzelt hatte.
„Für Zoey, meine erste Liebe“

All alone and I'm getting nervous

but when I come around, you can feel the curse hit.

I hate me more than you ever can.

I don't think you'll ever understand.

And now I'm doing it again,

I'm a complex, fucked up, simple man.

You kept my letters,

but you burned my sweater.

I know I said forever,

we will die together.
 
 
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