Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kinder des Zorns

GeschichteFamilie, Horror / P16 / Gen
Dean Lorelai Luke OC (Own Character) Rory
26.01.2021
28.01.2021
2
2.821
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
26.01.2021 1.098
 
Kinder des Zorns

Als der letzte Kurs für heute zu Ende war, eilte Rory aus dem Hörsaal zum Ausgang, wo sie sich mit ihrem Freund Dean treffen wollte. Schon den ganzen Tag war sie unkonzentriert gewesen, ebenso nervös. Draußen erwartete Dean sie bereits. Er selbst wirkte unruhig, als er der jüngeren Gilmore einen Begrüßungskuss gab. „Hi! Können wir los?“ Seine Freundin nickte. „ Ja. Lass uns bloß verschwinden. Ich fühle mich hier einfach nicht mehr sicher. Und das geht jetzt schon seid Tagen so.“ Dean nickte. „ Ich weiß, was du meinst. Seid dieser Isaac aufgetaucht ist, ist es, als wäre alles von einer düsteren Aura umgeben. Hier verhalten sich also auch die anderen Studenten sehr merkwürdig. An der Southern Connecticut State ist auch nicht anders. Ich erkenne selbst meinen Mitbewohner Ryan nicht wieder.“ Während das Paar sich rasch auf den Weg zu Deans Truck machte, fragte Rory bestürzt: „ Was geht hier nur vor sich? Was ist geschehen, dass sich alle Studenten, ja selbst Kinder mit einem Mal so seltsam benehmen?“ Dean zuckte mit den Schultern. „ Ich habe keine Ahnung. Aber es ist echt unheimlich!“ Er blickte einen Moment zurück und fasste sie dann am Arm. „ Schnell, steig ein! Siehst du die Gruppe da? Sie kommt direkt auf uns zu.“ Erschrocken rannte Rory los. Dean blieb ihr dicht auf den Fersen. Eilig stiegen beide ins Auto und Dean fuhr mit quietschenden Reifen los, Richtung Stars Hollow...

Während sie durch die Straßen von Connecticut fuhren, sagte Rory: „ Wir müssen es jemandem sagen. Die Studenten verändern sich immer mehr, als würde etwas Böses von ihnen Besitz ergreifen. Und nicht nur sie. Die Kinder in unserer Stadt verhalten sich auch immer seltsamer.“ „Das stimmt“, pflichtete Dean ihr bei. „Echt gruselig! Aber an wen sollen wir uns wenden? Luke und deiner Mom? Oder Roxy und Ali?“
„Ich weiß nicht.“ Rory war etwas verunsichert. „Vielleicht zur Polizei?“
„Und was willst du denen sagen?“, wollte ihr Freund ernst wissen. „ Da ist ein Junge in Connecticut aufgetaucht, der offensichtlich die rechte Hand des Teufels ist und von Studenten, wie Kindern Besitz ergreift? Das kommt sicher nicht gut an.“
„Nein, das würden die uns niemand glauben“, gab Rory zu. „ Da bleibt nur die Familie.“
„Na gut. Ali und Roxy müssten um diese Zeit im Diner sein. Also sprechen wir mit ihnen, okay?“, schlug ihr Freund vor. „Denn Luke würde uns womöglich für verrückt erklären.“ Die jüngere Gilmore nickte. „ In Ordnung. Reden wir mit Ali und Roxy.“

Kaum in Stars Hollow angekommen, rannten sie in Lukes Diner. Dort trafen sie auch tatsächlich auf Ali und Roxy, die am Tresen saßen und einen Kaffee tranken. Doch bevor Dean und Rory anfangen konnten, von der Angelegenheit zu berichten, stand plötzlich Luke vor ihnen. „Sagt mal, was ist denn mit euch los? Ihr seid in meinen Laden gerannt, als wäre jemand hinter euch her. Ist was passiert?“ „So ist es auch“, platzte es aus Rory heraus.
„ Okay. Was ist passiert?“ Irgendwas an Rorys Tonfall ließ bei Luke die Alarmglocken schrillen. Da erzählte Dean alles, was Rory und er in den letzten Tagen beobachtet hatten. Von dem unheimlichen Isaac, und den Studenten so wie den Kindern, welche angefangen hatten sich höchst seltsam zu benehmen. Dabei zogen sie sich mit den anderen dreien nach hinten in den Vorratsraum zurück, damit niemand mithören konnte, worüber sie sprachen. Als Dean geendet hatte, meinte Roxy: „ Wow! Das klingt echt gruselig. Und glaubt ihr wirklich, dass wir es hier mit dem Teufel zu tun haben?“ Rory und Dean nickten.
„ Ach, das ist doch Blödsinn! So etwas gibt es doch gar nicht“, warf Luke ungläubig ein. „ Denkt ihr etwa ernsthaft, dass dieser schräge Junge, dieser Isaac, für den Teufel arbeitet? Das ist doch völlig absurd!“ Rory schaute ihrem Stiefvater ernst in die Augen. „Es ist alles wahr. Und in der kleinen Seitenstraße neben Mrs. Kims Antiquitätenladen, steht dieses Haus. Und dort geht etwas sehr Unheimliches vor sich!“
„ Was geht denn da vor sich?“, hakte Ali nach. Dann stutzte sie. „Jetzt wo du es sagst. Ist euch aufgefallen, wie leer diese Straße seid ein paar Tagen ist? Und niemand scheint dort mehr zu wohnen. Nemand fährt mit dem Auto lang oder geht da zufuß durch. Wie eine Geisterstraße, denn jeder meidet sie.“ Luke erwiderte den Blick seiner Stieftochter. Er sah die Angst in ihren Augen und glaubte ihr. „Der Garten hinter dem Haus ist plötzlich mächtig groß geworden! Und es wächst dort, wo in der letzten Woche noch Bäume und Gras wuchsen, wächst jetzt Unmengen an Mais“, fuhr Dean fort. „ Er ragt schon schon so weit nach oben wie ein mehrstöckiges Hochhaus.“
„ Und ich bin sicher, alle hier sehen es“, fügte Rory hinzu. „ Nur sie haben Angst darüber zu sprechen, weil es unnatürlich und mysteriös ist.“ Roxy hatte genug gehört. „ Gut. Dann führt uns zu diesem Haus!“
„Wie bitte??“ Luke blickte sie entsetzt an. „Ihr wollt da doch wohl nicht hingehen und euch mit dem Bengel anlegen? Wenn er wirklich mit dem Teufel in Verbindung steht, dann begebt ihr euch in große Gefahr!“ Offensichtlich war der Dinerbesitzer nun doch von dieser unheimlichen Geschichte überzeugt. „ Hast du denn eine bessere Idee?“, fragte Roxy ihn. Er dachte kurz nach, dann schüttelte er den Kopf. „ Nein. Verdammt! Aber ich begleite euch“, gab er schließlich nach. Und so verließen die 5 eilig das Diner. Caesar, Lane und die Kunden des Cafes sahen ihnen verständnislos nach...

Als sie die kleine Straße betraten und auf das besagte Haus zusteuerten, beschlich sie alle ein Gefühl der Angst. Und zwar so stark, dass sie am liebsten umkehren und fliehen wollten. Doch tief im Inneren wussten sie, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Sie mussten sich dem was auch immer dort lauerte stellen. Dean führte sie in den Garten hinter dem Gebäude. Und tatsächlich, der Garten war wirklich riesig, im Gegensatz zu letzter Woche und überall wuchsen ebenso riesige Maispflanzen aus der Erde. Und es waren Stimmen zu hören, welche schnell immer näher kamen... „Dean, Rory, ihr verschwindet hier. Schnell!“, befahl Luke, dem sich gerade ein eiskalter Schauer über den Rücken lief.
„Aber...“, begann Rory. „Keine Widerrede! Die kennen euch. Los!“, unterbrach Luke sie. „ Aber euch kennen sie doch auch“, widersprach Rory energisch. „ Was sollen wir Mom sagen? Wir können euch doch nicht allein lassen!“
„ Verschwindet! Sofort!“, schrie Roxy. Da griff Dean nach Rorys Hand und zog sie mit sich fort. In diesem Augenblick drehte Ali sich um und erschrak: „ Oh mein Gott!“ Luke und Roxy fuhren ebenfalls herum und erstarrten. Ein dutzend Kinder und Jugendlicher lief geradewegs auf sie zu. Allen vorne weg dieser Isaac. Und sie waren alle mit Heugabeln und Schlachtmessern bewaffnet...


tbc
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast