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Der Tod und das Leben, Hand in Hand

OneshotPoesie, Übernatürlich / P6 / Gen
25.01.2021
25.01.2021
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Ein alter Spielplatz,
ein marodes Klettergrüst,
eine morsche Wippe,
eine alte Schaukel  
Ein junges Mädchen,
ein kleiner Junge
Gemeinsam Schaukeln sie, umgeben von Stille und Schweigen.                               Allein das glockenhelle Lachend des Mädchens und das raue Kichern des Jungen erfüllte die Luft und durchbrach das Schweigen.
Immer sachter schwangen die Schaukeln vor und zurück, doch bevor sie in ihrer rhythmischen Bewegung stoppten, sprang der kleine Junge lachend ab und landete im weichen Gras. Das Mädchen folgte ihm lächelnd.
Der Himmel über ihnen, wie ein graues, wütend schäumendes Meer, bestückt mit lauter bauschigen Inseln und Ländern. Das weiche, taubestückte Gras unter ihnen.
Langsam erhob sich der Junge und reichte dem Mädchen seine Hand. Sein Gesichtsausdruck war, genau wie der ihre, ausdruckslos und leer.
Vorsichtig beginnt das Mädchen sich sachte zu drehen, gemeinsam tanzen sie einen Tanz, der ohne den anderen nicht möglich wäre.
Jedes Mal wenn der kleine Junge auftrat
schlief ein Mensch ein Mensch auf ewig ein.                                                               Jedes Mal wenn das junge Mädchen auftrat erblickte ein Mensch das Licht der Welt.
Hätte das Mädchen zu tanzen aufgehört, so müsste der junge auf Ewigkeiten seine Schritte alleine tun.
Hätte der Junge zu tanzen aufgehört, so müsste das Mädchen auf Ewigkeiten eigene Pirouetten drehen.
Noch einmal traten beide auf, doch beendeten dann ihr schauriges Spiel. Sie gingen wieder zur Schaukel, doch schon bald würden sie wieder tanzen und das Spiel würde weitergespielt.

So tanzen das Leben und der Tod, Hand in Hand
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