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Selbst im Urlaub muss Castle ermitteln

von Fresa
OneshotKrimi, Liebesgeschichte / P12 / Het
Kate Beckett OC (Own Character) Richard Castle
25.01.2021
25.01.2021
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Willkommen zu meinem ersten Castle OS, ursprünglich wollte ich an einem Wettbewerb teilnehmen und dazu zu Castle schreiben, aber habe ich dann doch nicht. Da ich den OS aber schon angefangen hatte, habe ich ihn jetzt endlich fertig gestellt.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.




Disclaimer: Bis auf die Idee gehört mir nichts. Ich verdiene kein Geld mit meinem Geschrieben.




*♠*


Selbst im Urlaub muss Castle ermitteln

Castle freute sich, wie ein kleines Kind auf den bevorstehenden Urlaub in Barcelona, während Kate einfach nur froh war ein paar Tage entspannen zu können und sich mal nicht um eine laufende Mordermittelung zu kümmern. Außerdem hatte sie schon immer mal nach Spanien und Barcelona ins Besondere gewollt. Doch bisher hatte sich keine Gelegenheit dazu ergeben.

Umso glücklicher war sie gewesen, als Castle sie vor ein paar Wochen mit dem Urlaub überrascht hatte. Zuerst hatte sie es gar nicht glauben können und es für einen Scherz gehalten, doch Rick scherzte in diesem Punkt nicht. Nachdem geklärt war, dass sie wirklich nach Barcelona reisen würde, hatte sich bei dem Detective Vorfreude und Reiselust eingestellt. Sie hatte den Abflugtag kaum noch erwarten können und heute war dieser Tag endlich gekommen.

Voller Vorfreude und Müdigkeit, da es gerade einmal vier Uhr in der Früh war, standen sie am Check-Inn.

Kate trank einen großen Schluck ihres Kaffees, aber viel wacher fühlte sie sich immer noch nicht. Castle redete trotz der frühen Stunde, wie ein Wasserfall. Wie konnte er nur so gut gelaunt sein? Kate konnte das nicht verstehen und nachvollziehen. Sie lächelte, nickte und trank einen weiteren Schluck ihres wirklich guten Kaffees.

„Du hörst mir gar nicht zu“, beschwerte sich der Schriftsteller.

„Natürlich.“ Sie hatte keine Ahnung, was Castle erzählt hatte.

Herausfordernd blickte er sie an. „Was habe ich denn gesagt?“

Sie zögerte zu lange. „Ha, du hast mir nicht zugehört“, schmollte er.

Kate seufzte. „Rick, bitte es ist vier Uhr am Morgen. Da musst du mir schon gestatten noch müde sein zu dürfen und mir nachsehen, dass ich dir nicht die volle Aufmerksamkeit schenke“, erwiderte die Polizistin sanft und gab ihm einen kleinen Kuss.







Der Flug war ohne Probleme verlaufen. Kate hatte fast die komplette Zeit verschlafen. Erste Klasse zu fliegen war schon eine schöne Sache, vor allem bei einem so langen Flug.

Ausgeruht und voller Tatendrang aufgrund des bevorstehenden Urlaubs wartete Kate neben ihrem Liebsten auf den Fahrer, der sie in ihr Hotel bringen würde. Wie nicht anders bei Castle zu erwarten ein fünf Sterne Hotel. Widerspruch zwecklos. Mittlerweile hatte sie sich daran gewöhnt und wenn sie ehrlich war, genoss sie diese Annehmlichkeiten schon sehr.

Mittlerweile war der Wagen gekommen, der sie in ihr Hotel brachte. Der Fahrer lud ihr Gepäck ein und Kate und Rick stiegen ein. Nachdem alles verstaut war, nahm der Mann im mittleren Alter auf dem Fahrersitz Platz und fuhr los. Ihr Ziel war das Pullman Barcelona Skipper, welches nur hundert Meter vom Strand entfernt lag.







Nachdem sie eingecheckt und ausgepackt hatten, wollte Kate den Wellness-Bereich erkunden, während Castle einfach nur auf dem Balkon mit Blick auf den Strand und das Meer entspannen wollte.

Der Abend dämmerte bereits, als Kate zu ihm auf den Balkon trat und ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen hauchte. Castle öffnete seine Augen und musste sich einen Moment orientieren, um zu erkennen, dass er sich nicht in seinem Haus in den Hamptons, sondern in Barcelona / Spanien befand.  Ein Lächeln trat auf sein Gesicht, als er seine schöne Freundin erkannte.

„Hallo mein Schatz. Hast du dich gut erholt?“, erkundigte er sich. Sie ließ sich neben ihm auf der Liege nieder und kuschelte sich an ihn.

„Oh ja. Der Wellness – Bereich ist ein Traum. Nächstes Mal musst du unbedingt mitkommen. Und wie war dein Nachmittag?“

„Auch sehr entspannend.“

Kates Magen begann zu grummeln. Was ihn zu einem Schmunzeln veranlasste. „Wellness macht wohl hungrig.“

„Und wie.“

„Dann lass uns was essen gehen. So langsam könnte ich etwas vertragen.“

Nachdem sie sich geduscht und fertig gemacht haben, suchten sie das Restaurant auf.







Den ersten Ferientag wollten die Beiden gemütlich angehen lassen, während Kate noch einmal den Wellness-Bereich aufsuchte, wollte Rick es sich gemütlich auf dem Balkon machen, ein bisschen an seinem nächsten Buch schreiben und sich ansonsten entspannen.

Nach einer knappen halben Stunde klappte er seinen Laptop zu. Er hatte das Kapitel schneller als erwartet beendet und würde es für heute gut sein lassen und sich stattdessen lieber noch ein wenig entspannen. So machte er es sich gemütlich auf einer der beiden Liegen und schloss seine Augen.







Rick öffnete seine Augen, er war wohl eingeschlafen. Glücklicherweise hatte er sich vor seinem Sonnenbad eingecremt, um nicht geröstet zu werden. Gerade als er seine Aufmerksamkeit wieder aufs Meer gerichtet hatte, glaubte er zusehen, wie jemand an Bord eines Bootes schwankte. Geistesgegenwärtig griff er zu dem Fernglas, welches eben ihm auf dem kleinen Tisch lag und blickte wieder aufs Meer. Keine Sekunde zu früh, denn so konnte er sehen, wie der scheinbar leblose Körper einer Frau über die Reling ins Meer fiel.

Mord – er spürte instinktiv, dass es sich um einen Mord handelte. Er musste dringend mit Beckett reden. Castle sprang auf, legte das Fernglas auf den Tisch und stürmte ins Zimmer, durchquerte es und wäre beinahe mit Kate zusammengestoßen, die gerade hereingekommen war.

„Hoppla, da hat es jemand aber eilig“, lächelte sie, doch das Lächeln verschwand, als sie Castles Gesichtsausdruck sah. Da war der Polizisten klar, dass irgendetwas nicht stimmte. Kate legte eine Hand an Ricks Wange. „Was ist los?“

„Ich habe einen Mord gesehen. Eine Frau stolperte auf einem Boot und fiel anschließend ins Meer. Wir müssen etwas unternehmen“, sprudelten die Worte nur so aus ihm heraus. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

„Das geht nicht. Wir sind nicht in New York und hier in Spanien habe ich eine Befugnis zu ermitteln“, hielt Kate ihm vor Augen.

„Stimmt. Daran habe ich gar nicht gedacht. Aber wir können den Mord der Polizei melden.“

„Bist du dir auch sicher, dass du wirklich einen Mord gesehen hast?“

„Also wirklich! Natürlich habe ich den Mord gesehen und ihn mir nicht nur eingebildet.“ Kate musterte ihn eindringlich, dann nickte sie.

„Aber es kann sich auch nur, um einen Unfall handeln.“

„Nein, ich bin felsenfest überzeugt, dass es kein Unfall war“, beharrte Castle.

Kate gab sich geschlagen. „Gut. Wir können nichts anderes machen, außer die Polizei anrufen.“ Sie zückte ihr Smartphone und rief bei der Polizei an. Das Gespräch dauerte ungefähr fünf Minuten.

„Adios Comisario Alonso“, verabschiedete sie sich und legte ihr Smartphone auf dich.

Rick ging ins Zimmer, während Kate sich auf einer der beiden Liegen niederließ und schloss die Augen.

„Kate kommst du?“, fragte er erwartungsvoll.

„Wohin?“, wollte Kate mit geschlossenen Augen wissen, auch wenn sie es sich denken konnte.

„Zum Hafen.“ Sie hatte es geahnt. „Wir müssen etwas über das Opfer herausfinden.“

Sie seufzte und fügte sich dann in ihr Schicksal, sie hoffte aber inständig, dass Castle sich den Mord nicht bloß eingebildet hatte. Auf Ärger mit den örtlichen Behörden hatte sie keine Lust. Das musste nun wirklich im Urlaub nicht sein.







So unauffällig, wie es für Castle möglich war, hörten sie sich um und erfuhren reinzufällig auch einige interessante Fakten – unter anderem den Namen und den Familienstand. Tatsächlich wurde eine Leiche gefunden. Natürlich hatte der Autor es sich nicht nehmen lassen seiner Liebsten einen Ich-habe-es-dir-doch-gesagt-Blick  zuzuwerfen. Kate hatte nur mit den Augen gerollt und nichts weiter dazu gesagt.

Castle fischte sich sein Smartphone aus der Hosentasche und begann darauf zu tippen. Kate zog eine Augenbraue hoch. „Wonach suchst du?“

„Ich schau mal, was ich zu Olivia Garcia Díaz finde“, erklärte Rick. Sie nickte. Gemeinsam machte sie sich zu der Adresse wo Señora Díaz gewohnt hatte.

Als Kate und Rick kamen gleichzeitig mit Comisario Carlos Alonso und Inspector Jefe Antonio Munoz an. Die beiden spanischen Beamten beäugten sie leicht skeptisch. Nachdem Kate den Mord gemeldet hatte, hatten sie selbstverständlich Nachforschungen über Kate und Rick eingeholt.

„Buen dia a todos”, begrüßte Inspector Jefe Munoz die Polizistin und den Autor. Comisario Alonso nickte lediglich. Ihm behagte das Auftauchen der beiden Amerikaner so gar nicht, denn er ahnte, dass Castle sich einmischen würde.

„Hola“, erwiderte sie den Gruß.

„Sie sind aber nicht zufällig zum Ermitteln hier?“, wollte Comisario Alonso wissen. In der Stimme des Jüngeren lag Feindseligkeit.

„Ähm …doch … irgendwie schon“, stammelte Castle und warf seiner Liebsten einen Hilfe suchenden Blick zu.

„Wenn es okay ist, würden wir gehen dabei sein?“, versuchte Kate noch zu retten. Castle würde sowieso ermitteln und sie hatte keine Lust sich Ärger mit der örtlichen Polizei einzuhandeln. Wenn sie offiziell bei den Ermittlungen dabei sein dürften, war das Risiko gering, dass er sie in irgendein Schlamassel hineinmanövrierte.

Die beiden spanischen Beamten sprachen kurz in ihrer Muttersprache miteinander.

„Gut, Sie können bei den Ermittlungen dabei sein, aber Sie verhalten sich still und sind nur Beobachter. Haben wir uns verstanden?“, teilte Inspector Jefe Antonio Munoz ihnen mit und hatte vor allem Castle dabei angesehen. Sich nicht einmischen zu dürfen, schmeckte dem Autor natürlich gar nicht, aber er fügte sich widerwillig.

„In Ordnung“, stimmte Kate den Bedingungen zu. Ebenso Castle.

Comisario Alonso klingelte und es dauerte nicht lange bis die Tür geöffnet wurde.

„Buenos diàs. Was kann ich für die Herrschaften tun?“, fragte eine Hausangestellte.

„Wir würden gerne mit Señor Díaz sprechen?“, antwortete der Inspector.

„Um was geht es?“

„Das würden wir gerne Señor Díaz persönlich mitteilen.“

Die junge Frau nickte. Sie war etwas blass um die Nasenspitze. „Kommen Sie rein und nehmen Sie bitte schon mal Platz im Salon.“ Sie taten, wie ihnen geheißen wurde.

„Mit der Hausangestellten stimmt etwas nicht. Sie hat etwas mit der Tat zu tun“, raunte Castle seiner Partnerin zu. Der Gedanke war Kate ebenfalls gekommen.

„Das mag sein, aber wir werden uns nicht einmischen“, ermahnte sie Rick dennoch.

Die beiden Spanier unterhielten sich auch leise. Castle hätte gerne gewusst, worüber sie redeten. Vermutlich über den Fall.

Nach fünf Minuten kam der Hausherr. Augenblicklich entwickelte sich eine gedrückte Stimmung.

„Haben Sie meine Frau gefunden?“, erkundigte er sich, nachdem die Begrüßung vorüber war.

„Ja, wir haben ihre Leiche gefunden.“ Der Inspektor war ganz ruhig und ließ sich nicht anmerken, was er dachte. Weder den drei Polizisten, noch Castle entging jede noch so kleine Regung des Witwers.







Nach einer halben Stunde war die Befragung fürs Erste beendet und sie gingen getrennte Wege. Während die Spanier ins Polizeipräsidium fuhren, wollten Kate und Rick erst einmal zurück ins Hotel, um sich frisch zu machen und eine Kleinigkeit zu Essen.

„Du hast dich wirklich gut geschlagen. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass du es schaffst die Füße stillzuhalten“, lobte Kate ihren Partner.

Ein breites Grinsen zierte sein Gesicht. „Ich habe mir auch viel Mühe gegeben. Es war gar nicht so leicht.“

„Was denkst du?“

„Dass der trauernde Witwer eine Affäre mit seiner jungen und sehr attraktiven Haushälterin hatte. Jetzt schau nicht so. Du kannst nicht abstreiten, dass sie attraktiv ist. Ich finde dich aber viel hübscher und ich liebe nur dich. Das weißt du, Kate.“

„Ja.“ Natürlich wusste sie das, sie wollte ihn auch nur ein bisschen ärgern.

„Meinst du sie haben die Frau gemeinsam umgebracht?“

Castle ließ sich mit der Antwort etwas Zeit. „Ich glaube nicht, dass er daran beteiligt war. Viel mehr glaube ich, dass die erschütterte Hausangestellte die lästige Nebenbuhlerin loswerden wollte.“

„Aber ich glaube nicht, dass die beiden Frau gemeinsam mit dem Boot herausgefahren sind.“

„Nein, das glaube ich auch nicht. Ich glaube viel mehr, dass Señorita Alvarez ihrer Chefin etwas untergemischt hat. Ihr wurde dann auf dem Meer schlecht, sie verlor das Gleichgewicht, stürzte ins Wasser und ertrank bedauerlicherweise“, erörterte Castle.

„Könnte sein. Aber jetzt lassen wir den Fall Fall sein und genießen unseren Urlaub und machen uns einen schönen Abend“, bestimmte Kate. Rick hatte nichts dagegen. Sie konnte ja sowieso jetzt nichts mehr unternehmen. Dann konnte sie sich auch einen romantischen Abend machen.







Sie hatten eine romantische Zeit mit gutem Essen und Wein und einem Spaziergang am Strand verbracht. Castle war es sogar gelungen mal nicht an den Fall zu denken. Er hatte sich wirklich vollkommen auf Kate und ihre Bedürfnisse eingestellt.

Die Beiden saßen gerade beim Frühstück, als ihr Smartphone klingelte. „Beckett. Hola Inspektor.“

Hola Señora Beckett. Wir haben Neuigkeiten. Kommen Sie bitte in einer Stunde  ins Präsidium.“

„Danke für die Information. Wir werden da sein.“

Castle hatte interessiert zugehört. „Was wollte er?“

„Das wir in einer Stunde ins Präsidium kommen“, antwortete Kate.

„Dann sollten wir uns mit dem Frühstück wohl besser beeilen.“ Sie nickte.







Eine Stunde später saßen sie im Büro von Inspector Jefe Antonio Munoz und warteten auf die Beamten.

Die Tür öffnete sich und sie traten ein. Nach der netten Begrüßung, begann der Inspektor zu berichten. Im Blut der Ehefrau wurde Rizin gefunden, dessen Wirkung zeitverzögert einsetzt. Wie Kate und Rick schon vermutet haben, war die Haushälterin die Täterin. Sie wollte ihre Konkurrentin loswerden, um die neue Ehefrau von Señor Díaz zu werden. Señor Díaz hatte zwar eine Affäre, war aber nicht an dem Mord beteiligt. Señorita Alvarez befindet sich bereits in Untersuchungshaft und es wird sehr bald Anklage erhoben.

„Danke, dass wir dabei sein durften und sie uns heute hergebeten haben. Adios“, sagte Kate mit einem Lächeln und gab beiden Männern die Hand.

„Ich möchte mich ebenfalls bedanken. Adios.“

„Adios. Wenn Sie noch einmal nach Barcelona kommen, dann besuchen Sie uns doch bitte.“ Ein Lächeln umspielte den Mund des Inspektors.

„Adios“, wünschte der Comisario einsilbig.

Sie verließen das Gebäude. „Und jetzt verbringen wir noch ein paar schöne Tage ohne Mord und Ermittlungen“, grinste Kate, als sie nach draußen traten.

„Wie MyLady wünschte“, erwiderte Castle mit einer Verbeugung und einem nicht minder breiten Grinsen.

Jetzt konnte ihr Urlaub endlich starten.




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