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Devil May Cry 6: Everything Ends

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Action / P12 / Gen
Dante Nero Vergil
24.01.2021
24.01.2021
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435
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24.01.2021 435
 
Hieb um Hieb krachten die zwei Klingen aufeinander und metallischer Klang erfüllte die Luft. Keiner der beiden Kämpfer wusste mehr der wievielte Schlagabtausch es war und darüber, wer aktuell vorne lag, stritten sie bei jeder kleinen Pause. Funken zischten bei jedem Schlag durch die Luft, doch dies war nicht der einzige Grund für das Knistern, das in der Luft lag. Seit sie ihre Aufgabe vor 6 Monaten erledigt und das riesige Gewächs gestutzt hatten, verbrachten sie fast die ganze Zeit damit gegeneinander zu kämpfen. Ihre Rivalität, die schon seit Kindertagen bestand, war auch nach den vielen Jahren der Trennung in kürzester Zeit wieder zu alter Größe entflammt.

So oft wie die zwei Brüder in ihrem Leben bereits die Klingen gekreuzt hatten, kannte jeder den Anderen wie sich selber und nicht wirklich etwas konnte sie dabei überraschen. Doch nichts bleibt für immer gleich und manchmal erscheint etwas, dass man in und auswendig kennt, plötzlich in neuem Licht.

Dantes direkter Schwertstich war fast eine Beleidung für den Älteren und er war selber überrascht, wie leicht sein kraftvoller Konterschlag diesem das Schwert fast aus der Hand schlug. Freude konnte sich über den Erfolg jedoch keiner einstellen. Verärgert rammte Vergil Yamato in den Boden, lehnte sich auf den Griff und warf seinem Bruder entgegen: „Es wäre schön, wenn du wenigstens versuchen würdest mich zu schlagen, Dante. So macht ein Sieg keinen Spaß.“

Der legendäre Teufelsjäger hatte sich auf den Boden fallen lassen und alle Viere von sich gestreckt. Der Schwertschlag hatte ihn doch mehr getroffen als er zugeben wollte. Er hob den Kopf, doch anstatt von Worten kam nur ein leichtes Keuchen. Vergil verdrehte die Augen und wartete geduldig bis sein Bruder wieder vollends da war. Während dieser sich aufrichtete, zeigte er mit einer flapsigen Handbewegung was er vom Vorwurf des Älteren hielt. „Jaja, ich war halt abgelenkt. Sag mir bitte nicht, dass du es nicht bemerkt hast.“, hielt er ihm nun seinerseits vor. Scharf trafen sich die Blicke der zwei Bruder und fast schien es als würden sie ewig so verharren.

„Natürlich hab ich das.“, gab Vergil ohne Vorwarnung von sich. In einer eleganten Bewegung stieß er sich von Yamato ab und ließ es zurück in die Schwertscheide gleiten. „Ich hielt unseren Kampf für wichtiger, aber wenn du darauf bestehst, können wir der Sache auch jetzt direkt nach gehen.“, fügte er hinzu, bevor er sich umdrehte und sich in Bewegung setzte.

Der Teufelsjäger konnte nur den Kopf schütteln. Ob sich manche Sache jemals ändern würden? Mit einem dicken Grinsen im Gesicht holte er zum Älteren auf und gemeinsam schritten sie Seite an Seite in ein neues Abenteuer.
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