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Masaomis Wunsch

OneshotRomance, Liebesgeschichte / P6 / Gen
Hiyori Iki Yato
24.01.2021
24.01.2021
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Eine Idee, die schon eine Weile auf meinem Handy rumdümpelt. Jetzt habe ich diesen OS endlich mal fertig geschrieben.
Viel Spaß ^^.



Masaomi hatte die Gabe ständig im falschen Moment anzurufen. Sie hörte ihr Handy vibrieren und ihr aktuelles Lieblingslied spielen, das auf ihrem Küchentisch lag. Das Problem war aber, sie stand unter der Dusche und hatte Shampoo in den Haaren und konnte definitiv nicht dran gehen! Zumal sie eine Wasserlache hinterlassen hätte und es war gerade alles frisch gewischt. Ja, das war heute erst der dritte Tag in ihrer ersten, eigenen Wohnung. Endlich in Frieden und Freiheit leben, gut ca. 5 U-Bahn Stationen von ihrem Elternhaus entfernt, aber immerhin. Auf jeden Fall, fühlte sie sich wohl, in ihrer schnuckeligen 50 qm großen, 2 Zimmerwohnung und konnte gar nicht abwarten, sich endlich komplett einzurichten, wäre da nicht dieses kleine Problem mit der Küche. Sie hatte sie von der Vormieterin übernommen und es musste eine neue Spülmaschine angeschlossen werden. Zudem stand noch ein verpackter, neuer Hängeschrank in der Ecke, der auch noch über dem Gewürzregal an die Wand wollte. Also versprach ihr ihr Bruder, sich darum zu kümmern und heute Mittag vorbei zu kommen. Der Werkzeugkasten ihres Vaters stand schon im Wohnzimmer bereit und sie war sich sicher, er hatte sie eben angerufen, weil er demächst hier war.
Sie stellte das Wasser ab und nahm sich ihr pinkes Handtuch, mit dem sie sich abtrocknete und es um ihren Körper wickelte. Danach stieg sie vorsichtig aus der Dusche und nahm sich ein kleineres Handtuch, um ihre Haare etwas damit zu trocknen. Genau in diesem Moment klingelte es an ihrer Tür. Masaomi war schneller hier, als sie gedacht hatte. Sie band ihre nassen Haare zu einem unordentlichen Dutt und lief zur Tür um diese mit Schwung zu öffnen.

"Du bist..."

Ihr blieben die Worte im Hals stecken, als sie in zwei leuchtend blaue Augen starrte, die etwas irritiert auf ihrem Körper lagen, der nur in diesem kurzen Handtuch steckte.

"...Yato. Und du...I-Iki M-Ma-sao...mi?"

"Nein. Hiyori!"

Er verstummte selbst und schien nachzudenken. Sie sah die Röte, die sich auf seine Wangen schlich und sie daran erinnerte, dass sie halb nackt vor einem Fremden stand. Eine recht gutausehendem Fremden wohlgemerkt. Seine violett schimmernden Haare, waren zu einem Zopf gebunden und er trug ein weißes T-Shirt, mit einer schwarzen Sporthose, die bis zu seinen Knien nach oben gekrempelt waren. Seine Hände steckten in seinen Hosentaschen und irgendwie konnte er wohl seine Augen nicht von ihr abwenden, die gefühlt gerade auf ihren Brüsten lagen. Er räusperte sich und blickte ihr dann letztendlich doch ins Gesicht.

"Ok Hiyori, dann...ist dein Freund denn auch da?"

"Mein Freund?"

Sie verstand überhaupt nichts mehr. Wer war der Typ?

"Ja Masaomi. Er hat mir eine Nachricht gesendet, ich solle hier eine Spülmaschine anschließen und einen Schrank aufbauen und aufhängen."

"Oh. Ohhhhh du bist ein Handwerker?! Ahh eigentlich wollte das mein Bruder selbst erledigen. Ich wusste nicht, das er jemanden beauftragt hat."

"Bruder also..., ja Handwerker könnte man so sagen..."

Er schien mehr mit sich selbst zu sprechen, klang aber irgendwie erleichert.

"Wie auch immer Hiyori, du scheinst mich nicht erwartet zu haben. Darf ich trotzdem reinkommen?"

"K-klar. Sorry, wie du siehst, komme gerade aus der Dusche."

Sie trat einen Schritt zur Seite und er schlüpfte aus seinen simplen Flip Flops und stand 2 Sekunden später in ihrem Wohnzimmer. Sie schloss mit klopfenden Herz die Tür. Ein wenig komisch war diese Situation schon. Er schien kaum älter als sie zu sein, wieso schickte Masaomi ausgerechnet ihn?
Sie griff nach ihrem Handy und deutete auf die Werkzeugkiste in der Ecke.

"Uhm, darin müsstest du alles finden, was du brauchst. Ich ziehe mich an und komme dann zu dir! Viellleicht kannst du schon mal nach der Spülmaschine schauen?"

"Klar!"

Er schenkte ihr ein Lächeln, das ihr Herz noch etwas schneller schlagen ließ. Er war ziemlich süß und sein Po in dieser Hose...

Hiyori seufzte innerlich und drehte sich von ihm weg um in ihr Schlafzimmer zu laufen. Sie musste sich eingestehen, dass sie doch mal über einen festen Freund nachdenken sollte. Die ganze Zeit konzentrierte sie sich nur auf die Schule und jetzt auf das Studium und ihre letzte Beziehung war bereits 3 Jahre her! Und daran musste sie gerade ausgerechnet ein Handwerker erinnern!
Sie checkte die Nachricht ihres Bruders, der sie angerufen hatte um ihr mitzuzeilen, dass er es nicht mehr zu ihr schaffte und er jemanden beauftragt hatte, er bei ihr vorbei schaute. Wie auch immer. Sie kämmte ihre noch feuchten Haare und zog sich Unterwäsche und ein leichtes Sommerkleid an, als sie es plötzlich poltern hörte.

"Ohh Shit!!"

Sie stürmte aus ihrem Schlafzimmer in die Küche und fand Yato, kniend vor dem Wasseranschluss in der Küche. Der Boden war nass und sein weißes T-Shirt ebenfalls.

"Alles ok?"

"Nein, sorry. Da war ganz schön Druck auf der Leitung, ich wische das gleich auf."

Er stand auf und drehte sich zu ihr um, bevor er sein T-Shirt etwas anhob, das komplett an seiner Brust klebte. Sie konnte gar nicht so schnell schauen, wie er es sich über den Kopf gezogen hatte und oberkörperfrei vor ihr stand.

"So ein Mist. Kannst du das vielleicht irgendwo zum trocknen aufhängen?"

Sie wollte es nicht, aber ihre Augen wanderten wie von selbst einmal über ihn. Er war recht dünn und trotzdem war sein Oberkörper definiert. Kein trainierter Waschbrettbauch, aber auf jeden Fall schön anzusehen. Ihr wurde heiß und er schien es zu merken. Jedenfalls grinste er wieder und hob ihr das Shirt noch ein Stück weiter unter die Nase.

"Bitte."

"Äh klar!"

Bevor die Situation noch peinlicher wurde, griff sie danach und drehte sich von ihm weg.

"Ich habe im Schlafzimmer einen kleinen Balkon. Bei dieser Hitze, ist es sicherlich gleich getrocknet."

"Danke Hiyori"

Hörte sie ihn noch rufen, doch war bereits schon wieder abgelenkt von dem Duft, der von seinem Oberteil ausging. Es roch unheimlich gut, eine Mischung aus frischer Wäsche und leichtem Parfüm. Am liebsten hätte sie ihre Nase darin vergraben. Wenn sie da an früher dachte, die Handwerker, die bei ihren Eltern im Haus waren, waren immer älter als ihr Vater und rochen nach Schweiß und Rasierwasser. Vorsichtig legte sie das Shirt über ihren Stuhl in der Sonne und lief zurück in die Küche.

"So erledigt. Möchtest du etwas trinken Yato?"

Wieder wurde sie mit der komplett Ansicht seines Po's begrüßt, da er grade auf allen Vieren, mit seinem Kopf im Schrank unter der Spüle steckte.

"Klar, hast du Bier?"

"Bier?"

Überrascht öffnete sie ihren Kühlschrank und fand tatsächlich noch zwei Dosen, die von ihrem Umzug übrig geblieben sind.

"Ja, aber du sollst hier nicht trinken, sondern arbeiten!"

Sie kicherte und reichte ihm eine kleine gekühlte Flasche Mineralwasser.

"Ich trinke später noch ein Bier mit dir, wenn du fertig bist ok?"

"Danke. Ja das klingt gut. Die Spülmaschine ist auch soweit angeschlossen und das Wasser habe ich mit den Geschirrtüchern hier aufgewischt. Ich hoffe das ist ok."

Er stand auf und öffnete die Flasche in seiner Hand, von der er einen Schluck trank, während sich Hiyori an ihren kleinen Küchentisch setzte und ebenfalls ein Wasser öffnete.

"Also Hiyori, so wie es aussieht, bist du hier erst eingezogen oder?"

"Ja, vor drei Tagen!"

"Cool. Und du hast keinen Freund, der dir bei diesen Dingen hier helfen kann?"

Sie schüttelte den Kopf und musste grinsen. Man könnte ja fast meinen, er würde mit ihr flirten.

"Nein, ich bin Single. Mein Bruder und mein Vater erledigen normalerweise diese Dinge."

"Hmm dann solltest du dir einen suchen, der das bald übernehmen kann! Im Haushalt fällt schließlich öfter mal was an!"

Wieder dieses süße, breite Grinsen, das sie nur erwiedern konnte.

"Sag mal Yato, für welche Firma arbeitest du eigentlich? Ich meine, kennst du meinen Bruder oder..."

"Nein, ich kenne ihn nicht. Ich naja bin quasi selbstständig und mache hier und da etwas Werbung. Wahrscheinlich hat er mich so gefunden."

"Ok? Wow selbstständig? Wie alt bist du?"

"Ahhh uhhm...wie alt schätzt du mich denn? Ich fange dann mal mit dem Schrank an ja?"

"Ja klar. Hmm...Anfang 20 würde ich sagen?"

Was war denn das gerade? Es schien so, als wollte er ihr nicht verraten, wie alt er war. Aber das wäre doch schwachsinnig. Wie auch immer, sie wurde direkt wieder von seinem Anblick abgelenkt, denn Yato öffnete die Verpackung des Hängeschrankes. Er stand mit dem Rücken zu ihr, nur einen Meter entfernt. Sie beobachtete wie seine Rückemuskulatur arbeitete und er Brett für Brett zusammenschraubte. Das er ihr keine Antwort auf ihre Altersschätzung gab, vergaß sie direkt.

"So, das wars schon! Ich glaube den hättest du auch selbst aufbauen können, nur das aufhängen wäre wahrscheinlich etwas schwierig geworden. Leicht ist das Teil nicht gerade. Also, soll er dort hin?"

Yato zeigte auf eine freie Stelle an der Wand und Hiyori schreckte aus ihren Gedanken.

"Uhh, ja genau. Brauchst du Hilfe?"

"Nein, ich mach das schon."

Yato schnappte sich die Bohrmaschine aus ihrem Werkzeugkoffer und bohrte die entsprechden Löcher in die Wand und Hiyori konnte einfach nicht aufhören ihn zu beobachten. Irgendetwas faszinierte sie an diesem Mann, sie konnte jedoch nicht sagen was. Jeder Handgriff sah aus, als wäre er kinderleicht, also würde er den ganzen Tag nichts anderes machen.

"So fertig!"

Der Schrank hing und sie war schon fast ein wenig traurig, dass sie nicht noch mehr Arbeit für ihn hatte.

"Danke schön! Das ging ja wirklich richtig schnell."

Sie stand auf öffnete ihren Kühlschrank, um die beiden Bierdosen rauszunehmen und ihm eine davon auf den Tisch zu stellen.

"Hier, setz dich doch."

"Äh ja klar, meinst du mein T-Shirt ist schon..."

Er hatte leicht rosige Wangen als er danach fragte und sie reagierte sofort.

"Oh ich schau mal schnell danach, ansonsten kann ich dir auch eins von meinem Bruder geben, die er hier hat..."

Hiyori verschwand in ihrem Schlafzimmer doch war das Shirt trotz der Sonne noch nicht tragbar. Also zog sie aus ihrem Schrank ein ähnliches von Masomi, das sie ihm leihen konnte. So hätte sie einen Grund ihn bald wieder zu sehen. Sie spürte die Hitze in ihren Wangen, als sie zurück in die Küche lief. Ihre Freundinen würden ausflippen, wenn sie wüssten, das dort gerade ein gutaussehender, halbnackter Mann zu finden war. Ausgerechnet bei ihr, die sich viel zu sehr auf ihr Studium konzentrierte.

"Es ist noch ziemlich nass. Ich leihe dir das hier gerne, ist vielleicht etwas groß aber besser als gar nichts."

Yato hatte gerade ein kleines, altmodisches Klapphandy in der Hand, in das er eifrig tippte, bevor er ihr das Kleidungsstück abnahm und sie anlächelte.

"Vielen Dank, du bist echt nett Hiyori."

Sie wurde etwas verlegen, als sie sich zu ihm setzte und ihn dabei beobachtete, wie er in das Shirt schlüpfte, bevor er die Dose Bier öffnete und ihr entgegenstreckte um damit ihre zu berühren.

Hiyori tat es ihm gleich uns trank einen kleinen Schluck, während er auf anhieb wahrscheinlich die halbe Dose leerte und wieder hatte sie Angst, das er gleich gehen könnte. Ihr Blick fiel auf sein Handy, das noch auf ihrem Tisch lag.

"Ein neuer Auftrag?"

"Hmm?"

Er legte etwas den Kopf schief und sie grinste, bevor sie auf das Mobiltelefon deutete.

"Naja, du warst gerade so beschäftigt,  da dachte ich..."

"Oh...nein, nein du bist bis jetzt mein letzter Job für heute. Das war...naja privat."

"Ah...ok..."

Sie schwiegen sich einen Moment an, in dem Hiyori mit dem Verschluss der Dose spielte, den sie im Kreis drehte.

"Also...Yato...was machst du heute noch so?"

Sie spürte seinen überraschten Blick, der auf ihr lag. Wahrscheinlich war sie gerade rot wie eine Tomate, zumindest raste ihr Herz wie verrückt.

"N-nichts besonderes, ich gehe nach Hause..."

"Hmm...z-zu deiner Freundin?"

"Nein, ich habe keine Freundin nur einen anstregenden Teenager, um den ich mich kümmern muss."

Ihr Kopf schoss nach oben, was sagte er da gerade?

"Du hast einen Sohn?!"

"Ahh...nein Yunkine ist...na eigentlich..."

Er wandte plötzlich den Blick von ihr ab und leerte seine Dose in einem Zug, bevor er aufstand.

"Wie auch immer Hiyori, Danke für das Bier aber ich muss jetzt gehen."

"Aber...!!!!"

Sie handelte ohne zu überlegen und griff nach seinem Handgelenk, was ihn zucken ließ. Wieder veränderte sich seine Gesichtsfarbe. Er machte gerade einen recht nervösen Eindruck auf sie.

"Kann ich dich wieder sehen Yato? Ich meine, ich mache sowas eigentlich nicht, also einfach so jemanden ansprechen, aber ich würde dich wirklich gerne besser kennenlernen und ich habe leider nichts, was du mir noch reparieren könntest."

Es fiel ihr so schwer ihm das zu sagen, sie hatte noch nie einen Mann ihr Interesse derart unter die Nase gerieben, aber bei ihm...

Ein kleines Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, was jedoch relativ schnell wieder verschwand.

"Das wird leider nicht möglich sein Hiyori, so leid es mir tut."

"Oh...ok. Verstehe."

Sie ließ sein Handgelenk los, als hätte sie sich verbrannt. Wieder schlug ihr Herz schneller und sie blickte etwas hektisch durch den Raum. Es war kein schönes Gefühl direkt abgewiesen zu werden und plötzlich war es ihr mehr als peinlich, ihren Handwerker angegraben zu haben. Was war nur in sie gefahren.

Hiyori stand auf, ohne ihn anzuschauen und blickte sich nach ihrer Handtasche um.

"Tut mir leid Yato...ich wollte nicht...Gott, das ist mir so unangenehm gerade...das ist eigentlich gar nicht meine Art...sag mir einfach, was ich dir zahlen muss...dann..."

"Hiyori."

Sie spürte seine Fingerspitzen, die sanft ihre Schläfe streiften und durch ihre Haare an ihren Hinterkopf fuhren und seinen Daumen, der sich an ihre Wange legte.

"Das braucht dir nicht peinlich sein, ich würde dich gerne wieder sehen, aber das funktioniert nicht. Sobald ich durch diese Tür gehe, hast du mich vergessen. Du weißt, das jemand hier war, aber es wird belanglos sein. So ist das nunmal. Also, der Wunsch deines Bruders, dir zu helfen kostet 5 Yen."

Ok, war er betrunken?

"Du? Du hast das Bier nicht vertragen oder?"

Sie hörte ihn lachen, während er seine Hand wieder zu sich zog und in seine Hosentasche griff.

"Wieso soll ich dich vergessen? Und was sollen die 5 Yen? Für so einen Preis arbeitet doch keiner?!"

"Tja weißt du, ich schon!"

Er drückte ihr seine Visitenkarte in die Hand, die sie sofort annahm.

"Liefergott Yato. Netter Firmenname."

Wenigstens hatte sie jetzt seine Handynummer, auch wenn sie gerade nicht wusste, was sie von dem Ganzen halten sollte.

"Das ist kein Firmenname."

Hiyori holte ihre Geldbörse und entnahm die kleine Münze, mit dem Loch in der Mitte, die sie ihm in die Hand drückte.

"Wie meinst du das? Willst du damit sagen du bist wirklich ein Gott?"

Er konnte den Sarkasmus in ihrer Stimme sicherlich hören und zu ihrer Verwunderung, bestätigte er diese Aussage sogar, indem er die Münze in die Luft schnippte und wieder auffing.

"So ist es und dein Wunsch wurde erhört Hiyori Iki."

"Moment, wenn dann war das Masaomis Wunsch, den du hier erfüllt hast. Das alles klingt wirklich total verrückt!!!"

"Schon gut, mach dir darüber keinen Kopf! Also, Danke nochmal für das Bier ich..."

"Warte!"

Sie griff nochmals in ihre Geldbörse und streckte ihm eine weitere 5 Yen Münze entgegen.

"Wenn du wirklich ein Gott bist, erfüll meinen Wunsch. Ich will dich nicht vergessen und möchte dich wieder sehen!"

"Ahh das..."

Er nahm ihr die Münze aus der Hand und betrachtete sie sich.

"Das liegt an dir Hiyori. Mich hat es schon gewundert, das du mich gleich gesehen hast, als du vorhin die Tür geöffnet hast. Vielleicht..."

Er wurde unterbrochen, weil sein Handy plötzlich klingelte.

"Jaaaaa!! Ich bin sofort da! Sag Daikoku ich mach das schon noch ich...warte mal...kurz..."

Er hob sein Handy weg von seinem Ohr und steckte ihre 5 Yen Münze in seine Tasche.

"Ich muss gehen Hiyori! Bis dann..."

Sie wurde von einem grellen Licht geblendet und plötzlich war er weg!! Er war einfach weg. Sie starrte auf die Stelle, an der er eben noch gestanden war. Da war doch jemand oder? Wieder beschleunigte sich ihr Herzschlag. Sie rannte regelrecht in ihre Küche und fand die beiden Bierdosen auf ihrem Tisch, nasse Geschirrtücher in einer Ecke und eine Menge Verpackunsmaterial. Der Schrank hing und das Werkzeug ihres Vaters lag noch auf dem Boden. Ein Mann mit dunklen Haaren, hatte sich darum gekümmert, wie war sein Name noch gleich? Panik stieg in ihr auf, als ihr die Visitenkarte wieder einfiel, die in ihrer Hosentasche steckte. Mit zitternden Händen zog sie diese heraus. Yato. Alles was er sagte, war also nicht gelogen und sie hatte doch noch etwas von ihm? Was war das noch...

Sie lief in ihr Schlafzimmer und sah sofort das weiße T-Shirt auf ihrem Balkon. Yato. Sie würde ihn nicht vergessen, diesen Gott. Wie hieß er noch gleich?
 
 
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