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Pläne des Schicksals

von LeaK
GeschichteDrama, Romance / P16 / MaleSlash
24.01.2021
18.02.2021
2
1.696
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24.01.2021 843
 
Solange hatte ich auf diesen Tag gewartet und mir jedes Mal ausgemalt wie es wohl sein würde, wenn es soweit wäre. Jetzt war ich so aufgeregt, dass ich mich nicht mal meine Gedanken ordnen konnte. Was wenn irgendwas schief lief? Was wenn ich hinfallen würde oder was wenn er mich doch nicht mehr heiraten möchte? Was wenn der Tag doch nicht so werden würde wie ich ihn mir die ganze Zeit erträumt hatte? Was wenn der schönste Tag meines Leben in einer Katastrophe enden würde?
„Denise?" Eine vertraute Stimme hohlte mich zurück in die Realität. Ich drehte meinen Kopf und sah in das neugierige Gesicht meines Vaters. „Es ist völlig in Ordnung nervös zu sein." Er legte seine Hand auf meine linke Schulter. Seine Geste beruhigte mich jedoch nicht sonderlich, denn ich sah den Fürstenhof immer näher kommen. Wir fuhren unten an den Hochzeitsgästen vorbei, ich wagte jedoch keinen Blick nach unten. Ich merkte wie ich immer nervöser wurde, bis das Auto letztendlich zum stehen kam und ich vor der malerischen Kulisse des Fürstehhofs war. Ich sah meinen Vater an und blickte ihm direkt in seine Augen. Er schenkte mir ein beruhigendes Lächeln, welches voller Zuversicht war. „Es wird alles gut gehen. Jetzt mach dir keinen Kopf und genieße deinen Tag. Und nun komm, dein zukünftiger Mann wartet da unten auf dich." Ich sah meinen Vater an und begab mich an seine Seite.
Was für eine verrückte Reise und was ich hier alles bereits erlebt habe. Ich habe meine erste große Liebe kennengelernt, die ich wenig später wieder verlor. Ich dachte mein Leben sei vorbei gewesen, doch dann kam Joshua in mein Leben und bewies mir das Gegenteil. Ich verliebte mich erneut und lernte was es hieß wieder vertrauen zu fassen. Ich hätte niemals gedacht, dass das wieder möglich wäre, geschweige denn sich so anfühlen würde. Ich weiß, dass Markus stolz auf mich wäre und sich heute für mich freuen würde. Außerdem wird er ebenfalls dabei sein. Gleichzeitig erinnert der Gedanke an Markus mich auch an Annabelle. Wie heimtückisch sie versuchte Papa dazu zu bringen uns auseinander zu bringen. Die Situation mit Joshua kam mir  damals wie ein Déjà-Vu vor.  Auch bei ihm hatte sie versucht ihn mir wegzunehmen. Am Ende wäre das ganze sogar fast mit meinem Tod geendet. Sie tat mir unglaublich leid und ich wünschte wir hätten so ein Verhältnis wie früher. Früher als alles noch leichter war und wir unzertrennlich waren.
Mein Blick richtete sich auf das Geschehen vor mir. Ich hörte sanfte Musik im Hintergrund spielen und sah meine Familie und meine Freunde festlich gekleidet. Als mein Vater mich um die Ecke führte trafen sich unsere Blicke. Ich blickte direkt in die Augen, des Mannes den ich liebte. Joshua. Ich verspürte einfach nur Liebe als ich ihn anblickte. In dem Moment blendete ich alles andere um mich herum aus und nahm alles nur noch beschränkt um mich herum war. Endlich stand ich vor ihm und es kam mir immer noch wie ein Traum vor. Ein Traum, der niemals enden sollte.  Mein Papa gab mich, wenn auch nur schweren Herzens, in die Hände von Joshua und wir gingen die letzten Schritte zum Altar. Ich konnte noch immer nicht glauben nach all dem was passiert war hier zu stehen. Wir beide hatten lange genug auf diesen Moment gewartet und nun war es soweit.
Ich stand nun gegenüber von Joshua und sah ihm tief in die Augen. Ich spürte wie meine Hände zitterten und ich wieder nervös wurde. Etwas zögerlich, vor Nervosität, wollte ich zu sprechen beginnen. Ich hatte so lange gebraucht um die richtigen Worte für mein Gelübde zu finden und nun war es soweit. „Joshua? Ich hätte nie gedacht das ich einen Mann so lieben könnte und dann bist du gekommen. Du hast mir das Vertrauen gegeben durch jeden Ozean zu schwimmen. Egal wie tief, wie wild und unberechenbar er ist. Auch wenn ich das Ufer nicht sehen kann, ich habe keine Angst, denn ich weiß das du an meiner Seite bist. Für immer. Ich liebe dich wie verrückt." Mit zittrigen Händen nahm ich Joshuas Ehering und steckte ihm ihn an den Finger. Kurz danach sah Joshua mich liebevoll und verträumt an und erhob die Stimme. „Denise? Ich konnte viel zu lange nicht sehen, dass du alles für mich bist. Die zweite Hälfte, die mich ganz macht. Wenn du von heute an in deinen Spiegel schaust, werde ich da sein, für immer. Du bist die Liebe meines Lebens." Es rührte mich zu Tränen, dass er sich an das Details mit dem Spiegel erinnerte und es erwähnte. Vorsichtig steckte er mir den Ring an und schaute mich an. Der Moment war perfekt und er sollte niemals vergehen. Einige Momente später sagte die Standesbeamtin noch einige Worte und wir küssten uns. Einzig und allein wir beide zählten in dem Moment. Jegliche Nervosität und Angst war verflogen und der Augenblick gehörte nur uns. Wenig später war Applaus von den Gästen zu hören und ich konnte nicht anders als wunschlos glücklich zu sein.
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