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Ein Phantom, mein Hund und ich

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Het
Erik - das Phantom der Oper OC (Own Character)
20.01.2021
10.05.2021
57
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10.04.2021 2.741
 
Panisch hatte sie versucht Alex abzuwimmeln, als sie sah wie Erik plötzlich das Weite suchte. Was war nur in ihn gefahren? Hatte es ihm zu lange gedauert? Hatte sie ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Was! Was war es nur diesmal gewesen? Sie wurde nicht schlau aus diesem Mann und gerade entwickelte sie eine richtige Wut auf ihn. Das alles tat sie doch nur für ihn!

„Schatz, ich muss dringend weiter arbeiten! Magst du mir die Kontaktdaten einfach schicken! Und zwar bitte schnell. Verzeih! Ich muss! Ich liebe dich, mein Kompass“, sie ließ ihm kaum Zeit etwas Weiteres zu erwidern, da hatte sie schon aufgelegt und lief Erik hinterher.

„Fuck! Erik! Du verdammter Mistkerl, bleib doch endlich stehen!“, flehte sie, ihn noch in einigen Metern Entfernung schnellen Schrittes zwischen den Menschen verschwindend sehend, an: „Erik!“ Doch er war schnell. Bald hätte er einen anständigen Vorsprung und würde über die Dächer verschwinden.

„Heh, Sie da, die junge Frau da hinten will was von Ihnen“, meinte eine alte Dame mit großen Brillengläsern und einer Tasche auf Rädern, die sie scheppernd hinter sich her zog, zu Erik. Er wollte sie ja ignorieren, doch diese alte Dame hatte ihm in ihrer klapprigen Gangart den Weg versperrt. „Ein junger Bursche wie Sie sollte vor so einer leidenschaftlichen Dame nicht davonlaufen“, kommentierte die alte Frau weiter. Erik zischte gefährlich, doch verlangsamte seinen Schritt und blieb schließlich stehen. Es war nicht sein Stil alte Großmütter zu Fall zu bringen. Sie würde so oder so in den nächsten Monaten an Altersschwäche dahingerafft werden, wieso sollte er sich damit also jetzt die Hände schmutzig machen.

Clara hatte ihn außer Atem eingeholt und schaute verwirrt zwischen ihm und der alten Frau hin und her. „Sag mal, kannst du einfach nicht anders, oder machst du das mit Absicht um mich zu ärgern?“, fuhr Clara ihn schließlich keuchend an: „Hast du gerade zufällig einen Schlaganfall erlitten und keine Ahnung was du tust, oder bist du wirklich so ein Arschloch und ich nur viel zu gutgläubig?“ Langsam trollte sich die alte Dame davon. „Also ihr zwei Süßen habt ja wirklich noch so einiges zu klären. Und mein Jung, iss mal was Anständiges. Ein junger stattlicher Bursche, sollte nicht so dünn sein“, murmelte sie, klopfte Erik auf den Unterarm weil sie an seine Schulter nicht ran kommen würde und drückte ihm einen Apfel aus ihrem Wagen in die Hand. Dann trollte sie sich langsam und klapprig weiter die Straße hinunter.

Erik sah ihr verwirrt hinterher. Junger stattlicher Bursche? Es wäre ihm selbst nie eingefallen sich auch nur als eins davon zu bezeichnen, weder war er jung, noch stattlich. Eigenartig ergriffen betrachtete er den Apfel in seiner Hand. Auch Clara sah der Frau hinterher: „Die war ja niedlich.“ Als sie sich wieder zu Erik umdrehte, konnte sie sehen, wie ihm eine Träne die Wange runter lief. Sie konnte nicht anders und schlang beide Arme um ihn: „Oh mein Süßer, was ist denn nur los? Ich weiß, es ist ein schwerer, ereignisreicher Tag, aber es ist alles gut. Wir bekommen alles hin, versprochen.“

Er riss sich los: „Sie wollen Erik los werden, Mademoiselle, also wird Erik Ihnen nicht mehr im Weg sein! Er hat ja nun scheinbar alles, um sich den Start in ein angenehmes Leben zu erkaufen. Also gehen Sie! Gehen Sie zu ihrem Mann und dessen Papiere fälschendem Freund und lassen Sie Erik in Ruhe und Frieden sterben!“, fauchte er sie wild an, dass Clara kurz nicht wusste wie ihr geschah.

„Aber ich will nicht, dass du gehst … und … und ich will auch nicht gehen“, meinte sie kleinlaut und perplex. Sie war zu aufgewühlt um darüber nachzudenken, wie er auf diese Idee kommen konnte. „Ach nein?“, donnerte er höhnisch: „Und wieso haben Sie es dann eben so Ihrem Verlobten erzählt. Sie haben wohl nicht mehr daran gedacht, wie Erik alles verstehen kann!“ Clara schlug sich die Hand vor den Kopf. Daher wehte dieser verdammte Wind.

„Erik, hör mir zu!“, zwang sie ihn: „Erstens: Ich lüge gerade überall wie gedruckt für dich und das sogar gegenüber dem Mann den ich liebe! Das ist sonst nicht meine Art, aber ich tue das für dich, also sei ein bisschen dankbar! Und zweitens: Denkst du denn wirklich, dass ich um jemanden kennen zu lernen auf die alten kriminellen Bekanntschaften meines Verlobten angewiesen bin. Wenn ich jemand anderen zum Reden brauche, gehe ich zu Louis, oder nehme wieder Kontakt zu den anderen Praktikanten auf, oder ich schmeiß mich in einen heißen Fummel und lasse mich in irgendeine Bar fahren! Es gibt genug andere Möglichkeiten und auf keine davon habe ich Lust, weil ich meine Zeit lieber mit dir und meinem Hund verbringe. Und drittens … nein ich bin noch nicht fertig“, ermahnte sie ihn, als er im Begriff war ihr ins Wort zu fallen: „Drittens, du Intelligenzbestie, habe ich diesen Kontakt für dich erfragt! Ich brauche keine gefälschte Identität um ein Bankkonto zu eröffnen und Zugang zu meinen vierzigtausend Euro zu bekommen, aber du! Du brauchst das sogar ziemlich dringend! Würdest du das bitte bedenken und in deinem Kopf verankern, dass ich nicht vorhabe dich irgendwie loszuwerden! Herrgott nochmal!“

Das hatte gesessen. Einige Passanten waren neugierig stehen geblieben. „Hier gibt es nichts zu sehen ihr Penner!“, fauchte Clara sie an: „Verpisst euch, wir proben hier nur eine kleine Szene für ein echt schlechtes Theaterstück von dem ihr nie hören werdet, also schönen Tag noch ihr Wichser!“ Geladen schnaufend und stampfend trollte sie sich weiter die Straße hinunter: „Erik komm endlich mit! Du warst es doch, der in diese Richtung wollte! Also Fuß!“

Noch immer etwas sprachlos im Angesicht des Wutausbruches vor seiner Nase, entschied er sich dazu, dass es von nun an besser wäre, alles zu machen, was Clara Dohme ihm sagte. Er kam sich dumm vor. Das sie dies für ihn tun würde und bereits Pläne schmiedete, wie er an sein Geld kommen könnte, daran hatte er nicht gedacht.

„Also wohin jetzt?“, fragte er etwas verstört, als er sie eingeholt hatte. „Wir gehen zu nächsten Bank“, entschied Clara: „Dort tauschen wir nur einen sehr kleinen Teil des Geldes ein. Nur ein paar Scheine. Wir lassen die Summe von denen auf mein Konto gutschreiben und ich bezahle davon dann dein Handy. Alex wird mir den Kontakt zu seinem ehemaligen Kumpel herstellen. Du suchst dir einen Namen und ein Geburtsdatum aus und wir schauen mal, ob wir dich so glaubhaft ins System mogeln können. Dann kannst du ein Konto eröffnen und es dir gut gehen lassen bis du einen Job gefunden hast.“

Es klang logisch, das musste er zugeben. Aber es klang auch sehr endgültig. So als ob es jetzt alles nur noch ein Kinderspiel wäre, bis seine Mademoiselle das Gefühl hätte, dass er nun auch alleine zurechtkam. Und was war mit der Suche nach Christine? Und was war mit ihm?

Clara überlegte hin und her wie viel Francs sie erstmal umtauschen lassen wollte. Erik bat ihr großzügig an, dass sie sich so viel nehmen könnte, wie sie brauchte, er habe eh keine Verwendung für das Geld, doch Claras Ehrgefühl verbat ihr diese Almosen. Zwar hatte sie schon große Ausgaben für Erik getätigt, doch hatte sie das gern getan. Sie entschloss sich schließlich grob die Summe zu nehmen, die Alex ihr als Unterstützung überwiesen hatte, um sie ihm zurückzahlen zu können, plus die zu erwartende Summe für ein Handy und etwas extra für das anstehende Wochenende. Sie war sich noch nicht sicher, aber ihr war klar, dass sie Erik irgendwie dazu bringen musste sich in ein Hotel einzuquartieren. Doch Clara war nicht wohl dabei. Wer sagte denn, dass er dort bleiben würde und nicht plötzlich doch auf ihrem Balkon auftauchte? Sie würde dafür sorgen müssen, dass es ein gutes Hotel wäre, wo er sich auch gut aufgehoben fühlte. Vielleicht eine Suite?

Am Ende hatte sie fast 2.000 Euro mehr auf dem Konto und wurde etwas ruhiger. Mit nur ein paar Geldscheinen hatte der Umtausch in dieser Bank schnell und unkompliziert geklappt. Der Bankier war zwar etwas skeptisch bei den alten Scheinen gewesen, doch konnte ihm Clara das nicht verdenken. Nicht alle Tage hatte man Papier dieses Alters zwischen den Fingern.

„Und nun soll ich also so ein Handbild haben?“, fragte Erik wieder skeptisch nach. Er hatte eine Augenbraue hochgezogen und folgte Clara mürrisch durch die Straßen. „Können Sie das nicht wieder bestellen?“ „Handy nicht Handbild“, korrigierte sie ihn. Er würde endlich lernen müssen Begriffe wie jedermann zu verwenden. „Natürlich könnte ich das bestellen, aber wie weiß ich denn dann, welches Modell dir am meisten zusagt? Du solltest selbst einmal sehen, was dir gefällt, von der Größe und dem Gewicht und der Bildqualität“, erklärte sie weiter.

„Bildqualität?“, fragte Erik verwirrt nach: „Korrigiere mich, aber dieses Gerät ist doch eigentlich dazu da, um Ferngespräche zu führen. Wieso dann Bildqualität?“ Clara blieb stehen und schlug die Hand gegen die Stirn: „Oh Süßer, hast du mich denn wirklich nicht in den letzten Wochen beobachtet? Die wenigsten Momente in denen ich das Ding in der Hand halte telefoniere ich. Meistens schreibe ich Nachrichten damit, höre Musik und schaue süße Hundevideos. Glaube mir, Bildqualität, Kamera und Akkulaufzeit sind durchaus wichtige Kriterien.“

Frustriert wühlte Erik sich unbemerkt durch ihre Handtasche als Clara Dohme gerade nicht aufpasste. Fast hätte sie es bemerkt, als er plötzlich zusammenzuckte als er statt dem Objekt seiner Begierde einen ihrer Tampons in der Hand hatte. Doch schließlich fanden seine flinken Finger, was sie suchten. „Was ist mit deinem Hand…y? Wäre das etwas für jemanden wie mich?“, er hielt es verschmitzt vor ihr Gesicht, sodass sie sehen musste, dass er es gestohlen hatte, doch scheinbar hatte er diesen Trick einmal zu oft angewandt, den Clara zeigte sich im Angesicht seiner Fähigkeiten nicht mehr beeindruckt. „Wenn es dir gefällt, kannst du gern dasselbe Modell kaufen“, meinte sie nur: „Erik, sei so gut und lege es in meine Tasche zurück. Genau dort wo du es her hattest.“

Der Laden wuselte voll von Menschen. Erik fühlte sich verloren und griff instinktiv nach Clara Dohmes Hand. Wo er auch hinblickte entdeckte er neue Kuriositäten, sowohl unter der ausgestellten Ware, als auch unter den einkaufenden Menschen. Er hatte bisher gedacht, dass er ganz gut in dieser fremden Zeit angekommen war, doch dieses Geschäft ließ ihn erneut erschaudern. Einerseits verspürte er den Drang die Gegenstände in den Regalen genauer untersuchen zu wollen und zu erforschen, doch die Menge an langsam zwischen den Gängen schleichenden Menschen, ließen ihn sich unwohl und unsicher fühlen. Es kostete ihn alle Kraft dem Fluchtinstinkt zu widerstehen.  

Clara spürte wie seine Finger in ihrer Hand zuckten. Alleine schon, dass er selbstständig nach ihrer Hand gegriffen hatte, war ein Warnsignal für sie gewesen. „Erik es ist alles gut“, wiederholte sie stetig, mit ihren Fingern über seine streichend: „Die Menschen hier sind alle mit sich selbst beschäftigt.“ Sie konzentrierte sich darauf, die richtige Abteilung in dem auch für sie fremden Elektronikgeschäft zu finden und Erik auf dem direkten Weg dorthin zu ziehen.

Als sie die schmale Verkaufsfläche betraten, erkannte sie schnell, dass sich dort eine Horde unbeaufsichtigter Kinder tummelte, die mit großem Spaß und Eifer mit den Ausstellungsgeräten spielten und sich dabei mit ihren zarten acht bis zehn Jahren unheimlich cool und erwachsen vorkamen. Das hatte Clara gerade noch gefehlt. Kinder waren gnadenlos, taktlos, unüberlegt und unberechenbar und diese Meinung hatte sie schon als Kind vertreten. Alex war der festen Überzeugung, dass sich ihre Einstellung in wenigen Monaten ändern und sie nach der Hochzeit etwas häuslicher werden würde um dann mit ihm kleine Erben für das Familienunternehmen zu produzieren. Clara jedoch war sich da noch nicht so sicher. Sie vertrat die Meinung, dass jemand der schon als Kind andere Kinder gehasst hatte nicht unbedingt noch welche bekommen sollte. Und das traf auf sie nun einmal zu.

Auch Erik warf einen skeptischen Blick auf die kleinen Knirpse vor ihm, die mit einer solchen Selbstverständlichkeit die Geräte belegten. Wo waren deren Aufsichtspersonen? Wer erzog diese Gören? Oder waren es Straßenkinder? Für Straßenkinder konnte er vielleicht ein gewisses Mitleid empfinden, doch sahen sie dafür zu sauber gekleidet aus.

Clara wagte entschlossen ihren ersten Angriff und sprach den größten der Burschen an, der sogar in jeder Hand eines der Telefone hielt: „Hey Kleiner! Wenn du nicht vorhast, eins der Handys zu kaufen, solltest du vielleicht einmal die Erwachsenen ran lassen!“ Verwirrt blickte der Junge auf. „Ey wie bist du den drauf, chill ma‘“, bluffte er barsch und widmete sich wieder den vielen lustigen Filtern auf der Kamera: „Das sind Smartphones, Oma! Handys gibt es vielleicht bei dir im Altersheim, Nazi-Schlampe.“

Das hätte der Junge sich besser verkniffen. In seinem Eifer vor seinen Kumpels cool und verwegen dastehen zu wollen, hatte er den Mann hinter der deutschen Frau übersehen. „Soll ich?“, fragte Erik kurz an Clara, die mit vor Wut rotem Kopf sprachlos vor dem Kind stand. Ja, es kam immer mal wieder vor, dass ihr ihre Nationalität von anderen Menschen als Makel angekreidet wurde und sie als überkorrekt und humorlos vorverurteilt wurde. Doch das hielt sich meist nicht lange wenn diese Menschen dann mal ein paar Minuten mit ihr verbringen mussten. Doch die Nazi-Schlampe tat ihr mehr weh, als sie es jemals zugeben würde.

Clara blickte Erik an und meinte nur: „Ok. Tu es.“ Sie wusste zwar nicht was, Erik tun würde, aber aufhalten würde sie ihn bestimmt nicht, selbst nicht wenn er die Kinder erwürgen würde. Das dunkelrote Glühen in seinen Augen war augenblicklich zurück, ließ den Jungen aufschreien wie ein Mädchen und als Erik ihn und einen seiner Kumpels einfach nur am Kragen ihres T-Shirts packte und aus dem Laden zerrte, rief Clara ihnen nach: „Meine Urgroßeltern starben im Warschauer Ghetto und Auschwitz und irgendwann werdet ihr Pisser lernen was das bedeutet!“

Als Erik die Jungen hinausgeworfen hatte, kam er seelenruhig zurück und baute sich vor dem Rest der Truppe auf. Ein paar erwachsene Anwesende, hatten die Szenerie beobachtet und machten nun ebenfalls einen großen Bogen um die Abteilung. „Folgt ihr euren Kammeraden freiwillig oder muss ich nachhelfen?“, grollte Erik in seiner dunklen drohenden Stimme hinunter zu ihren kleinen verschreckten Gesichtern. Mit schlotternden Knien trollte sich der Rest der Bagage. „Nun ist alles frei“, meinte Erik, wieder zufrieden und freundlich klingend und rieb sich tatkräftig die Hände.

„Ist das deinen Großeltern wirklich passiert?“, fragte er schließlich, die Finger unentschlossen über die Touchscreen gleitend. „Urgroßeltern“, korrigierte Clara leise: „Ja. Zwar ist meine Mutter in Deutschland geboren und mein Vater Deutscher, aber ein Teil meiner Familie sind Polen jüdischer Abstammung. So ist es halt. Wir sind eine europäische Familie. Jeder hat seine Geschichte. Bitte können wir über etwas anderes reden.“

Erik nickte ertappt. Er wollte nicht neugierig sein. Ein wenig hatte er über die Geschichte gelesen, ein paar Begriffe sagten ihm etwas, doch so richtig glauben wollte er es nicht. Menschen konnten doch nicht wirklich so dumm sein, sich gegenseitig so zu vernichten … andererseits wer wüsste es besser als er?

„Also, wonach muss ich schauen? Worauf muss ich achten?“, fragte er schließlich um von dem vorherigen Thema weg zu kommen. Clara atmete einmal aus: „Eine sehr gute Frage. Ich entscheide eigentlich immer aus dem Bauch. Zuerst solltest du dich wohl fragen, ob du ein Android, Windows oder Apple Typ bist. Also welches Betriebssystem dir optisch am meisten zusagt und welche Bedienung dir also am liebsten wäre.“ Erik legte die Stirn in Falten und dachte an die alte Frau vorhin auf der Straße, die ihm den Apfel gegeben hatte. Und bevor Clara weiter erklären konnte wo die Unterschiede lagen, meinte er auch schon: „Ich denke ich bin der Apfel-Typ.“

Tatsächlich verspürte er eine große Dankbarkeit gegenüber der alten Dame. Wenn sie ihn nicht aufgehalten hätte, hätte sich das Missverständnis zwischen ihm und Clara nie geklärt und er wäre gerade wahrscheinlich in seinen eigenen dunklen Abgründen kreisend durch den See unter der Oper geschwommen in der Hoffnung den Mut dafür zu finden sich dort drin zu ertränken. Also verdankte er dieser Frau sehr viel. Dank ihr, konnte Clara ihn gerade so herzlich anlächeln und fragen: „Bist du wirklich sicher, dass du der Apple iPhone Typ sein willst? Den Schätzchen da musst du dich dann durch die Gebrauchsanweisung quälen. Ich bin nämlich eindeutig der Android-Typ und habe von Apple absolut keine Ahnung.“

     
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Ein schönes Wochenende wünsche ich euch! Hättet ihr das Phantom auch für einen "Apfel-Typ" gehalten? :P
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich auf eure Anregungen, Vorschläge, Kritik, Lob, Kommentare und was immer euch auf dem Herzen liegt.
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