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Colin Creevey - Verrückte Schulzeit

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Colin Creevey Dennis Creevey Ginevra Molly "Ginny" Weasley OC (Own Character)
20.01.2021
04.03.2021
36
71.130
2
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23.02.2021 2.101
 
Die Freude der Gryffindors wehrte noch etwa eine Woche. Die Hufflepuffs und Ravenclaws freuten sich ebenfalls, weil Slytherins Siegesserie endlich unterbrochen wurde. Am Tag nach dem Spiel kam Mike zu ihnen und räumte ein, dass Gryffindor verdient gewonnen hätte. "Und als Malfoy den Besen von Potter gepackte hat." sagte er "Das war echt unfair. So etwas hab ich noch nie gesehen."
Doch plötzlich mussten sie feststellen, dass die Prüfungen schon in ein paar Wochen anstanden. Außerdem mussten sie ihre Fächer für die dritte Klasse wählen. Sofort wählten Jacob, Ginny, Colin, Mike und Jack Pflege Magischer Geschöpfe, doch Jacob und Ginny taten das nur Hagrid zuliebe. Außerdem wählte Colin Wahrsagen. Ginny und Jacob taten dasselbe, während Jack und Mike lieber Alte Runen haben wollten. "D-Das hört sich r-richtig interessant an." Sagte Jack. "R-Runen sind faszinierend!" Mike nickte zustimmend. "Und außerdem soll diese Wahrsagelehrerin nicht mehr alle Latten am Zaun haben." fügte der Slytherin noch hinzu. Und dann fingen sie auch schon an, wie verrückt für die Prüfungen zu lernen. Alle, bis auf Jacob. "Die Lehrer wiederholen doch sowieso alles. Da muss ich doch nicht noch extra lernen." sagte er schulterzuckend und musste sich daraufhin einen langen und strengen Vortrag von Jack anhören, wie wichtig die Prüfungen eigentlich sind und dass Jacob so sein ganzes Leben verbauen würde. Doch Jacob zuckte nur die Achseln und stibitzte hin und wieder ein paar Aufzeichnungen von Jack, die er sich dann gelangweilt durchlas.
Und es gab noch etwas das ihnen Sorge bereitete. Seidenschnabel. Hagrid hatte ihnen mitgeteilt, dass die Berufungsverhandlung am letzten Prüfungstag sein sollte. Sie hatten Mike von der ganzen Angelegenheit erzählt und der hatte Jack sofort bei seinen Recherchen unterstützt. Colin, Jacob und Ginny leisteten Hagrid währenddessen Mentale Unterstützung. Sie besuchten ihn sooft es ging und sprachen ihm Mut für die Verhandlung zu. Doch sie fanden dazu immer weniger Zeit, da die Prüfungswoche nun unmittelbar bevorstand. Jack wurde immer nervöser und schreckte Nachts manchmal kreischend aus dem Schlaf hoch, weil er irgendein Datum in Geschichte der Zauberei vergessen hatte. Als das zum fünften mal in der letzten Nacht vor den Prüfungen passierte, drohte Thomas Jack den stärksten Schlaftrank zu verabreichen, der in Snapes Vorräten zu finden war.
Doch der erste Prüfungstag verlief ausgesprochen gut. Die Prüfung in Geschichte der Zauberei hatten sie alle, bis auf Jack, verhauen. Doch Colins Zauberkunstprüfung verlief sehr gut. Als Colin es schaffte ein Taschentuch in unzählig verschiedene Farben zu färben, fiel Professor Flitwick vor Freude tatsächlich vom Bücherstapel. Am zweiten Tag hatten sie dann ihre theoretische Zauberkunst- und ihre praktische Verwandlungsprüfung. Die Verwandlungsprüfung verlief halbwegs gut. Colin verwandelte seine Schildkröte zwar statt in eine Teetasse in eine Müslischüssel mit Kopf und Beinen, doch ansonsten hatte er das Gefühl, dass er ganz gut abgeschnitten hatte. Doch das Überraschendste war die Tatsache, dass Jacob trotz seiner Faulheit durch die Prüfungen kam. Und während Jack immer kurz vorm Nervenzusammenbruch stand, lümmelte Jacob immer entspannt auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum oder in der Bibliothek herum und nervte alles und jeden. "Kannst du mal die Klappe halten?!" zischte Ginny, als Jacob munter vor sich hin schwatzte, wie schön doch das Wetter draußen wäre, während sie hier in der Bibliothek sitzen mussten. "Ist doch wahr." murmelte Jacob, doch er bereute es sofort, als Ginny ihn mit einem dicken Wälzer einen Schlag gegen den Kopf versetzte.
Der letzte Prüfungstag brach an. Heute hatten sie nur eine Prüfung. Am Vormittag die praktische Prüfung in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Wie sich herausstellte, hatte Lupin auf den Ländereien eine Art Hindernissparcour aufgebaut, in dem sich alle Wesen und Kreaturen versteckten, die sie kennengelernt hatten. Sie kamen alle gut durch. Doch Jack war phänomenal. Er hatte gerade mal eineinhalb Minuten gebraucht um Zwölf Kreaturen, eine nach der anderen, zu erledigen. "Das war toll Jack! Hier!" Lupin reichte dem knallrot angelaufenen Jack einen riesigen Schokoriegel, den er aus dem Süßigkeiten Laden in Hogsmeade gekauft hatte.






Dann aßen sie schnell zu Mittag. Danach rasten Colin, Ginny, Jacob und überraschenderweise sogar Jack und Mike zu Hagrids Hütte. Seidenschnabel war hinter der Hütte im Gemüsegarten angebunden und krächzte fröhlich als er sie erkannte. Jack und Mike, die Seidenschnabel jetzt zum ersten mal sahen wichen ein paar Schritte zurück, doch Colin streichelte Seidenschnabel und warf ihm ein Hühnerbein, dass er vom Mittagessen mitgebracht hatte in Seidenschnabels Maul. "HEY! Lasst ihn in...ach ihr seid es!" Hagrid war aus seiner Hütte gekommen. Jack stolperte erschrocken zurück und fiel schmerzhaft auf sein Hinterteil. Mike blickte wie immer ausdruckslos zu Hagrid hoch, während Ginny und Jacob ihn sofort begrüßten. Hagrid trug einen Anzug aus Maulwurfsfell und Colin musste sich abwenden, damit Hagrid nicht sah, dass er sich das Kichern verkneifen musste. "In einer Stunde ist die Verhandlung. Um Zwei ist es soweit." sagte Hagrid und zitterte. "Kommt doch rein." Dann marschierten sie alle in die Hütte. Jetzt, da Hagrid fünf Besucher hatte, war es etwas enger als sonst. Jack und Mike hatten alle ihre Rechercheergebnisse mitgebracht. Doch da Jack sich offensichtlich nicht traute mit Hagrid zu reden, ergriff Mike das Wort. Er stellte sich Hagrid schnell vor und zeigte ihm dann die Notizen. Hagrid hörte ihm aufmerksam zu, während Mike ihn einwies. "Wenn du also deine Sache gut machst, können sie Seidenschnabel auf keinen Fall verurteilen, es sei denn, sie brechen ihre eigenen Gesetze." Tränen stiegen in Hagrids Augen und er drückte sie alle nach einander so feste, dass ihre Rippen fast brachen. Sogar Mike und Jack wurden umarmt, obwohl Hagrid sie kaum kannte. "Sind sie das?" fragte Ginny plötzlich und deutete aus dem Fenster. Sie blickten hinaus und sahen mehrere Leute auf die Hütte zukommen. Da war Professor Dumbledore. Außerdem ein uralter Mann und ein Mann mit Melone und Nadelstreifen Umhang. "Das ist der Zaubereiminister!" keuchte Jacob. "Cornelius Fudge!" Doch der andere Mann erregte Colins Aufmerksamkeit. "Die haben ja schon den Henker dabei!" rief er empört. Und tatsächlich hatte der letzte Mann ein Beil in seiner Hand. "Unverschämtheit!" brummte Mike und sah finster der näherkommenden Gruppe entgegen. "Ihr geht jetzt besser." sagte Hagrid. Sie verließen die Hütte, jedoch nicht ohne Hagrid viel Glück zu wünschen und noch einmal in eine brutale Umarmung gezogen zu werden.
Als sie an den vier Erwachsenen vorbeigingen beachteten diese sie nicht, doch Colin hätte schwören können, dass Dumbledore ihnen zuzwinkerte.
Sie setzten sich an den See und sahen dem Kraken schweigend beim plantschen zu. Dann, ohne Vorwarnung hob Jacob Colin hoch und warf ihn zum zweiten mal dieses Schuljahr in den See. Colin zog ihn erneut mit und die anderen sprangen lachend und schreiend mit all ihren Klamotten den beiden hinterher. Sie spritzten sich mit Wasser ab und tauchten sich gegenseitig unter. Für eine Weile vergaßen sie einfach das Problem mit Seidenschnabel und genossen wie alle anderen einfach das Ende der Prüfungen. Sie plantschten etwa eine halbe Stunde im See herum und wateten dann wieder an Land. Dort ließen sie sich erschöpft ins Gras fallen und starrte schwer atmend in den Himmel. "Morgen." gähnte Jacob. "Was ist morgen?" fragte Colin. "Dein Geburtstag." Erschrocken stellte Colin fest, dass er das ja tatsächlich ganz vergessen hatte. "Ach ja." murmelte Colin. Dann kicherten sie alle gleichzeitig los, bis auf Jack. "E-Egal was ihr g-geraucht habt, e-es ist nicht g-gesund." Daraufhin mussten sie nur noch mehr lachen.
Ihre Klamotten trockneten schnell in der Sonne und sie setzten sich wieder aufrecht ins Gras. "Ich hoffe Seidenschnabel und Hagrid gewinnen." murmelte Ginny schließlich. Dann schwiegen sie wieder und blickten hinaus auf den See. "D-Da!" rief Jack am Nachmittag und deutet auf Hagrids Hütte. Dumbledore, Fudge und die anderen beiden kamen zurück. Sofort rasten sie zu Hagrids Hütte. Sie klopften und Hagrid öffnete sofort. Noch bevor sie etwas sagen konnte schüttelte er stumm den Kopf. "Nein!" riefen Jacob, Colin und Ginny im Chor, während Jack und Mike nur geschockte in leere starrten. "Wir haben quasi in der Bibliothek gelebt um Seidenschnabel da rauszuhauen. Die können das nicht machen!" rief Mike wütend und starrte wütend den vier erwachsenen Leuten hinterher, die sich immer weiter entfernten. "Die haben mir noch nicht einmal zugehört! Die haben einfach nur ihren Vortrag gehalten und das war's. Dumbledore hat noch versucht etwas hinzubiegen, hat's aber nicht geschafft." Colin ging schweigend in den Gemüsegarten zu Seidenschnabel. Er hatte den Hippogreif richtig ins Herz geschlossen. Und jetzt sollte er einfach so hingerichtet werden, nur weil Malfoy zu dämlich ist, mit Hippogreifen umzugehen.
Er streichelte den Hippogreifen gedankenverloren. Dieser hatte seinen Kopf eng an Colins Brust geschmiegt und die Augen geschlossen. Er stand noch einige Zeit neben Seidenschnabel, bis Ginny ihn rief, weil sie ins Schloss zurück mussten. In der Eingangshalle trennten sie sich von Mike. Dann gingen sie zurück in den Gemeinschaftsraum. Kaum dass sie eingetreten waren, stürmten Harry, Ron und Hermine mit einem seltsamen Umhang in der Hand aus dem Raum. "Was ist denn in die gefahren?" fragte Ginny und starrte auf die Rückseite der Fetten Dame, die die drei hinter sich zugeknallt hatten.
Jacob zuckte mit den Schultern und die vier setzten sich in einige Sessel vor dem Kamin. Es herrschte ausgelassene Stimmung, doch Jacob, Ginny Colin und Jack waren jedoch betrübt. "I-Ich kann es n-nicht fassen!" sagte Jack wütend. "E-Einfach so d-den Kopf a-abhaken!" "Da sind sie!" rief Ginny und deutete aus dem Fenster. Unten am Gelände sahen sie eine kleine Gruppe aus vier Leuten zu Hagrids Hütte gehen. "Verdammt. Die tun das wirklich." flüsterte Jacob. Er ließ sich wieder aufs Sofa fallen und packte Pergament und Feder heraus. Sie saßen eine ganze Weile schweigend da, während der Gemeinschaftsraum sich langsam leerte. "Was machst du da eigentlich. Du musst doch gar nichts mehr schreiben!" sagte Ginny und riss Jacob das Pergament weg. "Das ist...wow!" sagte sie. Colin und Jack beugten sich vor und staunten nicht schlecht. Jacob hatte erneut gezeichnet. Doch diesmal war es ein Hippogreif. "Der sieht echt toll aus Jacob." sagte Ginny und blickte Jacob bewundernd an. Dieser strich sich verschmitzt grinsend durch das Haar und lächelte. "Du...du kannst es behalten wenn du willst." "Echt?" Jacob nickte. "Naja, ich gehe mal schlafen. Gute Nacht!" Sie küsste Jacob auf die Wange und verschwand, mit dem Pergament fröhlich umher wedelnd. Jacob saß wie erstarrt da und als Ginny in ihrem Schlafsaal verschwunden war berührte er vorsichtig die Stelle an seiner Wange, wo Ginny ihn geküsst hatte. "Ich werde sie nie verstehen!" sagte Jacob. "M-Mädchen!" murmelte Jack, während er und Colin sich alle Mühe geben mussten, sich das Lachen zu verkneifen. Es wurde dunkler und Jacob schoss plötzlich aus seinem Sofa hoch. "Scheiße!" schrie er. "Was denn?" fragten Jack und Colin im Chor. "Heute ist..." doch er beendete den Satz nicht, sondern raste nur aus dem Gemeinschaftsraum hinaus in die Korridore. "V-Verdammt! E-Es ist Vollmond!" sagte Jack und schlug sich die Hand vor die Stirn. "W-Wäre er fünf Minuten l-länger hier, h-hätte er uns z-zerfleischt!" Colin nickte düster. "Das war echt knapp." murmelte er und genau in diesem Moment, schien der Vollmond hell in den Gemeinschaftsraum. Colin blickte aus dem Fenster. Er sah einen Schatten in den Wald jagen. Das war wohl Jacob. Dann sah er eine große Person zum Schloss hoch wanken. Anscheinend Hagrid, der seinen Frust mit Alkohol hinuntergespült hatte. Dann setzte er sich wieder zu Jack. Sie waren die letzten im Gemeinschaftsraum. Sie spielten Karten oder Zaubererschach. Müde waren sie nicht. Als Colin noch einmal aus dem Fenster blickte, fiel er vor Schreck aus seinem Lieblingssessel. "Seidenschnabel!" piepste er. Und tatsächlich flog vor dem Vollmond ein Hippogreif immer weiter weg. "A-Auf ihm s-sitzt jemand!" rief Jack aufgeregt. Und tatsächlich sah es so aus, als saß eine dünne, abgemagerte Person auf dem Hippogreif. "Aber warum hat Seidenschnabel denn noch seinen Kopf?" fragte Colin. Jack zuckte nur mit den Achseln und gebannt starrten sie auf die Silhouette von Seidenschnabel und seinem Reiter die immer kleiner wurde und schließlich vollständig verschwand. Seidenschnabel war fort. Ob auf die eine oder auf die andere Weise.
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