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Piraten auf See

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Mix
Jewelry Bonney Nami OC (Own Character) Smoker "der Weiße Jäger" Trafalgar Law Vinsmoke Yonji
19.01.2021
06.02.2022
9
16.407
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Dieses Kapitel
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13.02.2021 1.081
 
Kapitel 2: Der unerbetene Mitfahrer
Es waren keine zehn Minuten, die Ray schon unterwegs war, bis ihr einfiel, dass sie sich noch um Essen und Getränke kümmern musste bevor sie ablegen konnte. Auf dem Weg zu einigen Lebensmittelgeschäften holte sie ihre blaue Metallbox heraus und schaute sie an. Nachdem sie das Schiff gekauft hatte, blieben ihr noch 6.501.050 Berry übrig, welche aber fürs erste reichen sollten. Sie betrat den ersten Laden und schaute sich um. Ray würde Lebensmittel brauchen, die länger haltbar sind und auf See nicht verderben. Da ihre Kochkünste sowieso eher bescheiden ausfielen, war ihre Entscheidung leicht getroffen. Also fischte sie so viele Konservendosen aus den Regalen, wie sie tragen konnte. Nebenbei nahm sie auch noch ein paar Getränkeflaschen mit.

Mit deutlich überfüllten Armen versuchte sie dann zur Kasse zu kommen, ohne dass etwas auf den Boden fällt. Gerade noch so schaffte sie es ihre Waren auf die Theke zu legen als sie von hinten angetippt wurde. Erschrocken drehte sie sich um.
"Ich glaube wir hatten nicht genug Zeit uns vorzustellen", sagte der Mann hinter ihr.
Als Ray sich ihn genauer ansah, erkannte sie ihn wieder.
"Du wolltest mich über den Tisch ziehen!", schrie sie und boxte ihm in den Bauch.
"Uff... Kein Grund gleich gewalttätig zu werden.", pustete er aus.
Ray schaute auf seine gekrümmte Haltung herunter. Dieses mal trug er ein einfaches dunkles Shirt und eine schwarze Hose. Auch die Kappe hatte er weggelassen und seine langen dunkelblauen Haare in einen losen hohen Zopf gebunden. Zumindest die Strähnen, die lang genug waren. Die restlichen fielen ihm nach rechts über den Kopf und Gesicht. Damit konnte man nun auch gut erkennen, dass er rechts einen Sidecut hatte.
"Keinen Grund? Ich finde das ist mehr als genug Grund!", stellte Ray fest.
"Okay, vielleicht ein bisschen. Man der Schlag war nicht von schlechten Eltern.", langsam richtet er sich wieder auf, dass Ray wieder hoch schauen musste.
"Rhys ist mein Name, Ilves Rhys.", stellte der blauhaarige sich vor und hielt ihr die Hand hin.
"Ray.", erwiderte sie nur ohne seine Hand zu nehmen.
"Also wir wurden vorhin ja so schnell unterbrochen..."
"Was auch gut so war, sonst stände ich wohl jetzt mit leeren Hände da."
"Das nehme ich als Kompliment. Aber darauf wollte ich nicht hinaus. Ich suche eine Mitfahrgelegenheit zur nächsten Insel und ich schätze mal, dass du seit unserer letzten Begegnung Eigentümer eines Schiffes geworden bist, also..."
"Also...?"
"Will ich, dass du mich zur nächsten Insel mitnimmst."
Kurz und knapp kam Rhys zum Punkt und setzte dabei ein Lächeln auf, als sei es selbstverständlich, dass Ray ihn mitnehme.
"Vergiss es!", antwortete sie nur, ehe sie sich wieder ihrem Einkauf zuwandte. Der Verkäufer rechnete die Dosen und Flaschen ab, während Rhys sich allerdings nicht so leicht geschlagen gab.
"Ich bezahl dich auch und brauch nicht viel. Nur einen Platzt zum Schlafen. Eine Decke habe ich auch selber."
Ohne ihn weiter zu beachten, bezahlte Ray ihrer Waren, ehe sie alles in eine Tasche packte. Danach verließ sie den Laden auch schon.

Sie ging die Straßen entlang zurück zum Hafen, mit dem Ziel so schnell wie möglich von dem blauhaarigen wegzukommen. Doch er folgte ihr, bis sie vor ihrem Schiff stand, welches die Handwerker der Werft schon nach draußen gebracht hatten.
"Schickes Schiff. Wäre groß genug, dass wir uns erst gar nicht über den Weg laufen würden.", versuchte Rhys es erneut, was ihm einen bösen Blick vom Kapitän des Schiffes brachte. Sie ging den Steg hoch um ihren Einkauf aufs Schiff in die Kombüse zu bringen. Als sie wieder auf Deck trat, hatte es die Nervensäge tatsächlich gewagt, das Schiff zu betreten. Wütend stellte Ray sich vor ihn.
"Dass du es wagst, dich ohne meine Erlaubnis auf mein Schiff zu begeben, was ist an einem Nein nicht zu verstehen?", fragte sie Rhys.
"Ach komm schon. Was hast du schon zu verlieren.", meinte er und legte seine rechte Hand neben ihr linkes Ohr bevor er sich eine ihrer langen roten Haarsträhnen nahm und sie zu sich heran führte um sie kurz zu begutachten. Noch immer die Strähne in der Hand haltend, schaute er ihr wieder in die grauen Augen. Jetzt erst wurde ihm erst bewusst, dass sie zwei verschiedene Grautöne hatten. Das linke war hellgrau und das rechte dunkelgrau. Noch dazu zog sich quer über ihr Gesicht eine feine Narbe, um genau zu sein von der linken Augenbraue über die Nase bis zur rechten Wange. Interessiert musterte Rhys ihr Gesicht weiter. "Was ich zu verlieren habe? Ganz einfach, alles was sich hier befindet. Du wolltest mich um mein Geld betrügen und jetzt glaubst du dass ich dir einfach vertrauen kann?", antwortete Ray ihm.
"Naja, wenn du das so ausdrückst...", verlegen ließ er ihr Haar los und kratzte sich am Nacken.
Abwartend sah die junge Frau ihn an. Sie hoffte, dass er nun gehen würde, aber falsch gedacht.
"Ich mach dir ein Angebot! Immerhin scheint es mir als wärst du alleine, richtig?"
Kurz nickte Ray.
"Schon mal drüber nachgedacht wie du alleine dieses große Schiff steuern willst?"
Mit großen Augen schaute sie zu dem blauhaarigen hoch und wollte ihm eine pampige Antwort geben, doch fiel ihr keine ein. Er hatte nämlich Recht. Sie hatte in ihrer Euphorie über das Schiff gar nicht darüber nachgedacht, dass es mehr als sie brauchte um es auf die Grand Line zu manövrieren.

Siegessicher grinste Rhys.
"Da wir das geklärt hätten, wo kann ich meine Sachen lagern?", fragte er und hiel einen dunkelgrünen Seesack hoch.
Immer noch etwas wütend, dass er diese Runde gewonnen hatte, antwortete Ray ihm: "Du wirst auf dem Deck bleiben. Wenn ich dich auch nur einmal und ich meine wirklich einmal, unter Deck sehe, schmeiß ich dich über die Planke und da ist es mir auch egal ob ich dann alleine bin oder nicht."
Das Grinsen verschwand wieder aus dem Gesicht des Mannes, während er sein Gepäck nach unten sinken ließ. So hatte er das nicht geplant, aber wenigstens wurde er eine Insel weiter mitgenommen. Mit einem dumpfen Geräusch ließ Rhys sich auf dem Deck neben der Tür ins Innere nieder und lehnte sich an die Wand. Missmutig schaute er gen Himmel, wo die Sonne sich schon langsam auf dem Weg in Richtung Horizont machte.
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