Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Liebe in der Luft

von missnini
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Het
Sarah Wittner William "Willi" Tagert
19.01.2021
24.01.2021
9
10.466
3
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
19.01.2021 1.083
 
Will war kein Außenseiter und hatte durchaus viele Freunde, doch manchmal musste er auch einfach für sich sein.
Auch an diesem sonnigen Tag lässt er sich in die Wiese neben einem Apfelbaum fallen und zieht sich den Hut ins Gesicht.
Es war schön warm an diesem Tag und dieses schattige Plätzchen war genau das richtige um die Stille die, die Mittagspause mit sich brachte zu genießen.

Wenn seine Freunde beim Mittagessen waren, kapselte sich der Blondschopf meistens von der Gruppe ab, um mit seinen Gedanken alleine zu sein.
Und in letzter Zeit war da so einiges in seinem Kopf los, worüber er nachdenken musste.
Will hatte schon oft für Mädchen geschwärmt aber da war eine, die ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Das verwirrende daran war dass er seine eigenen Gefühle nicht zuordnen konnte.
Er kannte dieses Mädchen schon so lange und Sie war eine gute Freundin geworden, die ihn meist ohne Worte verstand.
Erst war es eine Schwärmerei und das feststellen von so vielen Gemeinsamkeiten und dann ertappte er sich dabei sie ständig anzuglotzen, wie ein verrückter.
Er spürte wie seine Hände nass wurden und sein Herz Purzelbäume schlug.
Wenn Sie nur in seiner Nähe war und ihn anlächelte bekam er selbst nicht mehr das grinsen aus dem Gesicht, wie ein irrer musste er dann sicher aussehen für die anderen. Aber dagegen konnte er einfach nichts tun.
Ja, es war nicht einfach herauszufinden was das genau war, vorallem weil es dabei um ein Mädchen ging das er gezwungenermaßen jeden Tag zu Gesicht bekam.
Es war Sarah die ihm den letzten Verstand raubte und manchmal glaubte er dass da auch etwas zwischen ihnen war.
Eine besondere Verbindung hatten die beiden sowieso schon immer und das bemerkte auch jeder, zumindest war Sie die einzige der Mädchen die Will ohne lange zu überlegen blind vertrauen würde.
Sarah war einfach so anders wie die anderen, so ehrlich und echt und sie fand für alles die richtigen Worte.

Vor kurzem war des Todestag seiner Eltern, die bei einem Autounfall ums Leben kamen als Will noch ein kleiner Junge war.
Auch hier war Sie wieder die einzige gewesen die bemerkt hatte dass es Will nicht gut ging.
Sie hatte ihn zur Rede gestellt und es tat wirklich gut mal mit jemand außenstehenden darüber zu reden und  auch mal getröstet zu werden, denn sonst war er selbst immer in der Rolle des Trösters.
Sarah hatte ihn in eine innige Umarmung gezogen und war mit ihm sogar zum Friedhof gefahren um Blumen an das Grab seiner Eltern zu bringen.
Er hatte noch nie groß darüber reden wollen aber bei Sarah war das einfach etwas anderes, Sie war einer der wenigen Menschen bei dem sich Will nicht verstellen musste, er hatte sowieso das Gefühl dass Sarah ihn durchschauen konnte und sehen konnte wie es ihm wirklich ging.
Nach außen musste er der starke sein, schließlich war er der älteste der Gruppe und hatte damit auch die Verantwortung, doch im inneren sehnte er sich wirklich genau danach.
Nach jemandem der ihn verstand ohne dass er groß reden musste.

Selbst wenn er sich alles nicht nur einredete und die Gefühle wirklich echt waren, war die Gefahr diese besondere Freundschaft mit etwas unbedachtem kaputt zu machen einfach viel zu groß.
Er versuchte nicht auffällig zu wirken aber wie schon gesagt bekam er das grinsen manchmal einfach nicht aus dem Gesicht und natürlich war das gerade den sehr nahe stehenden Menschen in seinem Umfeld aufgefallen.
Benny zum Beispiel hatte ihn schon oft  angesprochen warum er Sarah immer wieder so besonders ansah und seine Tante erst... die grinste ihn immer an als würde sie auf etwas warten.
Manchmal fragte er sich ob Sarah ähnlich fühlt oder ob das für sie wirklich nur eine besondere freundschaftliche Verbindung war?

"Na? Geht's dir besser?" fragt eine vertraute weibliche Stimme und bringt Will dazu seinen Hut vom Gesicht zu nehmen und die Augen zu öffnen.
Er blickt in Sarahs strahlend blaue Augen und da war es wieder, das dumme grinsen dass er nicht vermeiden konnte wenn er sie sah.
Verlegen streicht er sich die Haare zurecht und setzt sich auf.
"Was meinst du?" fragt er
"Naja, die Sache letzte Woche, mit deinem Eltern." antwortet Sarah und sieht hinunter auf ihre Stiefelspitzen.
"Achso, ja klar, ich bin jedes Jahr an diesem Tag neben der Spur." gibt Will zu und sein grinsen verfliegt kurz.
Er war sehr verwundert dass Sarah dieses Thema so beschäftigte, schließlich war nicht Sie es die ihre Eltern verloren hatte, es schien der Blondine aber sehr nahe zu gehen.
"Nein wirklich, mir geht es gut, mach dir um mich keine Sorgen."
"Du weißt hoffentlich dass du immer zu mir kommen kannst wenn dir etwas auf dem Herzen liegt Will." bestätigt Sarah ihm mit ihrer sanften Stimme und legt ihm entschlossen eine Hand auf die Schulter während sie in die Hocke geht und ihn wieder angrinst.

"Saaaarah!" ertönt es von etwas weiter weg und die beiden drehen sich zum Stall.
Dort steht Alma und winkt hektisch
"Ich komme gleich!" ruft Sarah laut und steht auf.
"Wir sehen uns später." sagt sie zu Will und winkt ihm kurz zu während sie zu Alma läuft.

"Hey, was ist denn mit Will?" fragt Alma ihre Freundin
"Alles ok, ihm ging es letzte Woche nicht so gut und ich wollte ihm nur nochmal bestätigen dass ich für ihn da bin."
Alma muss grinsen
"Was?" fragt Sarah und sieht Alma verwundert an
"Wenn nicht du wer sonst?"
"Wie meinst du das?"
"Naja.... du und dein Will."
"Er ist nicht MEIN Will." sagt Sarah etwas schnippig und verdreht die Augen.
"Na Klar, das Taumpaar von Horseland." neckt Alma die Blondine und lacht.
"So ein Quatsch, wer sagt sowas?"
"Ich und alle anderen auch."
"Wir haben nur einen guten Draht zueinander und überleg mal in welcher Zeit wir leben Alma, gute Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind heutzutage völlig normal."
"Ja wenn du das sagst Sarah." stellt Alma lachend fest und geht zu Button.
Sarah geht zu Scarlett und drückt ihr Gesicht in das Fell der Araberstute.
Ja eine Freundschaft war es wirklich was sie und Will hatten, manchmal wünschte sie sich sogar im geheimen dass es mehr war, aber das behielt sie besser für sich.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast