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Abenezer- Mine

KurzgeschichteHorror / P12 / Gen
19.01.2021
19.01.2021
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471
 
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19.01.2021 471
 
Seit etwas mehr als drei Monaten war Mara nun schon auf dem berüchtigen Appalachian Trail unterwegs. Carlstown, die Stadt die im ewigen Schatten liegt, hatte sie bereits besucht, und dort hatte ein Schild ihre Aufmerksamkeit geweckt.
>>Abenezer Mine<<
Natürlich war der brünette Lockenkopf durch die Absperrung hindurch gekrabbelt, auf der Suche nach dem nächsten Nervenkitzel.
Denn dafür war der Trail schließlich bekannt.
Die Miene zu finden war am Ende nicht schwer, und ohne lange darüber nachzudenken war sie hinein gegangen.
Die Miene an sich war nicht sehr spannend gewesen, ein paar Gleise führten tief ins Erdinnere. An den Seiten der rostigen Schienen lagen noch Lampen, Spitzhaken und etwas Geröll das aufgetürmt wurde.
Mara war weiter gegangen.
“Hörst du mich Gefahr ich lache dir ins Gesicht”, schoss ihr ein Zitat aus einem alten Kinderfilm in den Sinn, ein Schmunzeln huschte über die Lippen der abenteuerlustigen Frau.
Immer weiter und immer Tiefer führten sie ihre Schritte in die abgelegene Miene hinein. Wasser tropfte von der Decke.
Platsch… platsch...platsch, dicke Tropfen trafen in regelmäßigen Abständen ihren Kopf. Ein muffiger Geruch stieg ihr in die Nase, ein Geruch von dem sie lieber nicht so genau wissen wollte, woher dieser kam.
So musste sich Waterbording anfühlen, dachte sie sich, als der gefühlt einhunderste Tropfen auf ihrem Kopf landete.
Trotzdem lief die junge Frau unbeirrt weiter. Aufgeben kam ihr nicht in den Sinn. Sie hatte keine mehrere Monate Urlaub genommen um den Trail von Anfang bis Ende zu durchwandern.
Mara summte ein leises Lied vor sich hin, während die Taschenlampe den Weg vor ihr erleuchtete. Dann spürte sie etwas, ein kalter Luftzug, kälter als er sein dürfte, streifte ihre Wangen.
Mara hielt inne, sie sah sich um, doch konnte sie den Ausgang nicht mehr sehen.
Naja macht nichts, mit diesen Gedanken lief sie weiter, denn Zugluft bedeutete das es noch einen anderen Weg hinaus geben musste. Der Boden unter ihren Füßen wurde matschiger, rutschiger und ein schmatzendes Geräusch wurde ihr Begleiter.
Gerade als sie ernsthaft mit den Gedanken spielte die Miene zu verlassen, erfüllte ein lautes Grollenn die Miene.
Zu lange blieb die Frau auf einer Stelle stehen, denn der Boden sackte unter ihr ein, und die junge Frau fiel mehrere Meter tief in ein Höhlensystem.
Es war stockduster hier unten, und Mara hatte sich übel am Fuß verletzt. Zumindest ließ der stechende Schmerz sie davon ausgehen, der sie zusammen zucken ließ als sie es wagte eben diesen zu bewegen.
Doch das war nicht nötig, denn je länger sie in die Dunkelheit starrte, umso mehr Augen starrten zurück.
Wieder umwehte ein kalter Windhauch sie, und sie meinte dünne Finger um ihren Arm zu spüren.
"Wir haben es dir doch gesagt, dies ist nicht dein Weg. Hell ist Dunkel, Dunkel ist hell. Doch auf uns hören das wolltest du nicht."
 
 
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