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GeschichteRomance, Freundschaft / P12 / Het
Adrien Agreste / Chat Noir Alya Césaire / Lady WiFi / Rena Rouge Marinette Dupain-Cheng / Ladybug Nathanaël Kurtzberg / Evillustrator Nino Lahiffe / Bubbler / Carapace OC (Own Charakter)
17.01.2021
14.09.2021
57
39.122
10
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Dieses Kapitel
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17.01.2021 972
 
Ellayne klammerte sich nervös noch fester an den Gurt ihrer Umhängetasche. Vor ihr thronte ihre neure Schule. Die Schule Francoise Dupont in Paris. Ihr Vater war mit ihr hierher gezogen, nachdem….. Ellayne schauderte und Tränen traten ihr in die Augen, die sie energisch wegblinzelte. Sie wollte und durfte nicht daran denken. Sonst würde sie noch zusammenbrechen, ehe ihr erster Schultag überhaupt angefangen hatte. Sie öffnete ihre Tasche und schaute nach, ob sie auch alles hatte. Ein Federmäppchen mit vielen Bunt- und Bleistiften, ein Notiz- und ein Zeichenbuch, einen Block und Kuli für den Unterricht und nicht zu vergessen ihr heiß geliebtes und wertvolles Tablet, auf dem sie am liebsten zeichnete. Schwer seufzte sie und strich sich eine ihrer dunkelblonden Strähnen wieder hinters Ohr. Sie rückte ihre grüne Brille zurecht und schaute wieder unsicher auf die Schule vor ihr. Sie hatte den Umzug nie gutgeheißen. Zu viel Stress und zu viel Neues. Aber sie konnte ihren Vater auch verstehen. Er hatte weg gemusst von Zuhause. Oder eher, von ihrem alten Zuhause. Das würde es nie mehr sein. Wild schüttelte Ellayne mit dem Kopf. Es ging nicht. Es ging einfach nicht. Sie konnte da nicht rein. Es war zu viel. Wieder spürte sie heiße Tränen nach oben steigen und sie konnte sich gerade noch so ein Schluchzen verkneifen. Es ging nicht. Es ging einfach nicht. Ruckartig drehte sie sich um, fest entschlossen so schnell wie möglich zu verschwinden. Sich einfach in ihrem neuen Zuhause zu verkriechen und ihren Vater nach einem Privatlehrer zu fragen, wie er es ihr vor dem Umzug angeboten hatte. Warum war sie auch so dumm gewesen und hatte das Angebot nicht angenommen? Hatte geglaubt, dass sie es schaffen könnte normal zur Schule zu gehen. Unter so vielen Menschen zu sein? Doch genau in diesem Moment lief sie in eine Person hinein und fiel unsanft zu Boden. „Oh, woah. Entschuldigung, alter“, vernahm sie eine Jungenstimme und sah dann eine Hand vor ihrem Gesicht. Sie zuckte zurück und schaute mitgroßen Augen zu dem Fremden auf. Er musste in ihrem Alter sein; Also ging er wohl auf diese Schule. Der Junge hatte ganz kurze braune Haare, die man unter seiner roten Kappe fast nicht mehr sehen konnte. Seinen braunen Augen schienen durch die schwarze Brille riesig und er war gebräunt. Er hatte ein oranges Headset um den Hals hängen und ein blaues T-Shirt mit einem komischen und gruseligen Auge darauf an. „Ähm, geht es dir gut?“, stammelte der Junge vor ihr sichtlich verwirrt und winkte mit der Hand vor ihrem Gesicht hin und her. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Ellayne konnte die Tränen nicht länger zurückhalten und eine floss aus ihrem Augen über ihre Wange. „Oh verdammt, nicht weinen“, meinte der Junge und kniete sich vor Ellayne hin, die sogleich weiter von ihm wegrückte. „Hey Nino, was hast du denn jetzt schon wieder angestellt?“, rief eine Mädchenstimme und kurz darauf stand eben dieses Mädchen hinter dem Jungen, der dann wohl Nino war. Das Mädchen hatte rötliche Haare. Ansonsten sah sie dem Jungen sehr ähnlich. Braune Augen, die durch ihre schwarze Brille riesig wirkten und gebräunte Haut. Sie trug ein rot-weiß kariertes Hemd und hatte eine blaue Umhängetasche. Ellayne hatte Angst vor dem Mädchen und der offensichtlich viel zu impulsiven und aufgeweckten Ader. „Hey, was ist denn hier los?“, wollte sie wissen und kniete sich ebenfalls neben Nino. Schnell rückte Ellayne noch weiter weg und bemerkte dabei die kleine Mauer in ihrem Rücken. Das hatte ihr gerade noch gefehlt. „Ich hab sie ausversehen umgestoßen Alya. Jetzt sagt sie nichts und hat sogar geweint.“ „Hey, wie heißt du denn?“, wollte diese Alya wissen, doch Ellayne schüttelte nur leicht mit dem Kopf. Diese Menschen machten ihr Angst und sie musste sich sehr beherrschen nicht endgültig in Tränen auszubrechen. „Bist du vielleicht die neue Schülerin, von der Madame Bustier uns erzählt hat. Ellayne Moreau?“, fragte Alya. Ellayne überlegte. Sie könnte jetzt den Kopf schütteln und die beiden würden sie hoffentlich in Ruhe lassen. Sie könnte nach Hause gehen und endlich aufhören sich zu fürchten. Aber das war doch genau das, was sie nicht wollte. Sie wollte die Welt – oder zumindest Paris – entdecken und wieder Freude im Leben finden. Doch da war diese Angst, die ihr die Luft abschnürte und ihr unnachgiebig uns Ohr flüsterte, dass sie niemals wieder Freude finden würde. Ellayne atmete mehrmals tief durch und zwang diese kleine Stimme in ihrem Kopf zurück, ehe sie zaghaft nickte. „Großartig!“, rief Alya und klatschte in die Hände, wodurch Ellayne erneut zusammenzuckte und Alya verschreckt anstarrte. „Ich bin Alya und das ist mein Freund Nino. Du bist bei uns mit in der Klasse. Unsere Lehrerin ist Madame Bustier. Oh ich freu mich wirklich dich kennenzulernen. Schau doch mal bei meinem Ladybug-Blog vorbei. Da gibt’s immer die neuesten Infos über unsere Superhelden von Paris. Oh, und…“ „Alya, Alya. Ganz ruhig. Ich glaube du machst ihr Angst. Vielleicht sollten wir jetzt erst einmal alle in die Klasse gehen, es hat nämlich schon geklingelt“, wurde sie von Nino unterbrochen und Ellayne war ihm wirklich dankbar dafür. Andernfalls hätte sie womöglich erneut die Kontrolle verloren. Was ihr in letzter Zeit sowieso zu oft passierte. Doch wer konnte es ihr verübeln? „Oh ja, du hast recht. Na dann komm“, meinte Alya und stand auf. Nino tat es ihr gleich. Beide streckten Ellayne eine Hand entgegen, doch diese traute sich nicht sie zu ergreifen. Stattdessen stützte sie sich an der Mauer hinter ihr ab und stand ohne Hilfe auf. Alya sah sie überrascht an und Nino zuckte einfach nur mit den Schultern. „Na dann komm“, wiederholte Alya und ging mit Nino vor in die Schule. Ellayne atmete mehrmals tief durch und zwang ihre Füße dann dazu, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Ihre Hände wurden schwitzig und ihre Beine taub, aber sie zwang sich trotzdem zum Weitergehen.
 
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