Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Mystery / Salem

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Salem

KurzgeschichteMystery / P12 / Gen
17.01.2021
17.01.2021
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Es war ein typischer Morgen für Myranda. Sie stand vor ihrem Spiegel in der verzweifelten Hoffnung ihre Mähne zu bändigen. Eine Spange zwischen ihren Zähnen haltend zwang sie die letzten Strähnen in das Haarknäul das eine Frisur werden sollte.

Da hörte sie schon das leise tippeln ihrer Samtpfote, die seit geraumer Zeit ihr Begleiter war.

“Guten Morgen Salem.”, begrüßte die junge Frau die schwarze Fellnase. Sie ging in die Hocke, um der schwarzen Katze über das weiche Fell zu streicheln.

Da geschah es wieder, Salem starrte sie an. Ein durchdringender Blick der Myranda jeden Morgen zusammen zucken lies. Die ersten Tage hatte sie es mit der Angst zu tun bekommen, doch inzwischen tat sie es als Eigenart der Katze ab.


Unbeirrt ging Myranda ihrem Alltag nach. Sie arbeitete in einer Bibliothek für Historisches, zu der auch das Eine und Andere okkulte Werk gehörte. Auf Diese war sie besonders Stolz, denn einen Großteil der Bücher hatte sie selbst zusammen getragen.

Der Weg dahin verlief ohne große Probleme, und Myranda begann ihren Tag mit dem was sie am Liebsten tat, in alten Büchern lesen. Sie hatte nicht viel zu tun, also setzte sie sich in eine Ecke und las. Ihr Wissensdurst war unermüdlich, lagen Okkultik, Esoterik und alte Kulturen doch genau im Interessenfeld der jungen Frau.

Der Tag verlief regelrecht langweilig. Nur ein paar wenige Leute brachten ihre Bücher zurück, oder wollten einen Rat von der jungen Angestellten haben.

Diese Ratschläge bezogen sich dabei selbstredend auf Bücher zu bestimmten Themen.


Am Abend kam Myranda zurück in ihre Wohnung. Es war kalt geworden und so schälte sich der Lockenkopf aus seinem Mantel. Schal und Mütze landeten auf der Ablage.

Da hörte sie wieder das leise Tippeln und sie drehte sich um.

“Guten Abend Salem.”, begrüßte sie ihre kleine Samtpfote.

Salem schaute sie an, zuerst mit einem wachen und neugierigen Blick, bis wieder diese seltsame Starre in die Augen der Fellnase trat.

Myranda hob ihre Katze hoch, doch Salem mauzte und miaute als würde er aufs furchtbarste gequält.

“Was hast du denn?”, fragte Myranda, bevor sie ihre Wange sanft an Salem anschmiegte.

“Beruhige dich, sonst steht noch das Veterinäramt vor der Tür,”, scherzte sie.

Es war nicht so das Myranda Salem nicht schon eingehend untersucht hatte. Doch sie hatte nichts bemerken können was ihrem Freund qualen bereitete.

Kein Stachel, Zecke oder Splitter hatte der Lockenkopf entdecken können.

So lief Myranda mit ihrem kleinen Freund durch die Wohnung, bis sie sich wieder beruhigt hatte, was relativ schnell ging, denn bald schon hatte sich Salem in den Armen seines Frauchens eingekuschelt.

Der Abend verlief, wie der Tag schon, ziemlich öde. Gelangweilt zappte sich Myranda durch das was die TV Sender zu bieten hatten.

Plötzlich ein Anruf, eine Einladung zu einer Party- warum nicht. Myranda sprang auf, und sie lief, mit Umweg über ihren Kleiderschrank ins Bad.

Salem tippelte hinter ihr her.

Wieder klingelte Myrandas Telefon. Sie ging ran, und drehte sich vom Spiegel weg. Salem starrte sein Frauchen an, diesmal jedoch ohne einen Mucks von sich zu geben.


***


Vincent trat hinter der Polizeieinheit in die Wohnung. Während die Einheit die Wohnung sicherte, trat der Paraermittler zu der Frauenleiche hin, die im Bad lag. Ihre Kleidung offenbarte ihm das sie hatte ausgehen wollen. Vorsichtig tastete er den Hals der jungen Frau ab. Äußerlich waren die Überreste unversehrt, doch fühlte Vince ganz genau den Bruch der ihren Kopf vom Rest des Körpers trennte.

Sein Blick glitt zum Hals des Opfers, um eben diesen hing ein Amulett, sah man genauer hing erkannte man drei eingravierte Nummern, 666.

Vincent seufzte lautlos, er drehte die Nummern in die Mitte, auf das die satanische Triskele zum Vorschein kam.

“Das Amulett gehört zu meiner Abteilung.”, meinte er lediglich, sein Tonfall verriet das er keinen Wiederspruch duldete, auch nicht von den Ermittlern.

“Wer es trägt beschwört das Böse. Eine priese Salz vor dem Spiegel und sie wäre noch unter uns.”

Vincent erhob sich, das er so schnell fündig wurde, damit hätte er nicht gerechnet. Bevor er aus der Wohnung ging hielt er inne.

“Salem?! Zeit die Wohnung zu verlassen.”
 
 
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