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Nur mal kurz die Welt retten

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Kakashi Hatake Naruto Uzumaki Obito Uchiha Sakura Haruno Sasuke Uchiha
17.01.2021
07.04.2021
5
5.470
4
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.04.2021 1.120
 
Obito war nervös. Super nervös. Mehrere Gefühle rauschten alle auf einmal durch ihn hindurch, er hatte Schwierigkeiten, sich selbst zu kontrollieren. Und doch schien er seine Sache ganz gut gemacht zu haben, bisher hatte ihnen Minato nämlich alles abgekauft, so zumindest der Anschein. Was dem Blondhaarigen jedoch wirklich im Kopf rumging, konnte Obito auch damals schon nicht wirklich sagen, daran hatte sich bis heute nichts geändert.
Jedoch wurde die Situation von Minute zu Minute brenzliger. Sie brauchten das Vertrauen der Menschen, vor allem das des Hokages. Jedoch mussten sie vorerst auch ihre Identität für sich behalten. Es würde zu viele Risiken mit sich bringen, daher war die Preisgebung ihrer wahren Gesichter ihre letzte Karte die gespielt werden könnte.

Vorsichtig ließ Obito einen kurzen Blick über ihre Gruppe schweifen. Naruto sah so aus, als stünde er kurz vor einem Kollaps, er war bleich im Gesicht, schwitzte und starrte seit einiger Zeit bewegungslos in Richtung Boden. Seine Sorge um den Blondschopf wuchs jede Sekunde, sie mussten hier so schnell wie möglich fertig werden. Kakashi schien, genauso wie er selbst auch, besser im Griff seiner Emotionen zu sein. Jedoch standen auch sie jemandem gegenüber, der eigentlich schon seit Jahren tot war - in ihrer Welt zumindest.
Sasuke und Sakura schienen sich etwas unwohl zu fühlen, aber das war verständlich. Es ging hier schließlich jedem so.

„Erlauben Sie es uns denn, uns eine Weile im Dorf aufzuhalten? Wir bräuchten nur eine Wohnung zum mieten, Sie könnten dann für eine Zeit unsere Loyalität testen? Und wenn Sie sich sicher sind, dann können wir die Ninja Prüfung ablegen.“, versuchte es Sakura ein weiteres Mal.
Sie hatten zwar nicht so viel Zeit, dass sie unendlich lange auf eine Zusage des Hokage warten konnten, aber eine andere Möglichkeit gab es momentan nicht.

Minato warf dem Team einen letzten, durchdringenden, prüfenden Blick zu, ehe er seufzte.
„Ihr könnt eine Wohnung am Stadtrand bekommen. Um Arbeit müsst ihr euch selbst kümmern, ihr werdet welche brauchen. Über die Prüfung zum Ninja denken wir dann nach, wenn es soweit ist. Einer meiner Anbu wird euch zu dem Haus führen.“
Die Fünf verbeugten sich tief und bedankten sich bei dem Blondhaarigen, ehe sie dem Mann mit der Maske durch die Tür folgten. Bevor eben genannte zurück ins Schloss fiel, konnte Obito seinen ehemaligen Lehrer noch murmeln hören: „Ich bin viel zu nett...“
Der Uchiha musst schmunzeln und hatte den anderen Mann bildlich vor Augen, wie er sein Gesicht in seiner rechten Hand vergrub die er auf den Tisch gestützt hatte, sein Gesichtsausdruck verzogen.

Der Schwarzhaarige war noch nie gut in Kartenspielen gewesen, jedoch hatten sie es vorerst scheinbar geschafft, zumindest einen Punkt von ihrer Liste abzuhaken ohne alles aufdecken zu müssen.
Und auch wenn es oftmals ein Risiko mit sich brachte, dass Ass bis zum Schluss zu behalten, musste man doch auf den richtigen Zeitpunkt warten. Und der war noch nicht gekommen, so viel war sich Obito sicher. Nun ging es erstmal darum, aus dem halben Deck welches sie soeben offengelegt hatten, das Beste herauszuholen. Sie brauchten mehr Karten, mehr Möglichkeiten, mehr Zeit.
Doch trotz alle dem kamen sie voran, wenn auch nur langsam.

Nachdem der Anbu das Team über die Miete, die Fristen und andere wichtigen Details informiert hatte, ließ er die Gruppe wieder allein.
Mit einem Seufzer fiel Obito rücklings auf das Sofa, welches mitten im Raum stand. Die Anspannung fiel langsam von der Gruppe ab und sie konnten endlich wieder durchatmen. Sie alle waren psychisch ausgelaugt von dem Treffen mit dem vierten Hokage, den Uzumaki hatte es jedoch am schlimmsten getroffen. Er war immer noch mit Schweiß bedeckt, er war auch ungewöhnlich leise gewesen. Obito kannte den Jungen zwar noch nicht so lange, jedoch konnte selbst er feststellen, dass es ihm absolut dreckig ging.
Aber er schien sich langsam zu erholen, was schon einmal eine Erleichterung war. Sakura, die scheinbar genau wusste, wie es um Naruto stand, hatte ihm schon etwas zu trinken gebracht und streichelte nun sanft seinen Rücken. Sasuke saß neben ihm und schien ihn mit seiner bloßen Anwesenheit zu beruhigen. Die Situation war alles andere als einfach, soweit Obito wusste, hegte der Uchiha noch immer gespaltene Gefühle dem Ganzen gegenüber. Der Ältere hatte mitbekommen, dass der Andere plante, nach Ende des Krieges von jeglichen freundschaftlichen Gefühlen getrennt zu werden. Schuldbewusst musste Obito einsehen, dass auch er nicht ganz unschuldig an der Sache war, jedoch musste die Situation schwer für sowohl den Uchiha, als auch seine beiden Teamkameraden sein. Jedoch schienen sie das Beste auch der Sache zu machen.
Wenn man die drei betrachtete, könnte man für einen Moment annehmen, dass sie sich nie gestritten hätten. Nie gekämpft, nie getrennt, nie Leid zugefügt. Sie sahen einfach nur aus wie drei Freunde nach einem anstrengenden Tag.

Bei dem Anblick kam ein Schwall an Nostalgie über Obito. Das Bild, welches die Teenager abgaben, erinnerte ihn schmerzhaft an seine alten Tage zurück, Tage, die noch voller Freude und Freunde waren. Tage, an denen er nicht um sein Leben fürchten musste, keinen Welt-Eroberungs-Plan erarbeiten musste, keine Menschen töten.
Mit einem Mal kam sich der Uchiha allein vor. Allein in diesem Raum, diesem Haus, diesem Dorf, allein in der Welt. Er hatte so viel verloren, er war allein. Ganz allein.
Eine warme Präsenz an seinem rechten Oberarm riss ihn aus seinen Gedanken. Überrascht schaute er zu dem Hatake, der sich neben ihn gesetzt und an seine Schulter angelehnt hatte. Zuerst wollte Obito ihn, aus reiner Gewohnheit, von sich stoßen, aber etwas ließ ihn halt machen.
Kakashi sah so müde aus, so zerbrechlich, so klein, so... allein.
Und dann realisierte er es. Er war nicht allein, nicht auf dieser Welt, in diesem Haus, nicht allein mit seinem Schmerz. Er war nie allein gewesen. Und während er vorsichtig die Augen schloss, fühlte sich Obito für einen klitzekleinen Moment wie als wäre er von einer langen, anstrengenden Reise, gepflastert mit Angst, Tod und Schmerz endlich wieder nach Hause zurückgekehrt.

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Helloooo :P

Haaaaach man, das Kapitel war gefühlslastig.... Hoffentlich wird das nicht zu viel, nachdem das letzte Kapitel ja auch nicht besser war... ^-^'
Ich wollte eigentlich noch viel mehr Schreiben, ich hab nämlich eine tolle Idee bekommen, wie ich das ganze hier noch ein Stück interessanter gestalten könnte. Jedoch hab ich mich beim Schreiben so in Obitos Gefühlswelt verrannt, dass ich das alles gar nicht mehr geschafft hab... Ich fand das aber einen guten Punkt, das Kapitel zu beenden.
Da ich also nur ca die Hälfte geschafft hab, von dem, was ich eigentlich schreiben wollte, wird das nächste Kapitel wahrscheinlich auch nochmal in Obitos Sicht werden. Es werden aber auch noch andere kommen, versprochen! xD

Dann hoffe ich, dass es euch gefallen habt und wir uns beim nächsten Mal wieder lesen :D

-Alex
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