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They Don't Know About Us

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
17.01.2021
25.07.2021
28
52.837
9
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
16.05.2021 1.915
 
Hallöchen! =)

We´re back und das gleich mit dem neuen Kapitel! Die Klicks in der letzten Woche waren der Wahnsinn, ihr seid unglaulich! Vielen, vielen Dank dafür!

LG Jean und Holly

***


HARRY


Erst am nächsten Tag bekam ich eine Textnachricht von Louis, dass zwischen Chelsea und ihm alles okay war, was mich freute. Jedenfalls glaubte ich das. Freute es mich wirklich? Keine Ahnung.
Ich schrieb ihm nicht zurück, denn ich würde ihn sowieso morgen beruflich sehen.

Wieder am nächsten Tag fuhr ich also zum Buckingham Palace, um den royalen Brunch zu fotografieren, den der König veranstaltete. Ich war es mittlerweile gewohnt, Zeit mit den oberen Zehntausend zu verbringen, aber mir war sehr wohl bewusst, dass ich nicht dazu gehörte.

Zwei Stunden später, als der Brunch schon wieder fast vorbei war, ging ich in einen Aufenthaltsraum, der für die Mitarbeiter des Buckingham Palace war, um mich kurz hinzusetzen, was ich auch tat - und es dauerte nicht lange, bis Louis herein kam und hinter sich zusperrte. "Ist es normal, dass der Thronfolger sich mit dem Hoffotografen hier einschließt?", fragte ich ihn und stand wieder auf. Louis stellte sich vor mich und lächelte mich an. "Das ist mir egal. Ich will einen Moment mit dir alleine sein". "Wo ist Chelsea?". "Sie unterhält sich angeregt mit ihren aristokratischen Freundinnen. Sie bemerkt sicher gar nicht, dass ich weg bin". Blitzschnell schlang ich meine Arme um seinen Rücken und zog ihn ruckartig an mich. "Na, wenn das so ist...". Ich drückte meine Lippen auf seine, die so verdammt fantastisch schmeckten, dass ich niemals genug von ihnen bekommen würde. Als Louis sie für mich öffnete, ließ ich meine Zunge in seine Mundhöhle gleiten und strich ihm mit meiner Hand sanft durch die Haare. Dann packte ich ein bisschen fester zu, zog seinen Kopf zurück in seinen Nacken und vertiefte den Kuss noch. Genüsslich stöhnte er auf, in meinen Mund hinein, und ich musste mich ernsthaft zusammenreißen, um nicht hart zu werden.

"Harry...", flüsterte Louis mir zu, als ich mich nach einer Weile von ihm löste. Sein Tonfall war eine Mischung aus Liebe und Verzweiflung, und das traf es genau auf den Punkt, denn so war es zwischen ihm und mir. Liebe und Verzweiflung.

"Ich weiß", sagte ich nur und drückte ihm noch einen Kuss auf den Mund. "Ja, du weißt es. Du bist vielleicht sogar der einzige, der mich versteht. Der einzige Mensch auf der ganzen Welt". "Ja, vielleicht". "Eines Tages wirst du mich dafür hassen". "Das werde ich nicht. Ich liebe dich". "Wirst du mich auch noch lieben, wenn ich Chelsea heirate? Sie schwängere? Vater bin?", fragte er mich und bekam nasse Augen. "Ja, das werde ich. Es ist deine Geburtspflicht, das zu tun. Du würdest die britische Monarchie zerstören, wenn du es nicht tun würdest. Im Vergleich dazu ist es absolut unwichtig, wenn du mich zerstörst", stellte ich fest und Louis starrte mich schockiert an. "Ich will dich nicht zerstören!". "Das weiß ich. Ich wollte dir damit nur sagen, dass mir bewusst ist, wie wichtig es ist, dass du Chelsea heiratest und ein Kind mit ihr zeugst. Ich bin niemand, das weiß ich, also werde ich dich nicht hassen". "Du bist nicht niemand. Für mich bist du alles". Ich grinste Louis schief an und spürte, dass mein Gesicht plötzlich ganz heiß wurde. "Wie könnte ich dich jemals hassen, wenn du sowas zu mir sagst?". "Wie kannst du mich lieben, wenn du ganz genau weißt, dass du niemals richtig mit mir zusammen sein kannst?". "Ich tue es einfach", sagte ich und meinte es völlig ernst.

Vielleicht hätte ich mich von Anfang an gar nicht erst auf Louis einlassen sollen. Aber ich hatte es nunmal getan, und jetzt war es zu spät, also musste ich das Beste daraus machen. Und ich hatte es noch gut getroffen, denn er musste eine Lüge leben.


LOUIS


Den restlichen Brunch konnte ich nicht mehr geniessen, denn ich musste die ganze Zeit daran denken, dass Harry und ich eigentlich keine Zukunft hatten. Zumindest nicht offiziell und das belastete mich.

Nach dem Brunch wurden Chelsea und ich noch von meinem Dad aufgehalten und er wollte mit uns die Hochzeit besprechen.

„Ich will, dass an diesem Tag alles perfekt läuft!“, sagte mein Dad und ich nickte mechanisch. „Alles wird glatt gehen, die Hochzeitsplanerin weiß genau was sie tut.“, antwortete Chelsea. „Ich wünsche mir einfach für euch, dass es unvergesslich wird.“ „Das wird es werden! Ich freue mich ungemein darauf!“ Leider konnte ich Chelseas Euphorie nicht teilen und schützte Kopfschmerzen vor, damit wir endlich nach Hause fahren konnten.

Chelsea und ich wurden nach Hause chauffiert und im Auto war es ungewöhnlich still.

„Was ist nur los mit dir?“, fragte sie mich und ich seufzte genervt. „Ich habe Kopfschmerzen.“, antwortete ich knapp und starrte weiter aus dem Fenster. „Ich habe den Eindruck, dass dich die Hochzeit gar nicht mehr interessiert.“ „Doch, natürlich interessiert es mich, heute ist einfach nur nicht mein Tag.“ „Okay.“

Die wenigen Momente mit Harry war es mein Tag gewesen, jetzt nicht mehr! Und ich hasste mich dafür!

Als wir beim Clarence House ankamen ging ich sofort in mein Büro und schaltete meinen Computer ein. „Kann ich mit dir reden?“, fragte mich Chelsea und wartete an der Tür auf meine Antwort. „Ja, klar.“, sagte ich deshalb und sie kam herein und setzte sich auf einen der Besucherstühle vor meinem Schreibtisch.

Aber sie fing nicht an zu reden und so sahen wir uns nur schweigend an.

„Sollen wir die Hochzeit absagen?“, fragte sie mich schliesslich. „Nein, natürlich nicht!“ „Nerve ich dich?“ „Nein, auch das nicht.“ „Wieso wirkst du dann so?“ „Weil ich Kopfschmerzen habe.“, wiederholte ich und kam mir vor wie eine Schallplatte mit Sprung. Chelsea begann zu weinen und ich stand auf und ging zu ihr.

„Hör mal, Baby, heute ist einfach nicht mein Tag, ich fühle mich nicht gut und würde gerne ein wenig alleine sein, wenn es okay für dich ist.“, sagte ich und sie umarmte mich schluchzend. „Du liebst mich doch noch, oder?“ „Ja, natürlich!“ Am liebsten hätte ich mir die Zunge abgebissen…

Aber wenigstens ließ sie mich dann in Ruhe und ich konnte in Ruhe nachdenken. Wie ließ sich die Sache mit Harry besser in meinen Alltag integrieren? Ich brauchte eine Lösung, denn ohne ihn hielt ich es auf Dauer nicht aus. Er machte diese ganze Farce erst lebenswert.

Deshalb rief ich ihn kurzerhand an und erreichte ihn zuhause, ebenfalls am Schreibtisch sitzend. „Können wir nicht auf Zoom umsteigen? Ich würde dich gerne sehen.“, sagte ich und er stimmte zu. Ich stöpselte meine Kopfhörer in meinen Laptop und rief ihn dann erneut an, diesmal aber über Zoom.

„Du bist ganz blass im Gesicht, geht es dir nicht gut?“ Bei seiner Frage wäre ich am liebsten in Tränen ausgebrochen. „Ich bin einfach genervt von dem ganzen Hochzeitstalk.“, gab ich zu und er verdrehte die Augen. „Nicht nur du.“, murmelte er dann und wir lachten beide. Aber es war kein fröhliches Lachen, sondern eher ein verzweifeltes.


HARRY


Eine Woche später rief Louis mich an, als ich gerade dabei war, Celine zu füttern.

"Hey!", begrüßte ich ihn freudig. *Hi!*. Er hörte sich ebenfalls ziemlich vergnügt an. "Du bist gut drauf", stellte ich fest und er lachte. *Das bin ich, weil ich eine großartige Neuigkeit für dich habe*. "Okay?". *Du und ich, alleine auf einem Landsitz. Ganz alleine. Nur du und ich, und das für eine ganze Woche. Was hältst du davon?*. "Wann und wo?", fragte ich Louis, und erneut erklang sein wunderbares Lachen. *Kannst du in einer Stunde losfahren?*. "Im Ernst?". *Ja. Ich habe Chelsea gesagt, dass ich für eine Woche nach Irland muss, um mich um etwas geschäftliches zu kümmern, und zwar noch heute. Und da ich weiß, dass der Landsitz in Sandringham zur Zeit völlig leer steht...*. "Oh mein Gott, Louis, das ist ja fantastisch! Eine ganze Woche!", unterbrach ich ihn euphorisch, aber dann blickte ich zu Celine, die genüsslich schmatzend ihr Frühstück aß. "Aber ich kann Celine nicht so lange alleine lassen", fügte ich noch hinzu. *Kann deine Nachbarin sie nicht füttern?*. "Doch, aber Celine ist noch klein. Ich will sie nicht für eine Woche sich selbst überlassen". *Du kannst sie mitnehmen*, schlug er mir vor und ich dachte für einen Augenblick darüber nach. Warum eigentlich nicht?

"Okay!", rief ich. Ich war plötzlich ganz aufgeregt und tänzelte ein bisschen herum. Eine Woche mit Louis und Celine ... Wie cool!

Allerdings war es eine zweistündige Autofahrt bis nach Sandringham, und Celine war in ihrer Transportbox ziemlich unruhig. Aber es lohnte sich, denn als ich den Landsitz der königlichen Familie erreichte, staunte ich nicht schlecht über das wunderschöne Gebäude und die wundervolle Natur rundherum. Es roch nach Wald und frischer Luft, und als ich aus meinem Auto stieg, atmete ich erst einmal tief durch. Dann trug ich die Transportbox mit Celine und meine Reisetasche zum Haupteingang und Louis öffnete die Haustüre - und strahlte mich an.

"Harry, du bist echt ein Schatz. Dass du so spontan hierher gefahren bist, ist der Wahnsinn", sagte er und ließ mich an sich vorbei gehen. Ich ging hinein, in etwas, das man als Wohnzimmer bezeichnen konnte, nur dass es zehn Mal größer war als jedes Wohnzimmer, das ich jemals gesehen hatte. Vorsichtig stellte ich meine Reisetasche und die Transportbox auf den Fußboden und öffnete zweitere, damit Celine sich ihr Urlaubsdomizil ansehen konnte. Dann ging ich zu Louis, drückte meinen Mund auf seinen und küsste ihn leidenschaftlich, schlang meine Arme um seinen Rücken und hob ihn ein bisschen hoch.

Als ich mich wieder von ihm löste, waren wir beide ziemlich außer Atem. "Ich könnte durchdrehen vor Freude! Nur du und ich, hier ganz alleine!", rief ich freudig und Louis lachte. "Ja, und es wird ganz sicher niemand hierher kommen, weil weder Weihnachten, noch Jagdsaison ist". "Sehr gut". Ich blickte mich nach Celine um und entdeckte sie auf einem uralt aussehenden Ledersessel. Sie hatte es sich bereits gemütlich gemacht, ihre Vorderpfoten ausgestreckt und war dabei, einzuschlafen. "aaawww, sie fühlt sich hier schon wie zuhause", sagte ich und Louis grinste mich schief an. "Und du?". "Du bist hier, also ja", stellte ich fest und drückte ihm noch einen Kuss auf den Mund. "Ich liebe dich, Harry, und ich will, dass diese Woche nur uns beiden gehört ... Uns dreien ... Keine Chelsea, keine Hochzeit, kein gar nichts. Nur du und ich". "Und Celine", stellte ich fest und strich ihm mit meiner Hand sanft durch die Haare. "Und Celine". "Das klingt wie der Himmel auf Erden, Louis. Ich liebe dich auch", sagte ich, und er nahm meine Hand in seine und ging mit mir in die Küche, die ebenfalls nicht normal groß war.

"Hast du Hunger?", fragte er mich und öffnete einen Kühlschrank. Jep, EINEN, den hier befanden sich ganze fünf! "Nein, du?". "Nope". "Und wann zeigst du mir das Schlafzimmer?", fragte ich Louis süffisant, obwohl 'das Schlafzimmer' wahrscheinlich ziemlich relativ war, denn vermutlich gab es zwanzig.

Wortlos ging er mit mir hinauf, und jetzt war ich natürlich neugierig auf das, was mich erwartete. Der Anfang einer perfekten Woche ...
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