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They Don't Know About Us

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
17.01.2021
25.07.2021
28
52.837
9
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
21.03.2021 1.849
 
Hallo! =)

Auch heute haben wir wieder ein neues Kaptitel für Euch und wünschen Euch damit noch einen schönen Wochenausklang und alles Gute für die neue Woche!

LG Jean und Holly

***

HARRY

Jetzt war mir alles scheißegal. Ich dachte an gar nichts mehr und küsste Louis, als ob es mein letzter Tag auf dieser Welt gewesen wäre. Ich strich mit meiner Zunge hart über seine und bewegte mich auf ihm, beschleunigte ein bisschen, und er schlang seine Beine um meinen Hintern.

"Willst du nach wie vor noch mit einem Mann schlafen?", fragte ich ihn schwer atmend. "Nur mit dir", sagte Louis, und bei seiner Antwort wäre ich fast gekommen, aber ich riss mich noch ein bisschen zusammen. "Aber nicht heute, oder?". "Harry, du hast es beendet, und mit Quentin geschlafen", stellte Louis fest, aber nicht vorwurfsvoll. "Und du schläfst mit Chelsea. Wie auch immer. Meine Entscheidung, es zu beenden, war falsch". "Das finde ich auch", stöhnte er, und auch ich spürte meinen Orgasmus in mir aufsteigen und konzentrierte mich jetzt nur darauf. "Kommst du mit mir gemeinsam?", fragte ich Louis und drückte dann mein Gesicht in seine Halsbeuge. "U-hu ... ja".

Und dann war es auch schon soweit. Louis und ich kamen gleichzeitig zum Höhepunkt, stöhnten beide laut auf und zuckten heftig zusammen. Dann lag ich plump auf ihm und genoss das tiefenentspannte Gefühl in vollsten Zügen, bis er sich unter mir bewegte. "Darf ich dein Badezimmer benutzen?". "Klar". Ich stand auf und er tat es mir gleich.

Ich ging nach Louis ins Badezimmer - und zurück im Wohnzimmer stand er am offenen Fenster und rauchte eine Zigarette. "Ich darf doch?". "Natürlich, ich kann doch dem Thronfolger nichts abschlagen". "Okay", sagte er und lachte, und ich stellte mich neben ihn. "Also, das war...". "Überraschend?". "Ja", stimmte ich ihm zu und er atmete einmal tief durch. "Du findest es also falsch, dass du es beendet hast?". "Ja. Die letzten zwei Monate waren ... keine Ahnung ... eigenartig". "Das stimmt". "Du willst also noch Sex mit mir haben?", fragte ich Louis ganz direkt, denn was hatte ich schon zu verlieren? Insgeheim wusste ich, dass das Ganze für mich nicht gut enden würde, aber das war mir jetzt egal. Bis zu seiner Hochzeit konnte ich ihn noch haben und ich war so egoistisch, das auszunutzen. Weil ich es wollte. Über die Zukunft würde ich nachdenken, wenn es soweit war, aber jetzt wollte ich einfach nur in der Gegenwart leben.

"Ja", beantwortete er meine Frage, und fügte dann noch hinzu : "Aber ist es eine gute Idee? Die letzten zwei Monate waren auch für mich eigenartig, und wie wird das dann erst sein, für uns beide, wenn ich mit dir geschlafen habe?". "Keine Ahnung, aber eigentlich ist es mir scheißegal", stellte ich fest und Louis grinste mich schief an. "Mir auch". Dann warf er die Zigarette aus dem Fenster, beugte sich zu mir und küsste mich. Ich schmeckte das Nikotin, was ich eigentlich gar nicht mochte. Quentin war auch Raucher und ihn wollte ich nicht küssen, weil es mich störte, aber bei Louis machte es mir nichts aus. Ihn wollte ich immer küssen.

Er löste seinen Mund wieder von meinem und küsste dann meinen gesamten Hals. "Fuck, dein Hals ... der ist so sexy", murmelte Louis und ich grinste dümmlich vor mich hin. "Ich glaube, dass das mein Kink ist", fügte er noch hinzu und ich lachte. "Es sieht so aus, ja". "Was ist deiner?". "Das verrate ich dir nicht". "Was? Warum nicht?". "Du wirst es wissen, wenn es soweit ist". "Okay, whatever", sagte er und beschäftigte sich wieder mit meinem Hals. Als ich seinen Mund und heißen Atem unter meinem Ohr spürte, atmete ich zittrig einmal tief durch und schloss genüsslich meine Augen.

Dann vibrierte sein Telefon in seiner Hosentasche, und Louis löste sich von mir und nahm es in seine Hand. "Es ist Chelsea. Sie hat mir geschrieben, dass sie zuhause ist. Ich muss fahren". "Okay". "Es tut mir leid". "Du musst dich bei mir nicht dafür entschuldigen, dass du eine Verlobte hast, das wusste ich von Anfang an. Außerdem will ich ja auch, dass du dich unauffällig verhältst, denn ich will nicht für den Skandal des Jahrhunderts verantwortlich sein, wenn das herauskommt. Nein, danke". "Wenn herauskommt, dass ich schwul bin, dann wäre das der Skandal des JahrTAUSENDS". "Eben". "Ich rufe dich morgen an, okay?". "Klar".

LOUIS

*Wenn heraus kommt, dass ich schwul bin*

War ich von allen guten Geistern verlassen? Noch war ich mir nicht mal sicher, ob ich überhaupt bi war und dann schoß ich sowas raus…

„Du denkst also wirklich, dass du eigentlich schwul bist?“, fragte Harry mich und ich wurde verlegen. „Ich weiß es nicht.“, antwortete ich.

Damit verabschiedete ich mich von Harry und fuhr zurück ins Clarence House.

„Wo warst du?“, fragte Chelsea und ich antwortete: „Ich hab mit Harry die Fotos von der Party durchgesehen.“ „Okay, cool. Sind sie gelungen?“ „Joah… Harry ist echt ein sehr guter Fotograf!“ „Dafür, dass er nur Kellner im ´Heat´ war…“ „Stimmt!“

Ich war über mich selber überrascht, die Lüge war mir ohne Gewissensbisse über die Lippen gekommen.

„Hast du Hunger, soll ich uns was zu Essen machen?“, fuhr sie fort und jetzt kamen die Skrupel. „Nein, danke, ich hab bei Harry gegessen.“ „Kochen kann er auch noch? Oder habt ihr was bestellt?“ „Er hat gekocht.“ „Wieso laden wir ihn nicht mal offiziell zum Dinner ein? Dann könnte ich ihn auch ein bisschen besser kennen lernen.“, schlug sie vor und ich nickte apathisch. Ich konnte und wollte die beiden nicht an einem Tisch sitzen haben. Harry würde absolut diskret sein, daran hatte ich keinen Zweifel, aber ob Chelsea mir dann nicht ansah, dass etwas nicht stimmte, dafür konnte ich nicht garantieren.

„Ich kann ihn ja mal fragen.“, antwortete ich ausweichend und gottseidank war damit für Chelsea das Thema erledigt.

„Ich springe mal schnell unter die Dusche.“, sagte ich und Chelsea begann ihre Einkäufe auszupacken. „Okay.“

Ich schloss mich im Badezimmer ein und zog mich aus. Meine Boxershorts waren noch feucht von meinem Orgasmus und ich warf sie in den Mülleimer, weil ich nicht riskieren wollte, dass Chelsea sie in der Schmutzwäsche fand und mich fragte, warum sie mit Sperma verkrustet waren.

Im Spiegel fiel mein Blick auf mein Gesicht und ich fragte mich sofort, warum Chelsea mir nicht angesehen hatte, dass ich nicht ehrlich gewesen war. Meiner Meinung nach sah man mir an der Nasenspitze an, dass ich gelogen hatte.

Ich drehte das Wasser in der Dusche auf, stieg aber noch nicht hinein. Vor dem Spiegel sah ich mir selber in die Augen und fragte mich, wie ich aussehen würde, wenn ich richtigen Sex mit Harry gehabt hatte.

Mein Telefon vibrierte und ich sah eine Nachricht von Harry. „I don´t like it, I loved it!“, hatte er mir geschrieben und ich musste grinsen. Im ersten Moment musste ich an den Song denken, aber ich wusste natürlich genau, dass er nicht das Lied meinte…

HARRY

Am nächsten Tag, als ich gerade dabei war, mir die Fotos von der Gartenparty auf meinem Laptop anzusehen, vibrierte mein Telefon auf dem Schreibtisch. Ich nahm es in meine Hand und sah, dass Louis mich anrief.

"Hey". *Hey*. "Bist du gestern gut nachhause gekommen?". *Ja. Chelsea würde dich gerne ins Clarence House zum Dinner einladen*. "Okaaay? Warum?". *Sie will dich besser kennen lernen*. "Ist das nicht eigenartig?". *Doch, schon. Aber es wäre auffällig, es nicht zu tun, oder?*. "Wahrscheinlich. Okay, wann wäre das denn?". *Morgen vielleicht? Um achtzehn Uhr?*. "Okay, ich komme". *Ich sage es Chelsea*  "Klar".

Was war das für ein eigenartiges Telefonat? Mit Louis war es immer heiß und kalt. Wenn er und ich nur zu zweit waren, dann war er ganz normal und gut drauf, aber wenn Chelsea und seine Freunde dabei waren, dann ignorierte er mich. Doch ich hatte ja von Anfang an gewusst, auf was ich mich mit Louis eingelassen hatte ...

Und so fuhr ich am nächsten Tag zum Clarence House und war tatsächlich ein bisschen nervös, weil ich nicht wusste, was genau mich erwartete. Ahnte Chelsea etwas und wollte deswegen Louis und mich gemeinsam sehen? Wenn ja, dann würde es ein katastrophaler Abend werden, aber davon ging ich eigentlich nicht aus. Sie wollte mich einfach nur besser kennen lernen, weil Louis sich gut mit mir verstand, nur dass sie gottseidank nicht wusste, WIE gut. Und ich würde es ihr ganz bestimmt nicht sagen. Ich war ja nicht lebensmüde.

Als ich vor dem Tor stehen blieb, traf es mich plötzlich mit voller Wucht. Bis jetzt hatte ich Chelsea gegenüber kein schlechtes Gewissen gehabt und nur an mich selbst gedacht, aber normalerweise war ich gar nicht so. Fuck, was tat ich hier eigentlich? Chelsea war harmlos und nett. Sie hatte mir nichts getan. Im Gegenteil. Bei jedem Fotografenjob behandelte sie mich freundlich. Ich hatte sie noch nie zickig erlebt. Wenn sie herausfinden würde, was hinter ihrem Rücken vor sich ging, dann würde es sie zerstören, und ich wollte nicht dafür verantwortlich sein. Was war nur aus mir geworden? Ich erkannte mich selbst nicht wieder.

Fast wäre ich wieder nachhause gefahren, aber ich atmete einmal tief durch, öffnete das Fahrerfenster und drückte dann auf die Gegensprechanlage. Nach zehn Sekunden erklang der Summer, das Tor öffnete sich und ich fuhr zum Haus.

Here we go ...

Fünf Minuten später betrat ich das Clarence House. Louis und Chelsea erwarteten mich im Eingangsbereich. "Harry, es freut mich, dass du gekommen bist", begrüßte sie mich und gab mir ihre Hand. "Danke für die Einladung". "Oh bitte, das war doch eigentlich schon überfällig". "Es freut mich trotzdem". "Mich auch". Jep, sie war wirklich nett.

Verdammt ...

Ich musste mich entscheiden, musste entweder das mit Louis endgültig beenden, oder er und ich mussten extra vorsichtig sein, damit Chelsea es niemals herausfinden würde. Und da es bereits etwas herauszufinden gab, entschied ich mich natürlich für Louis, denn ganz ehrlich : Es war sowieso schon zu spät. Und auch wenn ich mich dadurch wie ein schlechter Mensch fühlte, wollte ich nicht auf ihn verzichten. Ich konnte es nicht.

Das Dinner verlief gut. Ich smalltalkte mit Chelsea und Louis, war charmant zu ihr und fand, dass Louis und ich uns ziemlich unauffällig verhielten. Chelsea erzählte mir von ihren Erlebnissen in Stockholm und ich teilte ihr mit, dass ich neidisch auf sie war, weil sie Carl Philip getroffen hatte, was sie wiederum zum Lachen brachte. Alles in allem also ein voller Erfolg.

Dann fuhr ich nachhause - und dort angekommen sah ich, dass Louis mir eine Textnachricht geschrieben hatte, und zwar nur ein einziges Wort :

*Danke*.
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