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They Don't Know About Us

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
17.01.2021
25.07.2021
28
52.837
9
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Dieses Kapitel
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17.01.2021 2.138
 
Und da sind wir auch schon wieder ...

Hey, ihr Lieben, und herzlich willkommen zu unserer neuen Larry - FF! Wir freuen uns sehr darauf, sie wieder jeden Sonntag mit euch zu teilen - und auf das eine oder andere Feedback von euch! :)

Wisst ihr was? Wir fangen einfach an ...

Viel Spaß mit dem ersten Kapitel wünschen euch

Holly & Jean





*

LOUIS     


Samstagabend gegen 22 Uhr in London…


Wie jede Woche war ich mit meinen aristokratischen Freunden auf dem Weg ins ´Heat´.

Mein Vater war King Albert, der siebte, von England, und meine Mum war Königin Johannah gewesen, eine Bürgerliche, die mein Dad nach großen Problemen hatte heiraten dürfen. Und hier war ich nun, ihr einziges Kind, und somit auch der Thronfolger des Vereinigten Königreiches. Meine Mum war vor Jahren nach einer kurzen, aber schweren Krankheit gestorben, und seither gab es nur noch Dad und mich. Und meine Verlobte, Chelsea, die heute in den Club nachkommen würde.

Aber es gab einen Haken in meinem Leben, ein kleines Detail, das ich bisher immer verschwiegen hatte: Ich war höchstwahrscheinlich schwul.

Sicher konnte ich das nicht sagen, denn mir fehlte die Erfahrung mit einem Mann und ich wusste auch gar nicht, wo ich einen passenden Mann finden würde.

Wobei, gefunden hatte ich ihn schon, ich wusste nur nicht, ob er schwul war. Es war unser persönlicher Kellner im ´Heat´. Harry… Seine breiten Schultern, der muskulöse Oberkörper und seine großen Hände brachten mich jedes Mal fast um den Verstand, aber ich hatte nicht den Mut, ihn anzusprechen. Oder ihn gar zu fragen, ob er schwul war.

Einmal, ein einziges Mal, bevor ich mich in die Pflicht ergab, wollte ich egoistisch sein und mich selber ausprobieren. Dann würde ich Chelsea heiraten und einen Sohn zeugen, ganz so wie es das Protokoll von mir verlangte.

Meine Hochzeit mit Chelsea wurde vom ganzen Land erwartet und schon jetzt liefen Wetten über die Geburt unseres ersten Kindes. Mir war das too much! Deshalb hatte ich eine Bucket List erstellt, und darauf stand eben auch, dass ich wenigstens einmal bei einem Mann liegen wollte.

Ich trug heute einen grauen, maßgeschneiderten Anzug und ein weißes Hemd, ich fand, ich sah heute Abend echt gut aus. Vor dem ´Heat´ standen die Menschen wie immer Schlange, aber ich und meine Freunde wurden an der Menge vorbeigeschleust und eine Hostess geleitete uns in die VIP Area.

Und dort war er. Harry. Mein Blick blieb an seinem haften und er nickte mir zu. Ein einfaches Nicken, mehr nicht, und in meinem Bauch ging es rund. Gott, ich liebte Chelsea wirklich und der Sex mit ihr war fantastisch, aber Harry weckte ganz andere Seiten in mir.

Dabei war ich nicht mal verliebt in ihn, aber wenn ich mir seinen Körper nackt vorstellte und wie er dann verschwitzt war… Ich musste aufpassen, dass ich nicht in meiner Hose hart wurde, das wäre peinlich gewesen.

„Louis, komm, setz dich endlich!“, forderte mich mein Freund Colin auf und ich setzte mich auf meinen üblichen Platz. „Champagner?“, fragte er mich und ich nickte. Alles ging, wie immer, auf meine Rechnung. Colin winkte Harry heran und gab unsere Bestellung auf. Mein Mund wurde ganz trocken, als ich seinen Hintern in der engen schwarzen Jeans sah, und am liebsten hätte ich zugegriffen und ihn geknetet…

Die anderen redeten durcheinander und ich starrte Harry an. „Was ist los, Mann, du bist heute so komisch.“, sagte Colin neben mir und ich fuhr herum. „Sorry, ich hatte einfach einen langen Tag. Ich hab heute eine Fotoausstellung eröffnet und die Ansprachen dort dauerten unendlich lange…“, verteidigte ich mich und er nickte. Colin war mein bester Freund, aber es war kein Hindenken darauf, dass ich ihm von meiner Neigung erzählt hätte. Er war straight bis aufs Blut und ein wenig homophob. Eigentlich war er nicht der perfekte beste Freund, aber in unseren Kreisen war das nicht so einfach.

Mein Dad war eigentlich total korrekt, und wenn ich mich outen würde, dann wäre er vielleicht nicht mal böse, aber ich hätte dann meine Lebensaufgabe verfehlt, und die lautete nun mal, dass ich eine Frau heiraten und einen Sohn zeugen musste.

Ich stand auf und ging an die Bar zu Harry. „Hast du Zigaretten da?“, fragte ich ihn und beim Sprechen klebte meine Zunge fast an meinem Gaumen. „Natürlich, euer Majestät.“, antwortete er spöttisch und gab mir eine Packung meiner Lieblingssorte. Zwar war das Rauchen in Lokalen verboten, aber der Thronfolger zu sein, hatte auch seine Vorteile…

„Nenn mich Louis, Majestät klingt so nach meinem Vater.“, sagte ich und Harrys grüne Augen blitzten vergnügt.




HARRY


Ich konnte mir den spöttischen Unterton einfach nicht verhalten, wenn ich 'Eure Majestät' zu Louis sagte, denn für mich war er einfach ein junger, heißer Adonis. Natürlich wollte ich ihm gegenüber nicht respektlos sein, denn er war der Thronfolger, aber die Sache war die : Ich interessierte mich einfach nicht für die Royal Family. Meine Mum sah sich jede königliche Hochzeit im Fernsehen an und weinte dabei jedes Mal wie ein Schlosshund, aber mir war es scheißegal, ob ein Blaublütler jemanden heiratete, oder nicht.

"Ich bin Harry", sagte ich und überreichte Louis eine Packung Zigaretten. "Das weiß ich. Und danke". "Kein Problem". Als er sich umdrehte und wieder zu seinen Freunden ging, blickte ich ihm ganz ungeniert auf den Arsch. Und da kam Austin herein, mein Boss, und stellte sich neben mich. "Na? Bedienst du den Prinzen?". "Nicht so, wie ich es gerne tun würde", flötete ich scherzhaft und Austin lachte. "Ja, es wäre schon nice, wenn er schwul wäre", stellte er fest und schlug mir mit seiner Handfläche einmal auf den Hintern. "Jep", sagte ich und bereitete ihm eine Coke zu.

Austin war ebenfalls schwul, so wie ich auch - und nein, ich hatte nichts mit ihm. Das gelegentliche Arschgrapschen ließ ich ihm durchgehen, denn er bezahlte mich gut, dafür, dass ich nur zweimal die Woche hier arbeitete. Freitags an der normalen Bar und samstags hier im VIP-Bereich. Das Trinkgeld konnte sich ebenfalls sehen lassen, vor allem natürlich das von Louis. So konnte ich meine Miete bezahlen und ansonsten als freiberuflicher Fotograf arbeiten, denn das war mein wirklicher Traumjob.

"Der Prinz starrt dich an", sagte Austin, und natürlich blickte ich sofort zu Louis, der mich tatsächlich beobachtete. Ich ging zu ihm, und fast hätte ich scherzhalber einen Hofknicks gemacht, aber stattdessen blieb ich normal vor ihm stehen. "Was darf es sein?", fragte ich ihn und sein Adamsapfel bewegte sich in seiner Kehle, was ich richtig sexy fand. "ääähmmm...", sagte Louis - und blickte dann an mir vorbei und hinter mich. Ich drehte mich um und sah seine Verlobte und deren Freundinnen hereinkommen.

Und jetzt wurde hier richtig gesoffen ...

Drei Stunden später waren die aristokratischen Damen und Herren totally wasted, aber mir konnte es recht sein. Eine Freundin von Chelsea torkelte zu mir, stützte sich mit ihren Ellbogen auf den Tresen und beugte sich zu mir. "Hey Süßer", säuselte sie und ich setzte mein charmantestes Grübchenlächeln auf. "Hey, hübsche Frau", machte ich ihr ein Kompliment, denn harmloses Flirten gehörte zu meinem Job dazu. "Weißt du, dass du echt heiß bist?", fragte sie mich und ich lachte verhalten. "Oh, besten Dank. Du siehst auch nicht schlecht aus. Wie heißt du denn?". "Dakota". "Es freut mich, dich kennen zu lernen, Dakota. Ich bin Harry". "Okay, Harry. Willst du heute Nacht ein bisschen Spaß mit mir haben?", fragte sie mich gerade heraus.

Mir war durchaus bewusst, dass ich nicht schlecht aussah und ich war es gewohnt, im 'Heat' von jungen Frauen angemacht zu werden. Der Vorteil daran war das gute Trinkgeld, wenn ich ein bisschen mit ihnen flirtete, aber ich musste ihnen auch immer wieder schonend beibringen, dass es nicht an ihnen lag, dass sie bei mir keine Chance hatten.

"Süße, ich stehe nicht auf Frauen, aber wenn es so wäre, dann würden du und ich ganz sicher Spaß miteinander haben", sagte ich - und dann tauchte hinter Dakota plötzlich Louis auf und blickte mich überrascht an, fing sich aber auch schon wieder und stellte sich neben sie. "Chelsea braucht dich", teilte er ihr mit und sie verdrehte genervt ihre Augen. "Wofür denn?", quengelte sie, aber dann drehte sie sich um und ging. Und Louis stand da und starrte mich nachdenklich an. In Wahrheit war er derjenige, mit dem ich Spaß haben wollte, denn er war genau mein Typ und richtig heiß. Aber da er ja straight war, hatte ich da Pech.

Tja, man konnte nicht immer gewinnen …




LOUIS


Ich stand einfach da und starrte Harry an. Und starrte… Und starrte…

Nach einer gefühlten Ewigkeit trat ich vor und hielt mich an der Bar fest, die in meinen Augen bedenklich schwankte.

„Du bist schwul?“, fragte ich Harry und es fühlte sich an, als purzelten die Worte nur so aus meinem Mund. "Ja, bin ich.“, antwortete er scheinbar nebenbei und ich nahm das Starren wieder auf.

„Ihr sabbert, Euer Majestät.“, grinste Harry und reflexartig wischte ich mir den Mund ab. „Verarsch mich nicht.“, grummelte ich ihn an und er lachte.

„Aber… Ich meine… Wenn du nichts dagegen hast… Dann könnten wir… Vielleicht…“, stammelte ich und Harry sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Also, ich dachte… Wenn du willst…“ „Komm zum Punkt.“ Seine Grübchen schienen mich zu verhöhnen. „Ich würde dich gerne küssen.“, stieß ich schließlich hervor und jetzt starrte Harry mich an. Sprachlos.

„Aber nicht, wenn du so betrunken bist wie jetzt.“, antwortete Harry, nachdem er den ersten Schock überwunden hatte. „Nüchtern bin ich schüchtern.“, plapperte ich das Sprichwort nach und er lachte auf. Dann lehnte er sich auf den Tresen und beugte sich zu mir. „Wenn ich dich küsse, dann will ich, dass du deine Sinne beisammen hast und es richtig genießen kannst.“ Das klang nach einer Kampfansage und ich nahm mir vor, so schnell wie möglich nüchtern zu werden.

Ich biss mir auf die Unterlippe und starrte dabei auf Harrys Lippen. „Lass das, das Beißen übernehme ich.“, raunte er und schaltete um, weil sich im nächsten Augenblick Chelsea neben mich stellte.

„Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, ihr flirtet hier.“, sagte sie und drückte mir einen schmatzenden Kuss auf die Wange. Jetzt bekämpfte ich den Reflex und ihr Sabber trocknete an meiner Wange. „Nein, wir flirten nicht, ich…“ Leider fiel mir keine passende Ausrede ein und ich sah Harry hilfesuchend an. Aber er grinste nur und ich begann, ihn innerlich zu verfluchen.

„Lou, Baby, du liebst mich doch, oder?“, fragte Chelsea mich mit einer lächerlichen Kleinmädchenstimme. „Ja, natürlich tu ich das.“, antwortete ich automatisch und ließ mich von ihr wieder zu unserem Platz führen. Sie hatte ihr Revier klar abgesteckt, das musste man ihr lassen.

Als die Lichter angemacht wurden, weil es Zeit für die Sperrstunde war, war ich so wasted, dass ich mich auf Chelsea stützen musste. Ich konnte nicht fassen, dass ich Harry gesagt hatte, dass ich ihn küssen wollte und damit abgeblitzt war.

Vor der Tür wartete die schwarze Limousine und brachte uns zurück ins Clarence House.

„Worüber hast du mit dem Kellner geredet?“, fragte Chelsea mich, als wir alleine waren. Ich haderte gerade mit einer Socke, die partout nicht von meinem Fuß wollte und antwortete deshalb nicht. „Komm schon, Baby, sag es mir, ich werde auch nicht böse sein.“ „Wieso solltest du böse sein?“, fragte ich sie verständnislos und grunzte, als die Socke doch endlich den Kampf verlor. „Dakota findet ihn scharf, aber er hat sie zurückgewiesen. Hat er stattdessen dich angemacht?“ „Nein! Oh mein Gott, nein!“, rief ich und ließ mich auf mein Bett fallen.

Chelsea setzte sich rittlings auf mich und beugte sich zu mir herunter, um mich zu küssen. Dabei bewegte sie ihre Hüften, aber vergeblich, denn ich war viel zu betrunken für Sex. Unsanft schubste ich sie von mir und deckte mich dann zu. Gottseidank war sie ähnlich besoffen wie ich und nahm mir die rüde Aktion nicht übel.


Am nächsten Morgen fiel mir siedend heiß wieder ein, was ich zu Harry gesagt hatte und es half mir nicht, dass Chelsea mir das Frühstück ans Bett brachte. Normalerweise war das eine alte Tradition zwischen uns und wir liebten es, im Bett zu frühstücken und uns dann noch zu lieben.

„Baby, alles okay bei dir?“, fragte sie mich besorgt und ich wäre vor Scham am liebsten im Boden versunken. „Ja, entschuldige bitte, ich hatte gestern einfach viel zu viel zu trinken.“, antwortete ich und setzte mich auf. Chelsea stellte mir das Tablett auf den Schoß und kletterte dann zu mir ins Bett.

Und während wir frühstückten, gelang es mir, meine Unterhaltung mit Harry zu verdrängen, und so war alles wieder okay, als Chelsea und ich miteinander schliefen.
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