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Die Prophezeiung der blauen Jungfrau – Das größte Abenteuer

von Lila Moon
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Aragorn Eomer Faramir Gimli Legolas OC (Own Character)
16.01.2021
26.09.2021
51
51.873
2
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27 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.04.2021 1.302
 
Hallo, meine Lieben
Mir war im vergangenen Kapitel aufgefallen ist, habe ich da ein Schreibfehler gemacht und muss deshalb in diesen hier was umändern.
Aber egal, der Verlauf bleibt weiterhin dergleiche.
LG Lila Moon
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,,Adan", staunte ich. ,,Ich dachte du schläfst schon!"
,,Nein, ich konnte nicht schlafen und wollte mich dringend mit dir unterhalten."
Ich deckte mich vernünftig zu, damit ich bedeckt war und richtete mich in einer sitzende Position auf.
,,Na gut, was möchtest du von mir?", fragte ich ihn.
,,Ich wollte wissen, ob es dir gut geht?"
Eine gute Frage, geht es mir eigentlich gut?
,,Ja, eigentlich schon, wieso willst du das wissen?"
Er trat näher und stand direkt vorm Bett.
,,Wir sind im Sorge um dich und dir ist auch in die vergangenen Wochen viel passiert. Deshalb will ich einfach nur wissen, ob ich etwas für dich tun kann?"
Wie süß, dass er in Sorge um mich ist, aber echt, der Junge ist noch keine achtzehn, eigentlich sollte er sich um sich selber sorgen.
,,Gerade bin ich äußerst zufrieden mit allen. Ich brauche nichts, aber was ist dir, mein Junge, brauchst du was?"
Seine hellen Augen nahmen einen traurigen Ausdruck, der schien irgendwas zuhaben.
,,Ich brauche nur meine Eltern."
Jetzt wurde mir unwohl, ich bekam einen Kloß im Hals und ich fühlte, wie meine Augen brannte.
Ich vergaß doch glatt, dass der Junge hier vor mir Waise war und seine Eltern ganz bestimmt schrecklich vermisste.
Das Gefühl, die Familie zu vermissen kannte ich.
,,Komm her", sagte ich leise und klopfte leicht aufs Bett, damit er sich zu mir setzen konnte. Er tat wie geheißen und ich sah bestürzt, wie seine Augen komplett glänzten.
,,Vermisst du sie wirklich sehr?", fragte ich sanft.
Er verzieht sein Gesicht zu einer traurigen Miene, ich rückte näher, hob die Hand und legte sie auf seine Wange.
Adan sah mich an. ,,Sehr." Ein Schniefen erklang und eine kleine Träne floss auf seine Wange.
Mit tat das Herz weh und alles in mir zog sich zusammen. Der arme Junge.
Langsam zog ich ihn an mich und er ließ es zu, sein Gesicht auf meiner Schulter schluchzte er auf und ich versuchte mein bestes, um ihn zu trösten. Doch wie soll ich das denn bitte hinkriegen?
Lange war es her, seit ich ein Waisenkind in die Arme hielt und der erste war ... Luinion.

Nach einigen Minuten lag er noch immer in meine Arme, ließ sich von mir trösten und über den Rücken streicheln, bis er sich dann von löste und mit den Unterarm über die Augen fuhr.
Sachte strich ich ihm die Haare zurseite und fragte ihn, ob es ihn etwas besser gehe.
Mit geröteten Augen und blasse Wangen, die ziemlich feucht aussahen nickte er und meinte zittrig:,,Ja, es geht wieder, aber ich vermisse sie trotzdem."
,,Ich kenne das Gefühl, jemand zu vermissen", sagte ich ihn und strich ihm über die Wange.
Adan schaute auf, fragend war sein Blick.
,,Ich habe viele Abenteuer und Reisen in Mittelerde erlebt. Ich habe auf meine erste Reise mein erstes Kind gefunden, der selbst Waise war und der mein Herz in Sturm erobert hat. Dann auf meiner zweiten Reise begegnete ich ihn wieder, und zwar als einen erwachsenen jungen Mann, der sich in Gefahr begeben hat, nur um uns allen zu helfen. Ich verlor in einem Kampf meine große Liebe, mit der ich sogar ein Kind habe und den ich schon bald wiedersehen werde. In all meine Reisen gewann und verlor ich Freunde und es brach mir immer das Herz." An all meine verstorbenen Freunde und Haldir zudenken tat weh, doch der Schmerz lässt nach, hieß es; mit einer Ausnahme. ,,Doch irgendwann akzeptierte ich das unfaire Leben und wusste, man muss mit Verluste klar kommen, auch wenn es sehr weh tut."
Schniefend hatte er mir zugehört und meinte:,,Ich verstehe und kann mir denken, wie du damit klar kommst, aber wie soll ich jemals mit den Verlust klar kommen? Ich bin noch so jung!"
,,Ich war ebenso jung, als ich eine Menge Verluste erlitten hatte. Ich habe viele Freunde gewonnen und verloren, doch bin ich nicht alleine, solange noch Menschen und so in meiner Nähe und meine Freunde sind, bin ich nicht mehr alleine." Ich packte Adan an die Schultern. ,,Und du bist auch nicht mehr alleine, du hast Freunde, die an deiner Seite sind und dir helfen, wieder Glück zu finden und ich habe dir versprochen, dich eines Tages bald nach Minas Tirith zu bringen damit, du dir eine Zukunft als Musiker erfüllen kannst."
Adan atmet tief durch und nickte. ,, Du hast recht, ich bin ja nicht mehr allein."
Leise lächelte ich.
,,Danke für deine helfende Worte, Jini."
,,Ich habe gerne geholfen", sagte ich und meinte zu ihn, dass es an der Zeit wird, ins Bett zugehen, da wir morgen ja weiterreisen.
,,Hast recht." Und er tat etwas, womit ich nie rechnete. Er gab mir einen Küsschen auf der Wange, stand auf, rief noch ,,Gute Nacht", während er das Zimmer verließ und ich kichernd mich schlafen legte und davon träumte, bald schon in naher Zukunft meinen geliebten Sohn in die Arme zuschließen. Und das nach Monate wieder.

,,So", sagte ich. ,,Haben wir auch alles?"
,,Ja, haben wir", sagte Luin und schaute zu Aurélia, die er fragte, sie nickte und zog den Gürtel zurecht. Ihr Gewand war diesmal anders als sonst, statt des Kleides trug sie ein eine braune Stoffhose, ein beiges Hemd, ein Korsett, Mantel, Stiefeln und einen Umhang. Ihr langes schwarzes Haar hatte sie zu einen Hochzopf geflochten und ich fand, es glänzte im Morgenlicht der rot-goldenen Sonne.
Aurélia sah toll aus, keine Frage und ich bemerkte, wie Luin sie anschaute.
Das gefiel mir irgendwie nicht und ich wusste nicht mal wieso. War das die typische Reaktion einer Mutter oder steckte mehr dahinter?
,,Weiß jemand von euch, wo Banor ist?", fragte ich rum und sah zum Eingang, wo auch schon Legolas und Adan auf Dúath zu uns kamen und Legolas antwortete:,,Banor hat uns gesagt, wir sollen dir was ausrichten. Er möchte noch bei seinen Vater bleiben, bis er glaubt, die Zeit des uns Nachfolgen sei gekommen."
Ich starrte ihn verdattert an. Banor bleibt hier?
Als wäre ich nicht schon erstaunt genug, so bemerkte ich, wie der Besagte und sein Vater herkommen und stehenblieben.
,,Bofur!", staunte ich besorgt und eilte langsam auf ihn zu. ,,Solltest du nicht im Bett liegen?"
,,Habe es nicht aufgehalten, nur rum zu liegen und später mitzukriegen, dass ihr alle weg seid. Ich wollte mich noch von euch verabschieden."
,,Wir", verbesserte Banor ihn und ich ging langsam in die Knie, um Banor schnell zu umarmen.
,,Wir sehen uns eines Tages bald wieder, mein Freund." Langsam löste ich mich von ihn und wandte meine Aufmerksamkeit dann Bofur zu. ,,Es war schön, dich wiederzusehen, alter Freund. Auch wenn es zu kurz war."
Bofur schmunzelte leicht. ,,Zumindest konnte ich dich wiedersehen, mein Kind."
Mit äußerster Vorsicht umarmte ich ihn, er klopfte mir auf dem Rücken, wünschte mir viel Glück auf der Reise und dass das Wiedersehen mit Helia gut verlaufen würde. Sachte löste ich mich von ihn, drückte ihn einen sanften Kuss auf die Wange und ging mit den Worten des Wiedersehens zurück zu die anderen.
Jeder einzelner von ihn verabschiedete sich von den beiden Zwerge und kamen dann zurück. An Luin gewandt nuschelt ich leise:,,Ich glaube, wir sollten uns bald mal unterhalten, ion nín."
Er hörte den Ernst in meiner Stimme und nickte.
Wir alle winkten die Zwerge zu, sie erwiderten den Abschied und dann war es auch schon soweit. Wir wandten uns ab, machten den ersten Schritt und unser Weiterreisen begann.
Und unser Ziel ...
Isengart.
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