Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Prophezeiung der blauen Jungfrau – Das größte Abenteuer

von Lila Moon
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Aragorn Eomer Faramir Gimli Legolas OC (Own Character)
16.01.2021
26.09.2021
51
51.873
2
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.02.2021 1.055
 
Hallo, meine Lieben,
Habe ja mal erwähnt, dass bald wieder Jinis Sicht kommen wird und ich finde, heute ist es soweit.
Hoffe es gefällt euch, denn jetzt fängt es an. ;)
LG Lila Moon
--------------------------------------------------------------------------
Heute war es soweit, doch wie soll das funktionieren? Der Neumond ging nicht mehr, der Vollmond wird erst später, viel viel später eintreffen, ich habe keine magischen Kräfte geschweige denn war ein Istari und eine Elbe war ich auch keine.
Aber das war mir egal, ich will nur meinen Sohn retten und das werde ich auch. Meine Sorge um ihn wuchs von Sekunde zu Sekunde. Wie es ihm wohl ging? Was er gerade macht? Wird er gejagt? Verhungerte er?
So viele Fragen und so wenig Zeit.
Ich packte schnell meine belegte Brote, die für ungefähr 2-3 Tage reichen, in eine Papiertüte, packte noch reichlich Obst und Gemüse ein, Etwas Trockenfleisch und ich habe für alle Fälle vor Jahren, da wusste ich erst nicht wieso, eine Feldflasche geholt, die ich noch schnell mit Wasser füllte. Nun weiß ich wieso ich sie gekauft hatte.
Weil ich insgeheim wusste, dass sie eines Tages gebraucht wurde.
Als alles erledigt war, rief ich kurz meine Mama an und sagte ihr am Hörer, dass ich für eine Weile Urlaub machen werde, weil mir was dazwischen gekommen sei und es zu keiner Verzögerung kommen durfte.
,,Geht es um Helia? Soll ich dir helfen?", fragte meine Mama besorgt.
,,Nein, ich brauch keine Hilfe, ich kriege das schon hin", versuchte ich meine Mama zu beschwichtigen, doch sie ließ sich nicht reden.
,,Ich kann mitkommen, es geht schließlich um meinen Enkel", meinte sie und ließ sich nicht stoppen, doch ich musste sie davor bewahren, denn die Gefahren, die mich stellen würde, wären lebensgefährlich für meine Mama.
Jeden Tag lebte ich mit der Befürchtung, dass meine Mama dieselbe Herzkrankheit habe wie Oma, die gestorben war, bevor ich 20 wurde.
,,Nein", machte ich mit Nachdruck klar und brachte sie zum halten. ,,Mama, ich bin eine erwachsene Frau, ich komme schon allein zurecht. Es geht hier schließlich nicht um einen gewöhnlichen Jungen, es geht hier um meinen Sohn und es scheint, als wäre ihm was passiert. Ich muss ihn helfen!"
Lange schwieg sie.
,,Mama, es gibt Dinge, viele und besonders seltsame Dinge, die mir passiert sind, während ich ohne Bewusstsein im Krankenhaus lag. Hast du dich nie gefragt, wieso ich das Baby nicht verloren habe, wieso ich plötzlich ungewöhnliche Narben habe, die nicht durch den Unfall verursacht wurden. Warum ich das Armband trug im Krankenhaus, obwohl sie alles von mir entfernt hatten, was Kleidung und Schmuck angeht. War dir nie eine Sekunde in den Sinn gekommen, warum Helia spitze Ohren hat und er als Kind deshalb Elfenbub als Spitznamen trug."
Wieder schwieg sie und versuchte nach eine logische Erklärung zu finden, doch ihr würde bestimmt nur in den Sinn kommen, dass es genetisch nach seinem Vater veranlagt sei, was ja auch stimmte.
Ich schaute auf die Uhr und sah, dass mir kaum noch Zeit blieb.
,,Hör mal, Mam, ich muss jetzt gehen. Mir läuft die Zeit ab und bitte, erzähle die andern einfach, dass ich für eine Weile weg sein werde und bald zurückkehren werde, mit Helia."
Bevor sie noch was sagen konnte, legte ich auf, legte das Handy weg und schaltete es aus.
Alles, was ich brauchte hatte ich in einen Rucksack eingepackt, der ganz zu Mittelerde passte.
Ich brauchte nur noch ein Gewand und konnte dann los.
Verrückt, wie ich überhaupt ein haben konnte und ich nicht wusste, wieso ich eins brauchte.
Doch jetzt wusste ich es und war sogar sehr froh, dass ich eines gekauft habe.
Es war hauptsächlich braun und grün, eine dunkelbraune Stoffhose aus festes Material, ein beiges Hemd mit Knöpfe und Kragen, ein ledernes Korsett, was man vorne zuschnürt, einen Mantel, der mir bis zu die Knöchel ging und Schnürstiefeln, die mir bis übers Knie gingen.
Schnell zog ich die Sachen an, schnürte die Stiefeln, nahm meinen Rucksack und ging ins Wohnzimmer, wo dort das größte Fenster in der kompletten Wohnung war und von wo dort aus der Neumond schien, also der Tag danach.
Ich bereitete ein Altar vor, wo ich Kerzen um einen Kreis legte, sie schnell aber vorsichtig anzündete und mich dort in der Mitte setzte.
Denn mir fiel vor Stunden ein, als ich noch im Mittelerde war und in Bruchtal lebte, dass ich mal auf ein Buch gestoßen war, der etwas über Rituale sagte, wo Kerzen vorkamen.
Hoffe, dass es was brachte.
Vorsichtig, um ja keine Kerze umzukippen oder eine versehentlich zu löschen, setzte ich mich in Schneidersitz hin. Den Blick auf den Mond gerichtet, wartete ich ab, bis es Mitternacht war, um zu beginnen und als es soweit war, das spürte meine innere Uhr, so begann ich die Formeln zusprechen.
,,Mächte der Nacht, Neumond heut Nacht. Brachst mich einst Heim, doch bring mich Zurück."
Die Worte wiederholte ich, immer und immer wieder, blickte dabei ununterbrochen auf den Mond, bis ich glaubte, dass dieser einen rötlichen Ton annahm und ich auf einmal unbewusst eine andere Sprache sprach. Ich verlor mich in das schöne Rot und sprach weiter die Formel, bis ich glaubte sie nicht mehr zusprechen, obwohl ich das immer noch tat.
Dann verschwamm meine Sicht und es wurde schwarz.

Ich hörte das Pfeifen des seichten Windes, der mir durchs Haar wehte.
Meine Wange fühlte das duftende Gras, der mir sagte, dass es möglicherweise Frühling oder herbst war.
Ich verlor wohl das Zeitgefühl, wusste nur, es war Neumond, als ich versuchte, das Ritual zu vollziehen. Doch hatte es geklappt?
Langsam schlug ich die Augen auf, blinzelte mehrmals und bekam sie dann komplett auf. Ich sah das grüne duftende Gras vor mir und bewegte meinen Kopf leicht nach oben und nach vorne. Sah eine weite Ebene und wusste es.
Vorsichtig richtete ich mich auf, spürte das Gewicht meines Rucksacks, als ich mich aufsetzte und dann ne halbe Minute später festen Stand bekam.
Meine Augen fielen auf die Gegend vor mir, viele kahle Bäume, regennasses Gras und eine mir vertraute Umgebung.
Nun wusste ich es. Ich bin zurück.
Zielstrebig schritt ich voraus, auf die Ebene zu, mit entschlossenen Blick geradeaus hatte ich nur eine Mission zu erfüllen. Die Rettung meines Sohn.
Und so wandelte ich durch nur eine Welt, die mein Leben bestimmte, seit ich es kannte.
...
Mittelerde.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast