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Interferenz

von 4FIVE
GeschichteDrama, Angst / P16 / Het
Hanji Zoe Irvin / Erwin Smith Levi Ackermann / Rivaille Mike Zakarius OC (Own Character)
16.01.2021
09.04.2021
8
66.274
9
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
16.01.2021 4.668
 
Hallo und herzlich willkommen zu "Interferenz"!

Bevor es losgeht - es freut mich sehr, dass es euch hierher verschlagen hat. Meiner Meinung nach gibt es zu wenig Erwin-Content im Fandom, daher leiste ich hier meinen Beitrag, diesen Umstand zu ändern. Ich hoffe, ich kann ein paar von euch damit begeistern! Auch wenn es vielleicht am Anfang nicht so aussieht, diese Geschichte hat ein paar Twists und Turns. Dementsprechend sind in den vielen wunderbaren Reviews auch etliche Spoiler enthalten. Das könnte bei manchen Kapiteln ein bisschen was vom Lesevergnügen nehmen. Nur, falls ihr genauso random seid wie ich und Reviews vor der eigentlichen Fanfic lest. :D Ihr seid gewarnt!

Die Absatzgestaltung ist für's Lesen am Smartphone ausgerichtet bzw. am Desktop für eine Zeilenbreite von bis zu 66%, und nein, ich micromanage diese Geschichte überhaupt nicht.

Jetzt aber, off we go!

Cheers,
4FIVE

[Update, 04/2021] "Interferenz" wurde am 31.03.2021 auf den social Media Kanälen von fanfiktion.de empfohlen - vielen Dank an strange, die diese Empfehlung initiiert hat! ♥

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NULLPUNKT


Mitras, Frühling 845—


#01


Das Puschkinienbankett war das jährliche Eliteereignis, und Erwin Smith wäre froh gewesen, es auch dieses Jahr auszulassen. Das Gold im Festsaal blendete, das Geplauder war langweilig bis abstoßend, und für ein Bankett gab es ernüchternd wenig zu essen. Am meisten störte ihn jedoch, wie gewöhnt er das alles inzwischen war.

Der Testlauf seiner Fernaufklärungsformation hatte ausreichend Interesse im Interieur geweckt, um ihn auf ein paar sehr illustre Gästelisten zu katapultieren, die normalerweise bei Kommandant Shadis endeten; falls der Aufklärungstrupp überhaupt eingeladen wurde. Anstatt die Abteilungsübungen zu beaufsichtigen, hatte Erwin über die Wintermonate auf Empfängen und Soiréen gegessen, getrunken und vorgerechnet, warum man durchaus darin investieren sollte, weniger Soldaten auf Expeditionen zu verlieren.

Es war anstrengend, und auf Veranstaltungen wie heute wünschte er sich fast, sein Kommandant würde endlich ausrasten und die Finanzierung einfach aus der königlichen Regierung herausbrüllen. Gemessen an Shadis‘ stumpfen Augen und angespannten Fäusten war er nahe dran. Vielleicht nächstes Mal.

Heute jedenfalls erwartete er einmal mehr von Erwin, gleichzeitig Köder und Angler zu spielen. Keine einfache Aufgabe, vor allem da der Aufklärungstrupp in der öffentlichen Meinung bestenfalls als sinnlose Geldverschwendung galt, aber Erwin verließ nicht einmal sein Bett ohne Plan.

»Wir konnten bereits beim ersten Testlauf unter unglücklichen Wetterbedingungen die Verlustrate um knapp dreißig Prozent reduzieren.« Ein paar Zahlen hier. »Das sind vierzig gut ausgebildete Soldaten, die um Übung und Erfahrung reicher geworden sind.« Ein wenig Nützlichkeit da. »Vierzig Menschenleben, die nicht nur einen Beitrag zur Erkundung der Außenwelt beigetragen haben, sondern auch zu ihren Familien zurückkehren konnten.« Und eine Portion Emotionen, um seine Zuhörer als herzlos erscheinen zu lassen, wenn sie jetzt einfach gingen.

»Und wie genau funktioniert das?«, wagte eine der Adeligen zu fragen, vermutlich, weil ihre Gouvernante ihr die unabdingbare Notwendigkeit von höflichen Bemerkungen zu sehr eingedrillt hatte. Ihr offensichtliches Desinteresse wäre beleidigend gewesen, hätte es eine Rolle gespielt. Die Frage war irrelevant, Erwin brauchte lediglich eine Ausrede für die Inszenierung seiner Argumente. Während die meisten Adeligen zu schlau für offene Manipulation waren, war ihre Gier nach Profit und Spektakel leicht genug auszubeuten. Tatsächlich war es so einfach, dass er es bei weitem nicht als einziger versuchte.

Sie störte seine elaborierte Erklärung wie Donner über einem Musikkonzert, nur viel gezielter. Im Nachhinein fragte er sich, wie er ihre hohe Statur nicht hatte näherkommen sehen.

»Der Erfolg des Aufklärungstrupps hängt jetzt also auch noch vom Wetter ab? Wie gewagt. Ich bin beeindruckt, Abteilungsführer Smith.«

Erwin salutierte, wie es sich vor einem Offizier einer anderen Division gehörte. »Leutnant Dunn.«

Die letzten zwei Jahre hatten Ivy Dunn kaum verändert. Sie war noch immer groß und schlank, mit Sommersprossen über der Nase und der tadellosesten Haltung, die er jemals gesehen hatte. Als gehörte sie genau hier hin, schob sie sich in sein ach so wichtiges Publikum, nicht eine rote Locke in Unordnung, nicht eine einzige Falte in ihrer hochdekorierten Ausgehuniform. Mit einem kurzen Blick überprüfte er die Reihe von Stoffabzeichen auf ihrer Jacke. »Ich bitte um Verzeihung, Captain Dunn. Offenbar sind Gratulationen angebracht.«

»Hm? Ach das.« Mit ihrem perfekt manikürten Zeigefinger tippte sie auf eines der rechteckigen Stoffabzeichen, direkt über dem Emblem der Militärpolizei. »Sie haben neulich eine Kiste davon am Dachboden gefunden und als Preis beim letzten Esswettbewerb ausgeteilt. So laufen Beförderungen in der Militärpolizei nach Meinung des Aufklärungstrupps doch ab, oder?«

Die Gruppe um sie herum lachte amüsiert. Erwin senkte seinen Salut. »Ganz und gar nicht. Eure Ansammlung hochkarätiger Offiziere ist lediglich ein Resultat der überaus vorteilhaften Stationierung. Tief im Inneren der Mauern, wo man seit einem Jahrhundert nicht einmal einen Titanen niesen gehört hat. Das ist ganz genau, wo unsere Elitesoldaten hingehören.«

»Wenn ihr mehr Offiziere braucht, bringt doch mal weniger Kadetten auf euren ach so wichtigen Expeditionen um. Was braucht ihr dafür? Noch mehr Pferde, größere Gaszylinder? Einen Wetterbericht?« Mit einem Schluck aus ihrem Glas wartete sie das neu aufkommende Gelächter ab. Es war fast schon lächerlich, wie selbstverständlich sie einen Wein trank, der so viel kostete wie ihr Monatsgehalt. Fast so lächerlich wie die Contenance ihrer herabwürdigenden Scherze. Ivy Dunn hatte schon immer mit Worten umgehen können. Er auch.

»Welch exzellente Idee, Captain Dunn. Die Wetterstation in Utgard ist tatsächlich viel zu ungenau. Wann hat das Ingenieurkorps sie zuletzt gewartet?«

»Für Wartungsarbeiten sind Mechaniker zuständig, keine Ingenieure«, korrigierte sie, ihre Mundwinkel zu einem selbstgefälligen Lächeln hochgezogen. »Wir können das gerne gleich für morgen veranlassen. Natürlich nur, wenn der Aufklärungstrupp aufhört, Steuergelder für Ausritte ins Grüne zu verschwenden. Allein das Geld für eure Pferde, Ersatzpferde und Ersatzpferde für eure Ersatzpferde reicht locker, um eine neue Serie 3DMAs zu finanzieren. Apropos.« Mit einem Schritt zur Seite deutete sie gegen einen mechanischen Aufbau in der Ecke. »Ich habe Prototypen mitgebracht, falls die Damen und Herren zur Abwechslung einen Blick auf konkrete Ergebnisse werfen möchten.«

Er war ihr in die Falle getappt. Anfängerfehler. Dachte sie zumindest. Die Gruppe hatte sich noch nicht einmal in Bewegung gesetzt, als er entgegnete, »Wie viele Prototypen hat das Ingenieurkorps in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt? Zwanzig? Dreißig?«

Sofort war Ivy in höchster Alarmbereitschaft. Ihre Schultern angespannt, richtete sie sich zu voller Größe auf. Es wäre eine effektive Einschüchterungstaktik gewesen, hätte Erwin nicht ganz genau gewusst, dass sie keinen Millimeter größer war als eins neunundsiebzig. Er wusste auch, dass sie es früher gehasst hatte, in jedem Raum mindestens die größte Frau zu sein, oft sogar größer als die meisten Männer. Zwei volle Sekunden lang betrachtete sie ihn abschätzig in der Hoffnung, herauszufinden, worauf er hinauswollte. Es hatte Zeiten gegeben, in denen sie sehr gut darin gewesen war; Zeiten, in denen ihre und Erwins Interessen und Prioritäten sich fast schon bis zur Redundanz überlappt hatten. Zumindest hatte er das damals geglaubt.

»Zwischen einundvierzig und fünfundsechzig, je nachdem wie man den Begriff Prototyp definiert«, beantwortete sie seine Frage schließlich langsam, ihre Kiefer eine Spur zu angespannt für ihre unbeeindruckte Fassade.

»Und, Captain Dunn, wie viele davon wurden umgesetzt? Wie viele davon sind da draußen im Einsatz, um unsere Überlebenschancen zu verbessern? Wie viele davon helfen uns dabei, unser Territorium auszuweiten, unsere Ressourcen zu vermehren, unseren Wohlstand zu festigen?«

Einmal mehr war er beeindruckt, mit wie wenig Vorbehalten er dieses utilitaristische Narrativ für den Aufklärungstrupp spinnen konnte. Macht, Reichtum, niemand von ihnen war dafür beigetreten. Aber es war das einzige Argument, das in Mitras etwas wert war. Fast schon fühlte Erwin sich schuldig, seinen Trumpf bereits am Anfang des Duells auszuspielen.

»Auf der letzten Expedition haben wir einen neuen Fluss entdeckt. Aufgrund der Wetterbedingungen mussten wir uns frühzeitig zurückziehen, aber Uferbeschaffenheit und Tiefe lassen darauf schließen, dass es sich um eine Titaneisenquelle handelt.«

Ein paar Adelige japsten, Ivys vorsichtige Skepsis schnappte zurück in ein perfektes Pokerface.

»Sobald die Regenschauer nachlassen, wird Kommandant Shadis eine neue Expedition starten, um die Route zu dieser Titaneisenquelle zu sichern. Wir werden erneut Verluste erleiden und es wird erneut Steuergeldern verschlingen. Aber wir werden mit handfesten Ergebnissen zurückkommen. Sofern die königliche Regierung geneigt ist, uns entsprechend zu finanzieren.«

Das war alles, was er zu sagen hatte. Nach einem kräftigen Salut entschuldigte er sich zum Buffet, wo er Kommandant Shadis Bericht erstattete und versuchte, von den filigranen Häppchen satt zu werden. Aus der Ferne beobachtete er Ivy bei ihrem Versuch, das Ruder doch noch rumzureißen. Zugegeben, die vorgeführten Prototypen waren beeindruckend. Hochkomplexe Mechanismen mit Zahnrädern, Achsen und kleinen Eisenankern, die zur Erheiterung der Adeligen auch ohne Übung in die mitgebrachte Zielscheibe versenkt werden konnten. Hände wurden geschüttelt, Gläser aneinandergestoßen, Witze auf Kosten des Aufklärungstrupps gemacht. Nichts davon würde morgen so präsent in den resttrunkenen Köpfen der Gesellschaft sein wie die Aussicht auf eine neue Titanmine.

Es dauerte fast eine dreiviertel Stunde, bis Ivy sich von der vergnügten Gruppe löste und sich zu Erwin ans Buffet begab, eine Weinflasche in der Hand und einen unausgesprochenen Vorwurf auf den Lippen. Ihr grimmiger Blick kämpfte mit ihren Sommersprossen darum, ob sie aussah wie fünfzehn oder fünfzig. Unaufgefordert füllte sie Erwins Weinglas auf. »Henry war verzückt von der Idee, das Drehmoment in den 3DMAs zu ändern«, sagte sie trocken. Vielleicht nahm sie deswegen einen so großzügigen Schluck.

»Henry Deltoff wäre auch über einen verschimmelten Apfel verzückt, wenn du ein Zahnrad reinsteckst, Ivy. Das bedeutet nicht, dass sein Vater dir Geld gibt.«

»Ich will sein Geld auch nicht«, entgegnete sie. »Aber das Ingenieurkorps ist genauso von Fürsprechern abhängig wie der Aufklärungstrupp.«

»Willst du Mitleid?«

»Du könntest zumindest so tun, als wäre ich nicht das Schlimmste, das dir auf dieser Feier passieren kann.«

»Wenn die Militärpolizei nicht mehr ständig unsere Arbeit verlangsamt, garantiere ich dir meine vollste Freude, wann immer wir aufeinandertreffen«, versprach Erwin ihr, ohne sie anzusehen.

»Diese Inventur ist jetzt wie lange her, zwei Jahre? Wie lange willst du mir das noch vorhalten? Das waren Befehle von ganz oben, dagegen konnte ich nichts machen. Außerdem haben wir die vermissten Schrauben letztendlich ja auch gefunden.« Sie trat vor ihn und zwang ihn dazu, ihr ins Gesicht zu sehen. Überraschenderweise fand er sie lächelnd vor. »Entspann dich, Erwin. Wir haben beide unseren Part gespielt, jetzt dürfen wir die Krallen wieder einfahren.«

Gerne wäre er sich darüber genauso sicher gewesen wie Ivy. Leider war die Welt nicht so einfach, das wussten sie beide. Er stieß sein Glas gegen ihres. Aber wenn sie so tun konnte, als ob, wollte er kein Spielverderber sein. Allgemein schien sich die Stimmung im Saal zu heben, seit jemand die Musikkapelle dazu angestiftet hatte, endlich eine Tanzmelodie anzustimmen. Keine Soirée war vollständig ohne einen schwungvollen Contredanse, der in einer betrunkenen Rempelei münden konnte. Bis dahin bot die Geräuschkulisse einen guten Deckmantel für Konversationen.

»Sei ehrlich, Ivy. Taugt einer dieser Prototypen was?«

Sie zuckte nonchalant die Schultern. »Wer weiß? Wir haben jedenfalls jede einzelne dieser verflixten Schrauben verbaut.«

Das brachte ihn schließlich zum Lachen. Diese Frau hatte noch nie eine Gelegenheit für einen ablenkenden Scherz ausgelassen. Und er war noch nie darauf reingefallen. Aber es war spät, also ließ er sie ziehen. »Ich mach dir einen Vorschlag. Ich verzeihe dir diese Inventur, wenn du mir verrätst, was es damit auf sich hatte. Ihr könnt nicht ernsthaft einen Monat lang den Betrieb des gesamten Militärs aufgehalten haben wegen einer Kiste Schrauben. Ich bin Schikanen von der Militärpolizei gewöhnt, aber ihr verschwendet dafür normalerweise nicht so ganz so viel Personal.«

Gespielt schockiert schluckte sie ihr angefangenes Brötchen hinunter. »Dieses hohe Lob aus deinem Mund. Wie soll ich damit zurechtkommen?« Ernster fuhr sie fort, »Tatsächlich war das keine Schikane, sondern achtzehn Kilo doppelwandige Achsenkopfschrauben mit Zwölfsterntorx. Sehr teuer herzustellen, streng geheimes Design. Ich weiß, wie diese Durchsuchung ausgesehen hat, aber ich schwöre, sie war notwendig. Oder willst du, dass die halbe Stadt mit nachgebauten 3DMAs unautorisiert durch die Gassen fliegt?«

Erwin trank seinen Wein aus und hielt die flache Hand übers Glas, als sie ihm nachschenken wollte. »Vielleicht. Du würdest nicht glauben, an welchen Orten man gute Leute findet.«

»Ah, natürlich. Ich hab schon gehört, dass du eine neue Geheimwaffe hast. Aus der Unterwelt, ja? Zugegeben, ich bin enttäuscht, dass du ihn nicht mitgebracht hast.« Der Contredanse hatte an Fahrt aufgenommen, sodass sie ein wenig lauter sprechen musste. »Wann reitet ihr wieder aus?«

»In neun Wochen.«

»Falls ihr die Finanzierung bekommt.«

»Falls wir die Finanzierung bekommen«, wiederholte er. »Selbst wenn nicht, werden wir die Expedition höchstens verschieben. Wir müssen die neue Formation optimieren, die Ecken und Kanten glätten, wenn wir irgendwann Erfolge sehen wollen.«

»Wieso habt ihr es so eilig?« Ivys Stimme war eben, ihr Blick gerade nach vorne auf die Tanzfläche gerichtet. »Was läuft euch Aufklärungssoldaten davon, wenn ihr den technischen Fortschritt aufholen lasst? Warum dürft ihr die Ecken und Kanten glätten und wir nicht? Wenn ihr ein paar Jahre auf die neuen 3DMAs warten könntet, wären dreißig Prozent weniger Tote nichts mehr, womit du Werbung machen könntest.«

Fast hätte er erneut gelacht, nur dass Ivy diesmal keinen Scherz gemacht hatte. So fest hatte sie also mit diesem Geld gerechnet, dass sie ihm nun ein schlechtes Gewissen machen wollte. Natürlich, was sie sagte machte Sinn, aber, »Und wer wird den Fortschritt einer ungenutzten Technologie rechtfertigen? Das Ingenieurkorps kann jetzt schon kaum seine Kosten decken. Abwarten hat noch niemals jemanden weitergebracht, das weißt du so gut wie ich.«

»Das kommt darauf an, was man erreichen will.«

Falls sie frustriert oder wütend war, ließ sie sich nichts anmerken. Beides war sinnlos. Wie oft hatten sie beide diese Diskussion schon geführt? »Früher hast du nicht so geredet, Ivy.«

»Früher war auch nicht so kompliziert. Irgendwann musste einer von uns erwachsen werden.«

»Ja«, sagte Erwin langsam. Er erlaubte der Melodie die entstandene Pause zu füllen. Eins-zwei-drei, eins-zwei-drei. »Ich frage mich nur, wer.«

Das brachte sie aus der Fassung. Soweit Ivy Dunn aus der Fassung zu bringen war jedenfalls. Ein Naserümpfen, ein harter Schluck und, wenn es ganz schlimm war, ein leicht aufgeklappter Mund, spätestens dann war sie in ihren Urzustand zurückgekehrt, lange bevor jemand realisieren konnte, was geschehen war. So wie jetzt. Mit einer schwungvollen Drehung stellte sie die leere Weinflasche ab und verbeugte sich so knapp wie sarkastisch.

»Und einmal mehr haben wir exakt denselben Streit angefangen wie seit fünfzehn Jahren. Wir werden es nie lernen, nicht wahr?« Hinter ihr warf die tanzende Menge die Arme in die Luft, begleitet von entzücktem Jubel. »Glaub es oder nicht, aber das hier ist mein einziger freier Abend diese Woche. Daher würde ich es vorziehen, meinen Kopf jetzt abzuschalten. Ich nehme an, du hast keine Lust zu tanzen?«

»Ein andermal vielleicht.«

»Das sagst du immer.«

Und weg war sie, zurück in einem Strudel wallender Kleider und geschminkter Gesichter, in dem sie trotz ihrer Ausgehuniform nicht so fehl am Platz wirkte, wie sie sollte. Ein Teil von Erwin bereute, dass jede ihrer flüchtigen Begegnungen so endete. Sie waren einmal Kameraden gewesen und, bevor sie sich unterschiedlichen Divisionen verschrieben hatten, Freunde. Aber vielleicht mussten Dinge zwischen ihnen mittlerweile einfach so sein. Die Dynamik zwischen Aufklärungstrupp und Militärpolizei, destilliert auf zwei Individuen.

»Eine Freundin von dir?«, wollte Shadis wissen, als Erwin zu ihm und den restlichen Abteilungsführern zurückgekehrt war. Wenig überraschend hatten sie sich abseits zusammengerottet wie die Außenseiter, die sie auf solchen Veranstaltungen waren.  

»Alte Bekannte«, berichtigte Erwin. »Wir waren in derselben Trainingseinheit. Captain Ivy Dunn, eine der leitenden Ingenieurinnen in den Alland-Laboren.«

»Ist sie gefährlich für uns?«

»Sie hat Beziehungen und sie kann rücksichtslos sein«, überlegte Erwin, um Zeit zu schinden. Ivy einzuschätzen war niemals einfach. »Aber sie hat kein besonderes Interesse am Aufklärungstrupp. Selbst wenn, das Ingenieurkorps ist nicht tief genug in die Militärpolitik involviert, um uns aktiv Steine in den Weg zu legen.«

»Schande«, meinte Wolfram. Seine große Nase rümpfte sich enttäuscht. »Ich hätte sie gern im Auge behalten. Lobof, Carlsen, Aurille, warum nur sind unsere Feinde immer dicke, hässliche Männer?«

»Vergiss die Titanen nicht, Wolf!«, mischte Eva sich ein.

Wolfram schüttelte sie ab und schnitt eine Grimasse. »Da nehm ich’s doch lieber mit Titanen auf. Die Bastarde sind wenigstens ehrlich.«

Gelächter schwappte durch die Runde, völlig verschluckt von der dröhnenden Musik, die verzweifelt versuchte, das lauter werdende Gegröle zu übertönen. Spätestens jetzt war niemand mehr für Diskussionen und Argumente zugänglich, selbst wenn es um Profit ging. Ein paar Minuten später ordnete Kommandant Shadis den Rückzug an.

Erwin erlaubte sich einen letzten Blick zurück in die Menge, wo Ivy viel zu beschäftigt mit einer Gruppe junger Damen war, um sich von ihr zu verabschieden. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich wie Fremde trennten, und sie hatten sich zu weit voneinander entfernt, als dass er dem nostalgischen Stich in seiner Brust irgendeine Bedeutung zugemessen hätte.

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Zur Veröffentlichung freigegebene Informationen

Trotz seines Namens ist das Ingenieurkorps keine eigene Division, sondern wurde vor etwa zwei Jahrzehnten in die Militärpolizei eingegliedert, um Kontrolle über die Entwicklung militärischer Ausrüstung zu erlangen. Unterteilt in vier Labore mit jeweils drei Ingenieurteams und einem Laborleiter, ist es seine Hauptaufgabe, Militärtechnik weiterzuentwickeln und das Mechanikerbataillon fachlich bei Wartungsarbeiten und Reparaturen zu unterstützen. Oberste Leitung hat der Kommandant des Ingenieurkorps, der im Alland-Labor auch als Laborleiter agiert und dem Kommandanten der Militärpolizei untersteht.


#02


Der sechste Glockenschlag der benachbarten Kirche ließ Ivy die Augen aufschlagen. Sie war bereits beim ersten aufgewacht, hatte aber bis zuletzt gehofft, die Priester hätten sich gerade heute zum ersten Mal vertan und unabsichtlich zu früh geläutet. Leider waren die Anhänger des Mauerkults nicht nur übereifrig, sondern auch unfassbar akribisch. Diese Leute machten keine so banalen Fehler, das wusste sie aus Erfahrung. Also blieb ihr nichts anderes übrig, als sich aus ihrem Bett zu quälen.

Eine halbe Stunde später betrat sie in frischer Alltagsuniform das Haupthaus der Alland-Labore und verzog unzufrieden den Mund. Vom Eingangsbereich ließ sie ihren Blick über die abgesenkte Etage der umfunktionierten Lagerhalle schweifen, bis sie in dem Durcheinander von Maschinen, Werkbänken und Mechanikern einen blonden Schopf entdeckte. Sie hatte noch nicht einmal die erste Stufe hinab genommen, da hatte die zugehörige junge Frau sie entdeckt und stürzte nach hinten zu einem der Eckschreibtische. Ein paar Sekunden später kam sie mit einem hastig zusammengestellten Klemmbrett in der Hand zurück, die Wangen rot und leicht außer Atem.

»Sie sind früh, Captain.«

»Ich bin pünktlich, Natasha«, korrigierte Ivy und nahm das Klemmbrett entgegen. Ohne auf ihre Schritte zu achten, begann sie sich durch das Meer an Mechanik in den hinteren Teil zu bewegen. Natasha folgte ihr unaufgefordert. »Sind die Wartungspläne fertig?«

»Liegen auf Ihrem Schreibtisch. Waren Sie nicht auf diesem Bankett?«

»Das war gestern, heute ist ein Arbeitstag.« Im Vorbeigehen überprüfte Ivy den heutigen Dienstplan. Sieben Mechaniker in der Tagesschicht, das war wohl ein Witz. »Wie viele Eingangsposten kommen heute?«

»Achtundsiebzig, zuzüglich der einundvierzig Übungsapparate vom Ausbildungszentrum. Ausbildungsleiter Schwartz erwartet die Rücksendung morgen.«

Über einhundert 3DMAs mit sieben Mechanikern. »Schwartz hat wie immer einen unübertroffenen Sinn für Humor.«

Sie waren beim abgetrennten Bereich der Halle angelangt, was das Ende des Briefings bedeutete. Hinter dieser nachträglich aufgezogenen Wand war das eigentliche Labor, ein Reich der Ideen und Innovation zusammengepfercht auf die Größe eines Wohnzimmers, und es war ein offenes Geheimnis, dass Captain Ivy Dunn dort kein administratives Gefasel duldete. Natasha war seit acht Monaten hier, lang genug, um das zu wissen.

»Soll ich Ausbildungsleiter Schwartz antworten, dass sich die Lieferung verzögern wird, Captain?«

Ivy schlug die Seiten auf dem Klemmbrett zurück und lehnte sich gegen die schwere Eisentür zum Labor. »Und riskieren, dass er sich bei Nile ausheult? Nein, das lasse ich Kommandant Royce machen.« Mit Schwung stieß sie die Tür auf und verschwand in ihrer Höhle.

Sobald sie alleine war, ließ Ivy die Schultern sinken. Nicht viel, aber genug, um die braune Jacke abzustreifen. Seit ihrem ersten Tag im Trainingskorps hatte sie diese grässliche Farbe gehasst, die sie bis ans Ende ihrer Tage nicht loswerden würde.

Seufzend massierte sie ihre Schläfen in der Hoffnung, der hyperaktive Kater in ihrem Kopf würde bald genauso müde werden wie sie längst war. Doch es half nichts, sie würde diese Schicht überstehen wie jede andere auch, in der sie weit mehr Arbeit gehabt hatte als Leute.

Der Tag verging wie im Flug – ein unsanfter Flug mit einem defekten 3DMA. Nach der Morgenbesprechung mit den Mechanikern konnte Ivy eine Stunde lang mit ihren vier Ingenieuren die Pläne für einen verbesserten 3DMA-Antrieb diskutieren, ehe es zum ersten Mal an der Labortüre klopfte und ein untersetzter Mann unaufgefordert halb eintrat.

»Sie werden gebraucht, Captain«, sagte er, einen Zahnstocher im Mund. In den letzten zehn Jahren hatte Ivy zu oft versucht, diese Angewohnheit zu verbieten, als dass sie es jetzt noch einmal ansprach.

»Wir stecken mitten in aerodynamischen Simulationen. Kann das warten, Klaus?«, fragte sie, obwohl sie die Antwort bereits kannte.

Entschuldigend zuckte er seine breiten Schultern, eine ölige Hand tief in der Tasche seines Overalls versenkt. »Sorry, Captain. Ist irgendwas am Antrieb. Sie wissen ja, wie das ist.«

Tat sie, leider. Mit einem Blick auf die halb beschriebene Kreidetafel nickte sie dem gähnenden Ingenieur am Fenster zu. Elijah brachte schon seit Jahren keine kreativen Ideen mehr ein. Wenn sie jemanden entbehren musste, dann ihn.

Es blieb nicht bei Elijah, tat es nie. Ab der Mittagspause standen sie alle an den Werkbänken, um schmutzige Gewinde zu reinigen, verbogene Kolben zu begradigen und Schwertscheiden auszubeulen. Entgegen dem allgemeinen Vorurteil, der Aufklärungstrupp hätte den meisten Materialverschleiß, war die Mauergarnison um ein Vielfaches schlimmer. Diese Leute versuchten nicht einmal, ihre Ausrüstung fachgerecht zu pflegen. Früher hatte Ivy passiv-aggressive Notizen auf den Checklisten vermerkt. Mittlerweile wusste sie, dass es Zeitverschwendung war. Niemand las die ausführlichen Wartungsberichte, die das Mechanikerbataillon jeder einzelnen Rücksendung an die Kasernen beilegte.

Am Ende der Schicht ließ sie Natasha die Durchschläge archivieren und löschte die Öllampen im Labor. Selbst im Dunkeln konnte sie die unvollendeten Formeln auf der Tafel hämisch grinsen sehen. Sie nahm ihre Jacke vom Haken und ging. Es war ein Tag wie jeder andere gewesen, nichts Besonderes.

Das war, was wirklich an ihr zehrte.

So ging es weiter, Tag um Tag, Schicht um Schicht. Wartungsarbeiten, Lieferungen, Materialbestellungen. Ab und an kam Ivy sogar dazu, ihren neuesten Entwurf mit ihrem Team zu diskutieren. Die Begeisterung für ihre Idee hielt sich in Grenzen. Sie war gewagt und unausgereift und es gab zu viel anderes zu tun, um sich jetzt mit einer Adaption der Gaszufuhr zu beschäftigen. Die Proteste waren verständlich, vielleicht sogar berechtigt, aber ernüchternd. Vielleicht war das der Grund, warum Ivy am liebsten den Postkorb in Brand gesteckt hätte, als sie eine Woche später einen Brief mit dem Siegel der königlichen Regierung in der Abendpost bemerkte. Zwanzig Minuten später wurde sie in das Büro ihres Kommandanten bestellt.

Ivy hatte kaum die Tür hinter sich geschlossen, da schlug Kommandant Royce seine dicke Faust auf den Tisch, seine knollige Nase wütend aufgebläht. »Inakzeptabel!«, war das einzige, das er in seiner Rage über die Lippen brachte. »Einfach inakzeptabel!«

Royce hatte noch nie viel Geduld für Dinge gehabt, die nicht nach seinem Kopf gingen, und diese Eigenschaft wurde mit zunehmendem Alter nur schlimmer. Spätestens in ein paar Jahren würde er die falschen Leute angebrüllt oder sich in ein Koma gesoffen haben und dann würde Ivy als Kommandantin des Ingenieurkorps auf seinem rot gepolsterten Stuhl sitzen. Bis dahin ertrug sie seine Launen mit gerecktem Kinn und kerzengeradem Salut.

»In der Tat, Sir.«

Er knurrte, seine Finger so zittrig vor Zorn, dass ihm der mehrseitige Brief aus der Hand glitt. »Sie haben Resultate versprochen, Dunn! Verstehen Sie das etwa unter Resultaten?«

Sie ließ die Seiten friedlich zu Boden flatterten und ging langsam um den Schreibtisch, erst dann hob Ivy sie bewusst langsam auf und legte sie sortiert zurück auf die Schreibunterlage. Abwarten war immer eine gute Strategie für aufbrausende Leute wie Royce. Der Marktplatz unter seinem Fenster bot auch ein viel schöneres Bild als seine verzogene Visage. Selbst hier in Alland, das vorwiegend aus Kopfsteinpflaster und Ziegelwerk bestand, hielt der Frühling langsam Einzug. Die ersten Vögel hatten sich zurück ins Innere von Sina gewagt, zarte Pflänzchen sprossen zaghaft aus Blumenkästen und die vorbeifahrenden Kutschen verlautbarten endlich wieder ihr markantes Klackern anstatt matschiges Plätschern über schmelzendem Schnee.

»Wie schlimm sind wir über Budget?«, wollte Ivy nach einer Weile wissen, die Arme hinter dem durchgestreckten Rücken verschränkt.

Sie schien lange genug gewartet zu haben. Royce seufzte, seine Stirn auf der einen Hand abgestützt. Mit der anderen reichte er ihr den Quartalsbericht. Für die nächsten Minuten war das Büro bis auf gelegentliches Blättern komplett still.

Die Zahlen waren nicht katastrophal, aber der Trend deutlich. Seit der Eingliederung des Ingenieurkorps in die Militärpolizei war die Finanzierung mit jedem Quartal gesunken, die diesmalige Reduktion hatten sie lange einkalkuliert. Die neue 3DMA-Serie würden sie dennoch auf unbestimmte Zeit verschieben müssen.

Sie gab Roy den Bericht zurück. »Sieht nicht so aus, als müssten wir jetzt schon Leute entlassen.«

Tiefes Brummen war seine Antwort, ehe er aufstand und sich zu ihr ans Fenster stellte. »Gegen wen haben Sie verloren?«

Fast hätte sich ein grimmiges Lächeln auf Ivys Lippen gestohlen. »Aufklärungstrupp, Abteilungsführer Erwin Smith. Hat Titaneisen südlich der Mauern gefunden.«

»Diese Säcke«, stieß Royce aus. Müde drapierte er zwei bauchige Gläser auf der Vitrine hinter seinem Schreibtisch und füllte sie ungleich mit etwas, das nur Weinbrand sein konnte. Das vollere Glas behielt er, das andere reichte er Ivy. »Das passiert also, wenn der Aufklärungstrupp jemanden findet, der ein bisschen mehr Hirn hat als diese verflixten Titanen, von denen sie sich so gern fressen lassen.«

Sie stießen an – definitiv Weinbrand, hausgebrannt. Nur jahrelange Übung hielt Ivy davon ab, das Gesicht zu verziehen. Wieder schwiegen sie für etliche Minuten, die Augen starr aus dem Fenster gerichtet. Es war ihr privater Wettbewerb, oder eher ein Spiel, in dem alle Teilnehmer den Mund hielten, bis der erste etwas Wertvolles zu sagen hatte. Seit fünfzehn Jahren traten sie gegeneinander an, viel länger schon als Ivys Rang es gerechtfertigt hatte, stundenlang im Büro des Kommandanten über die Zukunft des Ingenieurkorps zu philosophieren. Wie lange das Spiel ging, hing vom Thema ab. Minuten, Stunden, nicht selten war sie am Ende des Tages schweigend zurück in die Kaserne gegangen.

Nicht heute.

»Wenn wir nicht kämpfen, können wir nicht verlieren, Sir«, sagte sie schließlich. In der Reflektion am Fenster konnte sie Royces Schnauzer zucken sehen. Ihre Idee war gut, doch in ihrem Spiel entschied immer der Gegner den Sieger. »Abteilungsführer Smith wird diese Titaneisenquelle noch zwanzig Jahre lang ausnutzen, wenn nicht länger. Dagegen anzukämpfen ist sinnlos. Also bringen wir ihn dazu, das Feld zu räumen.«

Royce führte seine Finger an den Schnurrbart und begann, die borstigen Härchen zwischen Daumen und Zeigefinger zu drehen. Es war eine Angewohnheit, die er mit vielen älteren Männern teilte, und Ivy hatte sie schon immer widerlich gefunden. »Wie wollen Sie das anstellen, Dunn? Gegen Bestechung ist der Aufklärungstrupp immun, das muss man den lebensmüden Bastarden lassen.«

»Ganz einfach. Wir finden raus, was der Aufklärungstrupp will.« Mit ein wenig Überwindung leerte sie ihr Glas. »Sobald wir wissen, was sie brauchen, entwickeln wir es für sie.«

Royces grölendes Gelächter schallte durch den Raum, begleitet von lautem Klopfen, als er sich vornüberbeugte und seine Pranke gegen das Fenster schlug, als hätte sie den besten Witz aller Zeiten gemacht. Sie wartete den Lachanfall ebenso geduldig ab wie seine Rage vorhin. Es dauerte eine Weile, bis er sich fing und demonstrativ eine nicht vorhandene Träne aus seinem Augenwinkel wischte.

»Bei Sina, Rose und Maria, das hat mich eiskalt erwischt. Und da sagt man immer, Schwartz hätte einen miesen Humor.« Als sie nicht antwortete, fügte er ernster hinzu, »Ich sehe ja, worauf Sie hinauswollen, Dunn, aber Sie wissen so gut wie ich, dass das so nicht läuft. Das Hauptquartier wird uns niemals Einfluss von außen erlauben. Mir sind die Hände gebunden.«

»Als würde jemanden interessieren, woher wir unsere Ideen haben. Royce, ich bin es leid. Wir basteln an Federn, optimieren Gewinde – dabei haben wir nicht einmal ansatzweise begonnen, die Grenzen der Physik zu verbauen. Ich bin dem Ingenieurkorps nicht beigetreten, um Antriebe zu putzen. Verstehen Sie?« Unbemerkt von der Außenwelt, war ihr Puls in die Höhe geschossen. Seit Jahren hatte sich dieser Moment abgezeichnet, und jetzt, wo die Gerüchte immer lauter wurden, war er endlich hier. »Ich lasse mich nicht degradieren. Was ist mit Ihnen?«

Royce erwiderte nichts darauf.
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